Du bist willkommen!

Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben;
nur Licht kann das.
Hass kann Hass nicht vertreiben;
nur Liebe kann das.

Martin Luther King

Ist es nicht irgendwie Ironie, dass Amerika anfangs dieser Woche den Martin Luther King Day gefeiert hat und ende Woche nun Donald Trump in sein Präsidentenamt eingesetzt wird?

Da einer, der sein Leben hingab um Gräben zuzuschütten, um Menschen zu verbinden, um Rassentrennung zu überwinden. Und dort einer, der – so scheint es wenigstens aus Distanz – nicht genug davon bekommt, neue Gräben und Mauern zu schaffen.

Während Martin Luther King als einer der herausragenden Vertreter im Kampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit (Wikipedia) gilt, muss Trump erst noch den Beweis antreten, dass auch er im Dienst der Menschheit steht.

Aber eben: Ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern: Wir verändern die Welt nicht indem wir bloss Helden verehren oder auf unliebsamen Machtträgern herumhacken. Die Welt verändert sich, wenn ich mich verändere.

Wenn ich mich reflektiere. Wenn ich dem Guten mehr Raum gebe als dem Bösen. Wenn ich mich mehr und mehr der Liebe öffne und versuche, die Feindseligkeit aus meinem Leben zu verbannen.

Don’t touch!?

Welche Botschaft steckt hinter unseren Worten und welche Signale sendet unsere nonverbale Kommunikation aus? Was lesen unsere Mitmenschen, wenn sie „uns lesen“? Steht da „Du bist willkommen!“ oder doch eher „Don’t touch!“?

Ich weiss, das Propagieren einer Willkommens-Kultur kann einen ganz schön in Bedrängnis bringen und natürlich lässt sich nicht leugnen, dass eine offensive, breit angelegte Willkommens-Kultur jede Menge Herausforderungen mit sich bringt. Aber ich mache ja in meinem Blog weder nationale noch internationale Politik – eigentlich geht es mir hier überhaupt nicht um Politik.

Denn die Politik kann diese Willkommens-Kultur, die wir brauchen, gar nicht leben. Es geht um den Umgang von Mensch zu Mensch. Lass ich mich von den Hochs und Tiefs meiner Mitmenschen berühren? Heisse ich Menschen willkommen, die ich auf den ersten Blick mag – und solche, die mir etwas fremd sind? Versuche ich Gräben zuzuschütten oder grabe ich immer tiefer bis sich keine Brücke mehr zwischen mir und meinen Mitmenschen schlagen lässt?

Ich möchte andere Menschen wirklich spüren lassen „Du bist willkommen!“, „You are loved!“ und sogar „Ich lass mich berühren von dem, was dich beschäftigt!“. Aber ich kenne mich zu gut, ich weiss, dass bei mir auch hin und wieder ein Schild mit der Aufschrift „Don’t touch!“ hängt. Was so viel heisst wie: Lass mich in Ruhe! Stör mich nicht! Ich habe genug mit mir selbst zu tun.

Natürlich wäre es vermessen, zu glauben, dass wir immer alle Menschen willkommen heissen können. Ein guter Umgang mit den eigenen Grenzen gehört da auch dazu. Trotzdem will ich mich mehr und mehr vom Vater der bekannten Geschichte der verlorenen Söhne inspirieren lassen: Als der jüngere Sohn in der Fremde sein ganzes Erbe verprasste und in der Not nach Hause zurückkehrte, stellte der Vater keine Fragen (Hast du das wirklich gemacht? Was hast du dir dabei gedacht? Bedeute ich dir so wenig? …) sondern rannte ihm entgegen, breitete seine Armen aus und liess ihn spüren: „Du bist willkommen!“.

Mit diesem Lebensstil verändern wir die Welt! Und übrigens: Der Vater in der Geschichte ist ein Bild für Gott. In seiner Liebe streckt auch er seine Armen aus und möchte uns spüren lassen: „Du bist willkommen!“

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=VyN78NsgAfw[/youtube]

 

Unter dem Motto „Du bist willkommen!“ machen wir uns kommenden Sonntag an der gms Matinée in Studen BE weitere Gedanken zu dieser göttlichen Willkommens-Kultur. Versteht sich von selbst: „Du bist willkommen!“ (Infos)
 

 

 

 

 

 

Im GlücksBlog schreibe ich zu den fünf Bereichen, die zu einem Leben in Zufriedenheit gehören. Diese Woche geht es um den Bereich Gelebte Spiritualität.

Was glückliche Menschen auszeichnet

Glück und Erfüllung im Leben erreichen wir dort, wo wir nach Ganzsein streben und mit jeder Faser unseres Lebens versöhnt sind.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Geld ist kein Glücksmotor, darin sind sich die Vertreter der Positiven Psychologie einig. Einigkeit herrscht auch darüber, was dagegen den glücklichen Menschen auszeichnet.

Die Merkmale des zufriedenen Menschen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Erfülltes Liebes- und Familienleben
    Sie verbringen viel Zeit mit Menschen, die ihnen wichtig sind. Sie pflegen Freundschaften und gestalten ihr Liebes- und Familienleben aktiv.
  • Sinnerfüllte Tätigkeit
    Sie gehen einer Aufgabe nach, die ihren Talenten und Interessen entspricht und mit der sie einen Unterschied auf dieser Welt machen können.
  • Reiches Sozialleben
    Sie bringen sich als aktiven Teil in die Gesellschaft ein – sei dies in Beziehungen oder in freiwilligem Engagement für ihre Mitmenschen.
  • Bewusste Selbstführung
    Sie sind mit sich im Reinen, blicken optimistisch in die Zukunft, pflegen einen guten Umgang mit sich selbst und gestalten einen dankbaren und achtsamen Lebensstil.
  • Gelebte Spiritualität
    Sie verstehen sich als Teil des großen Ganzen. Ihr Leben hat Bedeutung, weil sie sich im Dienst einer höheren Sache verstehen.

Seit vielen Jahren schreibe ich in meinem GlücksBlog abwechselnd einen Impuls zu einem dieser fünf Lebensbereiche. Und im GlücksBuch widme ich jedem dieser Bereiche einen eigenen Teil.

Die Merkmale glücklicher Menschen illustriere ich gerne mit dem ShalomLeben-Windrad. Im Buch hilft mir das Windrad auch gleich noch, die Glücksformel zu veranschaulichen:

  • Der Standort des Windrades entspricht unseren Lebensumständen. In welchen Umständen und wo wir aktuell leben, hat nur einen bescheidenen Einfluss auf unsere Lebenszufriedenheit. Mit der Veränderung der Umstände, z.B. dem Wohnortwechsel oder der Lohnerhöhung, lässt sich das Glücksniveau nicht nachhaltig steigern.
  • Der Mast des Windrades ist das Bild für den Einfluss unserer Gene auf das subjektive Wohlbefinden. Wie der Mast gebaut ist, wie wir veranlagt sind, entscheidet über unsere Startbedingungen auf dem Weg ins Glück.
  • Fast die Hälfte unseres Glücksempfindens hängt vom oberen, beweglichen Teil des Windrades ab:
    Die starke Nabe steht für ein starkes Selbst, die Rotorblätter für die drei Lebensfelder Liebe/Familie, Arbeit, Sozialleben.
  • Nicht sichtbar und doch unverzichtbar ist der Wind. Was ist ein Windrad ohne Wind? Was ist ein Leben ohne Sinn, ohne Verbundenheit mit etwas Höherem?

Und genau wegen diesem letzten Teil, dem Wind, habe ich die Wortkreation ShalomLeben erfunden. Das hebräische Wort Shalom meint Friede. Aber viel mehr, als den Frieden im Sinn von konfliktfreiem Zustand. Gemeint ist ein Versöhntsein mit allen Belangen des Lebens – und mit dem, der das Leben geschenkt hat.

Wenn wir uns in der Adventszeit an die Ankunft des in Jesus menschgewordenen Gottes erinnern, ist es genau dieser Shalom, der uns da angeboten wurde und wird. Was den Hirten auf dem Feld durch die Engel angekündigt wurde, ist auch heute noch ein himmlisches Geschenk für die, die es dankbar annehmen wollen: „Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.“

Selbst wenn die Waffen ringsum uns herum nicht zum Schweigen gebracht werden können, ist uns hier ein Shalom geschenkt, der Versöhnung in allen Lebensbereichen möglich machen kann.

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität

Mehr zum ShalomLeben-Windrad und wie wir unser Leben in grösserer Zufriedenheit gestalten können, erfahren Sie in Glück finden – hier und jetzt.

Mein Glück feiert den 1. Geburtstag

Der Mensch empfängt unendlich mehr als er gibt.
Dankbarkeit macht das Leben erst reich.

Dietrich Bonhoeffer

Vor einem Jahr klingelte der Postbote und veränderte damit mein Leben – irgendwie. Nein, er überreichte mir nicht einen „Happy Day“-Geldkoffer und auch sonst machte mich sein schweres Paket nicht wirklich zu einem reichen Mann.

Und irgendwie doch: Geld habe ich zwar bis heute noch nicht wirklich verdient mit meinem Buch, aber das, was ich im Verlauf des Jahres mit meinem GlücksBuch erleben durfte, macht mich doch auch zu einem reichen Mann.

Dabei war wirklich nicht davon auszugehen, dass ich eines Tages unter den Autoren landen würde. Meine Mutter hat mich gerade neulich wieder daran erinnert: Wir sassen gemütlich auf dem Balkon zusammen und sie zeigte zu der Stelle, wo ich im Rasen gesessen sei, als sie noch während den Gartenarbeiten mit mir das Diktat büffelte. Erinnerungen daran habe ich nicht mehr. Aber es tönt schon fast nach einer Verzweiflungstat, wenn ich selbst noch draussen mühsam die Wörter schreiben musste, die einfach nicht in meinen Kopf wollten. Auf kreative Weise fand ich immer wieder neue Möglichkeiten, Wörter falsch zu schreiben …

Na gut, die Rechtschreibung ist ja auch nicht das A und O des Autoren, schliesslich ging mein Buch durch mehrere Lektorate. Aber Schreiben, dass war als Kind ganz allgemein nicht mein Ding. Sprache sowieso nicht – mündlich war eigentlich noch schlimmer als schriftlich. Zahlen, das passte. Aber der Rest, das war irgendwie eine Murks.

Wenn ich alte Schulberichte lese, steigen mir fast die Tränen in die Augen:

Die mündliche und schriftliche Sprache bereitet Stefan grosse Schwierigkeiten. Stefan wagt kaum einen schriftdeutschen Satz zu sagen, weil er Angst hat, einen Fehler zu machen. Stefan hat Mühe, die einzelnen Buchstaben genau zu differenzieren, und darum merkt er viele Rechtschreibefehler nicht, auch wenn er das geschriebene Wort genau nachliest.

Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Referenten und Autor. Doch das Leben schreibt manchmal überraschende Geschichten und ich fühle mich einfach von Gott beschenkt, der mir so viel Gutes anvertraut hat.

Zurück zum GlücksBuch: Das Buch war eigentlich mein eigenes Geschenk zu meinem vierzigsten Geburtstag. Ich konnte vieles, das mir in der ersten Lebenshälfte wichtig wurde, darin niederschreiben. So quasi meine Lebensweisheit in der Lebensmitte. Es wird spannend sein, wie sich diese in der zweiten Lebenshälfte entfalten und weiterentwickeln wird.

Es war natürlich auch meine Hoffnung, dass mein Buch zu einem wertvollen Geschenk für andere wird. Und das ist tatsächlich eingetroffen. Immer wieder erreichen mich Feedbacks, die mich selbst zum Beschenkten machen.

Ganz besonders war die Rückmeldung von DJ Bobo: Ohne ihn zu kennen, habe ich ihm mein Buch als Weihnachtsgeschenk geschickt. Schon kurz darauf hat er sich gemeldet und mir geschrieben: „Das Thema Glück fasziniert mich sehr. Mit einem Lächeln im Gesicht habe ich dein Buch gelesen: Die vielen kurzweiligen Kapitel mit praktischen Tipps zum Glück sind für jeden hilfreich.“ Seither mailen wir uns ab und zu und als vorige Woche sein Buch herauskam, hat er mir auch ein Exemplar geschickt.

Sehr berührt hat mich die Rückmeldung eines früheren Chefs und einem „Leadership-Vorbild“ von mir: Ich gratuliere dir herzlich zu dieser wertvollen Arbeit. Ich habe schon öfters gedacht, ich sollte mich mal ans Schreiben machen… Du hast es mir abgenommen. Ich fühle mich sehr verbunden mit dem was du schreibst und vor allem auch wie du schreibst: klar – ermutigend – offen – einfach wertvoll.“ 

Eine Freude waren auch die unterschiedlichen Medienberichte im Bieler Tagblatt, im Magazin Lebenslust, im Radio Life Channel, auch das Dienstagsmail berichtete darüber und ganz aktuell ist eine ausführliche Buchrezension auf Livenet aufgeschalten.

Doch das schönste Feedback ist, wenn Leute vom Glücks-Buch derart überzeugt sind, dass sie es anderen weiterempfehlen oder mehrere Exemplare zum Verschenken bestellen.

Und am glücklichsten bin ich dann, wenn ich höre, dass das Buch konkrete Spuren im Alltag hinterlässt, zum Beispiel zu mehr Gelassenheit in Familie oder mehr Erfüllung im Beruf führt. Wenn ich von solchen Geschichten höre, empfange ich tatsächlich mehr, als ich selbst gegeben habe.

Happy Birthday Glück finden – hier und jetzt!
Und: Danke Gott für diese Erfahrung.

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität

 

 

Diesen Herbst gibt’s eine kleine GlücksTour:

Und hier noch zwei aktuelle Feedbacks zum Buch:

„Deine simple, ungezwungene und sympathische Art hat es mir leicht gemacht, mich durch die Zeilen zu lesen. Dein Motto ‚Liebe schenken – Hoffnung verbreiten – Glaube leben‘ bringst du ohne Umschweife und unaufdringlich auf den Punkt, gefällt mir sehr.“
Rosario Fazio, Schulhauswart und Mitbegründer der Metalchurch

„Dein Buch ist ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen und lesen sollte. Weil das Gesagte einem gut tut und es sich lohnt und lohnen wird, sich im Leben daran zu halten. Und dafür danke ich Dir! Da hast Du etwas sehr Wertvolles geschaffen.“
Dr. Peter Kreienbühl, Chiropraktiker

 

Hier weitere Statements lesen oder das Buch bestellen.

Mit dankbarem Herzen die Welt verändern

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Sir Francis Bacon 

Kommenden Sonntag, am eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag, geht in der Schweiz das Jahr der Dankbarkeit zu Ende. Während einem Jahr stellten unterschiedliche Partner einen Wert, der oft als selbstverständlich gilt und doch immer wieder vergessen geht, ganz besonders ins Scheinwerferlicht. Es war unser Ziel, dass eine Kultur des Dankes und der Wertschätzung an die Stelle von Unzufriedenheit und Nörgeln tritt.

Ist uns das gelungen? Hat sich unser Land in diesem Jahr der Dankbarkeit verändert? Ich bin überzeugt davon! Die kühnsten Träume, dass eine breite Danke-Koalition gemeinsam auftritt und die Gesellschaft mit dem Danke-Virus durchdringt und die Schweiz dadurch tatsächlich ein spürbar lebenswerterer Ort wird, haben sich leider nicht erfüllt.

Doch wer sich auf das Danke-Abenteuer einliess, erlebte, dass Dankbarkeit effektiv die Welt verändert. Zuerst die eigene kleine Welt, dann die Welt der Familie, meiner Gemeinschaft und von da kann es sogar noch weitere Kreise ziehen.

In besonderer Erinnerung bleibt mir die Familie, die zum Erntedank eine Vase im Wohnbereich aufstellte und jedes Familienmitglied auf Zettelchen notierte, wofür es dankbar ist. Die kleinen Kinder kamen voll in Fahrt: Zuerst wurde aufgeschrieben, was im Garten alles geerntet werden konnte und schon bald füllte sich die Vase mit ganz vielen Danke-Zetteln – weil es immer einen Grund zum Danken gibt, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht.

Ich bin dankbar, dass auch mein GlücksBuch einen Beitrag zur Dankbarkeit leisten durfte. Eine besonders tolle Geschichte in diesem Zusammenhang: Eine Frau studierte immer wieder den Stellenmarkt und dachte, eine Jobveränderung würde eine grössere Zufriedenheit mit sich bringen. Doch als sie über sich und den Job reflektierte, wurde ihr bewusst, dass die jetzige Stelle ja eigentlich schon sehr viel von dem, was ihr wichtig ist, mit sich brachte. Sie wurde neu dankbar – und dadurch auch zufrieden – mit ihrer Arbeitsstelle.

Eine grosse Stärke vom Jahr der Dankbarkeit war und ist, dass in vielen Gemeinschaften und Kirchen Dankbarkeit zum Thema gemacht wurde. Ob das nun das Nachdenken über den Wert der Dankbarkeit in einer Predigt oder Gesprächsgruppe war, eine Gemeindefreizeit, die sich um dieses Thema drehte, oder auch konkrete Aktionen, mit denen der Feuerwehr, den Politikern oder den Lehrpersonen gedankt wurde.

Schön fand ich die Idee, 5 Franken zu investieren um jemandem Dank und Wertschätzung auszudrücken. Und weil geteilte Freude doppelte Freude und gesunder Ansporn für weitere solche Aktionen ist, wurden die Leute eingeladen, ihre Erfahrungen in einer WhatsApp-Gruppe zu teilen.

Besonders gut gefallen mir auch spontane, überraschende Aktionen der Dankbarkeit. Wie die der Person, die kürzlich erzählte, was sie erlebt hatte: Als sie durch die Stadt schlenderte gefiel ihr ein Schaufenster besonders gut. Statt sich nur still darüber zu freuen, betrat sie das Geschäft, machte dem Personal ein Kompliment und bedankte sich für das ansprechende Schaufenster. Das wirkte! Nicht nur der Tag des Geschäftspersonals war gerettet, auch die Frau selbst, war voller Freude nach dieser spontanen Aktion.

Eben: Ein dankbares Herz verändert die Welt!

Persönlich habe ich mit Dankbarkeit viele gute Erfahrungen gesammelt: Der Fokus auf das Gute tut mir gut, verändert etwas, bringt mehr Freude in mein Leben. Doch leider gelingt es auch dem Schweizer Geschäftsstellenleiter vom Jahr der Dankbarkeit nicht in jeder Situation, ein dankbares Herz zu bewahren. Wir alle sind umgeben von Situationen, die wir nicht verstehen und die uns irritieren. Manchmal heisst Dankbarkeit vielleicht auch, das Gute zu schätzen und das Schwierige konkret (um) zu gestalten. Der Wert der Dankbarkeit sollte nicht Vorwand sein, nötige Veränderungen hinauszuschieben. 

Meine Herausforderung über das Jahr der Dankbarkeit hinaus wird es also sein, ein dankbares Herz zu bewahren, all das Gute in meinem Leben wert zu schätzen und dort Veränderungen einzuleiten, wo Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten.

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität

Zur Ruhe kommen

An alle, die total unter Druck stehen,
weil so viel von ihnen verlangt wird:
Kommt zu mir! Ich werde dafür sorgen,
dass ihr euch so richtig entspannen könnt.

Jesus (in Matthäus 11,28 nach der Volxbibel)

Haben Sie in Ihrer Wohnung, in Ihrem Haus, eine Badewanne? Als wir kürzlich in einer Runde über neue Wohnungen sprachen, kam die Frage auf, wer heute eigentlich noch eine Badewanne braucht. Jemand gestand: „Früher konnte ich mit einem Vollbad bei Kerzenlicht wunderbar entspannen. Heute funktioniert das nicht mehr.“

Zu wissen, wie man persönlich entspannen kann, ist ein grossartiges Geschenk. Und vielleicht müssen wir uns hin und wieder auch eingestehen, dass die Wege, wie wir früher entspannen konnten, für uns ausgedient haben.

Wie können Sie „runterfahren“, entspannen, auftanken, neue Energie gewinnen? Bei mir ist es immer noch das Vollbad. Oder der Spaziergang im Wald oder an der Aare. Und das Tagebuch schreiben, das hilft mir, den Alltag für eine kurze Zeit zu stoppen, innezuhalten, nachzudenken und mit neuer Kraft vorwärtszugehen.

Ferienstress oder Kraft tanken?

Einige können beim Nichts-tun wunderbar entspannen, andere entspannen aktiv und finden (innere) Ruhe zum Beispiel darin, dass sie den Garten umpflügen. Oder sie finden zu sich indem sie sportlich an ihre Leistungsgrenzen gehen.

Nun sollten ja eigentlich auch unsere Sommerferien dazu dienen, dass wir zur Ruhe kommen und frische Kraft tanken können.

Leider geschieht das nicht immer. Einige sind am Arbeitsplatz bis zur letzten Minute über alle Masse gefordert, hüpfen mit letzter Energie in den Flieger, füllen die Ferientage mit einer Aktivität nach der anderen („wenn man schon mal da ist, sollte man doch …“), steht einmal ein „Ruhetag“ auf dem Programm, wissen sie gar nicht, was sie damit (oder mit sich selbst) anfangen sollen, nach 14 Tagen fliegen sie wenig erholt wieder heim, wo es gilt, Haus und Garten wieder in Schwung zu bringen und sich noch mit einer Gartenparty bei Familie und Freunden zurückzumelden.

Wenn wunderts, dass wir nach diesem Ferienstress nicht gerade mit einem gefüllten Akku zurück an den Arbeitsplatz kommen. Die angestauten E-Mails und To-Do’s geben uns den Rest, so dass wir uns erschöpft fragen, warum wir uns das mit den Ferien eigentlich antun.

Natürlich muss es nicht so sein: Wer sich bereits bei der Urlaubsplanung fragt, wie er (und allenfalls die anderen Familienmitglieder) auftanken und zur Ruhe kommen kann/können, wird zum Beispiel festhalten: Weniger ist mehr. Ebenso ist eine gute Vorbereitung zentral: Nicht arbeiten bis zur Abreise, sondern schon 2,3 Tage vorher frei nehmen, herunterfahren, Zeit haben für Haus, Garten und Koffern packen …

Göttliche Kraftquellen anzapfen

Ob in den Ferien oder mitten im Alltag: Für viele ist auch die persönliche Spiritualität eine nachhaltige Variante, um zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu tanken.

Im oben zitierten Bibelwort spricht Jesus davon, dass in und bei ihm dieser innere Frieden zu finden ist. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt erleben dies auf ihre ganz persönliche und unterschiedliche Weise: In der Besinnung auf das Göttliche, in der Nachfolge Jesu, im Gebet, im Hören oder Singen von Worship-Liedern, im Eintauchen in die Bibel sind kraftvolle Energiespender zu finden.

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität

Gott ist grösser

Schau nicht auf die Grösse deiner Probleme.
Erzähl deinen Problemen von der Grösse deines Gottes.

Dr. Robi Sonderegger

Konferenzen wie diese faszinieren mich: Hohe Professionalität – auf und neben der Bühne, Top-Speaker, tausende Leute, gute Stimmung, ansprechende Musik, jede Menge witzige, spannende und tiefgründige Storys, gute Begegnungen in den Pausen … – einfach alles, was es braucht, um für einige Tage aus dem Alltag gerissen zu werden.

Und alles ist so viel grösser als im Alltag. Wenn das Hallenstadion für zwei Tage zur grössten Kirche der Schweiz wird und du dort mit 7’000 anderen Menschen lachst, weinst, singst, gebannt zuhörst und dich berühren lässt, dann hat das schon was an sich.

Selbst Gott scheint da plötzlich grösser zu sein als im Alltag. „Das kann gar nicht sein!“ protestiert da der Theologe in mir. „Gott ist nicht mal grösser und mal kleiner. Gott ist Gott. Er ist gestern, heute und morgen der gleiche. Gott ist derselbe im Hallenstadion und daheim!“

Das stimmt natürlich. Doch was ebenso stimmt: An solchen Konferenzen wird die Grösse Gottes oftmals stärker sichtbar als im gewöhnlichen Alltag. Ich werde auf vielfältige Weise an die Grösse meines Gottes erinnert: In der Herzlichkeit meines Gegenübers, in den Storys der Speaker, in der Musik, die direkt zu meinem Herzen spricht und auch in der Tatsache, dass ich an solchen Konferenzen vor Augen geführt bekomme: Gott schreibt Geschichte mit ganz normalen Menschen, die – wie ich – durch viele Aufs und Abs gehen.

An solchen Konferenzen feiern wir die Grösse Gottes, freuen uns über die Storys, die Menschen mit ihm erleben. Geschrieben aber werden diese Storys im gewöhnlichen Alltag!

Vielleicht scheint Gott an solchen Konferenzen grösser, weil wir uns mit tausenden anderen daran erinnern, wie gross dieser Gott ist, der im Alltag Schritt für Schritt mit uns vorwärts geht.

Das ist es auch, was mich an der diesjährigen icf conference begeistert hat: Ob der Amerikaner Matthew Barnett mit seinem Dream Center in Kalifornien, Leo Bigger mit der 20jährigen icf Geschichte oder der Asiate Tan Seow How, der sowohl eine Megachurch als auch ein Millionen-Unternehmen führt, – sie alle sind bestimmt aussergewöhnliche Persönlichkeiten, aber vor allem sind sie Tag für Tag mit einem aussergewöhnlichen Gott an ihrer Seite unterwegs, der zu allererst im gewöhnlichen Alltag Geschichte mit ihnen schreibt – und nicht auf der grossen Bühne.

Die Message der Konferenz war eigentlich simpel: Gott ist gross, er ist grösser als deine Probleme und vor uns liegt „Wide open Space“ (Konferenzthema). Für die meisten von uns wird diese Weite und der offene Gestaltungsraum weder mit einem Millionen-Unternehmen noch mit einer Megachurch zu tun haben. Doch: Wenn wir ein Ja dazu haben, wie uns der Schöpfer geschaffen hat, sind wir im Grunde alles aussergewöhnliche Persönlichkeiten. Und Gott wird mit jedem von uns, seine einzigartige Geschichte schreiben.

Im Alltag bleibt die Herausforderung, unseren Problemen immer wieder von der Grösse unseres Gottes zu erzählen. Die Probleme sind dann nicht automatisch weg. Doch statt auf das Problem fokussiere ich mich auf meinen Gott, der mich an meiner Seite mitten durchs Problem begleitet und so Schritt für Schritt Geschichte mit mir schreibt.

 

Weitere Artikel zur icf conference: Du bist richtigDarf Kirche Spass machen?
Und hier geht’s zum Highlightvideo der Konferenz.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=r_vU8ao0Br8[/youtube]

  Weitere Inspiration zur persönlichen Lebensgestaltung finden Sie in meinem Glücksbuch!

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität

Einmal volltanken!

Dankbarkeit bringt Farbe in das Grau des Alltags.
Peter Hahne

Warum klatschen die alle?“, fragte unsere Tochter auf dem Katamaran während der Abendrundfahrt. Natürlich verdankten wir keinem Menschen den wunderschönen Sonnenuntergang – Erde und Sonne folgten bloß ihrem normalen Lauf. Trotzdem war es auch mir zum Applaudieren zumute.

Es war so ein Moment, wie er in der Liedzeile „when the world‘s all as it should be’“ (wenn die Welt so ist, wie sie sein sollte) von Matt Redman besungen wird. Zusammen mit meiner Familie durfte ich während unserer Auszeit diesen ergreifenden Moment auf dem Meer erleben. Da war dieses Gefühl von Ganzheit, umfassender Liebe und von Einssein mit sich und der Umwelt. In diesen Momenten spürte ich, wie mein Tank mit neuer Energie gefüllt wurde.

Ich kann nur mutmaßen, warum die anderen 130 Teilnehmenden dieser Katamaranfahrt an der Küste Spaniens an diesem Abend beim Sonnenuntergang applaudierten. Aber ich kann darüber reflektieren, warum es mir in diesem Moment einfach zu spontanem Applaus zu Mute war. Es war eine Form von Lobpreis: Überwältigt vom Anblick der roten Kugel, die da am Horizont langsam verschwand, wollte auch mein Herz jemandem für die Schönheit des Moments danken. Darum gehörte mein Applaus dem Schöpfer all dieser Schönheit.

Mein Herz war jedoch nicht nur wegen des Sonnenuntergangs voller Dank. Das Erlebnis war eingebettet in unser langersehntes Sabbatical. Erstmals konnten wir als Familie einen richtig langen Urlaub erleben, erstmals waren wir zusammen am Meer und erstmals wohnten wir in einer Villa mit eigenem Pool. Das war richtig toll und hat uns unheimlich gut getan.

Lange hatten wir vor unserer fünfwöchigen Auszeit überlegt, was wir machen könnten, damit alle auf ihre Rechnung kommen. Pläne wurden geschmiedet – und oft wieder verworfen. Meistens, weil die Pläne a) zu teuer und b) zu sehr nach dem Geschmack des Papis waren. Als ein finanzierbarer und konsensfähiger Plan geschnürt war, stieg die Vorfreude auf unser Sabbatical von Monat zu Monat. Was uns Freunde schon im Voraus sagten, hat sich eindeutig bestätigt: Weniger wichtig ist, was wir unternommen haben, sondern dass wir einmal Zeit für ein ausgedehntes Familienerlebnis hatten.

Drei Wochen verbrachten wir zusammen in einem wunderschönen Haus in Javea (Costa Blanca) – ohne Zeitdruck, ohne TV und PC, ohne To-Do-Liste. Dafür drei Wochen gefüllt mit Familienerlebnissen wie der Katamaranfahrt, dem stundenlangen Baden im Pool, dem Essen am Meer, dem Geocachen, dem Hören von alten TKKG-Fällen, der Irrfahrt durch den Industriehafen von Valencia … Vor und nach den drei Familienwochen hatten wir je eine Woche für uns als Ehepaar eingeplant. Zu unserem 15-jährigen Hochzeitstag haben wir uns mit einem Ausflug nach Venedig beschenkt und als krönender Abschluss unseres Sabbaticals durften wir beim Leadership Summit von Willow Creek dabei sein. Auch diese Ehezeiten waren sehr wertvoll.

Wenn ich an unser Sabbatical zurückdenke, will mein Herz gleich wieder applaudieren: „Danke, Gott, dass dieses Auftanken möglich war.“

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“ und ist bereits als Kolumne im Magazin Family erschienen.

  Lassen Sie sich von meinem Glücksbuch inspirieren!

Glücksirrtum Nr. 7: Gott interessiert sich nicht für unser Glück

Die Ahnung vom Vollkommenen ist in uns angelegt und weckt in uns die Sehnsucht nach dem Göttlichen.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Glücksirrtum Nr. 7 passt bestens in diese Woche: Einerseits „verführt“ ein weiterer Terroranschlag dazu, zu fragen: Wo ist Gott? Gibt es ihn überhaupt? Wenn ja, wie kann er bei so viel Gewalt, Terror und Unrecht tatenlos zuschauen? Interessiert er sich überhaupt für uns Menschen?

Anderseits feiern wir diese Woche mit Karfreitag und Ostern die zentralen Feste des christlichen Glaubens. Mehr noch: Ohne Ostern wäre der christliche Glaube kaum mehr als eine depressive Verstimmung: Die Ernüchterung nach den grossen Versprechen. Die harte Bauchlandung nach hoffnungsvoller Nachfolge von diesem Wanderprediger und Wundertäter aus Nazareth.

Zurück zur Frage, ob es diesen Gott denn überhaupt gibt oder ob er tatsächlich nichts mehr als eine tröstende Menschheitserfindung ist. Ich will und kann Gottes Existenz nicht beweisen. Und ich vermute, dass es dieser Gott auch gar nicht nötig hat, dass wir ihn beweisen. Jedenfalls ist mir das Lebenskonzept mit einem liebenden Schöpfergott, der ein Ja zu mir hat, und dieser letzten Wirklichkeit, die mich aus einer übersteigerten Verantwortung (alles hängt von mir und meiner Leistungsfähigkeit ab) befreit, lieber, als der Glaube an einen Zufall und/oder die (All)Macht der Menschen. Ich vermute, dass wenn wirklich der Mensch oder dessen Intelligenz die letzte und höchste Instanz wäre, unsere Welt wohl schon längst vollends aus den Fugen geraten wäre.

Und das führt mich zur Frage, wo denn dieser scheinbar liebende Gott war, als in Brüssel, Paris und wo auch immer die Bomben hoch gingen? Und wo ist er in Syrien? Oder in den Slums und den unzähligen persönlichen Bankrotterklärungen all der unschuldigen Menschen?

Ich weiss es nicht. Ich weiss nicht, wie sich ein liebender Gott all das tatenlos anschauen kann. Nur appelliere ich an etwas Fairness in dieser Beschuldigung Gottes: Kann wirklich Gott für alles Schlechte verantwortlich gemacht werden, während wir all das Gute als Selbstverständlich oder gar als verdienter Lohn für unsere Anstrengungen hinnehmen?

Muss der Lohn von Neid, Zank und menschlichen Absolutheitsansprüchen nicht logischerweise Krieg und Terror sein? „Ich richtig – du falsch“, das führt zu Kleinkrieg in Familien, im Büro, in Nachbarschaften. „Wir richtig – ihr falsch“ führt dazu, dass sich Kulturen bekämpfen, sich Menschen in die Luft sprengen, Unschuldige getötet werden.

Können wir dafür wirklich Gott verantwortlich machen?

Nun, Glücksirrtum Nr. 7 lautet: Gott interessiert sich nicht für unser Glück. Natürlich interessiert sich Gott für unser Wohlergehen, natürlich wünscht er uns Lebenszufriedenheit. Die Bibel ist voller nachweislich Glück fördernder Lebensprinzipien: Dankbarkeit, Vergebensbereitschaft, Nächstenliebe, Achtsamkeit, Hoffnung … (All diese Glücksaktivitäten – und noch etliche mehr – werden heute von der Positiven Psychologie propagiert – sind aber schon längst in der alten biblischen Weisheit gelehrt worden.)

Auch wenn diese Welt für viele Menschen ein unsicherer Ort ist, Angst und Schrecken zunehmen, will ich an der Osterbotschaft – für mich ein weiteres Indiz dafür, dass sich Gott für unser Glück interessiert – festhalten: Die Hoffnung ist grösser, das Leben wird über den Tod triumphieren!

 

LESEN SIE WEITER:

Das Glücks-Buch in den Medien

Leben mit Rückenwind

Wie das Windrad ohne Wind nicht in Schwung kommt, werden wir ohne übergeordnetes Ziel, ohne Sinn im Leben, nicht im Land des Glücks ankommen.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt

Gestern hab ich es mal wieder erlebt: Eine junge, an und für sich motivierte und lebensfreudige Frau meinte: „Schliesslich arbeitet man ja dafür, dass man wieder in die Ferien verreisen kann.“

Solche Äusserungen stimmen mich nachdenklich und traurig. Klar ist die Vorfreude auf den Urlaub eine tolle Sache und vielleicht sogar ein Motivationsschub, wenn es gerade mal nicht so prickelt bei der Arbeit. Aber in solchen Phrasen schwingt eben auch mit, dass das wirklich gute Leben in den Ferien stattfindet und nicht auf der Arbeit.

Man braucht kein Mathe-Genie zu sein, um herauszufinden, dass diese Gleichung hinkt:
>46 Wochen mühsame Arbeit + <6 Wochen Ferien = glückliches Leben.

Das Leben hat mehr zu bieten, als harte, ungeliebte Arbeit. Das Leben hat aber auch mehr zu bieten, als 4-6 Wochen Ferien im Jahr. Natürlich freue auch ich  mich auf den kommenden Skiurlaub – schliesslich habe ich gerade gestern mein neues Skiabo gebucht. Natürlich denke auch ich gerne zurück an die letzte grosse Reise – schliesslich haben wir mit unserem Sabbatical einen einzigartigen Sommer erlebt.

Doch das Leben kann mehr. Es kann mehr als Ferien. Es kann mehr als Arbeit. Es kann mehr als Weihnachtsstress.

Deshalb geht es beim ShalomLeben-Windrad darum, die einzelnen Lebensfelder (Arbeit, Liebe, Gesellschaft) zu gestalten, dass wir Freude und Erfüllung erleben. Dies beginnt mit einem guten Umgang mit sich selbst (Selbstführung, Achtsamkeit, Lebensstil der Dankbarkeit …) und führt dazu, dass wir gemäss unserer Persönlichkeit leben – und zwar 52 Wochen im Jahr!

Und dann ist da noch der Wind. Was ich schon nach Seminaren erlebte, wiederholt sich nun mit dem Buch: Das Bild vom Wind provoziert. Braucht es wirklich diesen Wind, dieses übergeordnete Ziel, um glücklich zu werden? Kann ich nicht auch einfach glücklich werden in meiner kleinen Welt ohne dass es da noch etwas über mir geben muss?

Ich glaube, dass der, der die Sinnfrage vollständig ausklammert, Gefahr läuft, einem unguten Trott zu verfallen. Das kann sich früher oder später rächen. Dies zeigen auch Burnout-Studien: Fehlt die Sinnhaftigkeit, fehlt der innere Antrieb – und somit wird der Energieverschleiss immer grösser. Die Sinnfrage ist nicht bloss eine Lieblingsdisziplin von religiösen Menschen. Die Frage, was unser Wind im Windrad ist, was uns Sinn und Kraft gibt, stellt sich jedem Menschen. Und einige kommen zum Schluss, dass ihr Sinn im Dasein darin besteht, Geld für den nächsten Urlaub zu verdienen – mir wäre das jedoch deutlich zu wenig.

Und noch ein Gedanke: Einige trauen lieber der Energie, die sie im Hamsterrad selber produzieren können. Mir gefällt das Windrad besser: Ich bin froh, kann ich einer Kraftquelle ausserhalb von mir vertrauen, die mein Leben in Bewegung hält.

Ich gebe zu: Ich bin auf den göttlichen Wind in meinem Windrad angewiesen. Zu spüren, dass einer da ist, der selbst im grössten Chaos den Überblick behält und gute Gedanken über meinem Leben hat, gibt mir Energie im Alltag.

 

KONKRET

Mehr zum Konzept vom ShalomLeben-Windrad erfahren Sie in meinem Buch Glück finden – hier und jetzt. Auf rund 180 Seiten führe ich in kurzen, praktischen und gut lesbaren Kapiteln aus, was ein zufriedenes und erfülltes Leben aus meiner Sicht auszeichnet. Geeignet auch als Weihnachtsgeschenk und zum Lesen als Gruppe.

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Mein ShalomLeben gestalten

Gott schenkt dir das Gesicht, lächeln musst du selber.
Aus Irland

Ich bin überzeugt: Glück ist lernbar. Noch mehr: Wir sind zum Glücklichsein geschaffen. Es ist genauso wie der schöne irische Spruch es ausdrückt: Uns wurde anvertraut, was es zu einem glücklichen Leben braucht. Aber lächeln musst du selber! Wir selbst sind verantwortlich, ob wir dieses Leben so entfalten und gestalten, dass wir Zufriedenheit in unserem Dasein erleben.

Natürlich spielt es eine grosse Rolle, wie wir Glück definieren. Meine ich damit ein sorgloses Leben als Winner-Typ auf der Überholspur? Von einem Glücksgefühl zum nächsten? Aufstehen bereitet jeden Tag Freude? Nein, so sehe ich das Glück nicht.

Meine Definition von Glück habe ich in Glück finden – hier und jetzt so niedergeschrieben:

Glück besteht aus einem dankbaren Blick zurück, einem genussvollen Leben im Hier und Jetzt sowie aus einer hoffnungsvollen Perspektive für die Zukunft. Dazu gehört ein Versöhntsein mit sich, seinen Mitmenschen und dem Leben ganz allgemein.

Dieses Ganzsein, Versöhntsein oder Einssein mit sich selbst lässt sich aus meiner Sicht am besten und umfassendsten mit dem alten hebräischen Ausdruck Shalom bezeichnen, darum nenne ich mein Glückskonzept ShalomLeben.

Shalom wird oft als Grusswort verwendet und meint Frieden. Es ist somit ein Friedenswunsch für unser Gegenüber. Doch unser deutsches Wort Friede gibt nur verkürzt wieder, was unter Shalom zu verstehen ist. Hinter diesem klangvollen Wort steckt viel mehr als das Schweigen von Waffen.  

Im Theologischen Begriffslexikon zum Neuen Testament lesen wir treffend: «Frieden ist identisch mit Heil (Erlösung), mit Glück.» Und somit geht es nicht mehr nur um soziale Verhältnisse oder das Ausbleiben von Konflikten, sondern auch um mein ganz persönliches Wohlergehen. Shalom kann nicht einseitig dem Diesseitigen oder Jenseitigen zugeordnet werden – beides, das Glück im Hier und Jetzt sowie das spirituelle Ausstrecken nach der letztendlichen, göttlichen Lebenskraft gehören dazu.

Das Windrad

Seit vielen Jahr sprechen wir in unseren Referaten, Seminaren und Coachings von fünf Lebensbereichen, die in guter Balance zueinander stehen sollten. In meinem Glücks-Buch ordne ich die fünf Bereiche nicht mehr einfach nebeneinander an, sondern brauche das Windrad als Illustration dafür, was ich unter einem ShalomLeben verstehe:

  • Die Nabe steht für das Selbst.
  • Die drei Flügel stehen für die Lebensfelder sinnerfüllte Tätigkeit, erfülltes Liebes- und Familienleben und reiches Sozialleben.
  • Der Wind, der die Rotorblätter in Schwung hält, steht für die Spiritualität und die Sinnhaftigkeit im Leben.

Ich weiss noch gut, wie ich während meinem Masterstudium bei uns im Garten auf die Idee des ShalomLeben-Windrades kam. Ich war sofort begeistert davon (klar, das ist keine Kunst, es war ja meine eigene Idee). Aber jetzt bei Referaten und in Gesprächen zu hören, dass das Konzept auch andere überzeugt, freut mich natürlich sehr.

Und so hoffe ich, mit meinem Blog und mit meinem Buch einen Beitrag dazu leisten zu können, dass viele Menschen ihr ShalomLeben gestalten: Gott schenkt dir das Gesicht, lächeln musst du selber.

KONKRET

  • Stimme zum Buch:
    „Stefan Gerber entdeckt in dem alten biblischen Konzept des Shalom einen Weg zum Glück, der nicht nur gut begründet ist, sondern mit den vielen praktischen Tipps auch für jedermann in alltägliche Erfahrung übersetzt werden kann. Ich wünsche dem Buch und seinem sympathischen Autor einen großen Erfolg!“
    Ulrich Eggers, Redaktionsleiter Magazin AUFATMEN, Vorsitzender Willow Creek Deutschland
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  • Referat oder Lesung zu Glück finden – hier und jetzt organisieren?

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.