Mehr Zeit

Es gibt nichts, wofür man Zeit findet.
Wenn man Zeit haben möchte,
muss man sich welche schaffen!
Leopold von Ranke

Diese Woche durfte ich für ein Verwaltungsteam einen Motivationstag Mehr Zeit durchführen. Doch eigentlich war schon der Titel dieser Personalschulung eine (bewusste) Mogelpackung.

Unsere Zeit vermehren – das funktioniert nur in den Märchen. Wir haben nun mal nicht mehr als 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. In dieser Hinsicht ist die Zeit etwas sehr Gerechtes: Jeder hat 60 Minuten Zeit pro Stunde.

Die grosse Frage ist: Wie nutzen wir die uns zur Verfügung stehende Zeit? Und genau da setzte ich an diesem Motivationstag Mehr Zeit an: Wir können nicht zusätzliche Zeit kaufen, aber wir können die vorhandene Zeit sinnvoll und verantwortungsbewusst nutzen.

Dabei geht es mir weniger um die ausgeklügelten Techniken, wie wir noch mehr in unsere Tagesplanung quetschen können. Diese Zeitspartipps sind zwar sehr wesentlich und können eine grosse Hilfe sein. Und natürlich haben wir uns am besagten Motivationstag ausführlich damit beschäftigt. Doch bevor wir mit immer besseren Techniken in immer grösseren Aktivismus ausbrechen, gilt es ganz grundsätzlich über die Zeit nachzudenken:

  • Unsere Einstellung zur Zeit ist matchentscheidend.
  • Der Kompass ist wichtiger als die Uhr.
  • Jeder verschwendet ab und an Zeit.

Unsere Einstellung

In seinem grundlegenden Zeitmanagementbuch Das neue 1×1 des Zeitmanagements schreibt Lothar Seiwert: „Erfolgreiches Zeitmanagement hängt mehr von der richtigen Einstellung und konsequentem Verhalten ab als von ausgefeilten Techniken und trickreichen Mehtoden.“

Beginnen wir also damit, eine positive Einstellung zur Zeit zu gewinnen. Nicht: „Ich habe keine Zeit!“ sondern: „Wie will ich meine Zeit gestalten?“.
Der Blick soll nicht auf das gerichtet sein, was wir alles nicht schaffen können, sondern bewusst auf das gelenkt werden, was wir wirklich schaffen wollen. Die richtige Motivation ist auch hier entscheidend: Ist es nicht erstaunlich, was wir alles an einem Tag schaffen, wenn wir wirklich wollen? Auf der anderen Seite gibt es auch Tage, an denen eigentlich schon beim Aufstehen klar ist, dass wir heute zu nichts Zählbarem in der Lage sein werden.

Der Kompass

Es ist eines meiner Lieblingsthemen und darüber habe ich in meinem Blog schon oft geschrieben: Wer seine Ziele kennt, kommt im Leben viel zufriedener und effektiver voran. Die Uhr ist gnadenlos und zeigt uns jede verflossene Stunde an. Doch der Kompass hilft uns, immer wieder zu kontrollieren, ob uns der eingeschlagene Weg ans avisierte Ziel führen wird.

Weiterführende Artikel zum Thema Kompass:

Zeitverschwendung

Als junger, visionärer Projektleiter wollte ich alles richtig machen: Ich las die Zeitmanagement- und Leadership-Bücher und wollte die vorgeschlagenen Techniken umsetzen, wollte meine Projekte und meine Tage durchorganisieren und optimal planen. Aber irgendwie war das frustrierend.

Warum? Ich bin nicht der „Buchhalter-Zeittyp“. Das heisst: Ich kann nicht genau budgetieren, wie viel Zeit ich für einzelne Tätigkeiten brauchen werde. Und noch fast weniger kann ich mich an einen genauen Plan halten. Das schränkt meine Kreativität und mein visionäres Potenzial ein.

Ich habe aufgegeben, die hochgepriesenen Techniken eins zu eins zu übernehmen. Hilfreiche Tools nehme ich gerne in Anspruch – wenn sie zu meinem Zeittyp (der Jongleur) passen und wirklich eine Erleichterung sind. Es geht ja nicht um die Technik, sondern dass wir unsere Mission erfüllen.

Inzwischen hab ich mich damit versöhnt, dass ich nicht jeden Tag zu aussergewöhnlichen Leistungen fähig bin. Ich will in einem gesunden Rhythmus leben und auch mal Zeit verschwenden dürfen. Meine Erfahrung ist: Zeit verschwenden, heisst manchmal auch Zeit gewinnen. In der Hektik des durchorganisierten Tages kommen mir nicht die besten Ideen. Aber vielleicht, wenn ich mit meinem Sohn am Rollhockey spielen bin…

 

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichArbeit“.

Gekonnt Scheitern

Auch wenn dein Leben gerade einem Scheiterhaufen ähnelt,
vergiss nicht: Es steckt ein unglaubliches Potenzial darin!

Stefan Gerber

Unser Leben stellen wir uns gerne als starken, mächtigen Baum vor. Da ist auch nichts verkehrtes dran: Ein Baum, der gut verwurzelt ist, weiss, aus welcher Quelle er schöpft, blüht und Frucht bringt, ist etwas Wunderbares und wird schon vom Psalmist besungen.

Doch unser Versagen führt dazu, dass vom grossen, starken Baum nicht mehr viel übrig bleibt. Bei meinem letzten Stille-Spaziergang durch den Wald kam mir dazu folgendes Wortspiel in den Sinn: Unser Versagen ist wie „dr starch Boum versage“ (Baum zersägen). Übrig bleibt nur noch ein Scheiterhaufen. Auch da gibt es wieder ein Wortspiel: Unser Scheitern führt zu einem Scheiterhaufen.

Doch das muss nicht das Ende sein, im Gegenteil! Genau hier liegt ein grosses Potenzial. Irgendeinmal kommt der Winter und dann können wir, im Bild gesprochen, aus dem Scheiterhaufen ein Feuer machen das andere wärmt. Mit unserer Geschichte werden wir anderen zur Ermutigung, zur Unterstützung, werden wir zu Nahbaren und solchen, die wirklich Verständnis zeigen und Anteil nehmen können.

Und so kann unsere Schwachheit zur Stärke werden. Vielmehr als wir es möglicherweise für andere wären, wenn wir ein stolzer, starker und übergrosser Baum sind. Ein Baum, der alle anderen überragt, wird unantastbar. Ein Scheiterhaufen hat das Potenzial, für andere zum wärmenden Feuer und zum richtungweisenden Licht zu werden.

Was es dazu braucht? Der Scheiterhaufen, die einzelnen Holzstücke, müssen selbst in Kontakt mit dem Feuer kommen, sie müssen sich anzünden lassen. Für mich ist dieses Feuer, diese Energie, Jesus. Wie es im Bibelspruch des Jahres zugesagt wird, kann der Sohn Gottes unsere Schwachheit in Stärke verwandeln: “Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.” (Jesus Christus in der Bibel, 2. Korinther 12,9)

Wenn wir uns mit Gottes Hilfe mit unserem Leben und unserem Scheitern versöhnen, steckt in diesem „Scheiterhaufen“ ein riesiges Potenzial: Gottes Kraft kann durch uns zum Segen für andere werden. Oft ist es doch so: Niemand kann Leidende so gut unterstützen, wie solche, die selbst durch dieses dunkle Tal gegangen sind.

Unser Versagen kann zur Stärke werden. Und: Wir Menschen haben, besonders in schwierigen Momenten, lieber ein wärmendes Feuer als grosse, perfekte Bäume, die uns einschüchtern.

 

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichSpiritualität“.

Versöhnt leben

Die Frage des Friedens ist nicht zuerst eine Frage an die Welt,
sondern für jeden an sich selbst.

Karl Jaspers

„U i ha fasch aues gha vo däm woni tröimt ha. Bimene Häärli ömu…“, sagt Dällbach Kari im Film Eine wen iig. (Und ich hatte fast alles gehabt, wovon ich träumte. Beinahe jedenfalls.)

Träume im Leben sind wichtig, aber nicht alle Träume werden in Erfüllung gehen. Unsere Lebenszufriedenheit und unser Erfolg im Alltag hangen stark davon ab, wie wir mit unseren unerfüllten Träumen umgehen.

Ich denke an eine junge Frau, die bei mir in der Beratung war. Ihr Lebenstraum, früh zu heiraten und ein junges Mami zu sein, hatte sich nicht erfüllt. Sie kann jetzt ein Leben lang dem unerfüllten Wunsch nachtrauern und sich vielleicht sogar als Versagerin fühlen. Doch wenn sie den weiteren Lebensweg positiv und mit Freude gestalten will, muss sie unbedingt Möglichkeiten finden, sich mit der Situation zu versöhnen.

Der Weltfriede beginnt im Herzen jedes Einzelnen. Wenn ich dieser Welt Frieden wünsche, stellt sich die Frage nach dem Frieden in mir selbst. Gelingt es mir, trotz zerbrochenen Träumen und unerfüllten Wünschen mein Leben positiv zu gestlaten und jedem meiner Tage etwas Gutes abzugewinnen?

Leben im Jetzt

Wie Dällebach Kari im Kinofilm stehen wir in Gefahr, in unserer Vergangenheit stecken zu bleiben. Wir trauern einer bestimmten Zeit in unserem Leben nach oder verharren in der Enttäuschung, dass etwas nicht so gekommen ist, wie wir uns das gewünscht hätten. Die Liste der möglichen Früste aus der Vergangenheit ist lang: unerfüllter Berufswunsch, unglückliche Liebe, zerbröckelte Visionen, gescheiterte Projekte, zerplatzte Träume, zerbrochene Freundschaften…

Wer in der Vergangenheit stecken bleibt, wird im Jetzt nicht glücklich. Was kann ich also tun, um bewusst im Jetzt zu leben und mich mit meinem Leben zu versöhnen?

  • Enttäuschungen nicht unterdrücken!
    Zerplatzte Träume bewusste wahrnehmen und nicht verdrängen.
  • Situation reflektieren! 
    Über Vergangenes nachdenken, Enttäuschungen in die Augen schauen und „Frust vom Leib schreiben“, z.B. in einem Tagebuch.
  • Vergangenheit verabschieden!
    Unerfüllte Träume bewusst innerlich loslassen, vielleicht sogar mit einer symbolischen Handlung („Traum beerdigen“).
  • Zukunft gestalten!
    Wenn die alten Träume losgelassen sind, wird Energie frei, um neue Träume anzupacken.

Ich möchte nicht Opfer meiner Lebensumstände, meiner zerplatzten Träumen und meines Scheiterns sein. Dass wir unser Leben immer wieder aktiv gestalten und unseren Blick vorwärts richten können, das wünsche ich mir und allen Menschen.

Manchmal brauchen wir dazu die Unterstützung eines Partners, eines Freundes, von einem Coach oder das geführte Nachdenken über unser Leben in einem entsprechenden Seminar. (Allen Frauen kann ich zu diesem Thema das nächste Timeout-Weekend für Frauen empfehlen.)

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichSelbst“.

 

Eine wen iig – dr Dällebach Kari

Viele Menschen sind nur deshalb einsam, weil sie Dämme bauen statt Brücken.  Maurice Chevalier (1888-1972)

Gestern abend sass ich in der Premiére des neuen Kinofilms des Oskarpreisträgers Xavier Koller. Eine wen iig, dr Dällebach Kari ist ein sehr schöner und berührender Film. Da meine Tochter und ich als Statisten dieses Filmes mitwirken durften, war der gestrige Kinobesuch natürlich sehr speziell: Erwartungsvoll lehnten wir uns im Sessel zurück, nur um jedesmal schier aufzuspringen, wenn einer von uns für einen Sekundenbruchteil im Bild zu sehen war…

Die Geschichte berührt: Ein Mensch, der aufgrund einer Missbildung mit sich und dem Leben hadert. Eine Liebe, die ums Überleben kämpft, weil es sie in dieser Form gar nicht geben dürfte. Ein Kampf zwischen Hoffnung, Minderwertigkeit und Mutlosigkeit.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=1WQpdH00Aqo[/youtube]

Der lohnenswerte Kinobesuch ist eine Zeitreise in die Stadt Bern vor ungefähr 100 Jahren. Zurück im Jetzt begegnen uns jedoch überall Menschen, die genauso wie Kari mit Einsamkeit zu kämpfen haben. Der Kampf zwischen Hoffnung, Minderwertigkeit und Mutlosigkeit scheint mir in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Ob wir uns, wie Kari, durch eine Missbildung, weil uns „Du reichst nicht!“ eingetrichtert wurde oder aufgrund unserer Begrenztheit minderwertig fühlen, spielt keine grosse Rolle. Tatsache ist: Selbst Menschen, die äusserlich alles haben und im Gegensatz zu Kari von der Gesellschaft hochgejubelt werden, haben in ihrem Innersten nicht selten mit Minderwertigkeit zu kämpfen. Und dieses Gefühl, nicht zu genügen, führt uns in die eine oder andere Form der Isolation, in die Einsamkeit.

Welche Antwort haben wir auf die Not der Einsamkeit in unserer Gesellschaft? Es muss mehr geben als Facebook und 24h Unterhaltungsangebote. Mehr als das beliebte „Sich-im-besten-Licht-Präsentieren“ in der Gemeinschaft, sozialen Netzwerken oder Talent-Shows. Das erlebt auch der Kari Dällebach im Kinofilm: Auch nach einer Operation seiner Lippen-Gaumen-Spalte kämpfte der „innere Mensch“ immer noch mit Minderwertigkeit. Vielleicht bewirkt das „Polieren unserer Fassade“ sogar das Gegenteil vom Gewünschten: Wer will schon einen „Hochglanz-Menschen“ zum Freund?

Die Dämme, die wir bauen (Zitat von oben: Viele Menschen sind nur deshalb einsam, weil sie Dämme bauen statt Brücken. Maurice Chevalier.), sehen ganz unterschiedlich aus: Der bewusste Rückzug in die Einsamkeit und das Meiden von Gemeinschaft mit anderen, gehören genauso dazu wie die unechte Imagepflege (etwas vorgeben, das gar nicht ist) oder das übertriebene Brüsten mit Erfolgen und Status.

Und wie könnten wir statt Dämme Brücken bauen? Einige Ideen zum Weiterdenken:

  • Kari schaffte es dort, das Herz von Annemarie zu gewinnen, als er selbstbewusst, aber ohne etwas vorzuspielen, auftrat. Was kann das für uns heissen?
  • Jeder Mensch hat Fehler – wenn wir uns diese gegenseitig zugestehen, beginnen wir Brückenbauer zu sein.
  • Der Rückzug ins Schneckenhaus macht die Minderwertigkeit und Einsamkeit unerträglich. Wir müssen allen nötigen Mut aufbringen und die Gemeinschaft mit anderen Menschen suchen.
  • Ich erlebe oft, dass gerade das Reden von eigenen Schwächen, Zweifel und Schwierigkeiten einen viel tieferen Zugang zu anderen Menschen schafft, als das (vorgespielte) Schönwetter-Palavre.
  • Als Kari bei den Schwiegereltern in spe scheiterte, wird er von seinen Minderwertigkeitsgefühlen überwältigt. Wer sich öffnet, erlebt auch Rückschläge. Doch selbst dann dürfen wir nicht aufhören, Brücken zu bauen, damit wir nicht in trostloser Einsamkeit landen.

In gewissen Lebensumständen und -situationen ist die Gefahr der Vereinsamung besonders gross. Wie können wir Menschen begegnen, die in solchen Situationen stecken? Sind wir auch bereit Brücken zu den Menschen zu bauen, die sich hinter ihren Dämmen verschanzt haben?

 

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichGesellschaft“.

Liebe zeigen – aber wie?

Es ist mit der Liebe wie mit den Pflanzen: Wer Liebe ernten will, muss Liebe säen.
Jeremias Gotthelf

Haben Sie auch schon erlebt, dass Ihre aufrichtigen Versuche, Liebe weiterzugeben, gar nicht angekommen sind? Man meint es gut, will einem Menschen, der einem viel bedeutet, Liebe, Wertschätzung und Anerkennung schenken, aber unsere „Liebes-Botschaft“ kommt einfach nicht bis zum Adressat durch.

Mir ist dies schon öfters passiert. Ob in der Ehe, in anderen zwischenmenschlichen Beziehungen oder auch in der Mitarbeiterführung. Da sprach ich zum Beispiel ein öffentliches Lob aus, aber dem Gegenüber war das eher peinlich, als dass es sich dadurch wertgeschätzt fühlte. Und nicht jeder freut sich über teure, aufwändige Geschenke. Manchmal kommen kleine Taten besser an, als grosse Geschenke.

Warum ist das so? Kurze Antwort: Die Liebe ist kompliziert und Menschen sind verschieden.

Das Geheimnis der Liebessprachen

Lange Antwort: Es stimmt eben nicht, dass die Liebe eine Sprache ist, die jede und jeder versteht. Unsere Versuche, Liebe zu zeigen, sind manchmal leider zum Scheitern verurteilt, weil unserem Gegenüber die gewählte Sprache fremd ist. Die Liebe hat nicht nur eine Sprache, sondern ganz viele. Was für mich Muttersprache ist, kann eine Fremdsprache für meine Partnerin sein. Ist es so, wird meine Partnerin im besten Fall meine Versuche, Liebe zu zeigen, erkennen. Im dümmsten Fall, wird sich nicht einmal merken, dass ich eine Liebesbotschaft abgeschickt habe.

Sicher ist: Eine Fremdsprache kann ich lernen, aber ich werde mich nie so geliebt fühlen, wie wenn mich eine Liebesbotschaft in meiner Muttersprache erreicht.

Was sind also die verschiedenen Liebessprache?

Bei vielen Paaren und ganz allgemein im zwischenmenschlichen Zusammenleben haben sich Die fünf Sprachen der Liebe von Gary Chapman bewährt. Hier werden fünf verschiedene Wege, Liebe auszudrücken, beschrieben. Folgende Liebessprachen werden behandelt:

Lob und Anerkennung

Worte haben Kraft und können eine grosse Ermutigung und ein Liebensbeweis sein. Am besten ist ein kurzes, konkretes und aussagekräftiges Lob.

Zweisamkeit – die Zeit nur für dich

Was für ein Liebesbeweis, wenn wir trotz Job, Kinder, Haus, Hund und Garten einfach Zeit haben für den Partner. Für Menschen mit dieser Liebessprache ist es wichtig, dass sie merken, der andere ist jetzt ganz hier.

Geschenke die von Herzen kommen

Wow, der andere denkt an mich und macht sich die Mühe, etwas für mich zu basteln oder zu kaufen. Dabei ist die Liebe nicht umso grösser, je teurer das Geschenk ist. Wichtiger ist: Ich habe mich mit dir beschäftigt und mir überlegt, wie ich dir eine Freude machen kann.

Hilfsbereitschaft

Einige fühlen sich besonders geliebt, wenn der andere mit anpackt, einen praktischen Liebesdienst übernimmt: Kochen, Haus + Garten, Mülleimer leeren, …

Zärtlichkeit

Für einige Menschen ist die Berührung des Körpers die Sprache der Liebe, welche sie am besten verstehen. Für diese Menschen hat jede Berührung eine deutlichere Botschaft als Worte. Für sie bedeutet körperliche Berührung Wertschätzung und persönliche Berührung ihrer Person.

Kennen Sie Ihre persönliche Liebessprache bereits? Wann fühlen Sie sich am meisten geliebt? Und dann: Wissen Sie, wann die Liebesbotschaft bei Ihrer Partnerin, bei Ihrem Partner, am besten ankommt? Welche Sprache der Liebe versteht er/sie? Das Geheimnis der Liebessprachen hilft übrigens auch in der Kommunikation mit den Kindern oder im Umgang mit Mitarbeitern.

 

Dies war der fünfte und letzte Blogartikel zur Serie „Hilf mir, dich zu verstehen – positive Paar-Kommunikation“. Die vorhergehenden Artikel sind hier zu finden: Hilf mir, dich zu verstehen, Verständnis zeigenErwartungen klären und Konflikte austragen.

Zu diesem Thema bieten wir auch Referate, Workshops, Seminare und Coachings an.

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichLiebe“.

Traumjob oder Jobtrauma?

Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.
Mark Twain (1835-1910)

Das ist zwar nicht meine Erfahrung, doch mir gefällt der Ansatz. Viel zu oft kommt es mir nämlich vor, als dürfe Arbeit nicht auch Spass machen. Miesmacher auf Radiosender oder per Facebook-Statusmeldungen verbreiten am Montagmorgen regelmässig schlechte Stimmung. Es scheint, Arbeit sei eine Vorstufe von Gefängnisstrafe.

Viele lassen sich von der schlechten Stimmung anstecken und signaliserien, dass Arbeit mehr Frust als Lust ist. Warum nur? Vielleicht stimmen wir in den Jobblues mit ein, weil wir verlernt haben, zu schätzen, was wir haben. Wer kein Job hat, würde sehr gerne am Montagmorgen zur Arbeit fahren…

Oft stecken wir im Job und überhaupt im Leben in einer gefährlichen Routine. Wir sind in unserem Hamsterrad gefangen und ohne es zu merken, treten wir an Ort. Wir vergessen, zu reflektieren, also darüber nachzudenken, was uns in unserer Tätigkeit eigentlich zufrieden macht und was wir als belastend erleben. Erst wenn wir das Positive sehen, können wir es auch schätzen. Und erst wenn wir den Schwierigkeiten in die Augen schauen, können wir etwas daran ändern.

Das Traumjob-Dreieck

Häufig liegt der Grund für Frust weniger in der Arbeitssituation als in der Tatsache, dass wir uns selbst viel zu wenig gut kennen. Den perfekten Job gibt es nicht, aber es ist hilfreich, sich einmal auszumalen, wie der persönliche Traumjob denn überhaupt aussehen würde. Für mich gehören zum Traumjob drei Dinge dazu:

  • Ich kann das tun, was ich besonders gut kann (Fähigkeiten).
  • Ich kann etwas tun, das mein Herz berührt (Leidenschaften/Interessen).
  • Ich kann es so tun, wie es meiner Persönlichkeit entspricht (Umfeld).

Um mein eigenes Traumjob-Dreieck kreieren zu können, muss ich mir einige Fragen stellen:

  • Fähigkeiten: Was kann ich besonders gut? Was mache ich gerne? Wo liegen meine Stärken?
  • Leidenschaft: Welche Themen oder Menschengruppen interessieren mich besonders? Welche Branche weckt meine Leidenschaft?
  • Umfeld/Persönlichkeit: Liebe ich Abwechslung oder Routine? Brauche ich ein grosses Team oder viel Freiraum? Suche ich eine Führungsaufgabe? …

Erst wer weiss, wie sein Traumjob aussehen würde, kann Schritte in die richtige Richtung unternehmen. Auch wenn kaum alle Wünsche in Erfüllung gehen, wird das Traumjob-Dreieck zur wertvollen Orientierungshilfe im Joballtag.

Das Jobtrauma überwinden

Der Frust in einer Tätigkeit liegt oft in einem der drei Bereiche des Traumjob-Dreiecks:

  • Ich habe eine Aufgabe, die überhaupt nicht zu meinen besonderen Fähigkeiten passt.
  • Ich arbeite in Bereichen, Themen, die mich überhaupt nicht interessieren. Oder ich habe mit Menschengruppen zu tun, zu denen ich keinen Bezug habe.
  • Ich bin in einem Umfeld tätig, das meiner Persönlichkeit nicht entspricht. Ich passe nicht ins Team, zu viel oder zu wenig Routine, keine Führungsverantwortung…

Vielleicht ist das Frustpotenzial im dritten Bereich am grössten: Wir tun etwas, das wir gut und gerne tun, die Branche sagt uns auch zu, aber das Umfeld passt einfach nicht. Meine Persönlichkeit passt nicht in diese Unternehmung oder ich komme mit den ständig wechselnden Anforderungen nicht zu recht.

Wichtig ist, herauszufinden, in welchem Bereich der Schuh drückt. Nur so kann etwas verändert werden. Manchmal kann eine kleine Veränderung Grosses bewirken – und manchmal muss die Jobsituation grundsätzlich überdenkt werden.

Arbeit darf ein Vergnügen sein – das wünsche ich uns!

 

Weiterer Artikel zum Thema: Resignative Zufriedenheit?

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Ein täglicher Kraftriegel

Ihr verehrt heilige Bäume und legt kunstvolle Gärten an für eure Götzen. Das wird ein böses Erwachen geben, wenn ihr einsehen müsst, dass sie nicht helfen können! Beschämt werdet ihr dastehen und einem Baum mit verdorrten Blättern gleichen, einem Garten ohne Wasser.
Die Bibel, Jesaja 1,29+30

Welchen Kraftstoff geben Sie Ihrem Innersten? Wie unsere Autos, brauchen wir selbst immer mal wieder eine Tankfüllung um den Herausforderungen des Alltags gewachsen zu sein. Trends wie das Aufspüren von Kraftorten oder die Feng Shui Lehre zeigen, dass wir grosse Anstrengungen auf uns nehmen, um unseren Energietank zu füllen.

Ich halte es wie Barack Obama, der gemäss livenet.ch am 60. Nationalen Gebetsfrühstück in Washington D.C. gesagt hat: „Uns allen hilft es, wenn wir innehalten, beten und auf den Schöpfer hören.“ Für mich ist der Rückzug in die Stille, das Gespräch mit Gott und das Lesen der Bibel immer wieder eine überraschend frische Kraftquelle. Zwar kann ich mit der Steilvorlage von Obama, der angibt, täglich in der Bibel zu lesen, nicht mithalten. Doch auch ich mache die Erfahrung, dass das Innehalten und Meditieren über den alten Worten Kraft, Ermutigung und Herausforderung für mein tägliches Leben spenden.

Anfangs Jahr habe ich mir vorgenommen, mit dem Buch Jesaja durchs 2012 zu gehen. Und schon das erste Kapitel hat mich stark herausgefordert: „Die Kinder, die ich großgezogen und ernährt habe, wollen nichts mehr von mir wissen.

Jeder Ochse kennt seinen Besitzer, und jeder Esel weiss, wo die Futterkrippe seines Herrn steht. Was aber macht mein Volk? Sie haben vergessen, wem sie gehören, und sie wollen es auch gar nicht mehr wissen!“

Manchmal stehen wir in der Versuchung, zu vergessen, wem wir unser Leben und was dazu gehört, zu verdanken haben. Wir meinen, an „fremden Futterkrippen“ schmecke der „tägliche Kraftriegel“ besser. Was ich meine: Wir Menschen verdanken unserem Schöpfergott unser Leben, aber wie oft fragen wir nicht nach ihm?

In schlechten Zeiten fällt es uns viel leichter zu Gott zu beten und ihm unser Leid zu klagen. Die zitierten Verse aus Jesaja fordern mich heraus, auch in guten Zeiten den nicht zu vergessen, der mich reich beschenkt hat. Und das eingangs erwähnte Bibelzitat ermahnt uns, nicht die falschen, vermeintlichen Kraftquellen zu polieren: Was ist, wenn all unser Geld keinen Wert mehr hat? Was, wenn all die schönen Dinge zerbrechen? Was, wenn der Baum, der uns Energie spenden sollte, verwelkt oder umfällt?

Ich bleibe dabei: Mein täglicher Kraftriegel ist die Verbindung zur ewigen Lebensquelle. Indem ich meine Gottesbeziehung ganz konkret pflege, tanke ich neue Kraft für alle Herausforderungen des Alltags. Drei Dinge gehören bei mir zu dieser Stille mit Gott:

  • Einen festen Platz im Alltag
    Ich muss solche Momente fest einplanen und ihnen bewusst Raum geben, sonst geht das Auftanken in der Hektik des Alltags unter.
  • Abstandnehmen vom Alltag
    Am meisten profitiere ich von solchen Zeiten, wenn ich ganz bewusst aus dem Alltag, aus dem Büro, raus gehe (z.B. in den Wald, an den See). Dieses innerliche und äusserliche Abstandnehmen vom Alltag hilft mir, die Alltagssorgen in einem grösseren Zusammenhang zu sehen.
  • Mit neuer Kraft in den Alltag
    Trotzdem bleiben diese Stille Momente nicht etwas alltagsfremdes. Ich bespreche mit Gott kommende Herausforderungen und Begegnungen, vor denen ich mich sorge. Mit neuer Kraft und Gelassenheit breche ich dann auf zurück in den Alltag.

Und wo holen Sie Ihre Kraft her?

 

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichSpiritualität“.

z'friede mit sich säuber?!

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
afrikanisches Sprichwort

Heute einige Gedanken aus der aktuellen Serie „z’friede läbe“ der gms Matinées. Kürzlich haben wir darüber nachgedacht, wie wir zufrieden mit uns selbst sein können. Was mir persönlich dabei hilft, sind folgende drei Kernpunkte:

Ursprung allen Lebens

Kein Mensch hat sich selbst erfunden! Es brauchte schon einen genialen Schöpfer, um dich und mich und all die kreativen Kreationen auf dieser Welt zu erschaffen!
Das Leben ist lebenswert, weil es ein wertvolles Geschenk des Himmels ist. Unseren Wert ist unabhängig von unserer Leistung!

Darum, nicht vergessen:

Ich darf und soll einen gesunden Selbstwert haben. Denn: Mein Leben ist lebenswert!

Mein Platz im Universum

Wir hätten so gerne alles unter Kontrolle, möglichst jedes Detail fest im Griff. Wir leiden kollektiv unter einem Machbarkeitswahn. Der Mensch glaubt tatsächlich, dass alles machbar ist.

Doch das Leben lehrt uns:

  • Nicht alles ist machbar!
  • Nicht alles ist abhängig von mir!
  • Nicht alles ist dringend!

In einer Erzählung von Jesus wird ein Bauer geschildert, der die Saat ausstreut und sich anschliessend zur Ruhe legt. Wenn die Zeit (oder das Korn) reif ist, folgt die Erntearbeit. Der Bauer erlebte, dass nicht alles machbar ist. In der Geschichte steht: „… und die Saat geht auf und wächst – wie, das weiß er selbst nicht.“ (Die Bibel, Markus 4,27)

Mein Lebensrhythmus

Die Geschichte vom Bauern zeigt ein weiterer Punkt für ein zufriedenes Leben: Es braucht einen gesunden Rhythmus von Anspannung und Entspannung. Es gilt, die verschiedenen Lebensphasen zu beachten:

Säen - Schlafen - Ernten - Danken

  • Säen: sich etwas vornehmen, Projekt anpacken, gut beginnen
  • Schlafen: zur Ruhe kommen, loslassen, tanken, warten (auch: warten müssen, ausharren)
  • Ernten: starkes Engagement, Endspurt, Früchte, Resultate
  • Dank: Freuen, Pause, abschliessen, Erfolge feiern, Auswertung

Ideen zum Nachdenken und Anwenden

  • Kann ich sagen: „Ich nehme das Geschenk des Lebens dankbar und demütig an!“?
  • Wo stehe ich in Gefahr, alles unter Kontrolle haben zu wollen? Wie kann ich lernen loszulassen („Von-Selbst-Prinzip“)?
  • Stimmt mein Lebensrhythmus? Habe ich alle Phasen im Blick? In welcher Phase stehe ich gerade?
  • Manchen ist es eine Hilfe, die persönliche Lebenskurve aufzumalen (mit allen Höhen und Tiefen) und so über das eigene Leben nachzudenken!
  • Gerne unterstützen wir Sie mit unseren Timeout-Weekends, Seminaren oder einem Coaching.

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichSelbst“.

 

Freunde tun gut

Der einzige Weg, Freunde zu haben, ist Freund zu sein.
Aristoteles

Letzten Sonntag starteten wir mit den gms Matinées zum Thema „z’friede läbe“ (zufrieden leben). Seit langem habe ich mich auf diese Themenserie gefreut. Einerseits, weil wir seit vier Jahren erstmals wieder solche gms Matinées veranstalten und anderseits, weil mir das Thema sehr viel bedeutet.

Wer will schon nicht zufrieden leben? Jeder will das doch! Jeder will, …

  • mit seinen Fähigkeiten etwas schaffen, das ihn erfüllt (Zufrieden in der Arbeit).
  • die Geborgenheit in Partnerschaft und Familie erleben (Zufrieden in der Liebe).
  • Teil einer ermutigenden Gemeinschaft sein (Zufrieden in der Gesellschaft).
  • sich körperlich, seelisch und geistig fit fühlen (Zufrieden mit sich selbst).
  • einen Sinn in seinem Dasein erleben (Spiritualität).

Während uns der erste Bereich, die Arbeit, wie von selbst in Beschlag nimmt, braucht es für die Familie schon etwas mehr bewusstes Engagement. Doch auch da, vor allem wenn wir Verantwortung für Kinder tragen, sind wir oft automatisch stark involviert und müssen dafür schauen, dass alles am Laufen bleibt.

Um ein gesundes Leben in Balance zu führen, brauchen wir aber eine Ausgewogenheit in allen fünf Lebensbereichen. Viele Menschen verpassen es, gut zu sich selbst zu schauen. Es gibt so Vieles, das getan werden muss, dass der gute Umgang mit sich selbst oft zu kurz kommt.

Viel zu oft wird leider auch der Bereich Gesellschaft stiefmütterlich behandelt. Das soziale Leben wird auf den Gebrauch von sozialen Medien reduziert. Aus eigener Erfahrung und aus dem Beobachten von anderen Menschen weiss ich, dass gerade das Thema Freundschaften pflegen in den Hintergrund gerät, wenn zu viele Herausforderungen im Bereich Arbeit und/oder Familie unsere volle Konzentration fordern. Anfangs, wenn wir uns in Arbeit und Familie zurückziehen, sind da möglicherweise noch paar Freunde, die sich gegen unseren Rückzug auflehnen. Doch mit der Zeit entwickelt sich das Ganze zu einem Bumerang: Wenn wir Freundschaften vernachlässigen und uns keine Zeit dafür reservieren, werden wir eines Tages auch keine Freunde mehr haben. Während der Chef uns regelmässig daran erinnert, dass wir unsere Arbeit zu tun haben, und die Kinder unsere volle Aufmerksamkeit einfordern, verabschieden sich unsere Freunde still und langsam, wenn wir sie immer wieder auf später vertrösten.

Das obige Zitat trifft den Punkt: Wenn du Freunde haben willst, dann pflege Freundschaften!

Dabei spielt die Quantität oft eine viel kleinere Rolle als die Qualität. Ich habe einige für mich sehr wertvolle Freundschaften. Menschen, die mir viel bedeuten. Einige von ihnen wohnen leider nicht gerade in der Nähe. Wir sehen uns nicht sehr häufig. Doch wenn wir uns sehen, sind es für mich ganz wertvolle und oft auch tiefe Momente.

Diese Woche war ich zum Beispiel an einer Konferenz in Stuttgart. Bei solchen Tagungen geniesse ich es, abends noch mit eben solchen Freunden zusammen sein zu können.

Oder eine andere Freundschaft, die uns als Familie viel bedeutet: Seit vielen Jahren feiern wir zusammen Silvester. Anfangs noch ohne Kinder, dann mit Babys und jetzt, wo die fünf Kinder auch langsam zu Geniesser werden, finden unsere Silvesterabende wieder in etwas gemütlicherem Rahmen statt.

Freundschaften brauchen Pflege. Darum geh ich heute abend mit einem Freund an den Hockeymatch. Und was tun Sie, damit Freundschaften in Ihrem Leben nicht zu kurz kommen?

 

Aktuell: Heute im Bieler Tagblatt: Artikel Wer nicht träumt, der nicht gewinnt. Mit Tipps von mir zu einem zielgerichten Leben in gesunder Balance.

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichGesellschaft“.

Konflikte austragen

Um sich zu verstehen, brauchen die Menschen nur wenige Worte.
Viele Worte brauchen sie, um sich nicht zu verstehen.

Indianische Weisheit

Unklare Erwartungen führen zu Missverständnissen. Viele Worte schaffen nicht immer Klarheit. Im Paaralltag endet ein wortreicher Schlagabtausch nicht selten im Konflikt. Wie kommunizieren wir als Paar in Konfliktsituationen, wie können wir Konflikte austragen?

Hier vier Tipps, die ich zusammen mit meiner Frau an unserem Timouet-Weekend für Paare mit dem Titel „Hilf mir, dich zu verstehen“ weitergab:

Vorsicht mit Verdächtigungen!

Immer wieder ist in Gruppen oder bei einzelnen Menschen ein Klima des Misstrauens festzustellen. Es ist die Grundhaltung: Der andere meint es nicht gut mit mir!
Diese Haltung des Misstrauens wirkt in einer Partnerschaft wie Gift. Wenn möglich, sind Verdächtigungen grossräumig zu umfahren!

„Hart“ aber fair!

Um den Brei herum reden bringt nichts: Wenn etwas vorgefallen ist, müssen die „harten“ Facts auf den Tisch. Bitte nicht nur Andeutungen machen, sondern die unbefriedigende Situation konkret und klar ansprechen.
Fair im Konflikt meint: Auch im Konflikt anständig bleiben und den anderen nicht beleidigen!

Konflikte als Selbstoffenbarung!

Konflikte können entschärft werden, wenn wir unsere Gefühle mitteilen, statt den Partner anzuklagen. „Ich habe mich verletzt gefühlt!“ statt „Du hast mich verletzt!“ oder „Diese Situation hat mich verunsichert“ statt „Ich bin dir ja egal!

Einander vergeben!

Dabei geht es nicht um ein allzu schnelles „Schwamm drüber“. Doch: Wer hart aber fair Konflikte ausgetragen hat, sollte sich am Ende umarmen können und sich versöhnen.

Infobox

Zum Thema „Hilf mir, dich zu verstehen – positive Paar-Kommunikation“ bieten wir Referate, Workshops und Seminare an. Die nächsten Termine:

  • Z’Morge für Paare„, 4. Februar 2012 in Studen BE
  • Impulsreferat, 28. April 2012 in Ins BE
  • Ehe-Impuls-Wochenende, 19. – 21. Oktober 2012 im Ländli, Oberägeri ZG

Weitere Angebote für Paare:

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den LebensbereichLiebe“.