Glücksirrtum Nr. 5: In Sachen Glück sind wir machtlos

Sich um sein Innenleben zu kümmern,
hat mit einer gesunden Selbstachtung zu tun.

Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Auch Nr. 5 ist ein ganz schöner Glücksirrtum, weil er jederzeit im realen Leben oder in den sozialen Medien beobachtet werden kann – und trotzdem bleiben viel zu viele Menschen im negativen Unglücksstrudel gefangen. Der Glücksirrtum Nr. 5 will uns vorgaukeln, dass wir in Sachen Glück gar nicht viel in unseren eigenen Händen haben. Ja, im Grunde sind unsere Mitmenschen verantwortlich dafür, ob ich mich glücklich oder unzufrieden fühle – so sagt es dieser weit verbreitete Glücksirrtum.

Im Vorwort des GlücksBuches beschreibt der Coach Georges Morand diesen Umstand mit folgendem Bild:

Kennen Sie die Nebenwirkung fauler Äpfel? Ein fauler Apfel ist erschreckend einflussreich. Unbemerkt kann er eine ganze Kiste mit gesunden Äpfeln in einen Haufen faules Obst verwandeln.
Umgekehrt: Legen wir einen gesunden Apfel in eine Kiste mit kranken Äpfeln, wird auch er bald faul. Krass, wie einflussreich faule Äpfel sind.
Sind wir als Mensch dem Verfaulen auch so machtlos ausgeliefert? Pech gehabt, dass Sie in einer ‹faulen Familie› aufgewachsen sind? Zum Verfaulen verurteilt? Zum Unglück verdonnert?

Stefan Gerber ist vom Gegenteil überzeugt. Lassen Sie die Hände weg vom GlücksBuch, wenn Sie ein frustrierter Pechvogel bleiben wollen.

„Zum Unglück verdonnert“ – nein, das sind wir wirklich nicht!

Natürlich erlebt jeder mehr oder weniger starke emotionale Schwankungen an deren Anfang zwischenmenschliche Begegnungen stehen. Gerade kürzlich habe ich wieder einmal erlebt, wie stark mich eine einzelne kurze Begegnung aus der Bahn werfen kann und ich mich verunsichert, frustriert und ohnmächtig fühle.

Der entscheidende Punkt ist: Wir selbst haben es in der Hand, ob wir unser Glück von anderen Menschen abhängig machen und somit unsere Freunde, den Chef, den Partner, die Kinder, den Nachbarn und die ganze Welt für unser Glück verantwortlich machen. Oder ob wir selbstverantwortlich aufstehen und Wege finden, um unser Leben so zu gestalten, dass wir Glück, Zufriedenheit und Erfüllung erleben.

Wer sich ständig als armer Pechvogel bemitleidet, auf den wartet wohl kaum das Glück! Damit ich nicht ein Spielball in den Händen meiner Mitmenschen bin und mein Wohlbefinden nicht abhängig von der Zuwendung anderer mache, wage ich den Blick in mein Innenleben. 

Um die Wichtigkeit des guten Umgangs mit sich selbst zu unterstreichen, entspricht das Selbst im Bild des ShalomLeben-Windrades der Nabe, dem Teil, der die stärkste Belastung aushalten muss:

Wie kein Windrad ohne Nabe bestehen kann, ist es unmöglich, das eigene Selbst völlig zu vernachlässigen. Eigene Bedürfnisse und das persönliche Innenleben können relativ lange ignoriert werden, doch dafür wird letztlich ein hoher Preis bezahlt. Bleibt das Selbst zu lange auf der Strecke, wird unser Lebens-Windrad eines Tages außer Betrieb sein.
Darum beginnt unser Weg ins Glück mit einem aufrichtigen Blick auf unser Selbst! (aus dem GlücksBuch)

 

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Glücksirrtum Nr. 2: Glück ist Zufall

Glück hängt zum größten Teil von unserer Einstellung, unserem Denken und unserem Verhalten ab – und nicht vom Zufall.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Zugegeben: Dass ich mich heute so sehr mit dem Thema Glück beschäftige, hätte ich mir vor 20 Jahren kaum vorstellen können. Glück gehörte für mich in dieselbe Schublade wie Glücksbringer und Glückssymbole: Mit all den Hufeisen, Schweinchen, Kaminfeger und vierblättrigen Kleeblättern konnte ich nichts anfangen.

Glück als Zufall, verbunden mit dem Aberglauben, das Schicksal mit den richtigen Glücksbringern in die gewünschte Bahn zu lenken – nein, das war und ist nicht mein Ding.

Warum bezeichne ich mich denn heute ganz gerne als GlücksCoach und GlücksAutor? Weil Glück eben nicht einfach Zufall bedeutet.

Im Glücksbuch zeige ich auf, dass es mit dem Glücksbegriff ziemlich verfänglich ist. In der englischen Sprache gibt es eine Fülle von Begriffen, die unterschiedliche Nuancen und gar verschiedene Konzepte beschreiben, die wir aber im Deutschen oft einfach mit Glück übersetzen. Wenn wir dann bei den Glücksbringern hängen bleiben, führt das zu einem irreführenden Verständnis von Glück:

Glück als Zufallsglück oder auch als Losglück. Zwar entspricht dies in etwa der ursprünglichen Bedeutung unseres Wortes «Glück», doch im Zusammenhang mit dem persönlichen Streben nach Glück ist es unpassend. Denn wie bereits ein Sprichwort weiß, müssen wir nicht einfach auf den Zufall hoffen, sondern können einen wesentlichen Beitrag zu unserem Glück leisten: «Jeder ist seines Glückes Schmied.»
(aus: Glück finden – hier und jetzt)

 

Glück ist mehr als Zufall

Wahrscheinlich bin ich darum heute begeistert von der Glücksthematik, weil die Positive Psychologie einleuchtend darauf aufmerksam macht, dass wir nicht einfach einem willkürlichen Zufall ausgesetzt sind. Denn: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass beinahe die Hälfte unseres Glücksempfindens unserem freien Willen unterstellt ist.

Das ist die gute Nachricht für uns alle: Wir sind nicht dem Zufall ausgeliefert und haben die freie Wahl, ob wir uns wie der Hamster im Rad als Spielball unserer Umstände fühlen oder ob wir unser Leben aktiv gestalten. Das ShalomLeben-Windrad bietet da eine gute Möglichkeit, sich bewusst zu werden, was alles zu einem aktiv gestalteten Leben gehört.

Unter Glück verstehe ich heute ein ganzheitliches Leben, bei dem wir alle Bereiche des ShalomLebens aktiv gestalten – und nicht dem Zufall überlassen:

  • Bewusste Selbstführung
  • Erfülltes Liebes- und Familienleben
  • Sinnerfüllte Tätigkeit
  • Reiches Sozialleben
  • Gelebte Spiritualität

Im Bild des Windrades kommt alles vor: Die Nabe steht für ein starkes, bewusst gepflegtes und reflektiertes Selbst. Die drei Rotorblätter erinnern an die Lebensfelder Liebe/Familie, Arbeit und Sozialleben. Der Wind, der das Windrad in Schwung hält, steht für die Sinnfrage, die jeder Mensch im Kleinen und im Grossen für sich klären muss.

So gesehen wird der Glücksirrtum Nr. 2 gerne auch als Ausrede gebraucht: Das wahre Glück hat auch mit Arbeit zu tun. Da warten einige lieber auf einen guten Zufall.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht zu dieser Gruppe gehören!

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Geht nicht, gibts nicht!

Alle sagten: „Das geht nicht.“
Dann kam einer,
der wusste das nicht,
und hats einfach gemacht.

Zu meinem 40. Geburtstag schrieb mir jemand eine Karte mit eben diesem Spruch drauf:

Und auf der Rückseite steht von Hand geschrieben: „Mir scheint, dieser Spruch passt zu dir. Ich wünsche dir die Kühnheit, ihn weiter auszuleben.“

Wow, das tat gut! Ich meine, solche Sprüche liebe ich seit jeher und ich sehe mich gerne als Visionär. „Geht nicht!“ ist für mich die Motivation, es erst recht zu schaffen. Und ich versuche in meinem Reden, Schreiben und Coachen Leute zu einem „Out of the box„-Denken zu inspirieren. Aber ob das gelingt und ob man wirklich Neues bewegt, können im Grunde nur die Anderen beurteilen.

Darum war diese Karte so wohltuende Anerkennung für mein visionäres Herz, das regelmässig in Mitleidenschaft gezogen wird. Denn: Wer wagt, was alle anderen als „Geht nicht!“ abtun, macht sich verletzlich. Der Visionär sieht vor seinem inneren Auge Dinge, die sind für andere schlicht nicht vorstellbar. Darum werden Visionäre häufig auch als Träumer abgeschrieben – und das ist eigentlich nur eine nette Formulierung für „Träum mal weiter du Spinner!“. Dass der Visionär da nicht von Selbstzweifel geplagt wird, sich selbst irgendwann als Spinner sieht und mut- und kraftlos seine Träume begräbt, ist reine Gnade – um ein schönes biblisches Wort zu bemühen, also ein Geschenk des Himmels.

Wir alle brauchen Wertschätzung und die Unterstützung unserer Mitmenschen – auch der Visionär, sonst wird er zum einsamen Träumer. Wir brauchen ErMUTigungsrufe von unseren Mitmenschen. Und genau das war diese Karte für mich: Da ist jemand, der mich seit dem gemeinsamen Studium aus Distanz begleitet, mein Träumen, Kämpfen, Scheitern, Feiern kennt und anerkennt: „Ich staune über deine Ausdauer!“.

Was bin ich? Visionär, Pionier, Siedler oder Poet?

Nicht jeder ist ein Visionär, nicht jeder träumt von Dingen, die es noch gar nicht gibt. Gott sei Dank! Denn ein Visionär für sich alleine bleibt tatsächlich häufig nicht viel mehr als ein Träumer. Um Neues schaffen zu können, braucht er Ergänzung, ist er auf Menschen um sich herum angewiesen. Erst gemeinsam wird aus der grossen Vision Schritt für Schritt eine neue Realität.

Deshalb sprachen die Referenten der Fresh expressions Impulstagung in Zürich von den vier unterschiedlichen Typen, die nötig sind, um Neuland zu erobern:

  • Der Visionär – er sieht Dinge, die noch gar nicht da sind, ihn treibt es zu neuen Ufern und er sucht das (noch nie dagewesene) Abenteuer.
  • Der Pionier – er lässt sich von der Vision begeistern, bricht voller Leidenschaft auf und kämpft mit grosser Kraft für das Neue.
  • Der Siedler – er schliesst sich der Reise an, sammelt die Menschen um das Lagerfeuer und unterstützt den Pionier in der Detailarbeit beim Aufbauen des Neuen.
  • Der Poet – er erzählt die Wundergeschichten der Anfänge und hält den Traum wach, für den die Visionäre und Pioniere leb(t)en.

Um das „Geht nicht!“ in ein „Das schaffen wir!“ zu verwandeln, braucht es nicht nur den Visionär, es braucht uns alle! An besagter Tagung war auch zu hören: „Neid sollte nicht die einzige Anerkennungsform sein.“ Was für ein scharfer Satz! Statt neidisch auf die Rolle und Fähigkeiten des anderen zu schauen, unterstützen und anerkennen wir uns besser gegenseitig darin, unsere spezifische Rolle wahrzunehmen!

KONKRET

  • Welcher Typ sind Sie? Wie/wo können Sie das ausleben?
  • Wie könnten Sie einer der anderen Typen bewusst wertschätzen und unterstützen?
  • Weitere Infos zur fresh expressions of church Bewegung in der Schweiz / in Deutschland.
  • Anstösse auf dem Weg, das eigene Leben mutig zu gestalten und zu neuen Ufern aufzubrechen, liefert auch mein Glücks-Buch.

Wenn Jammern die Welt verändern würde

Vieles wird zusehends schlechter, aber wegsehend nicht besser.
Helmut Qualtinger

Diese Woche habe ich mit einigen Führungspersönlichkeiten über obiges Zitat gesprochen. Ich stellte ihnen die Aufgabe, das Zitat in Zusammenhang mit Dankbarkeit zu setzen. Es entwickelte sich eine spannende Diskussion. Einige protestierten heftig: „Stimmt nicht, es wird nicht schlechter!“. Andere sahen vor allem viel Undankbarkeit in diesem Satz.

Schliesslich philosophierten wir über das Wortspiel „zusehend-wegsehend“: Will uns der verstorbene Schauspieler Qualtinger da möglicherweise darauf aufmerksam machen, dass weder unser Zusehen noch unser Wegsehen die Welt besser machen?

Wenn ich als dankbarer, positiver Zeitgenosse unterwegs bin, werde ich hoffentlich bei aller vorhandenen Not (die es übrigens schon immer gab!) nicht einfach wegsehen – aber auch nicht nur zusehen!

Zusehen und über all das Schlechte im globalen Dorf zu jammern, hilft leider nicht wirklich. Wegsehen ist jedoch auch nicht wirklich eine Alternative. Anders ausgedrückt: Wenn wir mit unserem Jammern die Welt verändern könnten – da würde sofort alles besser ausschauen. Nun ist es aber offensichtlich so, dass weder Jammern, Selbstmitleid noch das Drehen um die Probleme wirklich eine nachhaltige Besserung bringen.

Wegsehen, zusehen und jammern scheiden also aus. Was bleibt uns? Aktiv werden, Anteil nehmen, gestalten, anpacken!

Ich gebe ja zu: Wenn ich die News verfolge, fühle ich mich ohnmächtig und sehe nicht wirklich, welchen gestalterischen Beitrag ich zur Lösung der vielfältigen globalen Probleme leisten könnte. Ich bin dankbar für die Mitmenschen, die hier mehr Zivilcourage als ich an den Tag legen und beispielsweise in der Flüchtlingsproblematik aktiv werden. Einige besuchen Flüchtlinge in ihren Unterkünften, andere stricken Decken oder Kleider und einige reisen sogar direkt an die Krisenherde und begegnen der Not vor Ort.

All diese Beispiele beweisen: Wir können mehr tun als wegsehen, zusehen oder jammern!

Ansprechen, anpacken – auch im zwischenmenschlichen Bereich

Das obige Zitat kann uns aber auch inspirieren, wenn es um den zwischenmenschlichen Bereich oder gar unsere persönliche Not geht. Wie oft wird auch hier weggesehen? Gejammert? Hilflos zugesehen?

Beispiel gefällig? Da hören wir von einem Vorgehen einer Lehrperson, das bei vielen Eltern nicht so gut ankommt. Mehrmals hören wir in unserer sozial-diakonischen Arbeit direkt oder indirekt davon. Wir ermutigen die Betroffenen, nicht „die Faust im Sack“ zu machen und über die Situation zu jammern oder gar zu lästern. Endlich spricht eine Frau die Situation bei der Lehrperson an. Diese ist ganz erstaunt darüber, was sie da hört. Dies würde sie schon seit Jahren so machen und noch nie habe jemand etwas gesagt.

Zusehend oder gar wegsehend werden Situationen nicht besser. Aber wenn endlich jemand den Mut hat, eine Situation anzusprechen, gibt es plötzlich Gestaltungsraum – Veränderung ist möglich!

Und so ist es überall: Ob bei weltpolitischen Themen, bei der Lebensqualität im Quartier oder beim Umgang miteinander am Arbeitsplatz, beim Familienleben, aber auch in Freundschaften, in der Partnerschaft und auch wenn es um meine persönliche Entwicklung geht: Wo wir nur weg- oder zusehen, überlassen wir uns den Umständen, statt sie zu gestalten.

Wie verändern wir nun also unsere kleine und grosse Welt? Ich habe zusammen mit meiner Familie über die Festtage wiedermal den Film „Evan Almighty“ angeschaut. Mir gefällt der Tipp, den Evan am Ende des Films erhält: „One Act of Random Kindness at a time“. (Auf Deutsch etwa „Ein zufälliger Akt der Freundlichkeit nach dem anderen.“)

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=hSJhQ8Sisbc[/youtube]

Also, verändern wir nicht die ganze Welt auf einmal – sondern Schritt für Schritt in dem wir eine kleine gute Tat nach der anderen tun.

Glückliches neues Jahr?

‚Wird’s besser? Wird’s schlimmer?‘
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer lebensgefährlich. 
Erich Kästner

Wenn ich uns allen hier ein glückliches neues Jahr wünsche, tu ich dies in vollem Bewusstsein, dass Leben immer lebensgefährlich ist.

Manchmal läuft es nicht, wie wir uns dies wünschen. Das wird auch im 2016 so sein. Damit wir das neue Jahr trotzdem von Anfang an positiv gestalten können, statt uns als Opfer zu suhlen, beschenke ich meine Blogleser hier mit einer passenden Kostprobe aus meinem Glücks-Buch:

Natürlich haben auch glückliche Menschen mit den Widrigkeiten des täglichen Lebens zu kämpfen. Lebenszufriedenheit besteht eben gerade nicht aus einem «Easy Going», sondern zeichnet sich durch psychische Robustheit (Resilienz) aus.
Glückliche Menschen sind widerstandsfähig und finden einen guten Umgang mit dem Schwierigen und dem Leid in ihrem Leben.

Die Schwierigkeiten und Widrigkeiten des Lebens machen auch vor den glücklichen Menschen nicht Halt! Wer aber sein ShalomLeben gestaltet, wird anders mit den schweren Momenten des Lebens umgehen. Der Unterschied zwischen dem glücklichen und unglücklichen Menschen ist nicht, dass dem einen mehr oder weniger Widrigkeiten im Alltag begegnen als dem anderen. Entscheidend ist der Umgang mit den unschönen, schweren und traurigen Situationen im Leben.

Der glückliche Mensch ist nicht vor allem Unglück gefeit. Doch er hat das, was die Psychologie Resilienz nennt: Die psychische Widerstandsfähigkeit, die einer von einer Krise betroffenen Person hilft, die Situation zu meistern und sich dadurch sogar weiterzuentwickeln.

Die Herausforderung ist, nicht die Widrigkeiten des Alltags schönzureden und trotzdem nicht depressiv zu werden.

Darum gehört zu einem ShalomLeben ein integrativer Ansatz: Auch das Schwierige, Mühsame und Unerwünschte gehört zum Leben. Doch statt mich als Opfer in meinem persönlichen Leid zu suhlen, gestalte ich selbst in schwierigen Phasen mein Leben aktiv und finde Glücksmomente selbst in Zeiten des Unglücks.

(aus: Glück finden – hier und jetzt)

 

In diesem Sinn wünsche ich uns allen ein glückliches neues Jahr!

Übrigens, noch ist es nicht zu spät mit guten, konkreten Zielen und Vorsätze fürs neue Jahr. Wie wärs zum Beispiel mit dem Vorsatz, das ganze Glücks-Buch zu lesen und mit diesem „grundlegenden Coaching-Programm“ (Thomas Härry) aus dem Hamsterrad auszubrechen und die Kraft des ShalomLeben-Windrades zu entdecken?

Fürchtet euch nicht!

„Fürchtet euch nicht!
Ich verkünde euch eine Botschaft,
die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt:
Heute ist für euch in der Stadt,
in der schon David geboren wurde,
der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen.
Es ist Christus, der Herr. 

Und daran werdet ihr ihn erkennen:
Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!“ 

Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben,
die Gott lobten: 

„Ehre sei Gott im Himmel!
Denn er bringt der Welt Frieden und
wendet sich den Menschen in Liebe zu.“

Die Engel in der Weihnachtsgeschichte nach Lukas.

 

Gott wird Mensch.
Gott in Windeln gewickelt.
Gott in der Futterkrippe.
Etwas muss falsch gelaufen sein.

Hirten loben Gott.
Maria kann ihr Glück nicht fassen.
Sterndeuter sind ausser sich vor Freude.
Etwas Göttliches muss geschehen sein.

Jesus wird angefeindet.
Jesus wird verraten.
Jesus wird gekreuzigt.
Etwas muss falsch gelaufen sein.

Petrus wird ein Fels.
Saulus wird Paulus.
Tausende erhalten Hoffnung.
Etwas Göttliches muss geschehen sein.

Menschen bekämpfen Menschen.
Menschen pachten die Wahrheit.
Menschen führen Glaubenskriege.
Etwas muss falsch gelaufen sein.

Menschen erhalten neue Hoffnung –
auch 2000 Jahre nach der ersten Weihnachten.
Menschen finden Frieden –
trotz Hass und Krieg auf der Welt.
Menschen werden geliebt –
selbst wenn wir es gründlich vermasselt haben.
Etwas Göttliches muss geschehen sein.

„Kommt, wir gehen nach Bethlehem.
Wir wollen sehen, was dort geschehen ist
und was der Herr uns verkünden ließ.“ 

Ja, kommt, wir wollen uns den Hirten anschliessen und sehen,
warum wir uns nicht zu fürchten haben;
dass Frieden werden kann;
wie Gott sich uns in Liebe zuwendet.

FROHE WEIHNACHTEN!

Leben mit Rückenwind

Wie das Windrad ohne Wind nicht in Schwung kommt, werden wir ohne übergeordnetes Ziel, ohne Sinn im Leben, nicht im Land des Glücks ankommen.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt) 

Gestern hab ich es mal wieder erlebt: Eine junge, an und für sich motivierte und lebensfreudige Frau meinte: „Schliesslich arbeitet man ja dafür, dass man wieder in die Ferien verreisen kann.“

Solche Äusserungen stimmen mich nachdenklich und traurig. Klar ist die Vorfreude auf den Urlaub eine tolle Sache und vielleicht sogar ein Motivationsschub, wenn es gerade mal nicht so prickelt bei der Arbeit. Aber in solchen Phrasen schwingt eben auch mit, dass das wirklich gute Leben in den Ferien stattfindet und nicht auf der Arbeit.

Man braucht kein Mathe-Genie zu sein, um herauszufinden, dass diese Gleichung hinkt:
>46 Wochen mühsame Arbeit + <6 Wochen Ferien = glückliches Leben.

Das Leben hat mehr zu bieten, als harte, ungeliebte Arbeit. Das Leben hat aber auch mehr zu bieten, als 4-6 Wochen Ferien im Jahr. Natürlich freue auch ich  mich auf den kommenden Skiurlaub – schliesslich habe ich gerade gestern mein neues Skiabo gebucht. Natürlich denke auch ich gerne zurück an die letzte grosse Reise – schliesslich haben wir mit unserem Sabbatical einen einzigartigen Sommer erlebt.

Doch das Leben kann mehr. Es kann mehr als Ferien. Es kann mehr als Arbeit. Es kann mehr als Weihnachtsstress.

Deshalb geht es beim ShalomLeben-Windrad darum, die einzelnen Lebensfelder (Arbeit, Liebe, Gesellschaft) zu gestalten, dass wir Freude und Erfüllung erleben. Dies beginnt mit einem guten Umgang mit sich selbst (Selbstführung, Achtsamkeit, Lebensstil der Dankbarkeit …) und führt dazu, dass wir gemäss unserer Persönlichkeit leben – und zwar 52 Wochen im Jahr!

Und dann ist da noch der Wind. Was ich schon nach Seminaren erlebte, wiederholt sich nun mit dem Buch: Das Bild vom Wind provoziert. Braucht es wirklich diesen Wind, dieses übergeordnete Ziel, um glücklich zu werden? Kann ich nicht auch einfach glücklich werden in meiner kleinen Welt ohne dass es da noch etwas über mir geben muss?

Ich glaube, dass der, der die Sinnfrage vollständig ausklammert, Gefahr läuft, einem unguten Trott zu verfallen. Das kann sich früher oder später rächen. Dies zeigen auch Burnout-Studien: Fehlt die Sinnhaftigkeit, fehlt der innere Antrieb – und somit wird der Energieverschleiss immer grösser. Die Sinnfrage ist nicht bloss eine Lieblingsdisziplin von religiösen Menschen. Die Frage, was unser Wind im Windrad ist, was uns Sinn und Kraft gibt, stellt sich jedem Menschen. Und einige kommen zum Schluss, dass ihr Sinn im Dasein darin besteht, Geld für den nächsten Urlaub zu verdienen – mir wäre das jedoch deutlich zu wenig.

Und noch ein Gedanke: Einige trauen lieber der Energie, die sie im Hamsterrad selber produzieren können. Mir gefällt das Windrad besser: Ich bin froh, kann ich einer Kraftquelle ausserhalb von mir vertrauen, die mein Leben in Bewegung hält.

Ich gebe zu: Ich bin auf den göttlichen Wind in meinem Windrad angewiesen. Zu spüren, dass einer da ist, der selbst im grössten Chaos den Überblick behält und gute Gedanken über meinem Leben hat, gibt mir Energie im Alltag.

 

KONKRET

Mehr zum Konzept vom ShalomLeben-Windrad erfahren Sie in meinem Buch Glück finden – hier und jetzt. Auf rund 180 Seiten führe ich in kurzen, praktischen und gut lesbaren Kapiteln aus, was ein zufriedenes und erfülltes Leben aus meiner Sicht auszeichnet. Geeignet auch als Weihnachtsgeschenk und zum Lesen als Gruppe.

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

You are loved! Always!

Die Liebe erträgt alles, in jeder Lage glaubt sie,
immer hofft sie, allem hält sie stand. Die Liebe vergeht niemals.

Paulus (Die Bibel, 1. Korinther 13,7+8a)

Ich erinnere mich, wie ich als junger Theologiestudent einen Abend in unserer lokalen Teenagergruppe gestaltete. Da saßen wir mitten im Wald in einem Kreis zusammen und sprachen über das Hohelied der Liebe – die viel zitierten Verse aus 1. Korinther 13 – in denen Paulus die vollkommene Liebe beschreibt.

Als wir also unsere Gedanken zu diesem zeitlosen Text weitergaben, sagte eines dieser Teenie-Mädchen: «Das ist die Liebe, nach der sich jeder Mensch sehnt, die aber nur Gott geben kann.»

Wow, was für ein heiliger Moment! Eine so tiefe Weisheit aus einem Teenagermund.

Tatsächlich drückt dieser Text wie wohl kein anderer die Kraft der Liebe aus:

Liebe ist geduldig,
Liebe ist freundlich.
Sie kennt keinen Neid,
sie spielt sich nicht auf,
sie ist nicht eingebildet.
Sie verhält sich nicht taktlos,
sie sucht nicht den eigenen Vorteil,
sie verliert nicht die Beherrschung,
sie trägt keinem etwas nach.
Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht,
aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit.
Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie,
immer hofft sie, allem hält sie stand.

Diese Liebe zu erfahren und sie weiterzugeben – genau dafür ist der Mensch geschaffen.

Und in einer perfekten Welt wäre diese Liebe eine Selbstverständlichkeit. Leider leben wir nicht in einer perfekten Welt und darum spüren wir in uns sowohl die Sehnsucht nach dieser vollkommenen Liebe als auch die Unmöglichkeit, diese Liebe in Vollkommenheit weiterzugeben.

Wir verdanken es der göttlichen Schöpfung, dass die Sehnsucht nach dieser Liebe selbst in unserer nicht perfekten Welt nicht verloren gegangen ist. Die Ahnung vom Vollkommenen ist in uns angelegt und weckt in uns die Sehnsucht nach dem Göttlichen, nach dem vollständigen Glück, nach Liebe in reinster Form.

Und die Sehnsucht muss nicht ungestillt bleiben: Bereits in dieser nicht perfekten Welt dürfen wir uns gegenseitig mit Liebe beschenken und einander zum Blühen bringen. Jede Ehe und jede Beziehung wird uns zwar vor Augen führen, dass unsere Liebe in einer nicht perfekten Welt unvollkommen bleibt, doch dies sollte uns nicht daran hindern, unsere Nächsten trotz allen Rückschritten immer wieder mit Liebe zu überschütten.

Denn: Wir sind für die Liebe geschaffen und die Liebe wird uns glücklich machen.

 

KONKRET

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Kapitel Geschaffen für die Liebe aus meinem Buch Glück finden – hier und jetzt. Darin finden Sie viele konkrete Anregungen, wie Sie mit dem ShalomLeben-Windrad Ihr Dasein positiv und glücklich gestalten können.

  • Leseprobe
  • Das Glücks-Buch jetzt bestellen! (Schweiz) / Bestelllink für Deutschland.
  • Stimme zum Buch:
    „Was Stefan Gerber in seinem ShalomLebens Buch als Anleitung zum Glück beschreibt, ist eine ganz einfache Formel: Das Glück liegt in der Gegenwart. Greifbar im Jetzt und Hier, mitten in unsrem Alltag und in der Gemeinschaft mit anderen Glücksuchern. Wir haben es in der Hand. Wer das Glück in die Zukunft vertagt oder nur aus der Erinnerung kennt, verpasst die alltäglichen kleinen und grossen Glücksmomente. Die Luft, die ein Windrad in Bewegung bringt, kann immer nur gegenwärtig sein. Nur so kann uns das Glück jeden Tag beflügeln. Ich habe dieses Buch, als Vorab-Manuskript auf der nächtlichen Heimreise von einem meiner Konzerte gelesen. Im Speisewagen von Köln nach Basel, bei einem guten Glas Wein. Es war ein Glücksmoment.“
    David Plüss, Musiker davidpluess.ch
  • Radiobeitrag zum Buch: Radio Life Channel (9. Nov. 2015)
  • Referat oder Lesung zu Glück finden – hier und jetzt organisieren?

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Besuch im Slum

Das Leben wird reicher, wenn man es hingibt;
es verkümmert, wenn man sich isoliert
und es sich bequem macht.
Papst Franziskus

«Gutes Haus» hat der Kindergärteler auf das Plakat geschrieben. Die Kinder durften an den 15. Happy Kids Days in Studen  auf dieses Plakat schreiben, wofür sie dankbar sind. Nachdem die Teilnehmenden sichtlich berührt vom Slum-Postenlauf waren, sprudelte es nur so von Dankbarkeits-Statements.

Unter dem Motto «Vo Härze …» wurden während vier Nachmittagen die christlichen Werte Liebe, Helfen, Teilen und Dankbarkeit erlebnispädagogisch beleuchtet. Besonders betroffen gemacht hat die Kinder dabei die Tatsache, dass es auf unserer Welt vielen ihrer Altersgenossen nicht so gut geht wie uns hier in der Schweiz. Auch wenn das spielerische Bauen einer Kartonbehausung grossen Spass bereitete, wurden viele doch nachdenklich, als sie erfuhren, dass es Kinder gibt, die so leben. An diesem Nachmittag konnten die Kinder sogar nachempfinden, wie es ist, Müll nach Essbarem abzusuchen.

Beim Abschlussfest zeigten die Kinder ihren Eltern, was sie bei den Happy Kids Days erlebt hatten. Und natürlich haben wir auch die Erwachsenen eingeladen, die beleuchteten Werte in ihrem Alltag auszuleben: «Es gibt immer einen Grund, dankbar zu sein.« Wie ich damals die Zuhörenden herausforderte, frage ich auch jetzt: «Unsere Welt braucht Menschen, die ‚Vo Härze teile‘ – sind Sie dabei?«

Teilen macht reich

Ein Lebensstil der Grosszügigkeit ist der kleine Bruder der Dankbarkeit. Wer dankbar ist für das, was ihm anvertraut ist, in dem wird das Bedürfnis wach, seine Freude zu teilen. Neben Dankbarkeit ist auch Grosszügigkeit ein Weg ins Glück – das weiss der, welcher es ausprobiert, schon lange. Inzwischen ist es aber auch durch viele wissenschaftliche Studien der Positiven Psychologie bestätigt worden.

Und so stimmt es, wenn Papst Franziskus sagt, das Leben werde durchs Teilen reicher. Vielleicht werden sich auf dem Bankkonto ein paar Fränklis weniger anhäufen, doch in Sachen Lebenserfahrungen und subjektives Wohlbefinden werden wir definitiv reicher, wenn wir grosszügig teilen, was uns anvertraut ist.

So haben wir den fünfzig Kindern bei Happy Kids Days mit auf den Weg gegeben: Teilen macht doppelt glücklich. Keiner von uns kann durch sein Teilen die ganze Welt retten. Und trotzdem ist unser Teilen, egal wie klein oder gross unser Beitrag auch ist, unglaublich wertvoll. Wer teilt, rettet nämlich erst einmal seine eigene kleine Welt: Man rettet sich aus der Isolation und Bequemlichkeit und entflieht so, wie es Papst Franziskus formuliert, der Verkümmerung. Wer teilt und sich hingibt, wird reicher – seine Lebensqualität steigt. Und dabei macht unser Teilen erst noch für mindestens einen weiteren Menschen auf dieser Welt einen Unterschied – vielleicht können wir damit sogar einem Kind in den Slums eine neue Lebensperspektive ermöglichen.

Was spricht eigentlich noch dagegen, sich gleich jetzt für einen Lebensstil der Grosszügigkeit zu entscheiden?

KONKRET

  • Radiosendung Danke sagen als Lebensstil (mit Georges Morand und Stefan Gerber)
  • Die Aktion Nacht ohne Dach vom Hilfswerk TearFund sensibilisiert junge Menschen für die Not in den Slums – und hilft zu teilen.
  • Dankbarkeit und Grosszügigkeit sind Wege ins Glück. Diese und weitere Wege ins Glück entdecken Sie in meinem neuen Buch Glück finden – hier und jetzt.
    Einfach verständlich präsentiert Stefan Gerber darin verblüffende wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Glücksforschung, gibt praktische Glücktipps («5 gute Taten pro Woche»), bestätigt einen da, wo man sich gut unterwegs fühlt – und zeigt, wo sich eine Neuorientierung empfiehlt.
    Stephan Lehmann-Maldonado, Chefredaktor UBS magazin
Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Kreative Demut

Coming up with a solution is a creative act.
Eine Lösung hervorzubringen ist ein kreativer Akt.
Ed Catmull (Präsident von Walt Disney and Pixar Animation Studios, am Global Leadership Summit 2015)

Neben den hochkarätigen Referaten zu Leadership- und Persönlichkeitsthemen zeichnet sich der Global Leadership Summit für mich auch durch die Geschichten von Führungspersönlichkeiten und die Begegnungen mit anderen Leaders aus. Was gibt es bessers, als das Gehörte am Abend in einer sympathischen Runde beim Nachtessen zu verarbeiten?! Gemeinsam über Umsetzungsschritte nachzudenken und mit spannenden Menschen ins Gespräch zu kommen, die man daheim sonst gar nie trifft. Dabei zu spüren, dass man nicht alleine ist, dass andere auch vor Herausforderungen stehen oder zu hören, wie sie diese gemeistert haben – das tut mir gut.

Ja, überhaupt inspirieren mich die Storys von Menschen, die etwas bewegt haben, die gescheitert sind – und wieder aufgestanden sind, vielmehr als noch so manches brillantes Fachreferat. Fehlt die eigene Praxis, fehlt die eigene harte Auseinandersetzung im Alltag, dann fehlt die Bodenhaftung. Das wirkliche Leben und Verhalten von Leaders spricht lauter und deutlicher als alle Worte, als jede hübsche Theorie.

Dazu gibt es eine eindrückliche Backstage-Story von Ed Catmull (Präsident von Walt Disney and Pixar Animation Studios). Nach dem Talk zwischen ihm und Bill Hybels traf dieser äusserst erfolgreiche Trickfilmemacher hinter der Bühne das Enkelkind von Hybels. Und was macht Catmull? Er kniet sich nieder um mit dem Jungen auf Augenhöhe sprechen zu können.

Dieses Zeichen der Demut spricht eine deutliche Sprache – und unterstützt, was der grossartige Kreativmensch kurz davor den 7’500 Zuhörern im Auditorium über Teamspirit und Kreativität sagte.

Leider habe ich auch schon das Andere erlebt: Leiter, die im Scheinwerferlicht einer grossen Bühne flotte Sprüche von sich gaben und sich hinter der Bühne ziemlich arrogant aufführten.

Was Catmull da schier im Verborgenen (hätte Hybels es später nicht auf der Bühne erzählt, wüsste es kaum jemand) tat, passt gut zu dem, wie Jesus mit den Kindern umgegangen ist. Dadurch, dass Jesus damals die „Geringsten“ zu sich heran liess und wohl sogar sein „Fachreferat“ unterbrach, unterstrich er nachdrücklich seine Botschaft der Liebe, Mitmenschlichkeit und Demut.

Vergessen wir also nicht – ob wir nun Führungspersonen sind oder nicht: Unser Verhalten spricht immer eine lautere Sprache als unsere Worte!

Und was den Talk mit Catmull am Leadership Summit angeht, hier noch einige Kerngedanken:

  • Kreativität erfordert Offenheit – nicht einfach immer dasselbe wiederholen! Darum brauchen wir Horizonterweiterung: Neues anschauen, kennen lernen.
  • Kraft von Storys: Geschichten sind die Art, wie wir kommunizieren – auf allen Ebenen: Familie, Schule, Organisationen, Firmen. Gute Storys berühren immer Emotionen. Storys verändern die Welt!
  • Feedback-Kultur bei Pixar:
    – Peer to Peer (Filmemacher zu Filmemacher)
    – keine Machtstruktur (Feedback ist kein Kündigungsgrund)
    – Vertrauen in Erfolg des anderen.
    – Interesse am Projekt – alle sollen gewinnen.
    – Zuhören
  • Fehler umarmen: Wir werden scheitern – so oder so – aber wir können unsere Organisation zu einem sicheren Ort machen, wo scheitern erlaubt ist.
  • Werten zuzustimmen ist der erste kleine Schritt. Bis sie leben, dauert es Jahre. Vertrauen kann man nicht bloss zustimmen. Vertrauen erntest du!

Ein Mensch kann viel erreichen, wenn seine Worte und sein Handeln zusammenpassen – als Führungsperson in Firma, Kirche oder Politik, aber auch als Mutter/Vater oder Freund.

 

KONKRET

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.