Erzähl mir deine Story

Hoffnung ist die Zuversicht, dass die Geschichte ein Ziel hat und dass Gott die Fäden in der Hand hält!
Gordon MacDonald

Seit meiner Kindheit organisiere ich Anlässe: Von Zeit zu Zeit baute ich damals mein Kinderzimmer zu einem „Opel Showroom“ um, gestaltete Einladungen zu dieser Ausstellung, sogar an eine (wohl alkoholfreie) Mini-Bar dachte ich. Die Idee war sehr clever: Ich lud meine ganze Verwandschaft ein und vertickte ihnen Werbeartikel, die ich vorher geschenkt bekam.

Noch vor meiner Volljährigkeit organisierte ich mein erstes Konzert: Für die Verträge mussten noch meine Eltern haften …

Seither folgten unzählige Veranstaltungen, die ich organisieren, moderieren oder sonstwie mitgestalten durfte. Natürlich waren auch etliche Flops dabei – Ideen konnten nicht realisiert werden, Anlässe wurden abgesagt. In besonderer Erinnerung bleiben mir die „ganz grossen Geschichten“, wie z.B. der Anlass, als ich zusammen mit meiner Frau in einer Grossgruppe mit Hunderten von Teilnehmenden ein erlebnispädagogisches generationenübergreifendes Programm moderieren durfte.

Ich gebe zu, dass ich ein Zahlenmensch bin. Ich lasse mich immer noch von grossen Zahlen beeindrucken – obwohl ich inzwischen gelernt habe, dass die Grösse eines Anlasses noch nicht viel über dessen (inhaltliche) Qualität aussagt. Wichtig ist mir nämlich bei allem Organisieren, dass an Veranstaltungen Menschen berührt, bewegt, herausgefordert, motiviert und auf ihrer Lebensreise weitergebracht werden.

Und dass kann genauso gut an einem kleinen, unscheinbaren Anlass geschehen. Oder manchmal geschieht es nicht einmal an der Veranstaltung selbst: Einmal erzählte mir eine Person, die an diesem bestimmten Anlass gar nicht dabei war, sie hätte später mein Referat online nachgehört – und höre es seither regelmässig beim Putzen, weil es sie so motiviert …

Seit zwei Jahren habe ich einen neuen Lieblingsanlass. Er ist – zahlenmässig – gar nicht gross, aber die Qualität der Begegnungen ist so hoch, dass ich total fasziniert bin davon. Monat für Monat lade ich eine Person ein, in einem Talk ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Die spannenden Geschichten sind das Eine, das Ambiente das Andere: Gemütliche Bistroatmosphäre, „Chäs, Brot, Wy“ zum Geniessen, tolle Musik, eine kleine Weinkunde vom Profi … Das macht mir und den 20 bis 25 Gästen viel Freude – Tiefgang in lockerer Atmosphäre.

Nach bald 20 solcher Abenden ist ein grosser Reichtum an unterschiedlichen Geschichten zusammengekommen – und jede Geschichte ist einzigartig. Die Abende nennen wir Chäs, Brot, Wy – u mini Gschicht mit Gott. Ja, bei all meinen Talk-Gästen spielt Gott eine Rolle – bei einigen mehr, bei anderen weniger. Die Geschichte mit Gott ist manchmal geprägt von Zweifeln und bei anderen ist es einfach eine „happy Story“, weil Gott dem Leben genau im richtigen Moment eine positive Wendung gegeben hat.

Von den Besuchenden hätte ich noch nie gehört: „Diese Geschichte war jetzt nicht spannend.“ Wie jede Geschichte anders ist, ist auch jeder Abend anderes. Aber berührend, spannend und Horizont erweiternd finde ich jeden dieser Abende.

Das Interessante dabei: Für die Talk-Gäste ist das nicht selbstverständlich so. Häufig erhalte ich auf meine Anfrage die Antwort: „Wenn du findest, meine Geschichte ist spannend, dann …“ Scheinbar finden viele Menschen ihre Geschichte gar nicht so speziell – obwohl doch jeder Mensch mit seinen Erfahrungen etwas Einmaliges ist.

Persönlich werde ich durch die Abende zu mehr Gelassenheit und Gottvertrauen ermutigt. Ganz im Sinn vom obigen Zitat.

Und Sie: Finden Sie Ihre Geschichte spannend? Und: Was ist Ihre Hoffnung?

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst

 

 Bald feiern mein Glücksbuch und ich den ersten Jahrestag. Ich freue mich an den Feedbacks, die mich immer noch erreichen.

Hier zwei aktuelle Beispiele:

„Deine simple, ungezwungene und sympathische Art hat es mir leicht gemacht, mich durch die Zeilen zu lesen. Dein Motto ‚Liebe schenken – Hoffnung verbreiten – Glaube leben‘ bringst du ohne Umschweife und unaufdringlich auf den Punkt, gefällt mir sehr.“
Rosario Fazio, Schulhauswart und Mitbegründer der Metalchurch

„Dein Buch ist ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen und lesen sollte. Weil das Gesagte einem gut tut und es sich lohnt und lohnen wird, sich im Leben daran zu halten. Und dafür danke ich Dir! Da hast Du etwas sehr Wertvolles geschaffen.“
Dr. Peter Kreienbühl, Chiropraktiker

Diesen Herbst gibt’s eine kleine GlücksTour:

Was treibt Sie an?

Selbsterrichtete Schranken sind die schwersten Hindernisse.
Else Pannek

Gestern Abend dufte ich einmal mehr einen Talk mit einem sehr spannenden Gast moderieren. Mir gegenüber sass ein erfolgreicher Unternehmer aus dem IT-Bereich, der den Besuchern des Anlasses seine interessante Lebensgeschichte erzählte. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen wurde er zu einem Pionier im Programmieren (Software), baute sein eigenes Unternehmen auf, stand bald einmal vor dem Nichts – resp. vor einem 300’000 Franken schweren Schuldenberg -, erlebte die Rettung und schliesslich den Aufstieg seines Unternehmens, wurde zur gefragten Führungspersönlichkeit – in der Businesswelt genauso wie in christlichen Werken.

Da stellt sich die Frage: Was treibt einen solchen Menschen an? Der berufliche und private Erfolg ist nämlich die eine Seite, auf der anderen Seite der Medaille stehen auch ein rund 160prozentiges Arbeitspensum und ein erster Herzinfarkt, der ihm beinahe das Leben kostete. Wie durch ein Wunder (so sagten es die Ärzte) wurde ihm ein neues Leben geschenkt.

Im Talk sprach er von Wertschätzung als Schlüssel zum Erfolg. Dass diese wertschätzende Haltung den Menschen gegenüber nicht bloss nette Theorie ist, bezeugt eine Vielzahl von Menschen, die schon mit ihm zusammenarbeiten durften. Auch gestern Abend nach dem Talk hatte ein Besucher spontan von einer solchen Begebenheit gesprochen.

Nach dem Abend waren wir uns alle einig, dass wir nicht nur Einblick in ein sehr interessantes Leben bekamen, sondern auch, dass es noch viel mehr solcher Menschen – ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer – braucht, die sich für eine „positive Klimaerwärmung“ einsetzen. „Es ist kälter geworden in der Arbeitswelt“, sagte mein Talkgast und lud uns alle gleichzeitig ein, hier Gegensteuer zu geben: „Jeder Mensch will schlussendlich wertgeschätzt und geliebt werden. Begegnen wir einander in dieser Haltung der Dankbarkeit – und sehen im Gegenüber nicht einen Feind!“

Welcher Motor treibt uns an?

Er war aber selbstkritisch genug, sich zu fragen, ob seine Wertschätzung den Menschen gegenüber nicht auch egoistische Züge hat: „Sag ich jetzt nur Merci, damit mich die anderen mögen?“

Und da sind wir bei dieser Frage, der wir von Zeit zu Zeit auf den Grund gehen sollten: Was treibt uns eigentlich an? Warum tun wir, was wir tun?

In meinem GlücksBuch gebe ich am Ende jedes Kapitels einen praktischen ShalomLeben-Tipp weiter. Einer davon nenne ich „Lebenslügen entlarven“. Es sind oft destruktive Lebenssätze (Glaubenssätze), die wir innerlich durch unsere Entwicklung und unsere Erfahrungen angesammelt haben und uns nun im Hier und Jetzt mächtig antreiben. Beispiele für eine solche Lebenslügen sind:

  • Damit ich geliebt werde, muss ich etwas Aussergewöhnliches leisten.
  • Alle Menschen sind gemein, darum werden sie mich immer enttäuschen.
  • Weil Fehler nie verziehen werden, muss ich immer perfekt sein.
  • „Die Letzten beissen die Hunde“, darum muss ich immer schneller als andere
    sein.
  • Falsche Entscheidungen werden teuer bezahlt, darum darf ich nie selbst
    entscheiden.

Wenn wir solche Lebenssätze nicht reflektieren und entlarven, bauen wir eine destruktive innere Logik auf und fallen dem einen oder anderen Antreiber zum Opfer:

  • Sei immer stark!
  • Sei immer perfekt!
  • Mach es allen recht!
  • Sei immer schnell!
  • Streng dich immer an!

Nein, mein Talkgast von gestern Abend lebt nicht als Getriebener. Rückschläge in Beruf und die „Zwangspause“ nach dem Herzinfarkt haben ihn gelehrt, das herausragende Leistungen nicht alles sind. Seine Wertschätzung ist authentisch – sicher auch, weil er sich von seinem Gott wertgeschätzt weiss.

Für mich ist er ein Vorbild und ein Ansporn, mich weiter für eine „positive Klimaerwärmung“ zu engagieren. Merci, Dani!

 

Im Bonusmaterial zum GlücksBuch finden Sie einen Test, der Ihnen hilft, Ihren eigenen Antreiber auf die Schliche zu kommen.

 Veranstaltungstipp: Nächster „Chäs, Brot, Wy„-Anlass:

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst

"Ich werde gelebt!"

Glücklich der, der Zeit hat, zu leben.
Otto Weiss

Leben Sie oder werden Sie gelebt?

Tatsächlich haben viele Menschen keine Zeit zu leben. Sie werden angetrieben von Leistungsdenken, Zeitdruck oder Perfektionismus und setzen einen Programmpunkt an den nächsten, so dass es dazwischen keinen Raum „fürs Leben“ mehr gibt.

Natürlich definiert jeder für sich selbst, was denn „das Leben“, „das Glück“ oder auch „der Erfolg“ für ihn/sie genau ist. Trotzdem macht es den Anschein, als seien viele Zeitgenossen derart beschäftigt, dass das Leben auf der Strecke bleiben würde.

Ich ertappe mich immer wieder, dass ich bei Führungspersönlichkeiten, die häufig auf Reisen sind, bald Aufträge in einem und dann schon wieder im anderen Land bewältigen, von einem Hotel zum nächsten jetten, denke: „Die haben ein gutes Leben! Verantwortungsvolle Aufgaben, viel Unterwegssein, unterschiedliche Menschen treffen …“

Wenn ich dann mit einem solchen Menschen ein persönliches Gespräch führe, merke ich recht bald, dass sich das, was mich so fasziniert, für den Betroffenen selbst gar nicht so toll anfühlt: Da ist der Manager, der in Moskau einen Zusammenbruch erlebt und nach einem Burnout seine Berufskarriere radikal umbaut. Da ist die Geschäftsfrau, die daheim ein tolles Haus hat, aber die eigene Oase und das soziale Leben kaum geniessen kann, weil sie mehr im Hotel als daheim ist.

Und da sind ganz viele Sportler, von denen man in den Medien lesen kann, dass die ganze Reiserei eine unheimliche Belastung ist. Diese Woche zum Beispiel, war von der in Rio so stark aufspielenden Beachvolleyballerin Nadine Zumkehr zu lesen: „Während der Saison war ich auf fünf Wochen drei Tage zu Hause.“ Dass sich da kaum ein vernünftiges Sozialleben führen lässt, versteht sich von selbst. Da die nun zurückgetretene Spitzensportlerin Zumkehr jedoch nicht auf Freunde verzichten wollte, stopfte sie die Beziehungspflege in diese drei Tage und verabredete sich dann jeweils zwischen Trainings mit einigen ihrer Freunden …

Ob Beruf, Freizeit oder Familie: Wir sehen all das Tolle, das wir gerne erleben würden, und überfordern uns dann selbst mit „zu viel des Guten“. Was dann statt Glück, Freude und Zufriedenheit bloss Berufsstress, Freizeitstress und Familienstress mit sich bringt.

„Zeit zu leben“ ist für viele Menschen tatsächlich ein rares Luxusgut geworden. Oft sind wir jedoch weniger Opfer als Täter. Wir fühlen uns zwar vielleicht als Opfer – vom Chef, der immer höhere Ansprüche stellt. Oder von der Familie, die alles von uns abverlangt. Oder von der Gesellschaft, die den Standard vorgibt.

Doch wir sind für unser Leben selbst verantwortlich. Und darum sind wir mehr Täter als Opfer. Wir entscheiden selbst, ob wir dem irreführenden Slogan aus dem Federer-Werbespott „Mehr ist mehr“ auf den Leim gehen. Oder ob wir uns von der alten Weisheit „Weniger ist mehr“ leiten lassen.

Achtsamkeit, Selbstreflexion und Besinnung können uns dabei wertvolle Dienste tun. Dann nämlich, wenn wir beginnen unser Leben aktiv zu gestalten. Wenn wir ausbrechen aus der Opferrolle und dem Gefühl, gelebt zu werden. Und uns beispielsweise ganz bewusst entscheiden, in welche Beziehungen wir investieren wollen – und welche nicht.

Oder unsere Freizeitaktivitäten entschlacken oder beginnen, unsere Berufung zu leben statt bloss einem Job nachzugehen.

Das Leben hat mehr zu bieten. Aber vielleicht müssen wir weniger tun, um das zu entdecken. Glücklich, wer sich die Zeit nimmt, zu leben!

 

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich Gesellschaft“.

  Lassen Sie sich von meinem Glücksbuch inspirieren!

Just do it!

Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden,
es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.
Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Menschen fehlt es nicht an Ideen oder Wissen. Die Welt ist voll von Menschen, die genau wissen, was zu tun ist – und es doch nicht tun.

Was uns häufig fehlt, ist der kleine, aber wesentliche Schritt von der Idee zur Umsetzung. Und das wiederum hat mit der Fähigkeit zu tun, sich in all den guten Ideen, Gedanken und in allem erworbenen Wissen orientieren zu können. Es zu sortieren, zu gewichten und dann die nötigen Schlüsse zu ziehen.

Diesbezüglich hat mich vor Jahren ein Kollege beeindruckt, der nicht mit zu einer Konferenz fuhr. Seine Begründung: Ich brauche nicht noch mehr neue Ideen, ich muss jetzt zuerst einmal all das Gute umsetzen, was ich schon gehört habe.

Ich für mich brauche immer wieder Inputs von aussen, ob von einer Konferenz oder durch ein Buch, Seminar oder Coaching. Diese Inputs können motivieren und inspirieren, dran zu bleiben, den Alltagstrott immer wieder zu durchbrechen und den kleinen, aber wesentlichen Schritt von der Idee zur Umsetzung eines Tages tatsächlich zu wagen.

Wer aber immer nur neue Ideen holt, jedoch keine davon in die Tat umsetzt, würde effektiv besser eine Konferenz weniger besuchen, das Buch zur Seite legen und während einem Spaziergang oder in einer Stillen Stunde am Schreibtisch darüber brüten, was für ihn „Just do it!“ bedeuten könnte. Oder wie es diese Woche jemand ausdrückte: „Machen ist wie Wollen, nur krasser.“

In den vergangenen Wochen führte ich zahlreiche Mitarbeitergespräche. Für viele freiwilligen Mitarbeitenden waren diese Gespräche eine willkommene Wertschätzung. Andere kamen mit einer zwiespältigen Einstellung: Aus dem Job kannten sie es zu genüge, solche Gespräche hinter sich zu bringen. Es würden jeweils viele Ideen angesprochen, Taten folgten in der Regel keine, erzählte mir einer von seinen Erfahrungen.

Es scheint fast, als würden wir lieber über Ideen reden, als diese umzusetzen. Schade! Wissen und Wollen nützen nicht viel, wenn es nicht zum Tun kommt.

Dies begegnet mir auch im Zusammenhang mit dem Glücksbuch. Ich bekomme viele Feedbacks von Leuten, die das Buch praktisch in einem Zug lesen, begeistert sind und weitere Exemplare für ihre Freunde bestellen. Natürlich freuen solche Rückmeldungen das Autorenherz.

Auf der anderen Seite sind die Rückmeldungen von Personen, die das Glücksbuch als „Happy Work Book“ benutzen, noch spärlich. Dabei würde es sich lohnen, das Buch als Arbeitsbuch zu nutzen, sich pro Woche ein Kapitel vorzunehmen und  sich den jeweiligen Fragen zu stellen. Wenn man durch diese Selbstreflexion und das Umsetzen von neuen Ideen vom Chef die Rückmeldung erhält, man sei gelassener geworden – wie es mir eine Buchleserin zurückmeldete, freut dies das Autorenherz noch mehr.

Das Kompetenzdreieck besteht aus Wissen – Können – Wollen. Doch am Ende geht es immer um die Anwendung. Kein Wissen, kein Können und kein Wollen bringt uns weiter, wenn wir es nicht tun.

Auf dem Weg vom Wollen zum Tun kann der einfache Praxiszyklus helfen:

  • WARTE: Betriebsamkeit stoppen, Selbstreflexion
  • LUEGE: Wahrnehmen, Handlungsbedarf erkennen
  • LOSE: Analyse, vertiefte Auseinandersetzung mit der Situation
  • LOUFE: lösungsorientiertes Planen und Handeln

Einige gehen voran („loufe“) ohne zu überlegen („luege, lose“), andere überlegen ohne voran zu gehen. Beides ist falsch. Darum: Warte, luege, lose, loufe!

 

PS: Und welche Ideen aus dem Glücksbuch haben Sie schon umgesetzt? Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung!

 

Ausführlicher wird der Praxiszyklus in folgendem Blogartikel vorgestellt: „Luege, Lose, Loufe“ 

 

 

 

Weitere Inspiration zur persönlichen Lebensgestaltung finden Sie in meinem Glücksbuch!

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst

Du bist richtig!

Wenn du nicht der Du bist, wer ist dann der Du?
Leo Bigger (an der icf conference 2016) 

Es geschieht zum Glück nicht häufig, aber ab und zu bringen meine Tochter oder mein Sohn eine ungenügende Note nach Hause. Da bin ich dann als Vater gefragt: Setze ich dem schulischen Dämpfer des Kindes noch einen emotionalen Dämpfer obendrauf, indem ich die schlechte Leistung rüge oder das Kind gar bestrafe? Oder nehme ich mein Kind in den Arm und helfe ihm, die schlechte Schulnote hinter sich zu lassen?

Nun, vom Herz her ist die Antwort klar: Was ist schon eine ungenügende Note im Vergleich zu dem, was wirklich zählt im Leben (Liebe, Freude, Glück, Hoffnung, Gemeinschaft, Glaube …)? Doch zum liebenden Vaterherz gehört auch ein Kopf, der vielleicht ganz zu recht sagt, dass das Kind zu wenig gelernt oder gar „glaueret“ hat (aber sagen Sie das mal meinem minimalistisch veranlagten Kind…).

Zu Herz und Kopf kommen natürlich noch Vaterstolz und Ehrgeiz dazu – aber das ist nochmals eine andere Geschichte.

Hier geht es mir um etwas anderes: Ich frage mich, wie viele Menschen mit einer „ungenügend Gravur“ in ihrem Herzen durchs Leben gehen. Ob schlechte Schulleistungen, Zurückweisung vom Elternhaus oder Ablehnung im Kollegenkreis – unsere bisherigen Lebenserfahrungen hinterlassen Spuren in unserem Denken und Fühlen über uns selbst.

Und viele von uns haben schon viel zu oft in ihrem Leben die Botschaft zu hören oder fühlen bekommen: Du bist falsch!

„Du bist falsch mit deinen Ansichten!“, „Du bist falsch mit deinem Lebensstil!“, „Du bist falsch mit deiner Berufswahl!“.

Ich danke Gott dafür, dass ich Eltern habe, die meine Entscheidungen immer akzeptiert haben und mich bis heute unterstützen – auch wenn sie nicht all meine Entscheidungen nachvollziehen konnten. Mein Eintauschen einer (damals) sicheren Bankkarriere in ein doch sehr ungewisses Leben als „Kirchenpionier“ war wohl damals für meine Eltern ein grösseres Loslassen als für mich selbst.

Aber auch ich habe erlebt, wie die Leute direkt oder hinter meinem Rücken gesagt haben: So kann man nicht leben, so kann man nicht Kirche gestalten, so wie du das machst, wird das nichts. Einige finden, ich sei ein fauler Typ und ich drücke mich vor „richtiger Arbeit“, andere hingegen geben zu bedenken, dass meine Frau und ich zu viel arbeiten … Und schon bildet sich im Herzen die Gravur: „Du bist falsch!“.

Lebe dein Leben!

Mit welcher Herzensgravur gehen Sie durchs Leben? Mit „Du bist falsch!“ wird das Leben zu einem einzigen Kampf: Ich muss immer und überall beweisen, dass ich so falsch gar nicht bin. Dass ich auch etwas kann. Dass ich auch liebenswert bin.

Wie gut tut es da, eine Ahnung davon zu bekommen, dass es einen Gott gibt, der sagt: „Bei mir bist du willkommen. Hier bist du geliebt.“ Und, wahrscheinlich das Stärkste, was unser Herz zu hören bekommen kann: „Du bist richtig!“

Klar weiss auch Gott, dass bei uns nicht alles Gold ist was glänzt. Dass es auch bei uns ungenügende Tage gibt. Aber bei ihm scheint definitiv das mit dem Vaterherz mehr zu zählen: Du bist richtig! – Selbst wenn nicht alles perfekt ist.

Das heisst dann eben auch: Ich bin ich und nicht du! Ich lebe mein Leben – und du deines! Oder wie es Leo Bigger in seiner etwas eigenwilligen Sprache ausdrückt: „Wenn du nicht der Du bist, wer ist dann der Du?“

Lebe dein Leben, dazu bist du geboren!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=r_vU8ao0Br8[/youtube]

  Weitere Inspiration zur persönlichen Lebensgestaltung finden Sie in meinem Glücksbuch!

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst

Glücksirrtum Nr. 10: Die Anderen sind schuld an meinem Unglück

Statt mich als Opfer in meinem persönlichen Leid zu suhlen,
gestalte ich selbst in schwierigen Phasen 
mein Leben aktiv
und finde Glücksmomente selbst in Zeiten 
des Unglücks.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt) 

In den letzten Wochen habe ich hier über zehn mehr oder weniger oft geglaubte Glücksirrtümer geschrieben. Inzwischen hat Radio Life Channel sogar eine Themenwoche dazu gemacht.

Zum Schluss dieser Serie will ich heute nochmals in aller Deutlichkeit betonen: Wir haben unser Glück zu einem grossen Anteil selber in der Hand! Der Glücksirrtum Nr. 10 muss unbedingt entlarvt werden, er steckt nämlich auch in vielen der anderen Glücksirrtümer: Die Anderen sind schuld an meinem Unglück.

Oder eben auch: Ich kann nur glücklich sein, wenn die anderen sich entsprechend verhalten. Die Gesellschaft verunmöglicht es mir, Glück zu erfahren. Solange mein Chef sich nicht ändert, lebe ich im Unglück. Und einige fühlen sich als Marionette eines willkürlichen Gottes, der mich mehr oder weniger Glück erfahren lässt.

Die Liste liesse sich beliebig erweitern. Wir alle neigen hin und wieder dazu, uns als Opfer unserer Umstände zu fühlen. Und wir beginnen innerlich um all die Dinge zu drehen, die uns zum grossen Glück noch fehlen. Je mehr wir uns davon gefangen nehmen lassen, desto tiefer zieht uns dieser Negativstrudel: Wir suhlen uns in unserem Leid und bemitleiden uns selbst.

Letztlich geht es um die Frage, wer für mein Leben und mein Glück verantwortlich ist. Und leider schieben ganz viele Menschen lieber den Umständen, dem Chef, der Gesellschaft, den Freunden, der Familie, den Nachbarn, den Politikern oder wem auch immer die Verantwortung zu. Dabei merken sie nicht, dass sie fremdbestimmt statt selbstbestimmt unterwegs sind.

Wer sich als Opfer suhlt, auf den wartet kaum das Glück! Wer hingegen entscheidet, aus dem Hamsterrad, das ihn antreibt, auszubrechen, seine Denk- und Verhaltensweisen reflektiert und beginnt, sein Leben zu gestalten, der ist schon auf dem Weg des Glücks.

Denn: Glück ist weniger ein Zustand oder ein Ziel, Glück hat mit der Art und Weise zu tun, wie wir unser Leben gestalten.

Darum lade ich im GlücksBuch dazu ein, das Hamsterrad hinter sich zu lassen und stattdessen mit Hilfe des ShalomLeben-Windrades das eigene Leben pro aktiv zu gestalten:

Sich (an)treiben zu lassen, ist im Hamsterrad-Modus möglich. Hier diktieren die Umstände unser tägliches Leben. Statt die Notbremse zu ziehen und auszusteigen, suhlen sich die betroffenen Personen ganz gerne als Opfer ihres Arbeitgebers, ihrer Familie und ganz allgemein ihrer Umstände. Ein solches Leben ist beim ShalomLeben-Windrad nicht denkbar: Ohne die Nabe als die starke Mitte geht hier gar nichts. Ohne ein Selbst, das die einzelnen Lebensbereiche zusammenhält und bewusst gestaltet, sich selbst reflektiert und regelmäßig über sich und das Leben nachdenkt, ist ein beständiges, aufblühendes Lebensglück nicht zu finden. Es geht darum, nicht etwas (vor)spielen zu müssen, sondern zu sich selbst gefunden zu haben.

Glück ist lernbar – darum: Tschüss Hamsterrad, Hallo Windrad!
Gestalte dein Glück: glücksbuch.ch.

Glücksirrtum Nr. 8: Glück = Easy-Going

Glückliche Menschen sind widerstandsfähig und finden einen guten Umgang mit dem Schwierigen in ihrem Leben.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Als hätte es dafür noch einen Beweis gebraucht! Mit Glücksirrtum Nr. 8 wollte ich aufzeigen, dass auch der glückliche Mensch nicht vor Krankheit, Schwierigem und vor Herausforderungen gefeit ist. Denn wer meint, Glück = Easy-Going, ist einem weiteren verführerischen Irrtum aufgesessen.

Aber eben, das ist mir und den Lesern vom GlücksBuch ja schon längst bekannt, also hätte es diesen Beweis nicht gebraucht: Der März war prall gefüllt mit viel Gutem. Von den inspirierenden gms Matinées über zahlreiche gute Sitzungen und Besprechungen zu einer Konferenz bis hin zu den tollen Medienberichten und Aktivitäten rund um den Tag des Glücks. Ostern war für ein weiteres Highlight reserviert: Vier Tage Referententätigkeit auf St. Chrischona (Basel).

Zu viel des Glücks? Jedenfalls bestätigte sich am Ostermontag und an den folgenden Tagen die Tatsache, dass Krankheiten und Schwierigkeiten auch vor dem Glücklichen nicht Halt machen. Fieber und Halsschmerzen schwächten mich derart, dass ich während vier Tagen alle Termine absagen musste. (Glück ist, wenn man in einer solchen Situation auf die tatkräftige Unterstützung seines Umfeldes zählen kann!)

Resilienz trainieren

Mit Easy-Going hat das Glück, diese tiefe Lebenszufriedenheit, nichts zu tun. Doch der glückliche Mensch findet Wege, die Steine auf dem Weg nicht bloss als Hindernisse zu sehen, sondern er nutzt diese, um sich damit einen Pfad in die Zukunft zu pflastern.

Der glückliche Mensch ist nicht vor allem Unglück gefeit. Doch er hat das, was die Psychologie Resilienz nennt: Die psychische Widerstandsfähigkeit, die einer von einer Krise betroffenen Person hilft, die Situation zu meistern und sich dadurch sogar weiterzuentwickeln. Statt des kreisenden Blicks über die Probleme ist das Fokussieren auf Möglichkeiten und persönliche Stärken ein wesentlicher Glücksfaktor. Daneben gilt es, das soziale Netz als hilfreiche Ressource zu nutzen und sich nicht etwa ins Schneckenloch zurückzuziehen. (aus dem GlücksBuch)

Zugegeben, was in der Theorie sehr einleuchtend ist, muss sich erst im Praxistest bewähren. Wenn ich schweissgebadet im Bett liege, Schmerzen mich plagen, ich Termine, auf die ich mich gefreut habe, nicht wahrnehmen kann und das nächste Seminar in grossen Schritten näher kommt – ohne danach zu fragen, ob ich die Vorbereitungen dafür schon abschliessen konnte – ist es nicht ganz einfach, fröhlich in dieses Resilienztraining einzusteigen.

Was mir in solchen Situationen hilft:

  • Ich darf auch einmal jammern – und von der Familie etwas bemitleidet zu werden, ist mindestens fürs Erste ein schöner Trost.
  • Ich entscheide mich, gelassen zu bleiben – nur weil ich mich ärgere, werde ich nicht schneller gesund. Wenn mein Körper diese Pause jetzt braucht, will ich sie ihm geben.
  • Ich bleibe positiv – wenn ich mich dem Negativen hingebe und mich beginne, als Opfer zu suhlen, gelange ich in eine unselige Abwärtsspirale.
  • Ich bleibe realistisch (und demütig) – was ist das Schlimmste, das passieren kann, selbst wenn ich eine Reihe von Terminen absagen muss? Oder einmal kein Blogartikel erscheint (wer hats überhaupt gemerkt?)?
  • Und: Ich trinke Kaffee – diese Lektion hab ich letzte Woche gelernt. Mehrere Tage nur noch Tee und Medikamente – und mein Kopf schmerzte unerhört. Oh Wunder: Nach ein, zwei Kaffees war der Spuck im Kopf vorbei.

LESEN SIE WEITER:

DAS GLÜCKS-BUCH IN DEN MEDIEN

Glücksirrtum Nr. 2: Glück ist Zufall

Glück hängt zum größten Teil von unserer Einstellung, unserem Denken und unserem Verhalten ab – und nicht vom Zufall.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Zugegeben: Dass ich mich heute so sehr mit dem Thema Glück beschäftige, hätte ich mir vor 20 Jahren kaum vorstellen können. Glück gehörte für mich in dieselbe Schublade wie Glücksbringer und Glückssymbole: Mit all den Hufeisen, Schweinchen, Kaminfeger und vierblättrigen Kleeblättern konnte ich nichts anfangen.

Glück als Zufall, verbunden mit dem Aberglauben, das Schicksal mit den richtigen Glücksbringern in die gewünschte Bahn zu lenken – nein, das war und ist nicht mein Ding.

Warum bezeichne ich mich denn heute ganz gerne als GlücksCoach und GlücksAutor? Weil Glück eben nicht einfach Zufall bedeutet.

Im Glücksbuch zeige ich auf, dass es mit dem Glücksbegriff ziemlich verfänglich ist. In der englischen Sprache gibt es eine Fülle von Begriffen, die unterschiedliche Nuancen und gar verschiedene Konzepte beschreiben, die wir aber im Deutschen oft einfach mit Glück übersetzen. Wenn wir dann bei den Glücksbringern hängen bleiben, führt das zu einem irreführenden Verständnis von Glück:

Glück als Zufallsglück oder auch als Losglück. Zwar entspricht dies in etwa der ursprünglichen Bedeutung unseres Wortes «Glück», doch im Zusammenhang mit dem persönlichen Streben nach Glück ist es unpassend. Denn wie bereits ein Sprichwort weiß, müssen wir nicht einfach auf den Zufall hoffen, sondern können einen wesentlichen Beitrag zu unserem Glück leisten: «Jeder ist seines Glückes Schmied.»
(aus: Glück finden – hier und jetzt)

 

Glück ist mehr als Zufall

Wahrscheinlich bin ich darum heute begeistert von der Glücksthematik, weil die Positive Psychologie einleuchtend darauf aufmerksam macht, dass wir nicht einfach einem willkürlichen Zufall ausgesetzt sind. Denn: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass beinahe die Hälfte unseres Glücksempfindens unserem freien Willen unterstellt ist.

Das ist die gute Nachricht für uns alle: Wir sind nicht dem Zufall ausgeliefert und haben die freie Wahl, ob wir uns wie der Hamster im Rad als Spielball unserer Umstände fühlen oder ob wir unser Leben aktiv gestalten. Das ShalomLeben-Windrad bietet da eine gute Möglichkeit, sich bewusst zu werden, was alles zu einem aktiv gestalteten Leben gehört.

Unter Glück verstehe ich heute ein ganzheitliches Leben, bei dem wir alle Bereiche des ShalomLebens aktiv gestalten – und nicht dem Zufall überlassen:

  • Bewusste Selbstführung
  • Erfülltes Liebes- und Familienleben
  • Sinnerfüllte Tätigkeit
  • Reiches Sozialleben
  • Gelebte Spiritualität

Im Bild des Windrades kommt alles vor: Die Nabe steht für ein starkes, bewusst gepflegtes und reflektiertes Selbst. Die drei Rotorblätter erinnern an die Lebensfelder Liebe/Familie, Arbeit und Sozialleben. Der Wind, der das Windrad in Schwung hält, steht für die Sinnfrage, die jeder Mensch im Kleinen und im Grossen für sich klären muss.

So gesehen wird der Glücksirrtum Nr. 2 gerne auch als Ausrede gebraucht: Das wahre Glück hat auch mit Arbeit zu tun. Da warten einige lieber auf einen guten Zufall.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht zu dieser Gruppe gehören!

LESEN SIE WEITER:

Ich liebe mich!

„Mangelhaft“ und „typisch Torsten“. Eine Kombination, die sich wie ein Rotstift durch meine Kindheit und Jugend zieht.
Torsten Hebel (in: Freischwimmer

Was passiert, wenn wir als Kind nicht gelernt haben, uns selbst zu lieben und uns zu achten? Wir sind auf ein Übermass an Beachtung und Bestätigung von aussen angewiesen. Das heisst: Wir machen uns abhängig von Kritik und Anerkennung von anderen Menschen. Erhalten wir ein Lob, fühlen wir uns für einen Moment geliebt. Kommt eine Kritik, fühlen wir uns zurückgewiesen. Wir knicken ein und sind auf Liebesentzug.

Davon erzählt der Schauspieler Torsten Hebel in seinem spannenden, autobiographischen Buch Freischwimmer:

Ich kann mich noch heute an die Farbe erinnern. Es war ein fieses Rot. Der Korrekturstift, mit dem mich meine Lehrerin unsanft auf meine Fehler aufmerksam machte, verursachte neben der Signalfarbe ein unangenehmes Kratzen auf dem Papier meines Schulheftes und einige weitere, weitaus schlimmere Kratzer auf meiner Seele.

Unglaublich, was wir als Bezugspersonen – ob Eltern, Pädagogen oder als Mitarbeitende in einem ausserschulischen Angebot – für Spuren in einer Kinderseele hinterlassen können. Es kann einem schier unwohl werden, wenn man an die Verantwortung denkt. Doch das will ich nicht bezwecken – Angst kann kein guter Ratgeber sein!

Aber ich möchte, dass wir uns bewusst werden, wie viele Menschen mit einem angeknackten Selbstwert unterwegs sind. Drei Fragen will ich in den Fokus nehmen:

  • Wo verrät mein eigenes Verhalten, dass es mir an der einen oder anderen Stelle an einem gesunden Selbstwert fehlt?
  • Wie kann ich anderen Menschen helfen, Selbstwert und Selbstvertrauen aufzubauen?
  • Was gebe ich den mir anvertrauten Kindern weiter: Die Erinnerung an den Rotstift oder das Gefühl „Ich bin okay, wie ich bin“?

Meine Frau leitet unterschiedliche Kreativ-Angebote für Kinder, Teenies und Frauen – manchmal auch für ganze Familien. Eines lässt sich immer wieder beobachten: Die heilsame Wirkung davon, ein eigenes Kunstwerk erschaffen zu haben. Nicht wenige Frauen kommen mit einem „Handarbeits-Trauma“ ins Kreativ-Atelier. Sie sind unsicher, trauen sich nicht viel zu. Umso grösser die Wirkung, wenn dann am Ende des Abends ein kreatives Werk entstanden ist – Werkeln für die Seele, kreatives Aufbauen des eigenen Selbstvertrauens.

Ein gesunder Selbstwert, ein intaktes Selbstvertrauen und folglich auch ein guter Umgang mit sich selbst sind fundamentale Zutaten für ein erfülltes Leben. Darum vergleiche ich das Selbst in meinem Glücks-Buch mit der Nabe des Windrades. Hier im Zentrum des Windrades kommt alles zusammen. Und so ist es auch in unserem Leben: Alle Eindrücke aus den unterschiedlichen Lebensfelder (Arbeit, Familie, Gesellschaft) wirken letztendlich auf das Zentrum, auf das Selbst.

Torsten Hebel hat übrigens den Rotstift zur Seite gelegt und in Berlin eine tolle Arbeit, die blu:boks, aufgebaut für Kinder, die in ihrem (familiären) Umfeld nicht viel Liebe erfahren. Durch das Fördern von Kreativität und künstlerischen Fähigkeiten, will die blu:boks Kindern und Jugendlichen helfen, „ihr Selbstwertgefühl durch künstlerische Bildung zu entwickeln und zu stärken, damit sie auf dieser Grundlage aktive und hoffnungsvolle Mitgestalter der Gesellschaft werden.“

Und Sie, haben Sie den Rotstift auch schon zur Seite gelegt? Wann haben Sie sich zum letzten Mal morgens im Spiegel selbst mit einem Lächeln im Gesicht begrüsst: „Guten Tag. Ich liebe mich!“?

 

Konkret

  • Mehr erfahren über Torsten Hebels Lebens- und Glaubensreise? Lesen Sie in seinem Buch Freischwimmer weiter.
  • Bleiben Sie dran, am guten Umgang mit sich selbst und anderen Glücksaktivitäten! Bestellen Sie das Glücks-Buch.
  • Und wenn Sie jetzt gleich mit einem kleinen Trainigsprogramm starten wollen, machen Sie Ihren eigenen „Ich liebe mich“-Steckbrief. Was an sich selbst lieben Sie? Worauf sind Sie stolz? Wofür sind Sie dankbar?

Ich bin kein Jogger

Ein gesunder Körper ist ein Gästezimmer für die Seele, ein kranker ein Gefängnis.
Sir Francis Bacon

Ich bin nicht so der Jogger. Natürlich habe ich es auch versucht. Schließlich sind einige meiner großen Vorbilder, wie der Willow-Creek-Pastor Bill Hybels, bekennende Läufer. Also habe ich die eine oder andere Runde in der wunderschönen Gegend gedreht, die direkt vor meiner Haustür beginnt. Trotz starken Willens scheiterte ich kläglich! Mehr als dreimal in Folge schaffte ich es nie.

Ich bin einfach kein Jogger. Das musste ich mir mit der Zeit eingestehen. Und so hab ich auch der Versuchung widerstehen können, mich zu meinem vierzigsten Geburtstag mit einer Marathonteilnahme zu beglückwünschen. Ist ja toll für alle Männer, die das auf die Reihe kriegen. Aber ich will mich doch nicht noch zu meinem Geburtstag mit so etwas abplagen!

Ich bin aber auch nicht ganz unsportlich. Viel Freude erlebe ich beim Strampeln auf dem Fahrrad. Erst an der Aare entlang, danach schwitzend den Berg hinauf in den Wald und zum Schluss in rasantem Tempo herunter, der Dusche entgegen. Ich gebe zu, dass selbst diese einstündigen Biketouren etwas Überwindung kosten. Doch wenn ich mich überwinden konnte, ist es jedes Mal eine wohltuende Tankstelle für Körper und Geist.

Ich bin ein Siegertyp. Nicht, dass ich immer gewinne. Aber ich gewinne gerne. Darum liegt mir wohl das Joggen so überhaupt nicht: Wenn ich mich da alleine abmühe, gibt es einfach wenig zu gewinnen. Schon früher als Kind fand ich zu den Teamsportarten einen besseren Zugang. Nachmittage lang machte ich mit meinen Kollegen den Schulhausplatz unsicher, wo wir leidenschaftlich Rollhockey spielten.

Ich bin dankbar dafür, dass vor einigen Jahren in unserem Dorf eine Unihockey-Hobbymannschaft gegründet wurde. Ein verbindliches Mittun in einem ambitionierten Sportverein war für mich, neben all meinen Tätigkeiten und den unregelmäßigen Arbeitszeiten, nicht drin. Und genau da trifft diese Plauschmannschaft den Nerv unserer Zeit: Wenig Verbindlichkeit, viel Fun. Wer mittwochs um 18 Uhr zum gemeinsamen Training kommen kann – wunderbar.Wer verhindert ist – auch okay.

Ich bin kein Theoretiker, mich interessiert die Anwendung mehr als die Technik. Das ist im Sport so, aber auch ganz generell. Und darum bin ich so froh, dass unsere „Trainings“ eigentlich keine solchen sind. Wir teilen die Anwesenden in zwei Gruppen, und dann geht’s schon los mit dem Spiel: Auf jede vergebene Chance folgt ein „dummer“ Spruch eines Mitspielers, jedes Tor wird würdig gefeiert und tut der Seele des Siegertyps in mir richtig gut. Tankstelle pur.

Ich bin in Bewegung. Inzwischen bin ich ziemlich verbindlich beim Unihockey-Team dabei. Einfach weil ich dem wöchentlichen Termin eine hohe Priorität gebe, geben will. Da ist sie, die viel besagte intrinsische Motivation (Motivation von innen heraus), die ich beim Joggen trotz bestem Willen nie aufbringen konnte (da blieb es immer Motivation von außen: „Man(n) sollte …“).

Bewegung ist wichtig, Bewegung ist gesund, Bewegung muss aber unbedingt auch Spaß machen!

KONKRET

Was tun Sie, damit sie körperlich und geistig in Bewegung bleiben?

  • Mein Tipp (auch bestens geeignet als Weihnachtsgeschenk):
    Das Buch Glück finden – hier und jetzt – Mein Leben gestalten – bei mir ankommen
  • Leseprobe
  • Stimme zum Buch:
    „Glück hat, wer dieses umfassende dreistündige Intensivcoaching (oder je nach Verarbeitungszeit auch mehr) zu diesem günstigen Preis in die Hände kriegt! Da aber gemäss Stefan Gerber nicht Geld wirklich glücklich macht (bei zuviel davon könnte gar das Gegenteil eintreffen), muss die erfrischende Wirkung dieses Buches anderswo liegen. Gut strukturiert und verständlich nimmt mich Stefan Gerber mit auf die Suche nach dem glücklichen Leben. Raus aus dem Hamsterrad, hin zum Energie spendenden Windrad. Er weist dabei zurecht auf die hohe Eigenverantwortung hin, entlastet jedoch gleichzeitig, indem er den christlichen Glauben, die Spiritualität, als den Wind in den Rotorblättern des Windrades beschreibt. Da ist es nicht weiter erstaunlich, dass sich der Coach dabei selbst in den ‚Flow’ schreibt, diesen Glückszustand, wo Begabung und Aufgabe übereinstimmen. Ich schätze an diesem Buch die klaren und praktischen Hilfen, damit für mein Umfeld und mich der heutige Tag zum besten Tag werden kann – trotz und mit Gegenwind.“
    Niklaus Mosimann, verheiratet, Vater von vier Kindern, Geschäftsführer SCM Bundes-Verlag (Schweiz)

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst“ und ist bereits als Kolumne im Magazin Family erschienen.