Frisch bleiben – in Job und Leben

Ich werde fürs Nachdenken, fürs Dranbleiben, für gute Ideen bezahlt. Das alles gelingt leichter ohne permanente Reizüberflutung. 
Martin Eppler

Das hat mein Interesse sofort geweckt: „Warum der weltweit gefragte Mieden-Professor aufs Handy verzichtet“ stand vor zwei Wochen über dem Interview in der Zeitungsbeilage „Stellen Markt“.

Und tatsächlich, dass Interview mit Martin Eppler, aus welchem auch das obige Zitat stammt, hat einiges an Perlen zu bieten. Von Anregungen zum Thema Visualisierung und Sitzungskultur über eine Art Zauberformel für KLARE Kommunikation bis zu wertvollen Gedanken zum Zeitmanagement.

Eine Hilfe im Umgang mit der Zeit ist es, wenn wir in unseren Tätigkeiten unseren Interessen und Leidenschaften folgen können, das erlebt auch Martin Eppler. Und was er bezüglich Zeitmanagement sagt, entspricht natürlich meiner Überzeugung als LifeBalance-Coach:

Und ich vermeide es, mir die ganze Woche mit fixen Terminen zuzupflastern. Es passiert immer Unvorhersehbares und wir sind ohnehin keine Maschinen. Wir brauchen Auszeiten. Ohne Musse sind kreative Spitzenleistungen schwer möglich.

Wer Arbeit mit hoher Qualität und Kreativität abliefern will, muss es auch verstehen, richtig Pause zu machen. Höchstleistung braucht Frische im Kopf.

Frische im Kopf fördern

Was kann helfen, diese Frische im Kopf zu erhalten oder neu zu gewinnen? Als erstes sich wie genannt Zeiten der Musse und ganz allgemein Auszeiten gönnen.

Immer wieder betont und doch so wenig beherzigt wird das Thema Schlaf. Ein wacher Geist lebt in einem ausgeruhten Körper.

Regelmässig „an der Firma, nicht in der Firma“ arbeiten, ist ein Tipp, den ich einmal aufgeschnappt habe. Wer sich andauernd vom Tagesgeschäft gefangen nehmen lässt, wird über kurz oder lang die Frische im Kopf verlieren. Wir brauchen immer wieder Momente, in denen wir quasi auf der Metaebene über unsere Tätigkeit nachdenken.

Und dann ist da die Steilvorlage vom Medien-Professor, der aufs Handy verzichtet: „Die Smartphones verleiten uns dazu, jede kleine Pause mit Unsinn zu füllen. … Wenn neue Inputs für einen Moment ausbleiben, sind wir wie Süchtige auf Entzug“, sagt Martin Eppeler.

Ich möchte nicht gänzlich auf mein Smartphone verzichten, doch ich versuche bewusst einen Tag pro Woche ohne Mails, Internet & Co. auszukommen. Weil es meinen Kopf frisch hält.

Ablenkungen ausschalten

Diese nützlichen Errungenschaften können nämlich auch ganz schnell zum Gegenteil werden: Eine andauernde Ablenkung im Arbeitsprozess. Genau darum ist der Umgang mit Ablenkungen auch immer ein grosses Thema in unserem Workshop Motivationstag Mehr Zeit.

Für Menschen mit Führungsverantwortung und/oder mit hohem Anteil an kreativer Arbeit empfiehlt sich der Zeitmanagement-Tipp der „Stillen Stunde“. Festgelegte Zeiten, in denen man weder per Mail, Telefon noch persönlich erreichbar ist. Überhaupt ist der sinnvolle Umgang mit der Kommunikationsflut eine grosse Herausforderung für viele.

Grundsätzlich gilt es, sich zu fragen, wie man es persönlich am besten schaffen kann, fokussiert zu arbeiten. Und das kann dann bei jedem etwas anders aussehen, weil es auch mehrere unterschiedliche Zeittypen gibt.

 

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Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Sprint oder OL?

Was hat es für einen Sinn schnell zu laufen,
wenn du auf dem falschen Weg bist?
Unbekannt

Sind Sie auch gerne schnell unterwegs? Ich liebe Tempo – ob auf den Skis, dem Bike oder beim Arbeiten. Es gibt kaum etwas so langweiliges wie langfädige Sitzungen. Oder das endlose Warten beim Skifahren, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist. Oder ins Alter gekommene Sonntagsautofahrer, wenn man eilends zu einem Termin unterwegs ist.

Tempo macht (mir) Spass. Und ich bin voller Energie, wenn ich freie Fahrt habe und mit schnellen, langgezogenen Schwüngen meine Lieblingspiste am Sennigrat heruntersausen kann oder wenn sich in meiner Arbeitswoche ein Termin an den nächsten reiht.

Doch das hohe Tempo birgt neben aller Faszination auch einige Gefahren in sich. Einerseits ist es gesundheitsschädigend, wenn man sich von einem Adrenalinkick zum nächsten schwingt und das Stresslevel nicht regelmässig in den Normalbereich fällt. Anderseits verpasst es derjenige, der mit rasantem Tempo unterwegs ist, manchmal, abzuchecken, ob die eingeschlagene Richtung immer noch die richtige ist.

Stimmt die Richtung?

Die Berner Leichtathletin Anita Weyermann hat vor vielen Jahren den Spruch „Gring abe u seckle“ geprägt. Dieses Motto mag für ein kurzes Rennen, bei dem es immer schön geradeaus geht, passend sein. Aber als Lebensmotto taugt es nicht.

Trotzdem kann man in unserer Gesellschaft überall Menschen entdecken, die ihren Alltag genau nach diesem Motto gestalten. Wir leben mit der Stoppuhr in der Hand und „Gring abe u seckle“ im Hinterkopf:

  • Immer schneller, immer weiter, immer höher, immer mehr, immer besser.
  • Hauptsache volle Kraft voraus.
  • Fixiert auf Leistung, Geschwindigkeit und Grösse.

Die Stoppuhr hat aber einen grossen Nachteil: Sie zeigt bloss Zahlen an, aber nicht, ob die eingeschlagene Richtung stimmt!

Zu oft schauen wir nur auf die Zahlen – und vergessen, dass die höchsten Zahlen, die beste Leistung, die stärkste Kraft in die falsche Richtung keinen Wert hat.

Ich hab schon als Kind lieber OL’s (Orientierungslauf) gemacht als Sprints. Und so ist mir der Kompass auch viel lieber als die Stoppuhr. Beim OL kannst du zwar sehr schnell sein, aber wenn du die Orientierung verlierst, drehst du dich schnell einmal im Kreis.

Und im Leben ist das genauso: Wir können zwar sehr schnell unterwegs sein, auf jeden Trend aufspringen, immer mehr erreichen – aber wer dabei die Orientierung verliert, hat im Grunde alles verloren.

Lieber langsam auf das Ziel zu, als mit hundert Sachen in die falsche Richtung!

Weil ich weiss, dass Tempo nicht alles ist, nehme ich an mindestens einem Tag pro Woche bewusst Tempo raus, lass die elektronischen Medien links liegen, suche die Stille, lege die Stoppuhr zur Seite und wage den Blick auf den Kompass: Stimmt die Richtung?

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Ich bin noch nicht am Ziel

Fleiss für die falschen ‪‎Ziele‬ ist noch schädlicher als Faulheit für die richtigen.
Peter Bamm

Wahrlich, wahrlich, ich bin noch lange nicht am Ziel: Gerade gestern bin ich wieder einmal heftig über mich selbst gestolpert. Unvorbereitet landete ich in einer wüsten Auseinandersetzung mit einem Nachbarn. Nachdem er mich auf einen Fehler von uns als Familie (Ordnung im Treppenhaus) angesprochen hatte, flippte ich aus. Dabei wer er mit seiner Bemerkung völlig im Recht und hatte sein Anliegen auch anständig kommuniziert.

Nur ich blieb nicht mehr anständig. Irgendwie hatte der Nachbar bei mir den falschen Knopf gedrückt: Ich ärgerte mich masslos und brachte diesen Ärger kurz, aber ziemlich heftig, zum Ausdruck. Danach fühlte ich mich elend. Ich war über meine Reaktion gleichermassen schockiert wie überrascht: Warum konnte ich mich nicht beherrschen? Warum führte eine Kleinigkeit zu so einer Explosion?

Persönlichkeitsentfaltung – guter Umgang mit sich selbst

In diesem Moment habe ich das nicht geschafft, was eigentlich gerade Monatsthema in unserem gms-Projekt ist, nämlich gut mit sich selbst umzugehen, Selbstbeherrschung einzuüben, sich selbst weiterzuentwickeln. Gut, immerhin bietet mir die Situation reichlich Gelegenheit, das mit der Weiterentwicklung ernst zu nehmen. Wenn ich auch alles andere als stolz auf mein Verhalten bin, will ich die Sache wenigstens als Übungsfeld nehmen und mir überlegen, wie ich bei einer nächsten ähnlichen Situation anders reagieren könnte.

Ich bin noch nicht am Ziel – das stimmt. Und das ist im Grunde ja auch gut so. Wir brauchen Ziele im Leben – sowohl im Bereich der Persönlichkeitsentfaltung, als auch in Beruf, Familie und Gesellschaft.

Vor Jahren kam eine Frau zu uns, die von sich sagte, sie hätte noch vor dem 40. Geburtstag all ihre Lebensziele erreicht. Wie tragisch! Was mache ich mit meinem Leben, wenn ich in der ersten Hälfte bereits alles erreicht habe, was ich anstrebe? Klar, ich kann es dankbar geniessen. Doch, wer kann schon ein halbes Leben lang geniessen, ohne zu neuen Ufern aufzubrechen?

Und so war diese Frau auch eher resigniert als dankbar: „War das schon alles?“.

Ich bin noch nicht am Ziel – das habe ich mit der Geschichte am Anfang offen gelegt. Und das ist auch gut so! Ich habe noch Potenzial in der Persönlichkeitsentfaltung. Und das haben wir alle! Egal an welcher Station wir auf unserer Lebensreise gerade sind – es gibt immer neue Gelegenheiten, einen gesünderen Umgang mit sich selbst – und mit den anderen – einzuüben. Und nebst den Zielen in der Persönlichkeitsentwicklung gibt es auch für alle anderen Lebensbereiche (Arbeit, Liebe, Gesellschaft, Spiritualität) Chancen für einen nächsten Schritt.

Bedauernswert, wer keine Ziele mehr hat im Leben!

PS: Gestern Abend hab ich mich noch bei meinem Nachbarn entschuldigt. Das tat gut. Er sagte, er sei schon sehr überrascht gewesen über meine Reaktion. Und er hätte später an den Schriftzug an meinem Auto denken müssen – Leben in Balance. Wie gesagt: Ich bin noch nicht am Ziel…

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst“.

Alles Charlie oder was?

Schweigen ist feige, reden ist Gold.
Marius Müller-Westernhagen

Und plötzlich sind alle Charlie. Obwohl die wenigsten von ihnen wohl jemals eine Ausgabe von Charlie Hebdo von innen gesehen hatten (ausser der Titelseite der aktuellen Ausgabe, die wir alle gesehen haben) und auch keines der Opfer kannten.

Wenn ich mich recht erinnere, habe ich bisher noch nie eine Statusmeldung in meine Profile bei Facebook, Twitter oder Xing reinkopiert – weder bei irgendwelchen lustigen bis fragwürdigen Spielereien („Wer diese Statusmeldung kopiert, erhält von mir…“) noch bei löblichen Aktionen gegen Diskriminierung von Minderheiten oder bei Solidaritätsbekundungen für verfolgte Christen.

Darum wurde ich letzte Woche auch kein Charlie. Aber ich habe tatsächlich darüber nachgedacht und mich gefragt, aus welchem Grund ich denn ein Charlie wäre oder eben nicht. Heisst „Je suis Charlie“ ich identifiziere mich mit einem Blatt, das ich gar nicht kenne? Oder wehre ich mich damit gegen Angriffe auf die Meinungsfreiheit und westlichen Werte? Oder werde ich damit Teil des Kampfes der Kulturen? Ein gewaltloser Protest gegen fundamentale, zerstörerische Kräfte? Ein Signal: So wollen wir nicht zusammenleben? Wir kämpfen mit dem Bleistift in der Hand gegen Waffengewalt?

Die überwältigende Solidaritätsbewegung, die reflexartig aus Charlie ein Symbol unserer demokratischen und freiheitlichen Werte machte, hat mich beeindruckt, aber auch irritiert.

  • Warum ist unsere Solidarität mit Charlie so unglaublich viel grösser als die Solidarität mit dem täglichen unsäglichen und unendlich grösseren Blutvergissen auf dieser Welt?
  • Warum posten wir „Je suis Charlie“ überall hin, aber verschliessen die Augen, wenn unmittelbar in unserer Umgebung Unrecht geschieht?
  • Warum laufen wir in einem Solidaritätsmarsch in Paris mit (wenn auch nur am Bildschirm) und verweigern uns dem kleinen Marsch zu unserem Nachbarn, der gerade grosses persönliches Leid erfährt?
  • Und schliesslich: Sind unsere westlichen Werte, die wir da grossartig verteidigen, wirklich so viel besser als die Werte aus anderen Teilen der Welt? (Anders gefragt: Wie viel Schaden richten wir eigentlich mit unserem westlichen Lebensstil an? Stichworte: Globalisierung, Moderne Sklaverei.)

Natürlich bin ich nicht für Waffengewalt! Natürlich erachte ich die Meinungsfreiheit als unbedingt schützenswert! Aber ich will mich nicht einem mediengesteuerten, unreflektierten Stammtisch Geschwätz hingeben, das auch ganz schön gewaltsam sein kann – nur einfach ohne Schusswaffen. Wir tun so wahnsinnig aufgeklärt und haben doch so oft eigentlich keine Ahnung. Wir schwätzen nach, was uns gesagt wurde und nennen es dann Meinungsfreiheit!

Dabei vergessen wir, dass das höchste Gut weder die hochgelobte Redefreiheit noch die vieldiskutierte Toleranz ist. Redefreiheit kann nämlich auch ganz schön egoistisch werden: Ich sage, was ich will, egal, was ich damit bei meinem Gegenüber auslöse. Und Toleranz ist nicht selten einfach ein anderes Wort für Gleichgültigkeit: Mach, was du willst, es interessiert mich sowieso nicht.

Ist nicht das höchste Gut die Liebe? Liebe, die sich wirklich für den Mitmenschen interessiert. Liebe, die unangenehme Wahrheiten anspricht, aber nicht als Angriff auf mein Gegenüber. Sondern selbst im Konfliktfall das Beste für den anderen suchend. Liebe, die die Unterschiedlichkeit toleriert, aber nicht ignoriert. Liebe, die aufrichtiges Interesse zeigt, wo andere nur Pro und Contras suchen.

Andere zu verletzen – ob mit Waffen oder geschmacklosen Karikaturen – ist zu einfach. Andere zu lieben, auch wenn sie das Leben ganz anders verstehen als wir, das ist die Herausforderung, der wir uns stellen sollten!

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

 

Unser "geschafft!"-Fest

Sei heiter und vergnügt und nimm teil an der ‎Freude‬ der anderen.
Dabei fällt dann immer auch etwas eigene Freude ab.
Theodor Fontane

Vor einigen Wochen war es wieder soweit: Wir feierten als Familie unser „geschafft!“-Fest. Am Morgen traf ich mich im Zürcher Oberland mit meinem Coach und hatte schon da allen Grund zur Freude. Die Zeit der Reflexion brachte es deutlich zum Vorschein: Die Ereignisse der vergangenen Monate bieten allerlei guten Stoff für Dankbarkeit. Mein Coach, der mich schon seit Jahren begleitet und so auch schon manch schmerzvolle Erfahrung von mir mitbekommen hatte, schrieb in grosser Schrift auf sein Whitboard: „Geniessen!“ – das sei jetzt angesagt, meinte er.

Beglückt und dankbar machte ich mich nun auf den Weg nach Bern. Mitten in der Altstadt wurde ich bereits von meiner Familie erwartet und wir alle freuten uns auf unser „geschafft!“-Fest. Denn nicht nur ich hatte allen Grund zum Geniessen. Wir alle hatten nach drei sehr intensiven Monaten eine Verschnaufpause nötig und den einen oder anderen Erfolg zu feiern: Prüfungen zum Schulübertritt der Tochter, Jubiläumsfeier unseres gms Projektes, zahlreiche Auftritte meiner Frau, Finanzierungszusagen für unsere sozial-diakonsiche Kinder- und Familienanimation

Rituale, die den Familienalltag beleben

Es ist zu einer schönen Tradition geworden, dass wir uns nach dem strengsten Quartal des Jahres ein besonderes Familienerlebnis gönnen. Dazu gehört jeweils der Besuch eines Kulturangebotes – Theater, Kleinkunst oder auch mal Kino. Und im Anschluss daran gehen wir in ein gutes Restaurant, das an gewöhnlichen Tagen unser Familienbudget sprengen würde.

Diesmal zelebrierten wir unser „geschafft!“-Fest wie gesagt in der Berner Innenstadt: Mit einer extra grossen Tüte Popcorn ausgerüstet, amüsierten wir uns köstlich mit Paddington und seinen Abenteuer. Nach dem Kinobesuch machte sich trotz den Popcorn schon etwas Hunger bemerkbar. Gut also, dass im Papa Jo’s bereits ein Tisch für uns reserviert war. (Leider ging es dann doch nicht so schnell, bis der Hunger gestillt wurde. Wahrscheinlich werden wir mit der Tradition brechen und ein neues Restaurant für unser nächstes „geschafft!“-Fest wählen…)

Die Vorfreude auf dieses spezielle Familienerlebnis hilft uns jeweils, in der strengsten Phase des Jahres durchzuhalten: Auch wenn wir in diesem Quartal, in dem uns unsere Berufung aussergewöhnlich beansprucht, mit etlichen Entbehrungen leben müssen, ist die Ende doch absehbar. Das „geschafft!“-Fest ist für uns so etwas wie die Ziellinie für den Marathonläufer.

Dankbarkeit einüben

Familienrituale wie diese, helfen uns als Familie, aber auch uns als Ehepaar und jedem Familienmitglied persönlich, sensibilisiert dafür zu werden, mit dankbarem Herzen durch das Leben zu gehen. Geschafftes feiern, Erfolge geniessen, den Moment auskosten – das tut gut, ist gesund und hilft, nicht in einen sinnentleerten Alltagstrott abzurutschen.

Welchen Grund zur Dankbarkeit gibt es bei Ihnen aktuell? Und an welchen Freuden Ihrer Mitmenschen möchten Sie Anteil nehmen?

 

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  • Ein anderes (Familien)Ritual, das wir gerne weiterempfehlen: Das Jahrbuch. Darin schreiben wir für jeden Monat des Jahres hinein, welche Ereignisse diesen Monat ausgezeichnet haben und wofür wir dankbar sind.
  • Achtsam und dankbar leben – dazu wollen auch unsere Coachings und Timeout-Weekends motivieren.
  • Veranstaltungstipp: „Z’Morge für Paare – Glück in der Liebe“ im Rahmen der Marriage Week, Sa, 31. Januar 2015 in Studen (inkl. Kinderbetreuung mit Nutella-Festival)

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Das Wagnis 2015

Wer sich im alten Jahr nicht getraut hat,
wird auch dem neuen Jahr nicht trauen.
Herbert Wehner 

Mit welchen Erwartungen sind Sie ins neue Jahr gestartet? Und welche Gefühle löst der Gedanke an das neue, unverbrauchte Jahr vor Ihnen aus? Vorfreude auf ein bestimmtes Ereignis? Angst vor dem, was da kommen wird? Motivation, etwas anzupacken, was Sie sich schon lange vorgenommen hatten?

Tatsache ist, dass wir viel zu oft die Chance verpassen, das Neue auch wirklich mit Neuem zu füllen. Stattdessen führen wir einfach weiter, was wir bisher mehr oder weniger erfolgreich getan haben – trotz vielen gut gemeinten Vorsätzen. Einerseits sind wir schlussendlich oft zu bequem, um unsere Arbeit und unseren Alltag grundlegend anders anzugehen. Unser Leben aktiv zu gestalten, fällt uns trotz den vielen gegebenen Chancen gar nicht so einfach. Auf jeden Fall für diejenigen unter uns, die es nicht bisher auch schon getan haben.

Anderseits stolpern wir alle immer mal wieder über unsere Prägungen, Glaubenssätze und Lebensmuster. Nehmen wir das obige Zitat: Wer von seiner Prägung her eher zu den misstrauischen Zeitgenossen gehört, und sich selbst und seiner Umwelt nicht wirklich viel Gutes zutraut, wird auch im neuen Jahr nicht automatisch eine mutige Persönlichkeit werden.

Wagen Sie etwas Neues!

Was tun Sie also im 2015 für Ihr Glück? Welchen Weg zu Ihrem persönlichen Erfolg wollen Sie beschreiten? Es ist eine alte Weisheit, die wir aber zu selten berücksichtigen: Wer immer die selben Schritte geht, wird nie ein neues Ziel erreichen.

Ich lade Sie ein: Begeben Sie sich im 2015 auf ein Wagnis! Zeigen Sie Mut! Trauen Sie sich etwas Neues zu! Warten Sie nicht länger auf das Glück! Gestalten Sie Ihr Glück aktiv!

Wer das wirklich will, wird zwei Dinge beherzigen müssen:

  • Überwinden Sie Ihre Bequemlichkeit!
    Neue Ziele liegen meistens ausserhalb unserer Komfortzone. Diese zu verlassen, kostet immer einen Preis. Doch ich meine, wer nicht aufbricht und sich nicht hin und wiederbewusst aus der Komfortzone raus bewegt, zahlt einen noch höheren Preis: Ein wenig anregender Alltagstrott bei dem sich ein unspektakuläres Jahr ans nächste reiht.
  • Durchbrechen Sie Ihre störenden Lebensmuster!
    Es gibt Prägungen, die uns in unserem Bestreben, ein glückliches und erfolgreiches Leben zu gestalten, unterstützen. Aber es gibt eben auch die anderen Muster, die uns daran hindern. Wer auf dem Weg ins Glück immer wieder über sich selber stolpert (sich nichts zutraut, anderen nicht traut, keine Ausdauer besitzt, neue Ideen sofort wieder verwirft…), sollte unbedingt seine Prägungen reflektieren und bewusst Gegensteuer geben.

Die Erfahrung zeigt, dass das Glück nicht in einer fernen Zukunft liegt. Vielmehr ist es dort zu finden, wo wir unsere nächsten Schritte ganz bewusst gestalten und das schätzen, was wir jetzt schon haben!

In dem Sinn: Auf ein spannendes neues Jahr!

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Wo bleibt der Weihnachtsfrieden?

S’Liecht vom Friede brönnt jetzt uf dr Ärde,
s’Liecht vom Friede strahlt i jedes Land.
Jetz cha würklich Wiehnacht wärde.
Chumm, mir gänd üs alli d’Hand.

Zündet nöi Liechter aa, dass es hell wird überall,
und das d’Dunkelheit verschwinde muess!
Zündet d’Liechter a als Friedensgruess.

Markus Hottiger

 

Was für eine Szene. Heerscharen von Engeln erleuchten die nahöstliche Nacht und proklamierten: „Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.“ (Die Bibel, Lukas 2,14)

Szenenwechsel: Sechs Terroristen stürmen in der nahöstlichen Mittagszeit eine Schule und ermorden weit über hundert Kinder.

Wo ist dieser Friede für die Welt geblieben? Wie können wir Weihnachten feiern, während 50 Millionen Menschen auf der Flucht sind, Gewaltexzesse manifestiert werden und die Welt 2000 Jahre nach der Engelsankündigung alles andere als ein sicherer und friedlicher Ort geworden ist?

Wenn man es so betrachtet, scheint es geschmacklos zu sein, sich zu Weihnachten zu beschenken und feines Essen zu geniessen. Stattdessen wäre zu fragen, ob sich die Engel einen schlechten Witz erlaubt hatten und Weihnachten ein einziger grosser Irrtum ist.

Wo brennt das Licht des Friedens?

Nein, Weltfrieden hat sie uns nicht gebracht, die erste Weihnacht – damals nicht und auch heute nicht. Und trotzdem singe in aus tiefstem Herzen mit, wenn wir diese Tage das oben zitierte Lied anstimmen: „S’Liecht vom Friede brönnt jetzt uf dr Ärde, s’Liecht vom Friede strahlt i jedes Land.“

Es gibt sie, die Hoffnung machenden Zeichen, dass es doch stimmt mit dem Licht und dem Frieden. Aber es ist nicht ein von oben angeordneter Waffenstillstand, der auf einen Schlag kam und alle Menschen zu Untertanen des Friedensreich machte.

Nein, zerbrechlich als Kleinkind in einer Futterkrippe kam das göttliche Licht in diese von Hass erfüllte Welt. Gott drängte sich den Menschen nicht auf. Vielmehr ist es eine Einladung, sich am Licht zu erfreuen. Dieses Licht des Friedens, das Hoffnung, Wärme und Liebe bringt.

Leider meinen einige Menschen bis heute, man könne das göttliche Licht in anderen gewaltsam entzünden. Doch wie gesagt, göttlicher Friede kann nicht verordnet werden. Man kann sich nur aus freien Stücken anzünden lassen vom Licht des Friedens.

Und darum kann ich auch in diesem Jahr mit gutem Gewissen Weihnachten feiern. Denn Weihnachten ist die Einladung an mich persönlich, das Licht des Friedens in mir brennen zu lassen. Jesus will zuerst in meiner Welt Frieden schaffen. Und mich dann als Friedensbotschafter in die grosse, weite Welt schicken, die bei meinen Kindern und meinem Nachbarn beginnt.

Die Sache mit dem Frieden ist keine göttliche Diktatur. Sie ist eine Bewegung von Menschen, die der Einladung folgen und sich vom göttlichen Licht entzünden lassen. Das begann damals in der nahöstlichen Nacht und nahm seinen Lauf bis in unsere Zeit. Angefangen bei Maria, zu den Hirten, über Kaiser Konstantin, Benediktus, Franz von Assisi, Jan Hus, Martin Luther, Martin Luther King, Mutter Teresa und vielen mehr, die das Licht aufnahmen und versuchten, den Frieden in ihrer Welt zu leben.

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Mein Leben in Balance

Wir sind alle die gleichen Hanswürste in diesem Grümpelturnier.
Wir versuchen, mitspielen zu können. Aber es weiss niemand genau,
wie es geht, das Leben.

Peach Weber (im Bieler Tagblatt, 17. November 2014)

Zugegeben, Peach Weber ist nicht mein Lieblingskomiker, doch das Interview, aus dem das obige Zitat stammt, hat mich fasziniert. Eine Prise Selbstironie verbunden mit einer guten Portion Weitblick, das ist sympathisch und liefert hin und wieder gute philosophische Denkanstösse.

In typischer Peach Weber-Art kommt obige Lebensweisheit sehr salopp daher. Doch ist es nicht eine tiefgründige Aussage, dass jeder versucht mitzuspielen, aber keiner genau weiss, wie es geht, das Leben?

Natürlich, einige tun so, als wüssten sie ganz genau, wie das Leben funktioniert. Bis sie dann selbst aus ihrer sicher geglaubten Bahn geworfen werden und plötzlich mehr Fragen als Antworten haben.

Je mehr ich über das Leben nachdenke, meinen Alltag reflektiere und das Leben anderer beobachte, komme ich zum Schluss: Es gehört wohl zum Leben, dass wir mehr Fragen als Antworten haben.

Und darum will ich mich sowohl als Coach, Seminarleiter als auch als Theologe hüten, vorschnell Antworten auf grosse Fragen zu geben. Immer mehr will ich lernen, mit anderen Menschen auf Entdeckungsreise zu gehen, um gemeinsam herauszufinden, wie es geht, das Leben.

Aber auch da wird es so sein, dass es keine Antworten nach dem Prinzip „one size fits all“ geben wird. Jedes Leben ist individuell und kann auch nur so entdeckt und entfaltet werden. Natürlich gibt es je nach philosophisch-religiösem Hintergrund grundlegende Prinzipien, aber selbst diese muss man persönlich entdecken, damit sie im Alltagsleben tragfähig werden.

Alltagstaugliche Auszeiten

Mein Traum ist es, dass ich die unterschiedlichsten Menschen auf kreative Art und Weise in der Gestaltung ihres Lebens unterstützen kann. Diesen Traum lebe ich zusammen mit meiner Frau, indem wir einerseits mit dem gms – gospel movement seeland eine lokale und regionale Arbeit leiten.

Daneben sind wir über die Region hinaus als Seminarleiter, Coachs und Referenten tätig. Neben den individuell auf das Gegenüber zugeschnittenen Coachings, fanden wir in den letzten Jahren in den Timeout-Weekends einen geeigneten Rahmen, um das oben Ausgeführte auszuleben.

Ob bei den Kurzauszeiten für Paare, Frauen oder Familien – wir „verkaufen“ keine allgemeingültigen Lösungen. Immer ist es uns wichtig, dass die Teilnehmenden für ihre eigene Situation passende Lösungsansätze entdecken können.

Das angenehme Ambiente, die Zeiten der Selbstreflexion und das ganzheitliche Programm unterstützen diesen Prozess.

Peach Weber würde wohl sagen, diese Timeout-Weekends seien ein Grümpelturnier, bei dem man darin unterstützt wird, selbst herauszufinden, wie es geht, das Leben.

Mein Leben in Balance gestalten – jetzt fürs nächste Jahr vorsorgen!

Folgende Timeouts haben wir im 2015 im Programm:

Partnerschaft gestalten
Timeout-Weekend für Paare, 11. + 12. April im Ländli

Eine wohltuende, ganzheitliche und alltagstaugliche Auszeit.
Sich als Paar in einem angenehmen Ambiente verwöhnen lassen und dabei in aller Ruhe die eigene Beziehung reflektieren.
Weitere Infos & Anmeldung (günstigster Tarif bis 31.12.)

Life-Balance – den eigenen (Familien)Rhythmus finden
Timeout-Weekend für Familien, 4. – 6. September

Sich als ganze Familie ein kreatives Timeout gönnen und dabei alltagstaugliche Impulse für ein Leben in Balance erhalten. Mit Brigä & Adonette und Kreativ-(Outdoor)Programm (Spiele, Lagerfeuer, Kinderprogramm…).
Weitere Infos & Anmeldung

Nicht perfekt, aber brillant
Timeout-Weekend für Frauen, 7. + 8. Nov. im Ländli

Neben viel Zeit zum Ausspannen, Geniessen und Auftanken – zum Beispiel in der Wellness-Oase – wird Brigitte Gerber mit wertvollen Impulsen zum versöhnten Umgang mit sich selbst motivieren. „Bonusmaterial“ in diesem Jahr: GPI-Testverfahren.
Weitere Infos & Anmeldung

 

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Zusammen feiern, alleine geniessen – beides tut gut!

Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennen lernen.
Georg Christoph Lichtenberg

Kürzlich durfte ich meinen Geburtstag feiern. Und zwar gleich mehrfach: Am Abend davor war ich mit meiner Frau im Ausgang, es folgte der Geburtstagsbrunch mit der Familie sowie ein Prosecco-Apéro mit Freunden und schliesslich gehörte der Tag danach mir ganz alleine.

Das war sehr stimmig für mich: Zeit zu zweit, Zeit mit meiner Familie, Zeit mit Freunden und dann auch viel Zeit für mich selbst. Ich brauche das! Und es gehört zu einem gesunden Leben in Balance.

Gemeinsam unterwegs

Mir ist es wichtig, mein Leben in guter Gemeinschaft mit inspirierenden und ermutigenden Mitmenschen zu leben. Menschen, die sich für mich interessieren – und für die ich mich interessiere. Menschen, die mich beflügeln – und die ich hoffentlich auch ein Stück weit beflügeln kann.

Zuallererst will ich dies in meiner Ehe (er)leben. Gemeinsam unternehmen wir regelmässig etwas, das uns Spass macht und unsere Beziehung stärkt. Das darf auch mal etwas (für uns) Aussergewöhnliches sein – wie z.B. letzten Samstag der Opernbesuch. Einige solche Unternehmungen werden zu guten Ritualen, wie unser jährliche Besuch eines Weihnachtsmarktes.

Und natürlich will ich auch meine Kinder beflügeln und in die Beziehung zu ihnen investieren. Gegenseitige Ermutigung ist mir auch in der erweiterten Familie wichtig.

Ein „Eat’n’Meet“-Abend mit Freunden ist etwas vom Schönsten für mich: Gutes Essen, gute Gespräche – das erfreut mein Herz. Dabei geniesse ich die gemütliche Atmosphäre, vor allem aber, wenn es zu anregenden und differenzierten Gesprächen über interessante Themen oder persönliche Lebensgeschichten kommt. Stammtischparolen oder Besserwisserei haben da keinen Platz.

Alleine auftanken

In solcher Gemeinschaft wie eben beschrieben kann ich wunderbar auftanken. Doch ich brauche es auch immer wieder, eine gewisse Zeit für mich alleine zu sein. Ja, ich unternehme auch immer mal wieder mit mir selbst etwas. Momente vom „Einfach sein“, der Selbstreflexion und vom Auftanken in der Stille.

Letzten Montag hab ich da einen persönlichen Rekord geschafft: Ich verbrachte für mich alleine rund acht Stunden in einer Wellness-Oase: Solbad und Massage am Morgen, Sauna am Nachmittag. Als ich in der Abenddämmerung aufbrach und überall Kerzen angezündet wurden, dachte ich: Hm, am liebsten würde ich meinen Wellness-Rundgang gleich nochmals starten…

So sehr ich die Inspiration und Horizonterweiterung im gemeinsamen Unterwegssein mit meiner Frau, meiner Familie und meinen Freunden brauche und liebe, genauso sehr brauche ich die Momente für mich alleine: Zurückschauen, Vorwärtsschauen, mit meinem Schöpfer sprechen, die Kraft der Stille aufsaugen – das gehört für mich unbedingt zu einem gesunden Leben in Balance dazu.

Denn: Wer nichts mit sich selbst anzufangen weiss, sollte sich auch nicht seinen Mitmenschen zumuten.

 

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Glück in der Liebe

Bei einer/m Anderen wächst das Gras nicht grüner.
Das Gras ist dort grüner, wo du giesst.
Shauna Niequist

Der Mythos hält sich hartnäckig: Was das Glück in der Liebe angeht, sind wir gnadenlos dem Zufall und den Schmetterlingen, die mal in diese und dann wieder in die andere Richtung fliegen, ausgeliefert. Und das führt dann zur verherenden Schlussfolgerung: Meine (Verliebtheits-)Gefühle bestimmen mein (Liebes-)Verhalten.

Genau in die gegenteilige Richtung zielt das obige Zitat: Nein, bei einer anderen Frau, bei einem anderen Mann, wächst das Gras auch nicht grüner – sprich: auch dort entspricht nicht einfach alles meinen Idealbildern, oder besser: Illusionen. Das Gras ist dort grüner, wo wir giessen – sprich: wir sind nicht einfach machtlos unseren Gefühlen ausgeliefert, sondern wir können unsere Gefühle beeinflussen, indem wir uns überlegen, wo wir uns investieren.

Wo ich Gedanken, Zeit und Energie investiere, wächst eine innere Verbundenheit. Und da stellt sich natürlich die Frage: Wo fliessen all meine Gedanken und meine Energie hin? Wer oder was steht da in Konkurrenz zu meiner Frau?

Darum: Wenn ich hier von Glück in der Liebe schreibe, geht es nicht ums Zufallsglück (engl. Luck), sondern um Glück im Sinn von Zufriedenheit (engl. Happiness).

Investition Nr. 1: Unsere Kommunikation

Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir in das Glück unserer Liebe investieren können. Gemeinsam ist den verschiedenen Varianten, dass sie alle ein Mindestmass unserer Aufmerksamkeit, unserer Gedanken, Energie und Zeit erfordern.

Aus meiner Sicht ist der (Un)Glücksförderer Nr.1 in den meisten Partnerschaften die Kommunikation. Worte können so viel anrichten – positiv wie negativ! Während uns die positive Kommunikation in der Verliebtheitsphase regelrecht zum Aufblühen treibt, droht unsere Liebe in der knappen Alltagskommunikation einzugehen. Woher hatten wir in der Verliebtheitsphase nur all diese Zeit und Energie? Hatte es wohl einfach mit der Neugier und dem Interessen am Gegenüber zu tun?

Wenn ja, dann gilt es, auch nach Jahrzehnten Ehe/Partnerschaft, das Interesse am Partner hochzuhalten. Wie kann das gelingen?

Eine wertvolle Hilfe finde ich das folgende Kommunikationsmodell. Und zwar ist es eine Weiterführung der Idee des aktiven Zuhörens. Im Wesentlich geht es darum, wie wir reagieren, wenn uns unser Partner etwas mitteilt. Martin Seligman schreibt dazu in seinem Buch Flourish: „Es gibt vier grundlegende Arten zu reagieren, von denen nur eine Art eine Beziehung aufbaut.“

Bestimmt haben Sie sofort herausgefunden, welche der vier Reaktionsmöglichkeiten die aufbauende ist. Und welche Form wählen Sie gewöhnlich in der Kommunikation mit Ihrem Partner oder mit Ihren Kindern? Bei mir ist es leider viel zu oft die „passiv-konstruktive Art“. Ich bin mit vielem Anderem beschäftigt und nehme mein Gegenüber bloss zur Kenntnis, statt dass ich durch konkretes Nachfragen aktiv Anteil nehme und meiner Frau damit Wertschätzung gebe und sie ermutige.

Glück in der Liebe ist kein Zufall. Unsere Zufriedenheit in der Liebe hängt in starkem Mass mit unserer Investition in die Beziehung zusammen!

 

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE

  • Welche Investitionen in Ihre Partnerschaft planen Sie für die kommenden Monate? Hier drei entsprechende Veranstaltugnstipps:
    – „Z’Morge für Paare“ im Rahmen der Marriage Week:
    Sa, 31. Januar 2015 in Studen
    Timeout-Weekend für Paare:
    11. + 12. April 2015 im Zentrum Ländli
    – Relax-Wochenende für Paare:
    19. – 21. Juni 2015 im Zentrum Ländli
  • Weitere Artikel zur Paar-Kommunikation.
  • Buchtipp: Der Glücks-Faktor sowie Flourish von Martin Seligman.

 

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.