Führen mit "Grit"

Leadership matters so much in every industry and discipline.
Führung ist entscheidend in jeder Branche und Disziplin.
Bill Hybels (am Global Leadership Summit 2015)

Letzte Woche war es endlich wieder soweit: Ich konnte am Leadership Summit von Willow Creek in Chicago teilnehmen. Diese Konferenz war schon in früheren Jahren unheimlich inspirierend und motivierend für mich. Zusammen mit 7’500 anderen Menschen im Auditorium und via Aussenstationen und Streaming mit weiteren 100’000 an Leadership interessierten Personen verbunden von hochkarätigen Referenten zu lernen, ist ein unglaublich starkes Erlebnis.

Gleich im Eröffnungsreferat von Bill Hybels, dem Gründer und Leiter von Willow Creek, wurden wir daran erinnert, dass Leadership matchentscheidend ist. Hybels – und mit ihm viele weitere Führungskräfte-Experten – werden nicht müde, zu betonen, welche Auswirkung starke Führung haben kann. Das tönt dann in etwa so: „Wenn eine Führungskraft besser wird, gewinnt jeder.“ Nimmt ein Leader seine Aufgabe war, entwickeln sich Firmen, Organisationen und Kirchen besser. Und davon profitiert schlussendlich jeder. Aber auch ganz direkt werden Menschen im Umfeld eines guten Leaders zu Gewinnern: Sie werden in ihrem Potenzial gefördert, entwickeln sich weiter, haben Spass bei der Arbeit und sind Teil einer inspirierenden Vision.

Was zeichnet denn nun eine grossartige Führungsperson aus? Neben den klassischen „Leadership-Skills“ wie Visionsvermittlung, Teamaufbau, Führung als Dienst … sind gemäss Hybels folgende fünf Eigenschaften entscheidend:

  • Grit –  Rückgrat, Durchhaltewille, Mut
    Immer wieder war am Summit zu hören, was möglich wird, wenn ein Leader „Grit“ hat. Dieses Durchhaltevermögen, das ihn nicht bei den ersten Schwierigkeiten aufgeben lässt. Denn, das wurde auch klar: Scheitern gehört zu unserer Führungsaufgabe. Wer sich auf die lange Sicht bewähren will, entwickelt diese Zähheit, die ihn mutig und ausdauernd in kleinen Schritten vorwärts bringt.
  • Self-awareness – Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein
    Jeder Mensch hat 3-4 blinde Flecken – auch Führungspersonen. Diese vielleicht erst recht, weil je nach Position niemand mehr ehrlich Feedback gibt…
    Gute Leaders sind reflektiere Menschen. Sie fragen selbstkritisch: Was treibt mich eigentlich an? Wen will ich beeindrucken?
  • Resourcefulness – Einfallsreichtum
    Führungspersonen sind neugierige Personen. Sie geben sich mit dem Status Quo nicht zufrieden – persönlich, aber auch ihre Organisation betreffend. Darum bleiben sie Lernende. Mit diesem Erfindergeist ausgestattet, wagen sie auch einmal ein Experiment, versuchen etwas Neues, denken ausserhalb des gewohnten Rahmens.
  • Self-Sacrificing Love – aufopfernde Liebe
    Ja, Bill Hybels ist ein Pastor, kein CEO. Aber dieser Punkt betrifft nicht nur die Kirchenwelt. Auch den CEO’s unter den Summit-Besuchern rief Hybels zu: Die Liebe verändert alles! Eine Führungsperson, die jeden Einzelnen und die ganze Organisation weiterbringen will, baut nicht eine professionelle Distanz zwischen sich und den Mitarbeitenden auf.  Im Gegenteil: Sie interessiert sich, sie kümmert sich, sie dient – eben: Echte Leader verschenken Liebe.
  • Create a Sense of Meaning – Sinnstiftung
    Das, was es zu tun gibt, ist den Mitarbeitenden in der Regel klar. Doch beim „Warum“ scheitert es häufig. Gute Führungspersonen helfen bei dieser so entscheidenden Frage, sie vermitteln Sinnstiftung und helfen den Mitarbeitenden zu klären, warum sie tun, was sie tun. Hybels spricht dabei vom „White hot Why“ – was ist das Eine, wofür wir uns ganz und gar engagieren wollen?

 

KONKRET

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Gegen das Vergessen

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
König David

Welches Geschenk zur letzten Weihnacht oder zum letztjährigen Geburtstag hat Ihnen besonders viel Freude bereitet?

Wie spontan können Sie auf diese Frage antworten? Oder geht es Ihnen wie mir: Hm, was hab ich eigentlich alles für schöne Dinge gekriegt? Aja, da waren die Schafe, die in meinem Namen gesponsert wurden, die Autobahnvignette, die selbstgemachten Finken, der Pizza-Gutschein für Venedig (den ich nächste Woche einlösen werde)… ah und die witzige Sammlung der Kolumnen von Martin Bühler war auch noch dabei…

Was ich sagen will: Wie oft werden wir mit kleineren und grösseren, nützlichen oder schönen Dingen beschenkt – und vergessen es dann mit der Zeit wieder?

Weil mindestens ich ziemlich vergesslich bin, wenn es um die „Güte“ all der lieben Menschen um mich herum geht, will ich mich daran erinnern, einen dankbaren Blick auf all das Gute in meinem Leben zu bewahren. So vieles wird mit der Zeit selbstverständlich. Mit all den Visionen im Kopf und Träumen im Herzen stehe ich in Gefahr, mit dem vorwärtsgerichteten Blick nur zu sehen, was es in Zukunft noch alles zu tun gibt. Das ist mein Naturell. Wenn ich mich da nicht bewusst dafür entscheide, das Gute der Vergangenheit und die Freuden im Hier und Jetzt zu schätzen, verpasse ich es, diese anvertrauten Schätze dankbar in meinem Herzen zu tragen.

Dankbarkeit als Lebensstil

Ich verpasse es, dankbar zu sein für all das, was ich (wir) bereits erreicht habe(n). Neue Ziele treiben mich nach vorne – und schneller als es mir bewusst ist, beginne ich dabei das gering zu schätzen, was bereits vorhanden ist.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=8FNtHIOKetc[/youtube]

Darum bin ich dankbar, dass ich gleich dreifach an den wichtigen Wert der Dankbarkeit erinnert werde:

  • Das oben erwähnte Zitat von König David ist eine schöne Erinnerung daran, unserem guten Gott, der Quelle allen Lebens, immer wieder für all das Gute, das er in unser Leben legt, zu danken. Es scheint mir bei der Wortwahl von David, als hätte auch er seine Seele „zwingen“ müssen, nicht zu vergessen und dankbar zu bleiben.
  • Das Jahr der Dankbarkeit, welches bei uns in der Schweiz ab dem Dank-, Buss- und Bettag  laufen wird, ist eine Einladung an uns alle: Nicht nur in diesem Jahr, aber eben von Bettag zu Bettag ganz besonders, den Wert der Dankbarkeit hochhalten, Gott für seine Güte danken, den Menschen in unserem Umfeld mit Dankbarkeit begegnen und uns für mehr Wertschätzung und weniger Nörgelei einzusetzen.
  • Und schliesslich: Es gibt auch die eindrücklichen Forschungsergebnisse, die klar belegen, dass Dankbarkeit wirkt. Die Positive Psychologie zeigt auf, dass Dankbarkeit ein sicherer Weg ins Glück ist.

Darum: Ich will bei aller Hoffnung für die Zukunft nicht die Dankbarkeit vergessen!

Liebe treue LeserInnen von meinem Blog: Mit diesem Artikel verabschiede ich mich in die Sommerpause. In den nächsten Wochen werde ich mir zusammen mit meiner Familie ein Sabbatical gönnen. Wir lesen uns wieder Mitte August!
Und übrigens: Ein herzliches Dankeschön auch Ihnen allen, die diesen Blog (regelmässig) lesen – Sie sind meine Motivation immer freitags morgens „in die Tasten zu hauen“!

 

KONKRET

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Sag ja zum neuen Tag

Man löst keine ‎Probleme, indem man sie aufs Eis legt.
Winston Churchill

Kürzlich an einem Tagesseminar der Referent: „Führungspersonen essen zum Frühstück Probleme.“ Als ich später einem Freund davon erzählte, meinte dieser: „Heisst es nicht: Leadertypen kennen keine Probleme, nur Herausforderungen?“

Nun, beide haben ja auf ihre Art Recht. Führungspersonen zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch vor Problemen nicht zurückschrecken, sondern sie mutig anpacken – wenn es denn sein muss, bereits zum Frühstück. Für einen Leader sind Probleme tatsächlich das tägliche Brot. Und weil Führungspersonen eben Menschen führen, ist es auch nicht damit getan, Organisationen, Abläufe, Produkte und Ressourcen zu managen. Leadership hat mit Menschen zu tun. Da stecken Emotionen drin. Da ist Bewegung drin. Da gehören willkürliche Meinungsumschwünge dazu.

Da gibt es – genau: Probleme. Oder wie es gestern Abend jemand sagte: „Mein Job wäre so schön, wenn es nur diese Kunden nicht gäbe.“ Die Kunden oder gleich grundsätzlich die Menschen abzuschaffen, kann ja auch nicht die Lösung sein – da sind wir uns wohl einig. Also doch besser schon Probleme zum Frühstück akzeptieren.

Irgendwie kann ich mich trotzdem nicht so ganz mit diesem Ansatz anfreunden. Es motiviert mich einfach nicht, am Morgen aufzustehen mit dem Bewusstsein, dass der Wecker eigentlich das kleinste Übel war und jetzt viel grössere Probleme auf mich warten.

Dann schon lieber Herausforderungen. Das klingt doch bereits viel weniger negativ, schwer und frustrierend. Ein Leader ist bereit, den täglichen Herausforderungen in die Augen zu blicken und sie zu meistern. Er (sie natürlich auch!) ist aktiv, er gestaltet, er packt an. Er rennt nicht (nur) wie die Feuerwehr den Problemen hinterher und löscht ein Feuer nach dem anderen. Nein, als Gestalter greift er neue Herausforderungen auf, noch bevor es Probleme sind. (Gut, korrekterweise müsste man da nun wohl „Problem“ und „Herausforderung“ genauer definieren. Aber bleiben wir mal beim Bild, dass Probleme eher mit reagieren – wie die Feuerwehr – zu tun hat und Herausforderung eher das Agieren im Blick hat.)

Ich gebe zu, dass ich auch nach der eingangs erwähnten Schulung nicht morgens aufstehe, um Probleme zu frühstücken. Viel besser kommt das Geschenk meiner Frau an: Ein Parfüm mit dem tollen Namen „Motivation“. Also esse ich zum Frühstück nicht Probleme, sondern schmücke mich allmorgendlich mit Motivation. Darum geht es: Dass wir jeden Morgen aufs Neue motiviert sind, den Tag zu begrüssen und zu umarmen, ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten – mit all seinen Herausforderungen, Problemen, Freuden, Erfolgen und Niederlagen.

Probleme zum Frühstück, Herausforderung statt Problem, motivierendes Parfüm – alles nett. Doch das Beste kam diese Woche (einmal mehr) aus dem alten Buch (Die Bibel, Sprüche 14,4):

Ein leerer Stall bleibt zwar sauber –
aber ohne Rinder gibt es keinen Ertrag!

So ist es: Wer etwas bewegen will, darf auch vor etwas Dreck nicht zurückschrecken!

 

KONKRET

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst“.

Männer sind…

Ein ‪Mann‬ kann oft versagen, aber er wird erst zum ‪Versager‬, wenn er beginnt, andere dafür verantwortlich zu machen.
John Burroughs

Und da ist sie wieder, die Frage, was wir denn eigentlich sind, wir Männer. Gebe ich in meinem Browser die Wörter „Männer sind“ ein, möchte Google die Zeile am liebsten mit „Schweine“ vervollständigen. Ziemlich sympathisch, oder? (Sollte ich jetzt zum Google-Protest aufrufen oder doch eher den Tierschutz kontaktieren?)

Eben, was sind wir denn, wir Männer? Schönreder? Machos? Hochstapler? Gambler? Verunsicherte? Versager?

Jedenfalls mehr als Schweine, oder? So arg wie im Song Männer sind Schweine von den Ärzten besungen, kann es wirklich nicht um uns stehen.

Schon viel differenzierter ist da Herbert Grönemeyer mit seinem musikalischen Beitrag zum Thema, dem Song Männer. Bereits die ersten Zeilen beleuchten eine noch vor einigen Jahren höchstens heimlich erwünschte Seite des Mannseins:

Männer nehm’n in den Arm
Männer geben Geborgenheit
Männer weinen heimlich
Männer brauchen viel Zärtlichkeit
Oh Männer sind so verletzlich
Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich

Grönemeyer macht aber nicht etwa pauschal „Weicheier“ aus den Männern. Nein, auch die unschönen Seiten kommen zur Sprache („Männer führen Krieg“) und dass sich der zerbrechliche Mann dann doch lieber stärker gibt als er in Wahrheit ist, wird bildhaft dargestellt:

Männer haben Muskeln
Männer sind furchtbar stark
Männer können alles
Männer kriegen ’nen Herzinfarkt
Oh Männer sind einsame Streiter,
müssen durch jede Wand, müssen immer weiter

Irgendwie sind wir wahrscheinlich schon einfache Wesen, wir Männer: Geliebte Helden, das ist es wohl, was wir im Grunde sein möchten. Wir wollen respektiert werden, für das, was wir sind und tun. Und wenn wir einmal scheitern, möchten wir nicht gleich als Versager abgestempelt werden.

Weil Anerkennung die Luft ist, die wir atmen, geben wir uns manchmal halt stärker, als wir sind. Bitte verzeiht uns das, liebe Frauen. Und liebe Männer, nutzen wir doch die Freiheit, die unsere Zeit mit sich bringt, und stehen zu unseren Grenzen, Schwächen und unserem Versagen – das alles macht uns noch lange nicht zum Versager. Solange wir dazu stehen können und nicht andere für unsere Fehler verantwortlich machen oder unsere Mitmenschen gar klein machen, damit wir selbst gross dastehen.

Männer sind in Bewegung

Vielleicht stimmt es ja, was folgender Spruch behauptet: „Männer sind Menschen, bei denen Pubertät und Midlife Crisis fließend ineinander übergehen.“ Und genau darum gibt es jetzt die Männerzeitschrift MOVO. Gemäss den Machern von MOVO sind die Männer „bruchstückhaft, überraschend, vielfältig, im Werden, produktiv, kontrovers“ – eben, irgendwo zwischen Pubertät und Midlife Crisis…

Obwohl ich der Idee eines Männermagazins anfänglich eher skeptisch gegenüberstand (Können Männer wirklich zum Lesen überzeugt werden?), bin ich inzwischen regelrecht begeistert von MOVO. Und dies nicht nur, weil ich mit „Kleinkrieg im Büro“ einen Artiekl zur aktuellen Ausgabe beisteuern durfte oder weil einige meiner Helden (Georges Morand, Bill Hybels) auch mit einem Artikel vertreten sind. Nein, MOVO trifft aus meiner Sicht einfach den Nerv von uns Männern. Wir werden nicht einfach zugetextet oder erfahren, was wir alles sein sollten. Dafür ist das Magazin wie eine kunterbunte Werkzeugkiste, in der wir Männer wertvolle Hilfsmittel für Beruf, Beziehungen und Freizeit erhalten.

 

KONKRET

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Für immer?!

Die besten Partner sind auch gute ‎Freunde.
Sonja Lyubomirsky

Dieses Jahr dürfen meine Frau und ich unser 15jähriges Ehejubiläum feiern – Kristallhochzeit, hab ich mir sagen lassen. Als wir vor etwas mehr als 15 Jahren unsere Hochzeitsanzeige gestalteten, setzten wir das Motto „für immer“ darauf. Prompt kamen die Rückmeldungen: „Das ist aber mutig.“ Oder: „Grosse Worte…“.

Nun, „für immer“ haben wir noch nicht geschafft. Aber immerhin fünfzehn Jahre. Das ist doch ein guter Anfang, oder?

Als Einstieg in unser letztes Timeout-Weekend für Paare wollten wir von den Teilnehmenden in einem kleinen Spiel wissen, wie lange sie schon zusammen sind. Und so teilten wir den Raum in zwei Gruppen: Hinten die Paare, die bereits auf einen längeren gemeinsamen Weg blicken können, als die von uns vorgelegten fünfzehn Jahre. Vorne die „Ehe-Starter“. Ich rechnete damit, dass es zwei etwa gleich grosse Gruppen geben würde. Weit gefehlt: Bis auf zwei Paare hatten alle schon „Kristall“ angesammelt…

Es wäre nun etwas übertrieben, anhand dieses kleinen Spiels mit rund fünfzehn Paaren darauf zu schliessen, Treue und langfristige Partnerschaften seien im Trend. Aber sicher ist schon mal eine grosse Freude, dass diese Paare in ihre Beziehung investieren und auch als „alte Ehe-Hasen“ (zum Teil jährlich) an einer solchen Auszeit teilnehmen. (Als Veranstalter nehmen wir natürlich sehr gerne zur Kenntnis, dass die Paare diese Weekends als sehr wertvoll erleben.)

Treue im Trend

Diese Woche wurde eine etwas repräsentativere Umfrage als die unsere präsentiert. Die vom Bundesamt für Gesundheit BAG finanzierte Befragung kommt zu folgendem überraschenden Ergebnis:

Fast drei Viertel der Schweizer Bevölkerung bewerten sowohl die Partnerschaft auf Lebzeiten als auch die sexuelle Treue (je 71%) als wichtig. Darüber hinaus hält eine deutliche Mehrheit der Personen sowohl die lebenslange Partnerschaft (71%) als auch die sexuelle Treue (64%) für möglich. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung von gfs-zürich hervor, die von der Schweizerischen Evangelischen Allianz in Auftrag gegeben wurde.

„Für immer“ ist tatsächlich ein ehrgeiziges Ziel. Eine lebenslange Partnerschaft ist nicht etwa ein Selbstläufer, nein, es steckt eine grosse, aber lohnenswerte Investition dahinter. Unsere fünfzehn Jahre Ehe betrachte ich als wundersames, spannendes Abenteuer. Das Wundersame daran begann schon mit der Art und Weise, wie sich unsere Wege gekreuzt hatten. Das Spannende hat vor allem damit zu tun, wie wir unser gemeinsames Leben gestalten: Zusammen leiten wir eine fx Kirche und haben unsere Firma Gerber Motivation & Training. Diese beiden Projekte sorgen für viele Hochs und manche Tiefs, die wir gemeinsam erleben. Dazu kommt die äusserlich betrachtet unsichere Finanzierung unserer Arbeit – das schweisst zusammen, weil wir uns den täglichen Wahnsinn des Ehekleinkriegs gar nicht leisten könnten.

Wie schafft man es, einander lebenslang treu zu bleiben? Ich hüte mich vor einer schnellen, rezeptartigen Antwort. Sicher ist, im eingangs erwähnten Zitat steckt sehr viel Wahrheit: Unsere gemeinsame Ehereise hat eine viel grössere Aussicht auf Erfolg, wenn wir als Partner auch Freunde bleiben. Freunde, die nicht nur zusammen wohnen und gemeinsame Kinder haben, sondern als Freunde auch etwas miteinander erleben: Gemeinsame Projekte, Visionen, Reisen und Abenteuer.

Konkret

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Ich bin dann mal offline

Der größte Sinnengenuß, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.
Immanuel Kant

Noch vier Wochen, dann ist es soweit: Wir gönnen uns als Familie ein Sabbatical. Beinahe seit zwei Jahren freuen wir uns auf diese fünfwöchige Auszeit, in der wir ganz bewusst eine Pause von all unseren vielfältigen beruflichen Aktivitäten einlegen wollen. Die letzte längere Sommerpause ohne Tagesgeschäft liegt weit zurück und die letzten Urlaubsreisen als Familie waren nie länger als eine Woche.

Und überhaupt, jetzt ist einfach der richtige Zeitpunkt für ein Sabbatical: Diesen Sommer ist es 20 Jahre her, seit wir mit einem Jungschar-Camp auf dem Studenberg die Initialzündung für unsere sozial-diakonischen Aktivitäten in unserem Dorf gezündet haben – damals als Jungschar, dann mit dem Jugendverein POWER, seit über 15 Jahren mit dem gms – z’friede läbe und nun auch schon wieder mehr als sieben Jahre mit dem Verein Happy Kids.

Dazu kommt, dass ich dieses Jahr meinen vierzigsten Geburtstag feiern darf. Zeit für einen Zwischenhalt also: Eine Pause einlegen, zur Ruhe kommen, Vergangenes reflektieren, über Künftiges sinnieren. Für mich ist es ein Jahr der Entscheidung. Und so bin ich schon das ganze Jahr hinüber mit einer Art Auslegeordnung beschäftigt. Doch in der Hektik des Alltags ist das gar nicht so einfach. Darum erhoffe ich mir auch diesbezüglich einiges vom kommenden Sabbatical. Beim Wellnessen mit meiner Frau, beim Relaxen im spanischen Landhaus mit der Familie und beim Visionieren am Leadership Summit in Chicago erhoffe ich mir, Klarheit bezüglich meiner nächsten beruflichen Schritte zu erhalten.

Wir alle brauchen Pausen

Auch der heutige Artikel steht in der kleinen „Papstreihe“. In der in den letzten Wochen erwähnten Papstansprache gab es nämlich auch einen Abschnitt zum Thema Erholung. Franziskus nannte es die Krankheit des „Marta-lismus“ [abgeleitet von der biblischen Figur der Marta] und mahnte seine Leute vor übertriebener Arbeitswut:

Die nötige Ruhe zu vernachlässigen führt zu Stress und Aufregung. Die Ruhe für den, der seine Arbeit beendet hat ist nötig, geboten und ernst zu nehmen…

Jeder, der über längere Zeit gute Arbeit leisten und über die ganze (Lebens)Strecke einen guten Lauf hinlegen will, braucht Phasen der Ruhe, Entspannung und Reflexion. Kaum einer wird sich jeden Sommer eine lange Auszeit leisten können und nur von Sabbatical zu Sabbatical zu denken, wäre auch viel zu kurz gegriffen. Natürlich ist es eine empfehlenswerte Sache, an entscheidenden Punkten im Leben eine längere Pause einzulegen. Doch der menschliche Körper ist so gemacht, dass er regelmässig mitten im Alltag zur Ruhe kommen will. Ja, unser Akku reicht nicht von Urlaub zu Urlaub! Körper, Geist und Seele wollen täglich aufs Neue aufgeladen werden!

Welche kleine Pausen helfen Ihnen im täglichen Leben, frisch und energiegeladen zu sein? Wann sind Sie offline? Welche wöchentlichen und monatlichen „Ladezeiten“ planen Sie ein? Und wann ist für Sie eine grössere, spezielle Auszeit angesagt?

KONKRET

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Spiritueller Alzheimer?

Menschen die in Kontakt mit der Grundmacht des Lebens geraten, werden lebendig, hoffnungsvoll, tatkräftig, handlungsfähig, wiedergeboren.
Manfred Josuttis zitiert bei Christian Möller 

In diesen Tagen würde man gerne über die FIFA und Sepp Blatter schreiben. Doch ich bleibe bei dem, was ich mir für den heutigen Blogartikel vorgenommen habe. Aber es geht da auch um einen Mann, der in seinem Haus ganz grosse Probleme hat und versucht aufzuräumen. Während jedoch Blatter immer wieder die nötige Glaubwürdigkeit vermissen lässt, scheint mir das Oberhaupt dieser anderen weltumspannenden Organisation tatsächlich eine integere Führungsperson zu sein.

Letzte Woche hatte ich bereits über meine Bewunderung für Papst Franziskus und über seine Schelte an die Kurie geschrieben. Da rückte ich vor allem die Selbstführung ins Zentrum. Heute nun, will ich Franziskus Vorwürfe an seine Kaderleute betreffend der fehlenden Spiritualität aufnehmen.

Zwei Aspekte der Papstansprache haben mich diesbezüglich besonders angesprochen. Und zwar sind das „Krankheit“ Nummer 4 und 6.

Weil die Worte so stark sind, zitiere ich gleich die entsprechenden Abschnitte aus der Ansprache:

Die Krankheit der ausufernden Planung und des Funktionalismus. Wenn der Apostel alles haarklein plant und glaubt, dass mit einer perfekten Planung die Dinge effektiv vorangehen, dann wird er zu einem Buchhalter und Betriebswirt. Gute Vorbereitung ist notwendig, aber immer ohne der Versuchung zu erliegen, die Freiheit des Heiligen Geistes einschränken und steuern zu wollen; er bleibt immer größer, großzügiger als alles menschliche Planen. Man fällt in diese Krankheit, weil es „immer leichter und bequemer ist, den eigenen statischen und unveränderten Haltungen zu folgen. In Wirklichkeit ist die Kirche dem Heiligen Geist in dem Maß treu, in dem sie nicht beansprucht, ihn zu regulieren und zu zähmen … den Heiligen Geist zähmen! – Er ist Frische, Fantasie, Neuheit.“

Mir gefällt diese Ausgewogenheit: Es braucht unser Planen, aber wir dürfen unsere Pläne nicht zu unserem Gott machen. In all unserem Vorbereiten und Organisieren soll die „Frische, Fantasie, Neuheit“, die Gottes Geist schenkt, nicht gezähmt werden. Seine Pläne gehen über das hinaus, was wir erfassen können!

Und noch zur „Krankheit“ des spirituellen Alzheimers:

Es gibt auch die Krankheit des „geistlichen Alzheimer“, der Vergessenheit der Geschichte des Heils, der persönlichen Geschichte mit dem Herrn, der „ersten Liebe“. Dabei handelt es sich um ein fortschreitendes Absenken der geistlichen Fähigkeiten, die früher oder später zu einer schweren Handicap des Menschen führen und ihn unfähig werden lassen, autonom zu handeln, und ihn so in einem Zustand völliger Abhängigkeit von den von ihm selbst geschaffenen Selbstbildern leben lassen. Das sehen wir bei denen, die die Erinnerung an ihre Begegnung mit dem Herrn verloren haben; bei denen, die nicht dem alttestamentlichen Sinn des Lebens haben; bei denen, die völlig von ihrer Gegenwart abhängen, von ihren Leidenschaften, Launen und Ideen; bei denen, die um sich herum Mauern und Gewohnheiten bauen und so immer mehr Sklaven der Götzen werden, die sie sich selbst geschaffen haben.

Was für eindrückliche Bilder: Abhängig von den selbst geschaffenen Selbstbildern. Und: Sklaven der Götzen, die sie sich selbst geschaffen haben.

Das scheint mir eine der unzähligen menschlichen Versuchungen und Herausforderungen zu sein: Durch fixe Idealbilder und sture Planung sich selbst in Gefangenschaft nehmen und dabei an der Freiheit, Lebendigkeit, Handlungsfähigkeit, Fantasie und Frische, die Gott uns eigentlich anbietet, vorbeizuzielen.

 

Konkret

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Ego-Show vs. Selbstliebe

Die Krankheit der Rivalität und der Ruhmsucht – wenn das Äußere, die Farben der Kleidung und Zeichen der Ehre zum vorrangigen Lebensziel werden…
Papst Franziskus, in seiner Schelte an die Kurie

Nein, ich bin nicht katholisch. Aber Papst Franziskus hat es mir angetan. Und zwar von der ersten Stunde seiner Wahl an. Ich erinnere mich, wie ich fasziniert war, als er erstmals als Papst auf dem Balkon erschien und die versammelte Gemeinde bat, für ihn zu beten. Was für eine Demut.

In den letzten beiden Jahren war er immer wieder gut für eine Überraschung – ob er tätige Bescheidenheit zeigt oder sich als Brückenbauer zu Randständigen oder Andersdenkenden erweist, immer mal wieder bin ich beeindruckt von diesem Papst.

Ende letztes Jahr war wieder so ein Moment: Überrascht und anerkennend las ich in der NZZ am Sonntag, wie Franziskus seine Mitarbeiter zurecht wies. Gleich 15 Krankheiten hatte er in der Kurie diagnostiziert.

Auffallend dabei: Der Papst attestierte seinen Kardinälen einen schlechten Umgang mit sich selbst und eine tote Spiritualität. Unter Ersterem führte er „Krankheiten“ wie  „sich unstebrlich fühlen“, „zu hart arbeiten“, „Trauermine aufsetzen“ oder „nach weltlichen Profiten streben“ auf. Bei der fehlenden Spiritualität bemängelt er fehlende Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes und spricht gar von „Spirituellem Alzheimer“.

Das eigene Wohl – und das meiner Mitmenschen

Das päpstliche Zitat über die Krankheit der Ruhmsucht am Anfang dieses Blogartikels geht wie folgt weiter: „…und man das Wort des heiligen Paulus vergisst: ‚Tut nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.‘ (Philipper 2,1-4)“

Spannend, dass uns dieser Bibeltext – mindestens nach der Einheitsübersetzung – indirekt dazu einlädt, auf das eigene Wohl zu achten. Nicht nur, natürlich, aber eben auch.

Denn, genau davon hatten wir es kürzlich im SunntigsTräff von „gms – z’friede läbe“, es geht beim berühmten Doppelgebot der Liebe im Grunde um eine dreifache Liebe: Zu Gott, zum Nächsten und zu mir selbst.

In der Gruppendiskussion wollte ich wissen, welches die schwierigste Form der Liebe sei. Nicht verwunderlich, dass viele zu allererst mit der Selbstliebe zu kämpfen haben. Ich glaube, dass gerade hier ein wichtiger Schlüssel zur Nächstenliebe liegt: Erst wer sich selbst liebt, kann dem anderen in uneigennütziger Liebe begegnen. Nicht, weil der andere meine Defizite ausfüllt, liebe ich ihn, sondern weil er wie jedes Geschöpf liebenswürdig ist.

Kann ich mich selbst annehmen und lieben, brauche ich auch keine Ego-Show abzuziehen. Die Krankheiten der päpstlichen Diagnose kann ich abschütteln, wenn ich zur Selbstliebe und zu einem guten Umgang mit mir selbst finde. Ruhmsucht, Prahlerei, Rivalität, sich unsterblich machen, Vorgesetzte vergöttern, Profitstreben… hat nur nötig, wer noch kein Ja zu sich selbst gefunden hat.

Darum: Beginnen Sie, sich selbst zu lieben, damit Sie auch Ihre Mitmenschen lieben können!

 

Konkret

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst“.

Schweizer lieben Durchschnitt

Eine über die Gleichheit der Chancen hinausgehende Gleichmachung der Menschen ist die höchste Ungerechtigkeit.
Karl Jaspers 

Das war mal wieder klassisch. Kürzlich an einer gemeinsamen Sitzung von Schweizern und Deutschen hiess es von Seiten unserer nördlichen Nachbarn: „Bei euch in der Schweiz fehlen einfach die grossen Namen. Wir brauchen bekannte Köpfe!“

Der deutsche Ruf nach grossen Namen vernahm ich nicht zum ersten Mal. Es ist mir schon öfters aufgefallen, dass bekannte Köpfe in Projekten mit deutscher Beteiligung eine grosse Bedeutung spielen. Auffallend ist auch, dass wir Schweizer uns eher schwer damit tun, diese „Schwergewichte“ zu liefern.

Haben wir denn keine grossen Namen oder verstecken wir unsere „Schwergewichte“ einfach zu gut hinter unseren hohen Bergen? Oder ist es gar so, dass wir uns dagegen wehren, dass grosse Namen aus der Masse herauswachsen?

Wo sind die grossen Namen?

Ich vermute zunehmend, dass das Letztere unsere Schweizer Eigenart ist: Wir lieben die Neutralität, das Kollegialprinzip, den Durchschnitt und ja, wohl sogar die Bedeutungslosigkeit. Wobei sich genau hinter dieser auch unser Stolz versteckt: Natürlich wollen wir selbst als kleines Land weltweit führend sein und grosse Bedeutung haben. Nur sagen würden wir dies niemals!

Ein guter Schweizer würde seine Ambitionen niemals offen legen – schliesslich ist es selbst bei Aspiranten für unsere Landesregierung ein Tabu, zu sagen, wenn sie ernsthaft Interesse an einem solchen Mandat haben. Nein, wir streben die Beförderung nicht an, wir erleiden sie: „Wenn das Volk will, dann stelle ich mich zur Verfügung.“

Ich als Teil des Volkes möchte aber nicht von Menschen regiert werden, die ihr Amt nur erleiden, die sich bloss dem Volkswillen beugen. Mein Vertrauen hat, wer glaubwürdig aufzeigen kann, dass er in diesem Amt seine Berufung gefunden hat.

Was ich bei der Landesregierung vermisse, fehlt mir auch im gesellschaftlichen Alltag: Wo sind die Leute, die hinstehen und sagen, was sie wollen, wofür sie sich einsetzen, was ihre Leidenschaft ist. Menschen, die etwas bewegen wollen und nicht nur durchschnittlich mit der Masse schwimmen.

Ja, auffallen, sich ein- und damit aussetzen ist nicht unbedingt eine Schweizer Tugend. Leider! Denn: Um alles schön durchschnittlich zu halten, müssen wir einander gegenseitig klein machen. Wenn keiner auffallen darf, stehen wir in Gefahr, einander herunter zu drücken. Oder wie es Fritz Peyer und Urs Bärtschi schon vor Jahren ausgedrückt haben: In der Schweiz wird ein Grashalm, der etwas höher wächst, abgeschnitten und gestutzt, damit wieder alle Gräser die gleiche Länge haben.

Schade eigentlich. Ich bin nämlich überzeugt, dass wir alle höher hinaus wachsen würden, wenn wir es zulassen könnten, dass Leadertypen zu „Schwergewichten“ heranwachsen und ohne falsche Scham hinstehen und sagen dürften: „Hier bin ich. Diese Verantwortung übernehme ich gerne. Ich werde mich voller Leidenschaft dafür engagieren und meine Berufung ausleben!“

Ich wünsche mir von uns Schweizern, dass wir lernen, uns gegenseitig zu feiern, den anderen zum Stern zu machen – statt den ewigen Durchschnitt zu zelebrieren und zementieren.

 

KONKRET

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Ein Hoch auf die Mamis (und Papis)

Das größte Geschenk, das mir meine Mutter gegeben hat,
ist ihre bedingungslose Liebe zu mir.
Cindy Crawford

Mein Mami ist die beste Mutter!

In meiner Kindheit war sie immer für mich da – und noch heute unterstützt sie mich immer wieder.

Mit ihrer bedingungslosen Liebe  zu wirklich schier allen Menschen, die ihr begegnen, ist sie mir seit jeher ein leuchtendes Vorbild.

Von ihr habe ich Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und eine positive Grundeinstellung zum Leben gelernt. Ihre Fröhlichkeit und Ausstrahlung hat immer wieder auf mich abgefärbt – auch wenn ich meine Freude nach wie vor eher als „stiller Geniesser“ ausdrücke und nicht, wie mein Mami, die ganze Welt auf einmal umarmen kann.

Und natürlich habe auch ich von meinem Mami bekommen, was eben nur eine Mutter geben kann: Geborgenheit und Verwurzelung im Leben ab dem ersten Atemzug – und eigentlich schon Monate davor. Nein, ich musste mein Mami nie mit irgendwelchen schulischen Leistungen oder heldenhaften Taten überzeugen, ihrer bedingungslosen Liebe konnte ich mir immer sicher sein. Nicht nötig zu erwähnen, dass sie immer ein offenes Ohr für mich hatte – und noch immer hat: Ob damals das kleine Bobo, danach die Irrungen und Wirrungen des Verliebtseins bis zu den beruflichen Herausforderungen in der Gegenwart – bei meinem Mami fand und finde ich die nötige Aufmunterung.

Wie gesagt: Ich habe die beste Mutter der Welt!

Gut möglich, dass auch Sie das von Ihrer Mutter behaupten. Wunderbar! So soll es sein!

Dann lassen Sie uns dies zum kommenden Muttertag unseren Mamis und Mütter auch zeigen und ihnen dankbar unsere Wertschätzung für all das ausdrücken, was sie uns bedeuten!

Ich habe absolut nichts gegen schöne Blumen und auch der traditionelle Muttertagsbrunch ist eine schöne Sache. Trotzdem: Gäbe es nicht noch eine andere (zusätzliche) und vielleicht wirkungsvollere Möglichkeit, als mit Fleurop und Butterzopf unsere Mütter zu würdigen? Vielleicht auf eine ganz persönliche Art?!

Jeder hat seine eigenen Stärken und Grenzen. Ich kann zum Beispiel kaum jemandem eine Freude damit bereiten, ein Bild zu malen (natürlich, mein Mami und meine Frau würden ein solches Kunstwerk über Gebühr würdigen, aber auch nur, weil sie genau wüssten, was mich das gekostet hätte….). Aber mit Worten kann ich inzwischen (das ist ein Wunder, gell Mami, wenn wir an all die Diktate und Aufsätze während der Schulzeit zurückdenken) ganz gut umgehen. Für mich ist also der Dankesbrief die geeignetere Form als das Dankesgemälde zum Merci-Sagen.

Und wie sagen Sie Ihrer Mutter Danke? Natürlich nicht unbedingt oder nicht ausschliesslich am Muttertag. Und ganz klar, auch der Papi hat ein Dankeschön verdient. Meiner hat mir das Fliegen gelernt, dafür danke ich ihm – Muttertag hin oder her…

 

Konkret

  • Wie können Sie Ihrer Mutter, Ihren Eltern, Danke sagen? Wie wärs mit einem handschriftlichen Dankesbrief?
  • Danke sagen – nicht nur am Muttertag. Kennen Sie schon das Jahr der Dankbarkeit? Hier finden Sie einen kurzen Videoclip dazu.

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.