Kann man Gemeinschaft organisieren?

Gross zu sein, hat uns allerdings auch nicht immer gutgetan,
tut eigentlich keiner Kirche besonders gut.
Gottfried Locher (im Interview Protestanten sind Meister im Entzaubern)

Wir Menschen sind für die Gemeinschaft gemacht. Anders gesagt: Wir brauchen andere Menschen um uns positiv (weiter)entwickeln zu können.

Nun beschäftigt mich aber als Leiter einer unkonventionellen Kirche seit 15 Jahren die Frage, ob man Gemeinschaft organisieren kann. In vielen Kirchen wird der Wert der Gemeinschaft grossgeschrieben. Und darum beginnt man, Gruppen zu organisieren: Interessensgruppen, Hauskreise, Freiwilligenteams, Kleingruppen…

Meine Erfahrung dabei ist eher frustrierend als motivierend. Denn: Die beste Gemeinschaft erlebe ich immer wieder bei natürlichen Treffen mit Freunden – und nicht in organisierten Gruppen.

Ohne Organisation geht es nicht

Die Lösung scheint auf den ersten Blick naheliegend: Organisieren wir einfach nichts mehr. So verlockend das sein mag, so sehr gibt es auch da Gefahren: Einerseits sollen Kirchen und ähnliche „Gemeinschaften“ ein Ort sein, an dem auch Menschen getragen werden, die sonst durch die sozialen Netze fallen würden. Und zum Anderen braucht selbst eine lebendige Freundschaft ein Mindestmass an Organisation.

Wenn ich die Gemeinschaft mit meinen Freunden in Süddeutschland so sehr schätze, aber nie Zeit und Raum schaffe, um diese Freundschaft zu pflegen, bleibt es eine imaginäre Gemeinschaft. Freundschaften leben von gelebter Gemeinschaft – und nicht nur von der Idee, sich bei Gelegenheit einmal zum Essen zu verabreden. Und wenn es schon bei natürlichen Freundschaften nicht ganz ohne Organisation geht, wie viel mehr braucht es da organisatorisches Geschick, wenn Gemeinschaft in einer Kirche lebendig gehalten werden soll.

Institutionalisierung tötet Gemeinschaft

Nun ist aber genau das die grosse Kunst und Herausforderung: Sobald wir eine anfänglich vielleicht sehr lebendige Gemeinschaft, möglicherweise sogar entstanden aus einem spontanen Treffen, institutionalisieren, ist das Scheitern praktisch vorprogrammiert. Was einmal gut und inspirierend war, bleibt nicht automatisch durch unzähliges Wiederholen immer noch gut und inspirierend. Institutionalisierte Gemeinschaft nützt sich mit der Zeit ab.

Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich das obige Zitat von Gottfried Locher studierte. Institutionelle Grösse tut einer Kirche nicht wirklich gut. Oder stellt mindestens eine grosse Herausforderung dar. Denn: Je grösser eine Organisation ist, desto schwerfälliger wird sie als Institution. Und solche träge Institutionen werden es schwer haben, gelebte Gemeinschaft zu ermöglichen.

Gemeinschaft offen organisieren

Diese Woche bin ich über folgende Zeilen gestolpert. Aus meiner Sicht könnte das von Tony Jones vorgestellte Konzept ein guter Lösungsansatz sein, wie Gemeinschaft offen organisiert werden könnte:

Jones regt eine „Wikichurch“ an, also eine nicht hierarchisch strukturierte Glaubensgemeinschaft, zu der jede/r etwas beitragen kann. Konkret empfiehlt er die Organisationsstruktur des „open-source network“. Dabei tritt die gegenseitige Kommunikation ins Zentrum der Aufmerksamkeit. …

Freimütig räumt Jones ein, dass es bei einer solchen Organisationsstruktur zu Fehlern kommen kann (wie bei Wikipedia). Doch erscheint ihm die Gefahr der Erstarrung wie in den bisherigen Kirchen bedrohlicher.
(Quelle: Praktische Theologie, Christian Grethlein)

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Hamster oder Ente?

Der Erfolgreiche überprüft seine Begabungen und Fähigkeiten,
ehe er sein Ziel steckt.

Vera F. Birkenbihl

Letzten Sonntag durften wir einmal mehr mit unserem Impulsreferat Leben in Balance einen Anlass bereichern. Nach dem Referat kam jemand auf mich zu und fragte: „Was sind wir nun, Hamster oder Enten?“

In meinem Teil des Referates erklärte ich, dass das Leben viel mehr zu bieten hat als das Hamsterrad. Viel zu oft leben und arbeiten wir als Getriebene von unseren To-Do’s und den selbstauferlegten oder von einem Chef aufgebrummten Zwängen. Es ist Zeit, dass wir das Hamsterrad verlassen.

Meine Frau erzählte in ihrem Erfahrungsbericht die Geschichte vom Entchen. Die Ente kann schwimmen und gehen – oder besser: watscheln. Aber das andauernde Watscheln sorgt für wunde Füsse. Das bevorzuge Element des Entchens ist das Wasser. Und so gilt es auch für uns, der Frage nachzugehen, welches Element am besten zu uns passt.

Meine Stärken kennen

An einem Mitarbeitertreffen fragte ich gestern in die Runde: „Wo merkst du: ‚Das ist nicht mein Ding!‘?“ Und dann: „Wo erlebst du: ‚Hier blüh ich auf!‘?“ Das war eine interessante Gesprächsrunde und als eine Person erzählte, bei welcher Tätigkeit sie aufblüht, entwich einer anderen Mitarbeiterin ein herzhaftes „Ou nei!“. Das ist das Wunderbare an der Unterschiedlichkeit von uns Menschen: Nicht jeder blüht im selben Element auf. Was für mich nicht „mein Ding“ ist, kann für den anderen genau der Ort sein, an dem er so richtig aufblüht.

Soweit so gut. Die Herausforderung ist nur, seine Stärken herauszufinden, sie zu akzeptieren und dann Orte zu finden, wo man sich mit seinen Stärken einbringen kann. Wie gerne hätte ich in der Jugendzeit etwas mehr von den Stärken meines Freundes gehabt. Er konnte so gut mit (fremden) Menschen ins Gespräch kommen… Aber: Wenn ich sein will wie du und du sein willst wie ich, verlieren wir beide!

Gesucht: Chef, der meine Stärken fördert

Meine Einzigartigkeit kann ein Geschenk für die Welt sein. Vielleicht ist es eine Utopie, doch ich träume von einer Welt – auch von einer Arbeitswelt – in der Menschen ihre persönlichen Stärken und ihre ganz eigene Note einbringen können. Arbeitnehmer und Arbeitgeber in ihrem Element, weil sie das tun, was sie am besten können.

In seinem Buch Die Chef-Falle schreibt Jörg Knoblauch: „Immer wieder höre ich von Angestellten, die gekündigt haben, dass ihre Aufgabe ihnen eigentlich Freude gemacht hat. Aber ihre Chefs waren unerträglich. Mitarbeiter verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihren Vorgesetzten.“

Manchmal macht eine Aufgabe auch ohne guten Chef Spass. Doch ausgezeichnete Führungspersonen finden Aufgaben, die zu ihren Mitarbeitenden passen und diese zum Aufblühen bringen. Denn: Wenn wir nach unseren Stärken eingesetzt werden, erleben wir nicht nur persönlich mehr Freude, sondern auch der Betrieb als Ganzes profitiert.

 

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Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Wo Herzlichkeit beginnt

Glück finden wir, wenn wir vollständig eins sind mit jeder Einzelheit unseres Lebens, gleich, ob gut oder schlecht, nicht, indem wir direkt danach suchen.
Mihaly Csikszentmihalyi (in: FLOW – Das Geheimnis des Glücks) 

 

Letzte Woche habe ich hier mit dem Artikel Herzlichkeit leben ausgeführt, was die Luege, Lose, Loufe-Strategie mit Freundlichkeit im Alltag zu tun hat. Es ging darum, die Mitmenschen wahrzunehmen, ihre Anliegen ernstzunehmen und Engagement zu zeigen.

Doch eigentlich beginnt Herzlichkeit bei uns selbst. Das haben wir auch bei der erwähnten Schulung (siehe letzter Blogartikel) den Bergbahnmitarbeitenden aufgezeigt.

Warte – Ich trete authentisch auf

Die Luege, Lose, Loufe-Strategie habe ich natürlich in Anlehnung an die eingängigen Konzepte der Verkehrssicherheit entwickelt. Jedes Kind wird spätestens im Kindergarten mit „Luege, Lose, Loufe“ vertraut gemacht.  Als ich den passenden „Luege, Lose, Loufe“-Aufkleber bestellte, korrigierte mich der Verkehrspolizist eindringlich: „Warte – Luege, Lose, Loufe“.

Das hat etwas: Jede Strategie und sinnvolle Aktion, gerade auch im Umgang mit unseren Mitmenschen, beginnt beim Warten. Das heisst: Bei mir selbst. Bevor ich Herzlichkeit gegenüber dem Kunden ausstrahlen kann, muss ich in den Spiegel schauen:

  • Wie geht es mir?
  • Bin ich bereit, meinen Mitmenschen heute herzlich zu begegnen?

Ich bin allergisch auf aufgesetzte Freundlichkeit und auswendig gelernte Standardsätze. Ich will in meinem Gegenüber einen Menschen spüren. Unsere Herzlichkeit muss authentisch, also echt und ehrlich sein. Nicht jeder von uns ist ein Freund vieler Worte und wir sollen uns selbst bleiben. Die Art und Weise wie wir jemandem auch ohne Worte begegnen (Augenkontakt, Gesichtsausdruck) spricht für sich.

Wenn wir selbst unzufrieden sind, dann können wir nicht zufrieden wirken. Das geht nur, wenn wir auch gut zu uns selbst schauen – und nicht nur zu unseren Kindern, Eltern, Mitmenschen, Kunden… Es ist eine erschreckende Tatsache, die uns in unseren Seminaren und Coachings immer wieder begegnet: Aktive Menschen neigen dazu, den Lebensbereich Selbst (unbewusst) zu streichen und dabei langsam aber stetig auszutrocknen.

Ein guter, gesunder Umgang mit sich selbst ist für viele Menschen eine Herausforderung. Aber wenn wir Tag für Tag – im Kundenkontakt oder auch einfach in Familie und Gesellschaft – unseren Mitmenschen mit Herzlichkeit begegnen wollen, müssen wir regelmässig in den Spiegel schauen und ein mutiges Selbstgespräch führen:

  • Und wie geht es dir?
  • Bist du lebendig, voller Energie?
  • Was brauchst du, damit du mit Leidenschaft Herzlichkeit leben kannst?

Ob als Kunde oder als Freund – ich wünsche mir authentische Mitmenschen. Menschen also, die mir nicht Freundlichkeit vorgaukeln, sondern in ihrem Herzen wirklich freundlich zu sich und zu ihrer Umwelt sind. Authentisch heisst dann auch, dass nicht immer alles gut und super ist. Viel mehr hat es damit zu tun, auch seine Grenzen zu kennen und zu respektieren.

Ich wünsche mir Menschen, denen man anmerkt, dass sie mit sich selbst – mit ihrem Innenleben – in Kontakt sind. Denn das zeigt mir, dass ich es nicht mit „seelenlosen Dienstleistungsmaschinen“ zu tun habe.

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst“.

Herzlichkeit leben

Brigitte & Stefan Gerber alleine in der Gondelbahn

Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde sehen.
Mark Twain

Zum Startschuss in die Wintersaison erhielten wir letzte Saison vom Betriebsleiter einer Bergbahn eine schöne Anfrage: Er wünschte für seine 50 Mitarbeitenden im Skigebiet eine Herzlichkeitsschulung. So machten wir uns erwartungsvoll auf die Reise in die Innerschweiz und kamen nach abenteuerlicher „Selbstbedienungs-Gondelbahnfahrt“ an der Bergstation an, wo das Personal bereits versammelt war und nun von uns zu einem herzlichen Umgang mit den Gästen motiviert wurde.

Brigitte & Stefan Gerber alleine in der Gondelbahn

Herzlichkeit – oder mindestens Freundlichkeit – ist ein zentraler Wert im Dienstleistungssektor. Mark Twain hat recht, wenn er mit obigem Zitat unterstreicht, dass Freundlichkeit eine Sprache ist, die alle verstehen. Doch: Alle verstehen die Sprache der Freundlichkeit und trotzdem bekommt man – als Kunde, Gast oder auch einfach als Teil unserer Gesellschaft – hin und wieder den Eindruck, dass einige Zeitgenossen in der Sprache der Freundlichkeit nicht wirklich sprachgewandt sind. Der Schluss liegt nahe, dass zwischen Verstehfähigkeit und Ausdrucksfähigkeit ein Loch klafft.

Da dreiviertel von uns in irgendeiner Form im Dienstleistungssektor arbeiten und wir alle unabhängig vom Job mit anderen Menschen zu tun haben, können wir möglicherweise auch eine Herzlichkeitsschulung brauchen. Was haben wir also den Mitarbeitenden im Skigebiet mitgegeben? Wieder einmal bot sich unsere Luege, Lose, Loufe-Strategie an.

Luege – Ich nehme den Mitmenschen wahr

Der erste Schritt der Strategie ist so simpel, dass es schon fast peinlich ist, es erwähnen zu müssen: „Häreluege“ (Hinschauen) und wahrnehmen, dass da ein Kunde ist.
Es ist doch das Normalste, dass ich als Kunde davon ausgehen darf, dass ich im Restaurant vom Servicepersonal gesehen werde. Doch wie oft passiert es uns im Alltag, dass wir uns fast entschuldigen müssen, wenn wir etwas bestellen wollen?

  • Egal wo: Als Kunde ist mein erster Wunsch: Ich möchte wahrgenommen werden!

Und natürlich spielt genau dies auch eine wichtige Rolle in unserem alltäglichen zwischenmenschlichen Umgang: Wenn wir unseren „iDings“ mehr Aufmerksamkeit schenken als unserem realen Gegenüber, sollten wir dringend mit diesem ersten Schritt beginnen, aufschauen und feststellen: Ah, da gibt es ja noch echte Menschen – im Zug, in der Fussgängerzone, im Wohnquartier…

Lose – Ich nehme das Anliegen ernst

Hier geht es um die Analyse: Was sind die Bedürfnisse des Gastes? Im zwischenmenschlichen Umgang und in Freundschaften sprechen wir kaum von Analyse, doch das Prinzip gilt auch hier.

  • Mein zweiter Wunsch ist nämlich: Ich will gehört werden. Ich wünsche mir, dass mein Anliegen ernstgenommen wird.

Dabei müssen wir unser Gehör schulen. Richtig zuhören ist eine Kunst!

Loufe – Ich stellen den Kunden zufrieden

Jetzt ist unser lösungsorientiertes Handeln gefragt.

  • Mein dritter Wunsch ist schliesslich, dass ich als Kunde zufriedengestellt werde.

Auch wenn wir Freunde ganz bestimmt nicht als Kunden behandeln sollten, gelten auch da dieselben Prinzipien: Den Menschen wahrnehmen, seine Anliegen ernstnehmen und Engagement zeigen.

Doch eigentlich beginnt die „Luege, Lose, Loufe“-Strategie ganz an einem anderen Punkt. Darüber nächste Woche in meinem Blog.

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Gesucht: Sinnsucher

Sinn des Lebens:
etwas, das keiner genau weiß.

Jedenfalls hat es wenig Sinn,
der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

Peter Ustinov

Fehlende Sinnhaftigkeit ist eines der grössten Probleme unserer Zeit. Wer keinen Sinn erkennt in dem, was er tut, wird sich möglicherweise schneller als ihm bewusst ist, im Hamsterrad des Gestressten wiederfinden. Im Wirtschaftsteil der NZZ am Sonntag vom 5. Januar 2014 fand ich folgende spannende Aussage: „Roy Hitchman [Zürcher Berater und Headhunter] glaubt, dass nicht die Menge an Arbeit per se, sondern die mangelnde Sinnhaftigkeit und Qualität dieser Arbeit Stress und damit Burnouts und Erschöpfung hervorrufen.“

Genau dies erlebte auch eine Führungsperson, mit der ich kürzlich sprach. Toller Lohn, weltweite Reisen, grosse Verantwortung – und trotzdem erschien dieser Person die Arbeit immer sinnloser. Die Freude am Job war schon lange weg – was blieb, war der tägliche Kampf gegen die E-Mail-Flut. Körperliche Symptome wie Konzentrationsstörungen und eine bislang unbekannte Unlust auf soziale Kontakte waren die Folgen einer ungesunden Arbeits- und Lebensweise.

Sinn ist der Treibstoff in unserem Leben: Wenn wir in unserem Tun und Sein kein übergeordnetes Ziel, keine Bedeutung, die ausserhalb von uns liegt, entdecken können, wird das Leben ein mühsamer Kampf und Krampf wie das Autofahren ohne Treibstoff.

Sinn im Leben

Darum lohnt es sich, die Notbremse beim Hamsterrad zu ziehen und einmal weg vom Alltagstrott über sein eigenes Leben nachzudenken.

  • Erlebe ich das, was ich tue, als bedeutungsvoll?
  • Lebe ich meine Berufung? Was ist meine Berufung?
  • Was gibt mir Halt im Leben?
  • Warum tue ich, was ich tagtäglich tue?
  • Was hat für mich wirklich Bedeutung?
  • Wie wichtig bin ich mir selbst?
  • Wie wichtig sind mir andere Menschen (Familie, Freunde)?
  • Wie wichtig ist mir Gott?

So wichtig für unser Wohlbefinden die Frage nach dem Sinn auch ist, so sehr bleibt das Nachdenken darüber oftmals auf der Strecke. Wie besingt es Tim Bendzko doch so trefflich: „Muss nur noch kurz die Welt retten, danach flieg ich zu dir. Noch 148 Mails checken wer weiß was mir dann noch passiert denn es passiert so viel.“ Unser Aktivismus hält uns ganz schön auf trab – wie sollen wir da noch Zeit haben, nach dem Sinn unseres Tuns zu fragen?

Und wenn wir uns tatsächlich die Zeit nehmen und uns einen Moment der Ruhe und des Reflektierens gönnen würden – wie beginne ich eigentliche damit? Während für die Eine ein leeres Tagebuch eine Einladung zum Nachdenken über die Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens ist, werden diese weissen Seiten für den Anderen eine glatte Überforderung. Die Stille und die blosse Anwesenheit des Selbsts kann erstmal bedrohlich wirken. Der Wert eines einsamen Spaziergangs muss erstmal entdeckt werden, bevor wir uns wagen, uns mit uns selbst auf die Reise zu begeben.

Wer sich vorerst mit der Sinnfragen nicht sich selbst überlassen möchte, findet im Internet ein sehr tolles Einsteigertool: Die Umfrage Sinn des Lebens führt mit einem Selbsttest durch sechs Themengebiete à drei Fragen.

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Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Gemeinsam packen wir's!

Oh, I get by with a little help from my friends
Mm, I get high with a little help from my friends
Mm, I’m gonna try with a little help from my friends
The Beatles (With A Little Help From My Friends) 

Als ich über den Umstand nachdachte, dass jetzt, Mitte Januar, schon wieder die meisten Neujahrsvorsätze gescheitert sind, kam mir dieser Beatles Song in den Sinn. Mir ist vor allem die Joe Cocker Version von Whit a little help from my friends bekannt. Der Song handelt von verschiedene Lebenssituationen und mündet immer wieder in den oben zitierten Refrain, der uns daran erinnert, dass wir es gemeinsam schaffen können: „Oh, ich schaff’s mit bisschen Hilfe meiner Freunde. Mm, fühl mich gut mit etwas Beistand meiner Freunde. Mm, sollte es probieren mit ein wenig Unterstützung meiner Freunde.“

Damit unsere Vorsätze und Ziele nicht schon im Vornherein zum Scheitern verurteilt sind, sehe ich vor allem zwei Schlüssel, die uns die Tür zum Erfolg öffnen können:
1. Motivierende Ziele
2. Kraft der Gemeinschaft

Ziele, die uns motivieren und Freunde, die uns anfeuern

Ganz viele Vorsätze und Ziele – wahrscheinlich sind es die meisten – sind nicht wirklich motivierend. Entweder sind sie uns von einem Chef ohne unsere persönliche Mitsprache überstülpt worden, oder aber sie sind auf Defizite fokussiert. Und wenn ich mich gedanklich mit dem beschäftige, was nicht gut ist, motiviert mich dies nicht gerade spürbar. „Ich muss die überzähligen Kilos verlieren!“ oder: „Ich will mich im neuen Jahr unbedingt mehr bewegen!“ sind alles gut gemeinte Vorsätze, aber sie führen uns kaum ans Ziel, weil sie nicht motivierend sind.

Das mit der Motivation ist etwas komplizierter. Die intrinsische Motivation (also die Motivation, die wir quasi in uns tragen) ist unheimlich stark und zu vielem fähig – selbst bei widrigen Umständen, doch ihre Charakteristik ist eben gerade, dass man sie nicht aufzwingen oder durch gutes Zureden heraufbeschwören kann: Intrinsische Motivation hat mit dem zu tun, was uns aus eigenem Antrieb motiviert. Nicht weil es andere gut finden, nicht weil es im Trend ist, nicht weil der Verstand es uns sagt.

Der zweite Schlüssel ist etwas einfacher – und lässt sich daher wie gesehen auch gut in einen Song verpacken: Wenn ich es nicht alleine versuche sondern mir Unterstützer zur Seite stelle, steigen die Chance zum erfolgreichen Umsetzen eines Zieles in die Höhe. Ganz nach dem Motto: „Was ich alleine nicht schaffe, schaffen wir gemeinsam.“ Schon nur einem Freund die eigenen Ziele und Vorsätze bekanntzugeben, ist sehr kraftvoll. Wenn wir ihn dann auch noch bei der Umsetzung einbeziehen können, ist der Erfolg schon fast greifbar.

Während der pauschale Vorsatz „Mehr Sport“ für mich keine intrinsische Motivation enthält, motiviert mich die Möglichkeit, Unihockey zu spielen sehr. So habe ich mich vor etwa einem Jahr einer Gruppe angeschlossen, in der wir uns wöchentlich zum gemeinsamen Spiel treffen. Nun kann ich beide Schlüssel zum Erfolg kombinieren und die Kraft der Gemeinschaft sowie die intrinsische Motivation nutzen, um mich mehr zu bewegen.

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Männer brauchen Punkte

Das Spiel ist das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen.
Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt.
Peter Bamm

Nach acht Jahren Erziehungserfahrung bei je einem Mädchen und einem Buben sei es mir erlaubt, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen: Gender Debatte hin oder her – einen Buben gross zu ziehen ist etwas völlig anderes, als ein Mädchen ins Erwachsenenleben zu begleiten. Natürlich ist meine „Versuchsgruppe“ nicht repräsentativ und neben Geschlecht spielen auch die unterschiedlichen Charakterzüge unserer Kids eine sehr grosse Rolle.

Und doch: Wettbewerb spielt für meine Tochter keine Rolle. Sie zieht ihr Ding durch – egal, ob sie jemand damit beeindruckt oder ob sie sich damit gerade unbeliebt macht. Da können Förderprogramme noch so ausgefeilt sein: Wenn sie nicht will, will sie nicht. Aber wehe, wenn sie will – da kann ganz schön die Post abgehen.

Bei Janosch ist das eindeutig anders: Alles ist ein Wettbewerb. Kürzlich zählte er sogar die Buchstaben zweier Wörter, um dann das kürzere zu gebrauchen. Oder beim Lesen: Das ist grundsätzlich noch nicht so sein Ding. Aber Dank dem online Programm Antolin – Mit Lesen punkten! ist auch er zu motivieren. Und so kann er innert kürzester Zeit sehr zielbewusst lesen, nur um die 100er Marke zu erreichen.

Alles wird zum Spiel

Der oben zitierte deutsche Schriftsteller Peter Bamm (1897 – 1975) mag es richtig erkannt haben: Für uns Männer hat das Spiel eine unheimlich hohe Faszination. Man könnte auch sagen: Punkte sind alles.

Vom Sport über die Börse bis zum Einkauf im Grossverteiler: Das (Männer)Leben dreht sich ums Spiel mit den Punkten. Seit es Cumulus gibt, gehe auch ich gerne einkaufen. Das Ziel ist klar: Mit möglichst wenig Geld, das Maximum an Punkten sammeln.

Es ist offensichtlich: Wir Männer leben von Punkten. Und darum ist es nichts als logisch, dass wir auch versuchen bei den Frauen zu punkten. Gibt es etwas Schöneres als die Erfahrung, einen Punkt der Anerkennung bei der eigenen Frau gewonnen zu haben? Natürlich schmeichelt es uns auch, wenn wir bei einer fremden Frau gut ankommen und offensichtlich punkten können. Ich finde es jedoch befriedigender (und nicht selten auch herausfordernder) immer wieder bei der eigenen Frau zu punkten: Sie kennt mich mit all meinen Sonn- und Schattenseiten, bei ihr kann ich nicht mit den immer gleichen Dingen punkten, das nützt sich ab. Da ist schon etwas mehr Fantasie und Kreativität gefragt.

Darum, liebe Männer: Es ist völlig okay, dass wir so scharf auf Punkte sind – so sind wir scheinbar geschaffen. Nur eines gilt es zu bedenken: Sammeln wir die Punkte dort, wo es sich wirklich lohnt und hüten wir uns davor, bei fremden Frauen einen höheren Punktestand zu haben als bei der eigenen! Strengen wir uns ruhig etwas an, um die eigene Frau immer wieder aufs Neue für uns zu gewinnen!

Und an unsere lieben Frauen: Wir Männer sind einfache Wesen, wir brauchen nur hin und wieder etwas Respekt und einige Punkte der Anerkennung. Bitte gebt uns doch immerhin das Gefühl, als wären wir die Besten!

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Meinen Nordstern leuchten lassen

Nur wer sein Ziel kennt,
findet den Weg.

Laozi

Langsam aber sicher verabschieden sich die Festtage und wir starten wieder in den Arbeitsalltag. Spätestens am Montag wird es für die allermeisten wieder losgehen. Damit sich nicht einfach ein weiteres Dienstjahr ans letzte reiht und wir in unreflektierter Routine bloss das tun, was wir schon immer getan haben, lade ich mit diesen Zeilen zu einem Zwischenhalt an der Schwelle zum neuen Arbeitsjahr ein.

Vielleicht haben Sie sich einen dieser beliebten Neujahrsvorsätze („Mehr Bewegung!“) gefasst und wollen es mindestens in einem Bereich etwas besser machen als im letzten Jahr. Die meisten dieser Vorsätze sind erstens schwer einzuhalten (Gründe dazu gibt es viele: Von zu wenig konkreten Zielen über falsche Strategien bis dahin, dass wir es gar nicht wirklich wollen.) und betreffend zweitens vor allem unser Privatleben.

Darum die Frage: Haben Sie sich schon Gedanken dazu gemacht, was Ihnen das Arbeitsjahr 2014 bringen soll? Ich meine jetzt nicht die Jahresziele, die Ihnen Ihr Chef bestimmt schon in einer der vielen Mails oder im letzten Bulletin kommuniziert hat. Diese Ziele können auch gut, hoffentlich hilfreich und im besten Fall ein gesunder Ansporn sein. Doch die Frage ist: Welche beruflichen Ziele haben Sie persönlich? Eine Weiterbildung? Vermehrt die eigenen Stärken einbringen können? Ein Jobwechsel? Mehr Verantwortung? Oder: Weniger Verantwortung dafür mehr Zeit für die Familie?

Oder: Die persönliche Berufung finden?

Darf man von seinem Job mehr als bloss Geld als Gegenwert für die geleistete Arbeit erwarten? Ich finde: Ja, unbedingt! Eine Kolumne von Seraina Rohrer, Direktorin der Solothurner Filmtage, in der NZZ am Sonntag (29. Dezember 2013) suggeriert etwas anderes. Zwar finde ich gut, wenn hier vor einer Überidentifikation mit dem Job gewarnt wird, jedoch finde ich es schade, wenn daraus eine Arbeit ohne Selbsterfüllung resultiert.

Es gibt drei Möglichkeiten, wie wir unsere Arbeit sehen können: Arbeit als Job (Arbeitskraft gegen Geld), Arbeit als Karriere (Arbeitskraft gegen Beförderung) und Arbeit als Berufung (Arbeitskraft als Teil unserer Mission). Wer seine Arbeit als Berufung ausleben möchte, muss demnach zuerst herausfinden, was seine persönliche Mission ist.

Die eigene Vision und Mission werden so zum persönlichen Nordstern. Wer diesen Nordstern für sich definiert hat, kann ihn im Alltag (beruflich wie privat) leuchten lassen und seinen Kompass regelmässig daran ausrichten. Und so wird aus der Arbeit mehr als ein Job, auch mehr als ein weiterer Sprung auf der Karriereleiter. Die Arbeit wird zu einem wichtigen Teil eines aufblühenden Lebens.

Zu meinem Nordstern gehört, dass ich Hoffnung verbreiten will. Und darum liebe ich es, andere darin zu unterstützen, mit dem LiB-Kompass ihren eigenen Nordstern zu entdecken.

Jobben Sie noch oder leben Sie schon Ihre Berufung?

 

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Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Das vergessene Geschenk – oder: Der Deko.-Jesus

Das vergessene Geschenk - Jesus dient nur noch als nette Deko.

Ich soll zu einer Krippe werden,
damit Gott ‪als Kind in mir Mensch wird
und andere ihn in mir finden.
Andreas Malessa

Diese Woche schaute ich mir zusammen mit meiner Frau einer dieser schönen Weihnachtsfilme an. Es war wirklich ein sehr schöner, berührender Film über Menschen eines Hauses. Gemeinsam war dieser unterschiedlichen Menschengruppe – Junge und Alte, Verliebte und Getrennte, Geschäftige und Einsame -, dass jeder der Bewohner auf seine Art statt weihnächtlicher Vorfreude kurz vor dem Fest der Liebe leidvolle Momente durchlebte. Jeder ging seines eigenen, schmerzvollen Weges. Bis zu diesem einen Zwischenfalls, der alles veränderte. Und plötzlich sassen all die unterschiedlichsten Bewohner gemeinsam in einem Wohnzimmer um einen Baum versammelt. Verhärtete Herzen weichten sich auf, das Weihnachtsfest wurde tatsächlich zu einem Fest der Liebe.

Zugegeben, man mag solche emotionalen Storys oder man findet sie einfach nur kitschig und vorhersehbar. Mich hat die Geschichte berührt, weil sie zeigt, was möglich wird, wenn wir auf einander zugehen und miteinander, statt neben- oder gar gegeneinander, unterwegs sind. Eine sehr starke, hoffnungsvolle Botschaft.

Das vergessene Geschenk - Jesus dient nur noch als nette Deko.
Das vergessene Geschenk – Jesus dient nur noch als nette Deko.

Leider hat aber etwas gefehlt: Das Kind in der Krippe. So wertvoll eine humanistische Weihnachtsbotschaft sein mag, wenn wir das Kind in der Krippe zur Weihnachts-Deko. herabstufen, können wir das wahre Geschenk von Weihnachten nicht erfahren!

Gott wird Mensch

Chris von Rohr forderte vor einigen Jahren „Meh Dräck!“ und brannte diesen Ausruf damit ins nationale Kollektivgedächtnis. Doch lange vor von Rohr sagte sich Gott genau dasselbe: „Wenn wir wirklich hoffnungsvoll und nachhaltig die Beziehung zu und unter den Menschen verbessern wollen, müssen wir selbst im Dreck des irdischen Lebens geboren werden.“ Und so kam es zum für uns Menschen nie vollständig erklär- und verstehbaren Weihnachtsgeheimnis: Gott wurde Mensch. Als Kind in der Krippe begann diese Mission, die von den Engeln als erstes den Hirten auf dem Feld verkündet wurde: „Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!“

Genau das ist das grösste, aber so oft vergessene, Geschenk von Weihnachten: Gottes Liebe ist so gross, dass er sich in Jesus erniedrigt und sich in die dunkelsten Ecken der Menschheit begibt. Angefangen in einem übel riechendem Stall als frohe Botschaft, die zu allererst den am Rand der Gesellschaft Stehenden, den Hirten, verkündet wurde, und von dort aus Kreise ziehend bis zum hintersten Winkel dieser Welt weitergetragen wurde: Es gibt Hoffnung im „Dräck“. Das Leidvolle hat nicht das letzte Wort. Frieden ist uns geschenkt, Versöhnung ist jetzt möglich – Versöhnung mit Gott, Versöhnung unter den Menschen, Versöhnung mit mir selbst – ja, Versöhnung mit dem Leben und all seinen schönen und schwierigen Facetten.

Darum: Degradieren wir bitte dieses Kind in der Krippe nicht zum Deko.-Jesus – an Weihnachten nicht und an allen anderen Tagen in unserem Leben nicht!

Fröhliche Weihnachten!

 

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Erfahrungen schenken

Luxus ist in der heutigen Gesellschaft nicht mehr Geld,
sondern Zeit und Raum.
Urs Wehrli (von Ursus & Nadeschkin)

Was schenken Sie Ihren Lieben zu Weihnachten? Und welche Geschenke würden Sie besonders erfreuen?

Gestern kriegte ich mehrere Weihnachtskarten und Firmenmailings zum Jahresende. Der elektronische Gruss einer Tourismusregion blieb besonders hängen:

Das große Fest ist nicht mehr weit,
man wünscht sehr viel in dieser Zeit.
Man wünscht Karriere, Gewinne und viele Gaben,
obwohl die meisten alles schon haben.
Darum wünschen wir Dir und Deinen Lieben,
unvergessliche, schöne Momente
und inneren Frieden.

Dass mir ein Tourismusgebiet inneren Frieden wünscht, hat mich besonders erstaunt. Aber danke, ich arbeite daran (und lass mich zu Weihnachten nicht nur gerne von meinen Mitmenschen beschenken, sondern auch vom himmlischen Schenker).

Doch zurück zur Frage, was wir uns eigentlich gegenseitig schenken zu diesem Fest der Liebe. Wünschen wir uns Gaben, die wir bereits haben? Natürlich stimmt es nicht, wenn da in diesem Weihnachtswunsch aus meinem Lieblingsskigebiet steht, dass „die meisten alles schon haben.“ Denn, nach dem „4s“ wäre ja wohl einmal eine Aufrüstung auf das „5c“ angebracht, oder?

Nun, alles haben wir tatsächlich nicht. Aber fehlen tut uns wohl doch nicht das „5c“. Da trifft es Urs Wehrlin im Zitat oben ganz passend: Luxus ist heute Zeit und Raum. Na bitte, dann schenken wir uns doch gegenseitig etwas Luxus! Und zwar Luxus, der nicht noch mehr Abstellfläche, Steckdosen oder einen zusätzlichen Kleiderschrank braucht.

Luxus für mich

Darf man zu Weihnachten eigentlich auch sich selbst beschenken? Sicherschon! An Weihnachten ist auch das neue Jahr nicht weit und statt sich wiedermal mit unspezifischen Neujahrsvorsätzen etwas vorzumachen, beschenken wir uns besser schon zu Weihnachten ganz konkret: Raum und Zeit für neue Erfahrungen für mich selbst. Was stand schon lange auf Ihrer Wunschtraumliste und wurde nie konkret? Warum beschenken Sie sich nicht mit der Konkretisierung dieser Idee?

Luxus für uns beide

Was kann mein Partner wirklich gut gebrauchen? Die NZZ am Sonntag gab letzte Woche folgenden Tipp (Die wichtigsten Schenk-Regeln): „Wer 40 Sekunden in sich und erst danach in den Laden geht, hat gewonnen.“ Vielleicht lohnt es sich auch, noch etwas länger nachzudenken: Welche gemeinsame Erfahrung täte uns im nächsten Jahr besonders gut? Was kann ich schenken, das uns als Paar stärkt?

Luxus für uns alle

Und schliesslich: Was ist der Luxus, den wir uns als Familie schenken? Oder: Wie könnte ich meine Lieben im Familien- und Freundeskreis sinnvoll beschenken? Ich freu mich ganz fest auf kommenden Sonntag, dann lösen wir nämlich unser inzwischen traditionelles Familien-Weihnachtsgeschenk ein: Wenn das strengste Quartal des Jahres geschafft ist, feiern wir dies zusammen mit einem Besuch im Theater und einem feinen Essen im Restaurant. Das ist unser Luxus.

Was zählt, ist die Erfahrung, nicht austauschbarer Materialismus.

 

Schenken Sie Erfahrungen – wir helfen Ihnen dabei!

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.