Kriegszustand im Büro?

Ein Team siegt nur, wenn man den anderen zum Stern macht!
Alain Suter

Kürzlich erlebte ich innerhalb von 24 Stunden Situationen, die kaum gegensätzlicher hätten sein können. Da war die Sachbearbeiterin im Coaching-Gespräch, die von ihrem neuen Kollegen erzählte. Nach der Einführungsphase in den unterschiedlichen Abteilungen sagte er bei einer (Krisen)Sitzung vor versammelter Chefetage: „Bei euch herrscht Krieg! Da gibt es kein Wir-Gefühl, jeder schaut nur für sich.“

Wow, dieser Mann hat Rückgrat. Doch wie muss es den Abteilungsleitern und Chefs ergangen sein, einen solchen Spiegel vorgesetzt zu bekommen? Da wurde jahrelang bei Qualität sichernden und Teamspirit fördernden Massnahmen gespart. Und jetzt scheint der Bumerang mit voller Wucht zurück zu kehren…

Tags darauf erlebte ich eine völlig andere Situation: Ich durfte ein motiviertes Team im Prozess der Visionsfindung begleiten. Diesen Workshop zu moderieren war ein Highlight, weil offensichtlich war, dass dieses Team am selben Strick – und erst noch in die selbe Richtung – zieht. Man ist, um im oben zitierten Bild des ehemaligen Fussballprofis Alain Suter zu bleiben, bereit, die anderen Teammitglieder zum Stern zu machen.

Ein starkes Wir-Gefühl zeigt sich da, wo wir den anderen Teamler zum Glänzen bringen.

Zehn Kennzeichen eines starken Wir-Gefühls

Was zeichnet diesen positiven Teamspirit aus? Was erlebe ich in einem Dream-Team? Zehn Dinge gehen mir durch den Kopf:

  • Ich kann meine Stärken einbringen!
    Erfolgreiche Teams sind stärkeorientiert: Jeder kann das einbringen, was er am besten kann.
  • Ich muss meine Schwächen nicht verstecken!
    Weil jeder seine Stärken einbringen kann, muss er sich auch nicht seiner Schwächen schämen. In einem guten Team werden diese durch die Stärken der Anderen aufgefangen.
  • Ich werde von den Anderen „angefeuert“ und „gefeiert“!
    Stimmt das Wir-Gefühl, dann freut sich jeder am Erfolg des Anderen. Ist der Einzelne erfolgreich, dann gewinnt auch das Team. Darum ist ein Dream-Team voller Cheerleaders, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen motivieren.
  • Ich erlebe Interesse an mir als Person!
    Stimmt der Teamspirit, dann interessiert nicht nur meine Leistung. Ich als Person werde wahr- und ernst genommen. Ich erfahre Anteilnahme für das, was ich (auch im Privatleben) durchmache.
  • Gemeinsam verfolgen wir eine Vision!
    Ein Team braucht eine Vision und eine Mission, die sich jeder Einzelne zu eigen macht. In einem solchen Team herrscht eine grosse Identifikation mit der gemeinsamen Vision und der Firma/Organisation.
  • Gemeinsam bringen wir den Einzelnen zum Blühen!
    Die positive Teamatmosphäre sorgt für ein Umfeld, in dem sich jeder weiterentwickelt.
  • Gemeinsam schaffen wir Grosses!
    Weil wir füreinander und nicht gegeneinander arbeiten, die Projekte gemeinsam lösungsorientiert anpacken und den „Schwarzen Peter“ nicht reihum weitergeben, schaffen wir Ausserordentliches.
  • Gemeinsam erleben wir Spass!
    Ein Dream-Team arbeitet hart und erreicht vieles. Trotzdem ist es vielmehr als nur ein Leistungsteam. Man hat einfach Freude, wenn man sich hier investieren kann.
  • Gemeinsam feiern wir Erfolge!
    Und diesen Spass erlebt man nicht nur beim Arbeiten. Es werden auch mal Timeouts angesetzt, wo man sich gemeinsam über Erreichtes freut. Ein Teamausflug oder auch ein Feierabendbier sorgt dafür, dass das Wir-Gefühl auch neben dem Arbeitsplatz gestärkt wird.

Es ist zwar kein offizielles Menschenrecht. Aber ich wünsche jedem, dass er mindestens einmal im Leben Teil eines solchen Dream-Teams sein darf!

 

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Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Vergangenes loslassen, Neues annehmen

Denn alles hat seine Zeit:
einatmen und ausatmen,
halten und hergeben,
binden und lösen,
Abschied nehmen und neu beginnen.

Christa Spilling-Nöker

Diese Woche durfte ich an einem Gemeindenachmittag in einer ref. Kirche zum Thema „Gewinnen durch Loslassen“ sprechen. Für diese Zielgruppe – Menschen um die Pensionierung – ist das Loslassen natürlich besonders aktuell. Doch als ich mir darüber Gedanken machte, war mir sofort klar, dass die Kunst des Loslassens in jedem Lebensabschnitt eine grosse Herausforderung sein kann.


Damit das Kind die grosse Welt entdecken kann, muss es mutig die kleine Welt ein Stückchen loslassen. Wer nicht lernt, Jugendträume loszulassen, verbaut sich möglicherweise die besten Jahre seines Lebens. Und wem Kinder anvertraut sind, hat sich zum Wohle des Kindes (und von sich selbst) immer wieder im Loslassen zu bewähren.

Loslassen geht uns alle an!

Nur wer loslässt, ist offen für Neues. Und nur wer die Vergangenheit samt den unerfüllten Wünschen frei gibt, wird versöhnt und in Freiheit die Zukunft gestalten können.

Eindrücklich dazu das Ehepaar, das mir diese Woche im TV begegnet ist: 57 Jahre verheiratet – kinderlos! Klar hätten sie sich Kinder gewünscht, sagt die Frau. Doch es kam anders. Und trotzdem haben sich die beiden mit ihrem Leben und der Situation versöhnt – dies verriet der zufriedene Gesichtsausdruck.

Das Loslassen von unerfüllbaren Träumen
und das Freigeben von Menschen,
an denen dein Herz hängt,
ist wohl das Schwerste, was es im Leben gibt.

Aber so, wie du nicht nur einatmen
und die Luft in dir behalten kannst,
sondern wieder ausatmen,
gleichsam freigeben musst, um leben zu können,
so kannst du dich neuen Begegnungen nur öffnen,
wenn du die Hoffnungen aufgeben kannst,
die sich verbraucht haben.
Denn alles hat seine Zeit,
einatmen und ausatmen,
halten und hergeben,
binden und lösen,
Abschied nehmen und neu beginnen.

Christa Spilling-Nöker

Als ich anfangs Woche den letzten Teil dieses Textes in die Welt hinaus zwitscherte, kam postwendend der Kommentar: „Die Vorlage dafür gefällt mir auch.“ (Danke, @MichuTschannen)

Natürlich ist dieser besinnliche Text angelehnt an das Gedicht aus dem Predigerbuch im Alten Testament. Und später war es Jesus, der seine Zuhörer davor warnte, sich an die falschen Dinge zu binden. „Wer sich an sein Leben klammert, wird es verlieren“, sagte er. „Wer aber sein Leben für mich und für Gottes rettende Botschaft einsetzt, der wird es für immer gewinnen.“

Das ist ein Steilpass. Wie sehr stehen wir doch tagtäglich in Versuchung, unser Leben, unsere Besitztümer, aber auch unsere Mitmenschen krampfhaft zu klammern. Loszulassen und dabei zu vertrauen, dass es stimmt, wenn mir der Schöpfergott zu flüstert „Alles hat seine Zeit“, bleibt mir ein tägliches Übungsfeld.

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Ich brauche dich!

‎Einsamkeit ist der Aussatz der modernen ‪‎Gesellschaft.
Und niemand möchte, dass man von ihm weiss, dass er aussätzig ist.

Mutter Teresa

„Haben Sie Freunde?“ „Klar, bei Facebook sind es aktuell 560. – Dann sind da noch die XING-Bekanntschaften und Twitter-Follower. Natürlich begegne ich auch im realen Leben tagein, tagaus Menschen. Ja, doch, ich habe viele Freunde. Oder mindestens bin ich von vielen Menschen umgeben.“

„Und wie viele dieser Freunde wissen, wie es Ihnen wirklich geht? Was Sie gerade beschäftigt und was Ihnen während den Skiferien am meisten Kummer bereitete?“ „Touché! All die Kontakte zeigen vielleicht, wie vernetzt ich bin, aber nicht, ob ich mein Leben wirklich mit Freunden an meiner Seite gestalte…“

Wirkliche Freunde habe ich vielleicht zehn, zähle ich meine Familie noch dazu, sind es maximal 20 Personen, die zu meinem engeren Kreis von Freunden gehören.

Einer dieser Freunde tauchte gestern Morgen um 7.12 Uhr an meinem Arbeitsplatz auf. Kurz vorher hatte ich ihm geschrieben, ob er mir rasch etwas helfen könnte. Doch meine SMS hatte er noch gar nicht gesehen. Und trotzdem war er da – das ist Freundschaft. Nun gut, wahrscheinlich war er eben auch da, weil er selbst etwas mit mir teilen wollte.

Mit Freunden geht’s leichter

Längst haben Studien belegt, dass es sich mit einem Partner oder mit Freunden an der Seite leichter und gesünder lebt. Kürzlich lass ich in der NZZ am Sonntag dazu: „Wer seinen Lebensstil ändern möchte, ist am erfolgreichsten, wenn sein Partner das gleiche Ziel verfolgt.“ Die entsprechende Untersuchung hat gezeigt, dass beim Versuch, das Rauchen abzugewöhnen, nur gerade acht Prozent erfolgreich sind, wenn sie es alleine tun. Hilft der Partner auch mit, steigt die Erfolgsquote auf 50 Prozent!

Wir sind so verdrahtet, dass das Leben tatsächlich besser gelingt, wenn wir es gemeinsam leben. Und das sagen nicht nur Studien, das würde wohl jeder bestätigen, der die Erfahrung von guten Freundschaften macht. Manchmal sind diese ermutigenden Beziehungen so selbstverständlich, dass wir gar nicht mehr merken, wie gut sie uns tun.

Wenn ich genau hinschaue, stelle ich fest, dass mir bereits eine kurze Begegnung von 15 Minuten mit einem Freund ein positives Gefühl für den restlichen Tag bringen kann. Dieser Effekt stellt sich bei motivierenden Begegnung im realen Leben ein. Die Vernetzung über Facebook find ich toll. Und die Likes und Kommentare geben auch das Gefühl, nicht alleine unterwegs zu sein.

Aber wenn ich vor die Wahl gestellt würde, gäbe ich sofort all meine 560 Facebook-Freunde her, um die zehn Freunde aus dem „richtigen Leben“ behalten zu können.

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Frisch bleiben – in Job und Leben

Ich werde fürs Nachdenken, fürs Dranbleiben, für gute Ideen bezahlt. Das alles gelingt leichter ohne permanente Reizüberflutung. 
Martin Eppler

Das hat mein Interesse sofort geweckt: „Warum der weltweit gefragte Mieden-Professor aufs Handy verzichtet“ stand vor zwei Wochen über dem Interview in der Zeitungsbeilage „Stellen Markt“.

Und tatsächlich, dass Interview mit Martin Eppler, aus welchem auch das obige Zitat stammt, hat einiges an Perlen zu bieten. Von Anregungen zum Thema Visualisierung und Sitzungskultur über eine Art Zauberformel für KLARE Kommunikation bis zu wertvollen Gedanken zum Zeitmanagement.

Eine Hilfe im Umgang mit der Zeit ist es, wenn wir in unseren Tätigkeiten unseren Interessen und Leidenschaften folgen können, das erlebt auch Martin Eppler. Und was er bezüglich Zeitmanagement sagt, entspricht natürlich meiner Überzeugung als LifeBalance-Coach:

Und ich vermeide es, mir die ganze Woche mit fixen Terminen zuzupflastern. Es passiert immer Unvorhersehbares und wir sind ohnehin keine Maschinen. Wir brauchen Auszeiten. Ohne Musse sind kreative Spitzenleistungen schwer möglich.

Wer Arbeit mit hoher Qualität und Kreativität abliefern will, muss es auch verstehen, richtig Pause zu machen. Höchstleistung braucht Frische im Kopf.

Frische im Kopf fördern

Was kann helfen, diese Frische im Kopf zu erhalten oder neu zu gewinnen? Als erstes sich wie genannt Zeiten der Musse und ganz allgemein Auszeiten gönnen.

Immer wieder betont und doch so wenig beherzigt wird das Thema Schlaf. Ein wacher Geist lebt in einem ausgeruhten Körper.

Regelmässig „an der Firma, nicht in der Firma“ arbeiten, ist ein Tipp, den ich einmal aufgeschnappt habe. Wer sich andauernd vom Tagesgeschäft gefangen nehmen lässt, wird über kurz oder lang die Frische im Kopf verlieren. Wir brauchen immer wieder Momente, in denen wir quasi auf der Metaebene über unsere Tätigkeit nachdenken.

Und dann ist da die Steilvorlage vom Medien-Professor, der aufs Handy verzichtet: „Die Smartphones verleiten uns dazu, jede kleine Pause mit Unsinn zu füllen. … Wenn neue Inputs für einen Moment ausbleiben, sind wir wie Süchtige auf Entzug“, sagt Martin Eppeler.

Ich möchte nicht gänzlich auf mein Smartphone verzichten, doch ich versuche bewusst einen Tag pro Woche ohne Mails, Internet & Co. auszukommen. Weil es meinen Kopf frisch hält.

Ablenkungen ausschalten

Diese nützlichen Errungenschaften können nämlich auch ganz schnell zum Gegenteil werden: Eine andauernde Ablenkung im Arbeitsprozess. Genau darum ist der Umgang mit Ablenkungen auch immer ein grosses Thema in unserem Workshop Motivationstag Mehr Zeit.

Für Menschen mit Führungsverantwortung und/oder mit hohem Anteil an kreativer Arbeit empfiehlt sich der Zeitmanagement-Tipp der „Stillen Stunde“. Festgelegte Zeiten, in denen man weder per Mail, Telefon noch persönlich erreichbar ist. Überhaupt ist der sinnvolle Umgang mit der Kommunikationsflut eine grosse Herausforderung für viele.

Grundsätzlich gilt es, sich zu fragen, wie man es persönlich am besten schaffen kann, fokussiert zu arbeiten. Und das kann dann bei jedem etwas anders aussehen, weil es auch mehrere unterschiedliche Zeittypen gibt.

 

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Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Alles Charlie oder was?

Schweigen ist feige, reden ist Gold.
Marius Müller-Westernhagen

Und plötzlich sind alle Charlie. Obwohl die wenigsten von ihnen wohl jemals eine Ausgabe von Charlie Hebdo von innen gesehen hatten (ausser der Titelseite der aktuellen Ausgabe, die wir alle gesehen haben) und auch keines der Opfer kannten.

Wenn ich mich recht erinnere, habe ich bisher noch nie eine Statusmeldung in meine Profile bei Facebook, Twitter oder Xing reinkopiert – weder bei irgendwelchen lustigen bis fragwürdigen Spielereien („Wer diese Statusmeldung kopiert, erhält von mir…“) noch bei löblichen Aktionen gegen Diskriminierung von Minderheiten oder bei Solidaritätsbekundungen für verfolgte Christen.

Darum wurde ich letzte Woche auch kein Charlie. Aber ich habe tatsächlich darüber nachgedacht und mich gefragt, aus welchem Grund ich denn ein Charlie wäre oder eben nicht. Heisst „Je suis Charlie“ ich identifiziere mich mit einem Blatt, das ich gar nicht kenne? Oder wehre ich mich damit gegen Angriffe auf die Meinungsfreiheit und westlichen Werte? Oder werde ich damit Teil des Kampfes der Kulturen? Ein gewaltloser Protest gegen fundamentale, zerstörerische Kräfte? Ein Signal: So wollen wir nicht zusammenleben? Wir kämpfen mit dem Bleistift in der Hand gegen Waffengewalt?

Die überwältigende Solidaritätsbewegung, die reflexartig aus Charlie ein Symbol unserer demokratischen und freiheitlichen Werte machte, hat mich beeindruckt, aber auch irritiert.

  • Warum ist unsere Solidarität mit Charlie so unglaublich viel grösser als die Solidarität mit dem täglichen unsäglichen und unendlich grösseren Blutvergissen auf dieser Welt?
  • Warum posten wir „Je suis Charlie“ überall hin, aber verschliessen die Augen, wenn unmittelbar in unserer Umgebung Unrecht geschieht?
  • Warum laufen wir in einem Solidaritätsmarsch in Paris mit (wenn auch nur am Bildschirm) und verweigern uns dem kleinen Marsch zu unserem Nachbarn, der gerade grosses persönliches Leid erfährt?
  • Und schliesslich: Sind unsere westlichen Werte, die wir da grossartig verteidigen, wirklich so viel besser als die Werte aus anderen Teilen der Welt? (Anders gefragt: Wie viel Schaden richten wir eigentlich mit unserem westlichen Lebensstil an? Stichworte: Globalisierung, Moderne Sklaverei.)

Natürlich bin ich nicht für Waffengewalt! Natürlich erachte ich die Meinungsfreiheit als unbedingt schützenswert! Aber ich will mich nicht einem mediengesteuerten, unreflektierten Stammtisch Geschwätz hingeben, das auch ganz schön gewaltsam sein kann – nur einfach ohne Schusswaffen. Wir tun so wahnsinnig aufgeklärt und haben doch so oft eigentlich keine Ahnung. Wir schwätzen nach, was uns gesagt wurde und nennen es dann Meinungsfreiheit!

Dabei vergessen wir, dass das höchste Gut weder die hochgelobte Redefreiheit noch die vieldiskutierte Toleranz ist. Redefreiheit kann nämlich auch ganz schön egoistisch werden: Ich sage, was ich will, egal, was ich damit bei meinem Gegenüber auslöse. Und Toleranz ist nicht selten einfach ein anderes Wort für Gleichgültigkeit: Mach, was du willst, es interessiert mich sowieso nicht.

Ist nicht das höchste Gut die Liebe? Liebe, die sich wirklich für den Mitmenschen interessiert. Liebe, die unangenehme Wahrheiten anspricht, aber nicht als Angriff auf mein Gegenüber. Sondern selbst im Konfliktfall das Beste für den anderen suchend. Liebe, die die Unterschiedlichkeit toleriert, aber nicht ignoriert. Liebe, die aufrichtiges Interesse zeigt, wo andere nur Pro und Contras suchen.

Andere zu verletzen – ob mit Waffen oder geschmacklosen Karikaturen – ist zu einfach. Andere zu lieben, auch wenn sie das Leben ganz anders verstehen als wir, das ist die Herausforderung, der wir uns stellen sollten!

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

 

Wo bleibt der Weihnachtsfrieden?

S’Liecht vom Friede brönnt jetzt uf dr Ärde,
s’Liecht vom Friede strahlt i jedes Land.
Jetz cha würklich Wiehnacht wärde.
Chumm, mir gänd üs alli d’Hand.

Zündet nöi Liechter aa, dass es hell wird überall,
und das d’Dunkelheit verschwinde muess!
Zündet d’Liechter a als Friedensgruess.

Markus Hottiger

 

Was für eine Szene. Heerscharen von Engeln erleuchten die nahöstliche Nacht und proklamierten: „Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.“ (Die Bibel, Lukas 2,14)

Szenenwechsel: Sechs Terroristen stürmen in der nahöstlichen Mittagszeit eine Schule und ermorden weit über hundert Kinder.

Wo ist dieser Friede für die Welt geblieben? Wie können wir Weihnachten feiern, während 50 Millionen Menschen auf der Flucht sind, Gewaltexzesse manifestiert werden und die Welt 2000 Jahre nach der Engelsankündigung alles andere als ein sicherer und friedlicher Ort geworden ist?

Wenn man es so betrachtet, scheint es geschmacklos zu sein, sich zu Weihnachten zu beschenken und feines Essen zu geniessen. Stattdessen wäre zu fragen, ob sich die Engel einen schlechten Witz erlaubt hatten und Weihnachten ein einziger grosser Irrtum ist.

Wo brennt das Licht des Friedens?

Nein, Weltfrieden hat sie uns nicht gebracht, die erste Weihnacht – damals nicht und auch heute nicht. Und trotzdem singe in aus tiefstem Herzen mit, wenn wir diese Tage das oben zitierte Lied anstimmen: „S’Liecht vom Friede brönnt jetzt uf dr Ärde, s’Liecht vom Friede strahlt i jedes Land.“

Es gibt sie, die Hoffnung machenden Zeichen, dass es doch stimmt mit dem Licht und dem Frieden. Aber es ist nicht ein von oben angeordneter Waffenstillstand, der auf einen Schlag kam und alle Menschen zu Untertanen des Friedensreich machte.

Nein, zerbrechlich als Kleinkind in einer Futterkrippe kam das göttliche Licht in diese von Hass erfüllte Welt. Gott drängte sich den Menschen nicht auf. Vielmehr ist es eine Einladung, sich am Licht zu erfreuen. Dieses Licht des Friedens, das Hoffnung, Wärme und Liebe bringt.

Leider meinen einige Menschen bis heute, man könne das göttliche Licht in anderen gewaltsam entzünden. Doch wie gesagt, göttlicher Friede kann nicht verordnet werden. Man kann sich nur aus freien Stücken anzünden lassen vom Licht des Friedens.

Und darum kann ich auch in diesem Jahr mit gutem Gewissen Weihnachten feiern. Denn Weihnachten ist die Einladung an mich persönlich, das Licht des Friedens in mir brennen zu lassen. Jesus will zuerst in meiner Welt Frieden schaffen. Und mich dann als Friedensbotschafter in die grosse, weite Welt schicken, die bei meinen Kindern und meinem Nachbarn beginnt.

Die Sache mit dem Frieden ist keine göttliche Diktatur. Sie ist eine Bewegung von Menschen, die der Einladung folgen und sich vom göttlichen Licht entzünden lassen. Das begann damals in der nahöstlichen Nacht und nahm seinen Lauf bis in unsere Zeit. Angefangen bei Maria, zu den Hirten, über Kaiser Konstantin, Benediktus, Franz von Assisi, Jan Hus, Martin Luther, Martin Luther King, Mutter Teresa und vielen mehr, die das Licht aufnahmen und versuchten, den Frieden in ihrer Welt zu leben.

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Mein Leben in Balance

Wir sind alle die gleichen Hanswürste in diesem Grümpelturnier.
Wir versuchen, mitspielen zu können. Aber es weiss niemand genau,
wie es geht, das Leben.

Peach Weber (im Bieler Tagblatt, 17. November 2014)

Zugegeben, Peach Weber ist nicht mein Lieblingskomiker, doch das Interview, aus dem das obige Zitat stammt, hat mich fasziniert. Eine Prise Selbstironie verbunden mit einer guten Portion Weitblick, das ist sympathisch und liefert hin und wieder gute philosophische Denkanstösse.

In typischer Peach Weber-Art kommt obige Lebensweisheit sehr salopp daher. Doch ist es nicht eine tiefgründige Aussage, dass jeder versucht mitzuspielen, aber keiner genau weiss, wie es geht, das Leben?

Natürlich, einige tun so, als wüssten sie ganz genau, wie das Leben funktioniert. Bis sie dann selbst aus ihrer sicher geglaubten Bahn geworfen werden und plötzlich mehr Fragen als Antworten haben.

Je mehr ich über das Leben nachdenke, meinen Alltag reflektiere und das Leben anderer beobachte, komme ich zum Schluss: Es gehört wohl zum Leben, dass wir mehr Fragen als Antworten haben.

Und darum will ich mich sowohl als Coach, Seminarleiter als auch als Theologe hüten, vorschnell Antworten auf grosse Fragen zu geben. Immer mehr will ich lernen, mit anderen Menschen auf Entdeckungsreise zu gehen, um gemeinsam herauszufinden, wie es geht, das Leben.

Aber auch da wird es so sein, dass es keine Antworten nach dem Prinzip „one size fits all“ geben wird. Jedes Leben ist individuell und kann auch nur so entdeckt und entfaltet werden. Natürlich gibt es je nach philosophisch-religiösem Hintergrund grundlegende Prinzipien, aber selbst diese muss man persönlich entdecken, damit sie im Alltagsleben tragfähig werden.

Alltagstaugliche Auszeiten

Mein Traum ist es, dass ich die unterschiedlichsten Menschen auf kreative Art und Weise in der Gestaltung ihres Lebens unterstützen kann. Diesen Traum lebe ich zusammen mit meiner Frau, indem wir einerseits mit dem gms – gospel movement seeland eine lokale und regionale Arbeit leiten.

Daneben sind wir über die Region hinaus als Seminarleiter, Coachs und Referenten tätig. Neben den individuell auf das Gegenüber zugeschnittenen Coachings, fanden wir in den letzten Jahren in den Timeout-Weekends einen geeigneten Rahmen, um das oben Ausgeführte auszuleben.

Ob bei den Kurzauszeiten für Paare, Frauen oder Familien – wir „verkaufen“ keine allgemeingültigen Lösungen. Immer ist es uns wichtig, dass die Teilnehmenden für ihre eigene Situation passende Lösungsansätze entdecken können.

Das angenehme Ambiente, die Zeiten der Selbstreflexion und das ganzheitliche Programm unterstützen diesen Prozess.

Peach Weber würde wohl sagen, diese Timeout-Weekends seien ein Grümpelturnier, bei dem man darin unterstützt wird, selbst herauszufinden, wie es geht, das Leben.

Mein Leben in Balance gestalten – jetzt fürs nächste Jahr vorsorgen!

Folgende Timeouts haben wir im 2015 im Programm:

Partnerschaft gestalten
Timeout-Weekend für Paare, 11. + 12. April im Ländli

Eine wohltuende, ganzheitliche und alltagstaugliche Auszeit.
Sich als Paar in einem angenehmen Ambiente verwöhnen lassen und dabei in aller Ruhe die eigene Beziehung reflektieren.
Weitere Infos & Anmeldung (günstigster Tarif bis 31.12.)

Life-Balance – den eigenen (Familien)Rhythmus finden
Timeout-Weekend für Familien, 4. – 6. September

Sich als ganze Familie ein kreatives Timeout gönnen und dabei alltagstaugliche Impulse für ein Leben in Balance erhalten. Mit Brigä & Adonette und Kreativ-(Outdoor)Programm (Spiele, Lagerfeuer, Kinderprogramm…).
Weitere Infos & Anmeldung

Nicht perfekt, aber brillant
Timeout-Weekend für Frauen, 7. + 8. Nov. im Ländli

Neben viel Zeit zum Ausspannen, Geniessen und Auftanken – zum Beispiel in der Wellness-Oase – wird Brigitte Gerber mit wertvollen Impulsen zum versöhnten Umgang mit sich selbst motivieren. „Bonusmaterial“ in diesem Jahr: GPI-Testverfahren.
Weitere Infos & Anmeldung

 

Unser aktuelle Newsletter finden Sie hier. Der Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst“.

Zeigen Sie Mut!

Zum Nein-Sagen gehört oft mehr ‪Mut‬ als zum beschwichtigenden Ja,
das dem Nein aus dem Wege zu gehen sucht.
Wilhelm Vogel

Kürzlich sass ich mit einem Geschäftsführer einer gemeinnützigen Institution zusammen. Er hatte den Vorstand auf Probleme und Ungerechtigkeiten innerhalb der Organisation hingewiesen. Die Missstände wurden erkannt, Besserung versprochen – aber nichts geschah. Die Vorstände hatten nicht den nötigen Mut, die Unregelmässigkeiten konsequent anzupacken und unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Inzwischen hat der Geschäftsführer die Konsequenzen gezogen und seine Zukunft ausserhalb der Institution geplant.

Unweigerlich kam mir meine eigene Geschichte in den Sinn: Nach zehn Jahren Projekttätigkeit in einem Verband wollten die Verantwortlichen das Projekt einstellen. Als dieses Vorhaben die Runde machte, kamen etliche Mitglieder des Verbandes auf mich zu und gaben zu erkennen, dass sie mit diesem Entscheid überhaupt nicht einverstanden waren.

Aber auch da: Nichts geschah. Niemand hatte den Mut aufzustehen und zu sagen: „Das wollen wir nicht.“

In beiden Beispielen gab es Menschen, die eigentlich wussten, dass „man etwas hätte tun müssen“. Und wie viele Menschen sprechen tagtäglich davon, dass sie es ihrem Chef oder der Lehrerin der Kinder jetzt dann mal „schön sagen würden“?

Warum fehlt uns oft der Mut?

Leider ist es tatsächlich so, dass vielen Menschen im richtigen Moment eine Portion Mut fehlt. Ich sehe einige Gründe dafür:

  • Bequemlichkeit: „Kopfnicker“ sind zwar nicht unbedingt Gestalter, aber es lebt sich bequemer als Ja-Sager.
  • Gleichgültigkeit: Auch wenn sie zwar ein Unrecht erkennen, lässt es diese Menschen im Grunde kalt. Daher engagieren sie sich auch nicht für eine Veränderung.
  • Angst: Die Angst vor dem Unbekannten oder vor den Konsequenzen lähmt viele Menschen und verhindert so mutiges, engagiertes Handeln.
  • Menschenfurcht: Eine spezielle Form der Angst ist die Menschenfurcht. Leider fallen ihr unzählige Menschen zum Opfer. Weil diese Leute die Reaktion ihrer Mitmenschen fürchten, bleiben sie lieber stille Ja-Sager.

Engagiertes Handeln, aufstehen bei Ungerechtigkeit, ein Nein im richtigen Moment (aber auch ein Ja im richtigen Moment), den Status Quo in Frage stellen, Veränderung einläuten – all das erfordert Mut. Dazu müssen wir zu allererst unsere Gleichgültigkeit abstreifen und unsere Bequemlichkeit überwinden. Und dann gilt es, sich nicht von Angst oder Menschenfurcht blockieren zu lassen.

Zeigen Sie Mut!

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Vom Barkeeper zum Entwicklungshelfer

Ich hoffe, dass du ab heute nie wieder denkst:
Ich frag mich, ob Gott so jemanden wie mich gebrauchen kann.

Doc Hendley, Gründer „Wine to Water“ + CNN Hero 2009

Es gibt kaum etwas, dass mich mehr berührt, als echte Storys von echten Menschen zu hören. Storys darüber, wie ein Menschenleben eine neue Richtung nahm. Storys über prägende Aha-Erlebnisse. Storys über die Leidenschaft von Individuen. Storys davon, wie gewöhnliche Menschen zu „Heroes“ werden, weil sie ihrem Herzen folgen.

Am vorletzten Weekend durfte ich gleich zwei solche „Hühnerhaut-Feeling“ Storys hören: Einerseits war da der Typ, der uns auf einem Parkplatz seine eindrückliche Lebensgeschichte erzählte. Und dann war da am Sonntagmorgen die „Celebration of Hope“, ein Gottesdienst von Willow Creek, den ich im TV mitverfolgte.

Die Story von Doc Hendley hat mich tief berührt: Doc sagt von sich, dass er sich immer wieder zu wenig gut fühlte, sich im Vergleich zu den anderen Familienmitgliedern unterdurchschnittlich vorkam, dann als Barkeeper sein Zuhause an der Bar fand – weil hier jeder sein konnte, wie er war: Der Manager neben dem „Büezer“, der Arbeitslose neben dem Akademiker.

Irgendwann wurde Doc auf die Trinkwasserkrise aufmerksam – und fand dabei seine Leidenschaft. Er organisierte Weindegustationsanlässe um da auf die Katastrophe aufmerksam zu machen und Geld für sauberes Trinkwasser in der dritten Welt zu sammeln. Die Organisation Wine to Water war geboren. Inzwischen ist Docs organisation in zahlreichen Ländern aktiv und er selbst wurde zum CNN Hero 2009 gewählt.

Doc Hendleys Story ist berührend und herausfordernd zugleich. Sein Vorbild bringt hoffentlich auch uns Bewegung. Wir haben etwas zu geben – egal wie talentiert wir uns fühlen!

Doch ich will nicht mehr schreiben, sondern möchte Doc selbst zu Wort kommen lassen. Nimm dir doch die Zeit und schau dir seine Story an:

Und welche Spur hinterlässt du auf dieser Erde? Jede und jeder kann sich zum Wohl der Gemeinschaft einbringen. Es muss nicht gleich jeder eine neue Organisation gründen. Doch wie Doc im Clip sagt, wird der erste kleine Schritt zu weiteren Schritten führen. Und so werden wir gemeinsam diese Welt verändern!

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Wie werden wir stark?

In dir muß brennen, was du in anderen entzünden willst.
Augustinus

Kürzlich durften wir für zehn Familien ein Timeout-Weekend gestalten. Als ich dafür den Seminarblock „Starke Kinder, starke Eltern – starke Familie“ vorbereitete, stöberte ich in Büchern, Referaten und Blogartikeln. Da sagte meine Frau locker: „Ist doch ganz einfach: Jeder muss zufrieden mit sich selbst sein und man muss als Paar am gleichen Strick ziehen, das ergibt dann eine starke Familie.“

Formeln sind ja so schön, weil sie das komplexe und komplizierte Leben in eine klare Logik pressen. Und genau darum bin ich in der Regel ziemlich skeptisch, wenn jemand Sätze mit „Ist doch ganz einfach“ beginnt. Das „one-size-fits-all“-Prinzip wird dem realen Leben zu oft nicht gerecht. Darum verkaufen wir in unseren Seminaren und Coachings keine allgemeingültige Rezepte. So einfach ist das Leben – und vor allem der Familienalltag – leider nicht. Wir helfen zur Selbstreflexion, also zum Nachdenken über die eigene Situation. Wir begleiten im Entdecken von eigenen, kreativen Lösungsansätzen. Jeder ist ein Original – darum kann es nicht Lösungen geben, die für jeden passen.

Trotzdem nahm ich die Anregung meiner Frau als Arbeitsthese für besagtes Timeout-Weekend für Familien: Selbstzufriedenheit + Paar/Eltern als Team = starke Familie.

Selbstzufriedenheit der Eltern

Einmal mehr musste ich an das bekannte Zitat von Augustinus (siehe oben) denken: Was wir unseren Kindern weitergeben wollen, muss zuerst in uns selbst brennen.

Ich vermute (nein, ich hoffe!), dass alle Eltern ihren Kindern einen starken Selbstwert und ein grosses Selbstvertrauen mit auf den Weg geben wollen.

Gut so! Doch: Brennen diesen beiden Dinge auch in uns selbst? Wie steht es mit meinem Selbstwert und Selbstvertrauen?

Unter Selbstwert verstehen wir: Ich bin ein einzigartiges, wunderbares Geschöpf Gottes. Ich bin wertvoll, weil ich lebe. Meinen Wert habe ich durch Geburt, nicht durch Leistung.

Mit Selbstvertrauen meinen wir: Ich traue mir etwas zu. Ich weiss, dass ich etwas leisten kann.

Ja, genau diese beiden Dinge will ich meinen Kindern weitergeben. Doch was ich weitergeben will, muss zuerst in mir leben. Darum gab ich während dem grössten Teil des erwähnten Seminarblocks Anregungen zur Selbstzufriedenheit weiter. Dabei orientierte ich mich am „Säen – Schlafen – Ernten„-Zyklus.

Wurzeln und Flügel

Zu dem, was die Eltern zu einem starken Team macht, gäbe es viel zu sagen. Angefangen bei einer konstruktiven Paar-Kommunikation über gemeinsame Ziele bis zur konkreten Gestaltung des Beziehungsalltages.

Ich beschränke mich auf den Hinweis auf das „Wurzel & Flügel„-Konzept, welches ich an dieser Stelle schon öfters vorgestellt habe.

Die Wurzeln sind ein Bild für die Mutterenergie und stehen für Geborgenheit, verwurzelt sein. Wir können auch sagen: Die Wurzeln haben mit Selbstwert zu tun.

Die Flügel sind ein Bild für die Vaterenergie. Es geht darum, dass unseren Kinder etwas zugetraut wird, ja, dass wir sie beflügeln. Die Flügel haben also mit Selbstvertrauen zu tun.

Wenn es uns gelingt, dass wir mit uns selbst im Reinen sind, in guter Balance leben und uns unseres eigenen Wertes bewusst sind, haben wir den ersten Teil geschafft. Sind wir dann noch als Paar ein Team, dass den Kids Wurzeln und Flügel schenkt, sind wir auf dem besten Weg zu einer starken Familie.

Einige Charaktereigenschaften einer starken Familie gibt uns Mihaly Csikszentmihalyi in seinem Buch FLOW – Das Geheimnis des Glücks weiter und habe ich im Artikel Starke Kinder vorgestellt.

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.