Die Sinnkrise

In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.
Sigmund Freud

„Jetzt weiss ich wieder, warum ich lebe!“ Das hat mir eine freiwillig mitarbeitende Person nach einer sehr intensiven Woche müde, aber glücklich gesagt. Da nimmt jemand eine Woche Ferien um sich ehrenamtlich (ohne jegliche Bezahlung) für 60 Kinder engagieren zu können. Und statt sich danach einen ruhigen Sonntag zu gönnen, hilft diese Person (und viele weitere freiwillig Mitarbeitende) ein riesiges Fest für hunderte von Leuten durchzuführen.

Warum macht man sowas? Warum engagiert man sich freiwillig? Die Antwort liest sich aus dem eingangs erwähnten Resüme der mitarbeitenden Person: Es ist sinnstiftend und gibt einem eine tiefere Bedeutung im Leben.

Das ist wunderbar und als Leiter einer gemeinnützigen Arbeit bin ich auf viele solche motivierte Freiwillige angewiesen. Auf der anderen Seite beschäftigt es mich als Coach, wenn dieselbe Person erzählt, dass genau diese Sinnhaftigkeit auf der Arbeitsstelle längst verloren gegangen ist. Wenn jemand nach einer solchen Woche wieder weiss, warum er lebt, heisst das wohl eben auch, dass dem Alltagsleben oftmals der Sinn fehlt.

Burnout-Falle Sinnkrise

Burnout-Experten weisen darauf hin, dass oftmals nicht das Zuviel an Arbeit in den Zustand des Ausgebranntseins führt, sondern das Fehlen der Sinnhaftigkeit. Ich durfte letzte Woche erleben, wie ein Mitarbeiter nach dem anderen aufblühte, obwohl sie sich alle mächtig ins Zeug legten und sich keiner über zu wenig Arbeit beklagen konnte. Etliche haben sogar mit Ferientagen dafür „bezahlt“, dass sie sich freiwillig engagieren durften.

Natürlich, es war ein vergleichsweise kurzes Projekt und eine willkommene Abwechslung zum Alltag. Trotzdem ist es ein schönes Praxisbeispiel dafür, dass Arbeit, die Sinn stiftend erlebt wird, einen beflügelt. Und das trifft mit Bestimmtheit nicht nur auf die Freiwilligenarbeit zu, sondern gilt genauso in der bezahlten Arbeit. Die beste und nachhaltigste Motivation ist intrinsisch und hat mit Sinnhaftigkeit zu tun, nicht mit der höhe der Entlohnung oder den Sozialleistungen.

Roy Hitchman, Berater und Headhunter, glaubt denn auch, „dass nicht die Menge an Arbeit per se, sondern die mangelnde Sinnhaftigkeit und Qualität dieser Arbeit Stress und damit Burnouts und Erschöpfung hervorrufen.“ (NZZ am Sonntag vom 5. Januar 2014)

Eigentlich deutet das Wort Burnout diesen Zusammenhang ja schon an: Wenn wir nach dem „Burn“ fragen, geht es darum, für was ich brenne, wo meine Leidenschaft berührt wird, wo ich Sinn erlebe. Und wenn dieses „Burn“ dann verloren geht („out“), hab ich entweder meine Leidenschaft überstrapaziert oder sie ist mir unterwegs abhanden gekommen.

Wohlverstanden, ich sehe da zwei Burnout-Gefahren: Wenn uns die Sinnhaftigkeit unserer Tätigkeit so deutlich bewusst ist, dass wir lauter Dringlichkeit den Weg des gesunden Lebensrhythmus verlassen und non-stop arbeiten, kann es nicht gut kommen. Auf der anderen Seite ist eben Arbeit ohne Sinn schon viel früher eine Burnout-Gefahr, weil der innere Antrieb (intrinsische Motivation) fehlt.

Dieser Artikel erschien am 24. Oktober 2014 unter dem Titel Freiwilligkeit schafft Leidenschaft  als Carte Blanche im Bieler Tagblatt.

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

I have a Dream

‪‎Hoffnung‬ ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas ‪‎Sinn‬ hat, egal wie es ausgeht.

Vaclav Havel

Kommenden Sonntag dürfen wir mit einem grossen Fest den 15. Geburtstag der Bewegung gms – gospel movement seeland feiern. Dass es überhaupt soweit kommt, ist ein Wunder. Auf dem langen Weg seit der mutigen Gründung dieser etwas anderen Kirche sind wir durch unzählige Hochs, aber auch viele Tiefs gegangen. Mehr als einmal schien der nächste Schritt der letzte zu sein…

Dabei haben wir mit grossen Träumen gestartet, als wir im Oktober 1999 erstmals zu einem Gospel Brunch eingeladen hatten. Passend wählten wir für den Startschuss das Motto „Ein Traum wird wahr!“. Nach einem feinen Brunch sagte ich in meinem Referat: „Ein klarer Traum hilft, Entscheidungen zu treffen. Wenn man seinem Traum treu bleibt, erlebt man enorme Energie und Leidenschaft. Man macht eine Sache nicht mehr, weil es gerade gut ist, weil man es sollte oder aus Angst, man könnte etwas verpassen. Das, was wir tun, tun wir, weil es unserem Ziel entspricht, weil es unser Traum ist!“

Leidenschaft schafft auch Leiden

Von dem, was ich da an unserem ersten öffentlichen gms Anlass mit der Lebenserfahrung eines 23jährigen weitergab, bin ich nach wie vor überzeugt: Ein Traum kann nur dann wahr werden, wenn wir ihn auch konsequent verfolgen. Ich musste aber auch lernen, dass nur die Tatsache, dass man einen klaren Traum hat, noch lange nicht heisst, dass dieser auch automatisch in Erfüllung geht.

Und: Leidenschaft ist unheimlich wichtig und ist eine wunderbare Sache, aber eben auch eine Sache, die Leiden schafft. Vielleicht leben genau darum so viele Menschen ohne ihrer inneren Leidenschaft zu folgen: Ein leidenschaftsloses Leben ist oft bequemer, als ein Leben, das beharrlich dem inneren Nordstern folgt – mit allen Konsequenzen.

Trotzdem: Ich bereue es nicht, 15 Jahre meines Lebens in diesen Traum von einem Gospel Movement gesteckt zu haben. Im Gegenteil: Noch heute spüre ich eine enorme Leidenschaft dafür, auf kreative Art und Weise Menschen in der Gestaltung ihres Lebens zu unterstützen und sie dabei auf Gott hinzuweisen. Im ersten Kapitel vom gms haben wir dies vor allem durch zeitgemässe Anlässe gemacht. Kapitel 2 steht für ganz viele praktische, sozial-diakonische Angebote, wie z.B. den Verein Happy Kids.

Ermutigt vorwärts

„I have a dream“ stimmt auch, wenn ich nun aufs nächste Kapitel unserer gms Geschichte schaue: Das, was wir seit 15 Jahren in Studen tun, möchten wir multiplizieren und so ein gms-Netzwerk aufbauen. Ich träume von einer Bewegung von Menschen, die sich an ihrem Ort, in ihrem Quartier, an ihrem Arbeitsplatz engagieren und den Menschen dienen – mit Aufgabenhilfe, mit Männer-Koch­kursen, mit Spielplatzaktionen, mit Kreativ-Ateliers für Frauen, mit Kursen zu Lebensfragen, mit Z’Morge für Paare…

In meinem Traum treffen sich dann all diese engagierten Menschen aus der Region regelmässig, um sich ihre Storys zu erzählen, sich gegenseitig zu ermutigen, sich von Gott beschenken zu lassen und neue Kraft zu tanken.

Das ist mein Traum vom Gospel Movement Seeland. Und ich bete zu Gott, dass er diesen Traum auch in anderen weckt und wir zusammen ermutigt vorwärts gehen können. Dabei vertraue ich darauf, dass Gott auch die nächsten Schritte führen wird. Dieses Gottvertrauen hat sich bisher bewährt. Denn: Dass wir nach 15 Jahren immer noch als gms unterwegs sind, beweist, dass wir einem treuen Gott folgen, der hält, was er verspricht.

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Auf zum Gegenangriff

Das Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.
Peter Rosegger 

Da bin ich schon grad ein bisschen über mich selbst erschrocken: Kürzlich hat jemand meinen Sohn ziemlich hart und mit unschönen Kraftausdrücken beschimpft. Weil dies erstens unbegründet und zweitens in einem sehr verletzenden Ton geschah, begann ich zu kochen (rein innerlich, natürlich).

Einerseits fand ich meine Reaktion (kleines Wortduell mit dem unfreundlichen Zeitgenossen) angebracht und meiner Vaterpflicht entsprechend. Anderseits bin ich im Nachhinein auch etwas beschämt darüber, wie wenig es braucht, um die Kontrolle über meine Gedanken und Gefühle zu verlieren. Na gut, vielleicht nicht grad ganz zu verlieren, aber doch wenigstens für einige Minuten nur noch eingeschränkt beherrscht zu sein.

Da können wir noch so tolle Theorien aufstellen und die besten Kurse besuchen: Wenn unser Liebstes (unsere Kinder, unser Partner oder was auch immer) beschimpft und erniedrigt wird, sind wir reflexartig in der Verteidigungshaltung und blasen nicht selten wie automatisch zum Gegenangriff.

Ob das gut oder schlecht ist, mag ich hier eigentlich gar nicht beurteilen. Jedenfalls finde ich es schon wichtig, dass wir uns schützend vor unsere Kinder stellen, wenn sie erniedrigt werden. Doch es zeigt mir einmal mehr, dass die Kriege dieser Welt nicht einfach weit weg auf den Schlachtfeldern von statten gehen. Die wahren Kriege finden in unseren Herzen statt: Erlaube ich dem reflexartig hochsteigenden Giftstoff aus Hass, Wut und Fluchtgedanken die Kontrolle über mich zu gewinnen oder gelingt es mir, diese innerliche Reaktion als das zu interpretieren, was sie im Grunde ist: Ein Alarmsignal, dass hier etwas nicht in Ordnung ist?

Zugehörigkeit als Ziel

Mein kleines Beispiel zeigt mir natürlich, dass dies viel leichter gesagt und geschrieben ist, als in der Praxis umgesetzt. Doch daran möchte ich mich orientieren. Ich will die Gefühle, die in einer solchen Konfliktsituation aufsteigen, nicht einfach runterspülen, will aber auch versuchen, die gefährliche Eigendynamik von solchen Gefühlen und Gedanken zu stoppen, bevor ich Schaden angerichtet habe, den ich danach bereue.

Kürzlich habe ich jemand darüber sprechen hören, dass wir uns eigentlich in jeder Situation für eine Reaktion aus Liebe oder Angst entscheiden. Je nachdem wie wir eine Situation aufgrund unserer Biografie deuten, entscheiden wir uns für den Weg der Angst („Der will uns weg haben!“, „Ich komme immer zu kurz!“, „Die will, dass ich leide!“, „Alle sind gegen mich!“…) oder der Liebe („Die hatte wohl einen schweren Tag!“, „Leben und leben lassen.“, „Was muss geschehen sein, dass der so unzufrieden ist?“, „Ich bin okay! Ich darf leben und der will mich gar nicht umbringen…“).

Eigentlich hätte ich hier heute das Modell „Überlegenheit – Zugehörigkeit – Unterlegenheit“ vorstellen wollen. Das vielleicht nun später mal. Doch es passt ganz gut dazu: Wie oft agieren wir aus Überlegenheit, weil wir andere klein halten wollen? Und ist nicht noch fast häufiger das dominierende Gefühl die Unterlegenheit? In unserem gefühlten Minderwert ziehen wir uns zurück. Dabei wäre das Ziel die Zugehörigkeit: Ich darf sein, wie ich bin – und du darfst das auch!

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst“.

Vom Barkeeper zum Entwicklungshelfer

Ich hoffe, dass du ab heute nie wieder denkst:
Ich frag mich, ob Gott so jemanden wie mich gebrauchen kann.

Doc Hendley, Gründer „Wine to Water“ + CNN Hero 2009

Es gibt kaum etwas, dass mich mehr berührt, als echte Storys von echten Menschen zu hören. Storys darüber, wie ein Menschenleben eine neue Richtung nahm. Storys über prägende Aha-Erlebnisse. Storys über die Leidenschaft von Individuen. Storys davon, wie gewöhnliche Menschen zu „Heroes“ werden, weil sie ihrem Herzen folgen.

Am vorletzten Weekend durfte ich gleich zwei solche „Hühnerhaut-Feeling“ Storys hören: Einerseits war da der Typ, der uns auf einem Parkplatz seine eindrückliche Lebensgeschichte erzählte. Und dann war da am Sonntagmorgen die „Celebration of Hope“, ein Gottesdienst von Willow Creek, den ich im TV mitverfolgte.

Die Story von Doc Hendley hat mich tief berührt: Doc sagt von sich, dass er sich immer wieder zu wenig gut fühlte, sich im Vergleich zu den anderen Familienmitgliedern unterdurchschnittlich vorkam, dann als Barkeeper sein Zuhause an der Bar fand – weil hier jeder sein konnte, wie er war: Der Manager neben dem „Büezer“, der Arbeitslose neben dem Akademiker.

Irgendwann wurde Doc auf die Trinkwasserkrise aufmerksam – und fand dabei seine Leidenschaft. Er organisierte Weindegustationsanlässe um da auf die Katastrophe aufmerksam zu machen und Geld für sauberes Trinkwasser in der dritten Welt zu sammeln. Die Organisation Wine to Water war geboren. Inzwischen ist Docs organisation in zahlreichen Ländern aktiv und er selbst wurde zum CNN Hero 2009 gewählt.

Doc Hendleys Story ist berührend und herausfordernd zugleich. Sein Vorbild bringt hoffentlich auch uns Bewegung. Wir haben etwas zu geben – egal wie talentiert wir uns fühlen!

Doch ich will nicht mehr schreiben, sondern möchte Doc selbst zu Wort kommen lassen. Nimm dir doch die Zeit und schau dir seine Story an:

Und welche Spur hinterlässt du auf dieser Erde? Jede und jeder kann sich zum Wohl der Gemeinschaft einbringen. Es muss nicht gleich jeder eine neue Organisation gründen. Doch wie Doc im Clip sagt, wird der erste kleine Schritt zu weiteren Schritten führen. Und so werden wir gemeinsam diese Welt verändern!

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Wie werden wir stark?

In dir muß brennen, was du in anderen entzünden willst.
Augustinus

Kürzlich durften wir für zehn Familien ein Timeout-Weekend gestalten. Als ich dafür den Seminarblock „Starke Kinder, starke Eltern – starke Familie“ vorbereitete, stöberte ich in Büchern, Referaten und Blogartikeln. Da sagte meine Frau locker: „Ist doch ganz einfach: Jeder muss zufrieden mit sich selbst sein und man muss als Paar am gleichen Strick ziehen, das ergibt dann eine starke Familie.“

Formeln sind ja so schön, weil sie das komplexe und komplizierte Leben in eine klare Logik pressen. Und genau darum bin ich in der Regel ziemlich skeptisch, wenn jemand Sätze mit „Ist doch ganz einfach“ beginnt. Das „one-size-fits-all“-Prinzip wird dem realen Leben zu oft nicht gerecht. Darum verkaufen wir in unseren Seminaren und Coachings keine allgemeingültige Rezepte. So einfach ist das Leben – und vor allem der Familienalltag – leider nicht. Wir helfen zur Selbstreflexion, also zum Nachdenken über die eigene Situation. Wir begleiten im Entdecken von eigenen, kreativen Lösungsansätzen. Jeder ist ein Original – darum kann es nicht Lösungen geben, die für jeden passen.

Trotzdem nahm ich die Anregung meiner Frau als Arbeitsthese für besagtes Timeout-Weekend für Familien: Selbstzufriedenheit + Paar/Eltern als Team = starke Familie.

Selbstzufriedenheit der Eltern

Einmal mehr musste ich an das bekannte Zitat von Augustinus (siehe oben) denken: Was wir unseren Kindern weitergeben wollen, muss zuerst in uns selbst brennen.

Ich vermute (nein, ich hoffe!), dass alle Eltern ihren Kindern einen starken Selbstwert und ein grosses Selbstvertrauen mit auf den Weg geben wollen.

Gut so! Doch: Brennen diesen beiden Dinge auch in uns selbst? Wie steht es mit meinem Selbstwert und Selbstvertrauen?

Unter Selbstwert verstehen wir: Ich bin ein einzigartiges, wunderbares Geschöpf Gottes. Ich bin wertvoll, weil ich lebe. Meinen Wert habe ich durch Geburt, nicht durch Leistung.

Mit Selbstvertrauen meinen wir: Ich traue mir etwas zu. Ich weiss, dass ich etwas leisten kann.

Ja, genau diese beiden Dinge will ich meinen Kindern weitergeben. Doch was ich weitergeben will, muss zuerst in mir leben. Darum gab ich während dem grössten Teil des erwähnten Seminarblocks Anregungen zur Selbstzufriedenheit weiter. Dabei orientierte ich mich am „Säen – Schlafen – Ernten„-Zyklus.

Wurzeln und Flügel

Zu dem, was die Eltern zu einem starken Team macht, gäbe es viel zu sagen. Angefangen bei einer konstruktiven Paar-Kommunikation über gemeinsame Ziele bis zur konkreten Gestaltung des Beziehungsalltages.

Ich beschränke mich auf den Hinweis auf das „Wurzel & Flügel„-Konzept, welches ich an dieser Stelle schon öfters vorgestellt habe.

Die Wurzeln sind ein Bild für die Mutterenergie und stehen für Geborgenheit, verwurzelt sein. Wir können auch sagen: Die Wurzeln haben mit Selbstwert zu tun.

Die Flügel sind ein Bild für die Vaterenergie. Es geht darum, dass unseren Kinder etwas zugetraut wird, ja, dass wir sie beflügeln. Die Flügel haben also mit Selbstvertrauen zu tun.

Wenn es uns gelingt, dass wir mit uns selbst im Reinen sind, in guter Balance leben und uns unseres eigenen Wertes bewusst sind, haben wir den ersten Teil geschafft. Sind wir dann noch als Paar ein Team, dass den Kids Wurzeln und Flügel schenkt, sind wir auf dem besten Weg zu einer starken Familie.

Einige Charaktereigenschaften einer starken Familie gibt uns Mihaly Csikszentmihalyi in seinem Buch FLOW – Das Geheimnis des Glücks weiter und habe ich im Artikel Starke Kinder vorgestellt.

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Säen – Schlafen – Ernten

Wenn Sie heute Radieschen säen, können Sie morgen keine Ananas ernten.
unbekannt

Was war ich jung und naiv. Aber auch voller Leidenschaft, Risikobereitschaft und Idealismus. Getrieben von einer grossen Vision gründete ich noch vor meinem 24. Geburtstag das gms. Das Ziel war klar, als wir damals am Reformationssonntag zum ersten Gospel Brunch in die örtliche Mehrzweckhalle einluden: Hier soll eine grossartige Kirche für Familien von heute entstehen.

Dabei fühlte ich mich schier unbesiegbar: Schliesslich waren wir voller guter Absicht und trauten uns mit einem starken Gott an unserer Seite vieles zu. Unser Mut wurde belohnt: Der Start war geglückt! Die MZH füllte sich an diesem Morgen am 31. Oktober 1999 und viele unserer Gäste waren begeistert von dem, was sie hier erlebten.

Wie gesagt: Ich war jung, leidenschaftlich und naiv. Ich war der Meinung, dass, wenn man alles richtig macht, das Leben nur eine Richtung kennt: Aufwärts.

Um es kurz zu machen: Auch 15 Jahren nach der Gründung von gms – gospel movement seeland sind wir mit grossen Visionen unterwegs. Doch nach dem tollen Startschuss reihte sich nicht Erfolg an Erfolg. Die Gefühle spielten verrückt, die Finanzierung war wacklig, die Leute kamen – und gingen…

Vom Säen und Ernten

Als ehrgeiziger Pionier in einer Leistungsgesellschaft litt ich, wenn auch unbewusst und in vorwiegend löblicher Absicht, unter dem in der Arbeitswelt allgemein verbreiteten Machbarkeits-Syndrom.

Inzwischen erinnere ich mich und andere in Coachings und Referaten daran, dass das Leben eher in Zyklen zu denken ist – und nicht als ein einziger Aufwärtstrend.

Dabei half mir die Geschichte, die Jesus von einem Bauern erzählte, der auf sein Feld ging, um die Saat auszusäen (Markus 4,26-29): „Nach der Arbeit geht er nach Hause, schläft, steht wieder auf, und das tagaus, tagein. Im Laufe der Zeit wächst die Saat ohne sein Zutun heran. Denn die Erde lässt die Frucht aufgehen und wachsen. Zuerst kommt der Halm, dann die Ähre und endlich als Frucht die Körner. Wenn aus der Saat das reife Getreide geworden ist, lässt der Bauer es abmähen, denn die Erntezeit ist da.“

Nach dem Säen kommt nicht gleich das Ernten! Und noch viel herausfordernder für uns Leistungstypen: Die Saat wuchs ohne sein Zutun! Oder in einer anderen Übersetzung steht: „Er weiss nicht wie.“

Unser Arbeiten – egal in welcher Branche – hat oft etwas mit Säen zu tun. Wir investieren uns und hoffen auf ein Resultat. Nicht selten gibt es aber auch Umwege. Oder unsere Resultate sind gar von „glücklichen Umständen“ abhängig – „Er weiss nicht wie.“

Dieser Zyklus von Säen – Schlafen – Ernten – und da füge ich gerne noch „Feiern/Danken“ als vierte Phase an – hilft mir, einen gesunden Arbeits- und Lebensrhythmus zu entwickeln. Und er hilft mir auch, eine gesunde Einstellung zu meiner Arbeit zu haben:

  • Nicht alles ist machbar! – „ich weiss nicht wie“
  • Nicht alles ist abhängig von mir! – „ohne sein Zutun“
  • Nicht alles ist dringend! – „tagaus, tagein“

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

ScheinHeilig

Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht den nötigen Nachdruck verleiht.
Demosthenes

Kürzlich war ich wieder mit meiner Predigt Mein Montagsgesicht – Zumutung oder Ermutigung? unterwegs. Es ist eine der schönen Seiten meines Jobs beim SCM Bundes-Verlag (Schweiz), dass ich auf dem Weg zu solchen Einsätzen in Kirchgemeinden sonntagmorgens die A1 oftmals fast für mich alleine habe.

Und so war ich also vor paar Wochen wieder unterwegs, um die Menschen in einem Gottesdienst herauszufordern, in ihrem Alltag glaubwürdig zu leben und nicht mit einem aufgesetzten Glanz des Sonntagsgesichts etwas vorzutäuschen, was von Montag bis Samstag gar nicht vorhanden ist. Gedankenversunken querte ich den Aargau: Ja, diese Doppelmoral ist einfach hässlich.

Ob in der Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft allgemein – solange wir mit dem Finger auf jemand anderes zeigen können, geben wir uns gerne moralisch korrekt. Anders gesagt: Solange unser öffentliches Ich glänzt, stochern wir ganz gerne im Dreck von anderen. Ob das jetzt ein Geri Müller, die Nachbarin, ein Nationalbank-Chef, ein deutscher Bundespräsident oder das „Schätzli der Nation“ ist, spielt keine grosse Rolle. Hauptsache wir haben eine Projektionsfläche und können uns statt mit dem eigenen Dreck mit der Fehlbarkeit anderer Menschen beschäftigen.

Wie sagte doch damals dieser Nazarener (Johannes 8,7): »Wer von euch ohne Sünde ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen.« Steine werfen sie zwar anderswo noch heute, aber wir doch nicht!

Den anderen klein machen

Nein, Steine werfen wir nicht. Aber einander Schmutz anwerfen, das tun wir ganz gerne. Mit dem Finger auf den zeigen, der sein Leben scheinbar nicht im Griff hat. Und schon sind wir Teil dieses verlogenen Spiels: Wir meinen, wenn wir den anderen klein machen, werden wir selber gross.

Doch eigentlich ist es gerade umgekehrt. Wer es nötig hat, andere klein zu machen, zeigt im Grunde nur, wie klein er selber ist.

Und dann singen wir sonntags diese Lieder in unseren Kirchen. Schöne Lieder, fromme Lieder, Lieder, die manchmal biblischer sind als die Bibel. Aber belügen wir uns da nicht oftmals auch mit diesen Liedern: Stimmt es, am Montagmorgen zum Beispiel, dass uns Jesus genug ist, er alles für uns ist? Sorry, vielleicht ist das kezerisch, aber mir reicht das nicht. Ich brauche auch andere Menschen um mich. Und überhaupt: Nicht einmal im Garten Eden war Gott alleine genug für den Menschen (Das hat sogar Gott selbst gesagt: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist….“).

Vielleicht komme ich etwas vom Thema ab. Aber für mich hängt das alles zusammen: Wir singen gerne sehr fromme Lieder, halten unsere moralischen Ideale hoch, zeigen auf andere, wenn sie fehlbar werden und hoffen insgeheim, dass nur ja keiner unser eigene Dreck entdeckt. Ist unsere Gesellschaft, die diese Schlammschlacht in den Medien und an den Stammtischen landauf, landab so liebt, nicht etwas gar verlogen?

Und leider ist da auch die christliche Gesellschaft nicht besser. Wie verlogen ist es denn beispielsweise, wenn wir Homosexuelle ausgrenzen und gleichzeitig geldgierige Menschen ehrenvoll in Leitungspositionen wählen?

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Selfie – die Selbstdarstellung

Der Mensch ist nur dann wahrhaft Mensch,
wenn er der Selbstbeherrschung fähig ist,
und selbst dann nur, wenn er sie ausübt.

Mahatma Gandhi

Selfies sind längst eine nette Freizeitbeschäftigung für viele geworden. Dass diese Beschäftigung jedoch auch ein gewisses Risiko in sich bergt, wissen wir spätestens seit Gerigate. Bilder von sich zu schiessen ist das Eine, was man darauf zeigt das Andere. Doch richtig brenzelig wird es, wenn die Bilder am Ende am falschen Ort landen.

Das Selife-Phänomen ist an und für sich nichts Neues: „Fotografische Selbstporträts existieren schon seit dem Debüt der tragbaren Kodak Brownie-Box-Kamera aus dem Jahr 1900“, weiss Wikipedia zu berichten. Doch wie bei so vielem vermischen sich heute „dank“ den Social Medias privater und öffentlicher Raum. Ein ziemlich privates Bild kann plötzlich ganz viel Berühmtheit erlangen.

Sich zeigen, wie man gesehen werden will

Aber warum sind Selfies so beliebt? Wiki sagt: „Der Anreiz der Selfies kommt daher, dass sie einfach zu erstellen und zu teilen sind und dem Fotograf die Kontrolle darüber geben, wie er sich präsentieren will. Viele Selfies sollen ein schmeichelhaftes Bild der Person abgeben, so wie sie von den anderen gesehen werden will.“

In meiner Kurzrecherche war ich zwar ziemlich erschrocken, wie wenig schmeichelhaft all die Bilder sind, welche mir die Google Bildersuche beim Stichwort „Selfie“ anzeigte. Doch die Absicht hinter unseren Selfies ist ja im Grunde schon klar: Wir wollen uns so in Szene setzen, wie wir von anderen gerne gesehen werden. Dabei werden sich wohl die Motive oft vermischen: Man will seine Freude über einen besonderen Moment zum Ausruck bringen und mit seinem sozialen Netzwerk teilen – und gleichzeitig hofft man ja auch, dass man „gefällt“. (Da hat sich ein breites Feld für Studien geöffnet: Korrelation zwischen Selbstwert und Anzahl „Likes“. Spannend auch der Befund, „dass das häufige Posten von Selfies mit schwacher sozialer Unterstützung korreliere“.)

Welche Ausmasse dieses Gefallen-Wollen annehmen kann, zeigt eindrücklich folgende Geschichte: In einem Referat erzählte ein Pastor, wie er für sein Selfie bei der Predigtvorbereitung rasch in der Bibliothek einige Bücher holte, um dem Bild von sich mehr Eindruck und Seriosität zu verleihen. Er wollte sich in einem möglichst guten Licht präsentieren. Eben: Wir zeigen uns gerne etwas schlauer, etwas schöner, etwas besser… als wir tatsächlich sind. Die richtige Umgebung oder die richtigen Personen auf unserem Selfie unterstützen uns im Gefallen-Wollen: Wir meinen, wichtige Orte und Leute würden uns selbst zu wichtigeren Personen machen.

Klar dass es sich empfiehlt, sich in einem Bewerbungsgespräch von seiner besten Seite zu zeigen. Doch das Alltagsleben – und vor allem die soziale Interaktion mit unseren Freunden – ist hoffentlich kein Bewerbungsgespräch. Unsere Freunde müssen wir hoffentlich nicht mit Selbstdarstellung überzeugen, uns zu lieben. Vielleicht wäre manchmal etwas mehr Selbstbeherrschung in Bezug auf die Selbstdarstellung gefragt.

 

 

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Weniger Selbstdarstellung dafür mehr Selbstreflexion – dazu laden wir in unseren Coachings und Timeout-Weekends ein. Aktuell:

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Selbst“.

Wer bringt dich zum Blühen?

Wer andern eine Blume sät, blüht selber auf!
Verfasser unbekannt 

Das kennen wohl ganz viele: Nach den Sommerferien wartet ganz viel Arbeit auf einem. Da sind unzählige E-Mails, die gesichtet und beantwortet werden sollten, die Liste der „To-Do’s“ ist während der Abwesenheit länger und länger geworden und zwischen dem zu bewältigenden Arbeitsberg werden noch diverse Meetings angesetzt.

So ist es mir in den letzten Tagen auch ergangen und kaum nach den erholsamen Ferien spürte ich einen grossen Druck auf mir lasten und meine Life-Balance kam ziemlich rasch ins Ungleichgewicht. Ich bin nicht der Einzige damit. Wie oft hören wir in diesen Tagen den Satz: „Ja, die Ferien waren gut – ich habe aber schon wieder Ferien nötig.“?

Aufblühen im Alltag

Es kann doch nicht sein, dass wir uns kaum paar Tage oder Wochen zurück aus den Ferien schon wieder als Getriebene der Arbeit fühlen, gefangen im Hamsterrad. So stelle mindestens ich mir das Leben, das uns geschenkt wurde, nicht vor.

Und genau darum habe ich mir kürzlich schon am Morgen früh im Büro gesagt: So, ich hab zwar einen grossen Arbeitsberg vor mir und mein Nachbar ist auch gerade mit übermässig vielen Aufträgen beschäftigt, aber jetzt geh ich trotzdem auf eine Tasse Kaffee zu ihm. Das wird uns beiden gut tun. Und so war es auch.

Das obige Zitat vom Blumensäen und Aufblühen erinnert uns an die schöne Wahrheit, dass es uns selbst gut tut, wenn wir andere beschenken, ihnen Gutes tun. Anderen helfen hat auch einen heilsamen Aspekt für uns selbst. Ausprobieren erwünscht!

Ich will jedoch den Fokus noch auf etwas Anderes legen: Wir brauchen gute Gemeinschaft um aufblühen zu können. Wir brauchen andere Menschen, die uns gut tun. Ein Umfeld, in dem uns wohl ist, in dem wir nicht unter Druck stehen. Menschen, die uns auch zehn Tage nach den Sommerferien helfen, unsere Life-Balance im Auge zu behalten.

Wer sind diese Menschen in Ihrem Leben? Anders gefragt: Wer bringt Sie zum Blühen?

Manchmal ist es wichtig, trotz Hektik und Arbeitsbelastung – oder gerade wegen dieser Belastung ist es wichtig – die Strasse zu überqueren und mit unserem Nachbarn eine Tasse Kaffee zu trinken. Manchmal ist es wichtig, zum Telefon zu greifen und die Freundin im fernen Ausland anzurufen. Manchmal ist es wichtig, sich einer Person anzuvertrauen, die einem in der Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Manchmal ist es wichtig, sich mit Freunden zu einem gemütlichen Abend zu verabreden.

Eigentlich sind all diese Dinge nicht nur manchmal wichtig. Sind nicht Beziehungen das Wichtigste überhaupt in unserem Leben? Gestern Abend hat eine Frau erzählt, wie ein Todesfall in ihrer Familie sie brutal daran erinnert hat, dass es plötzlich zu spät ist für so vieles, das man eigentlich noch wollte. Was uns absolut wichtig ist, dürfen wir nicht auf später verschieben. Man weiss nie, wann es zu spät ist.

 

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Gesellschaft“.

Es geht auch anders

Geld haben ist schön, solange man nicht die Freude an Dingen verloren hat, die man nicht mit Geld kaufen kann.
Salvador Dalí

Ferien sind teuer, Familienferien erst recht, im Sommer sowieso. Wer den Familienalltag eher mit bescheidenem Budget bestreitet, muss knallhart kalkulieren, ob die Ferien am Meer oder das Familienhotel drinliegt. Entweder man nimmt sich im Alltag zurück und spart auf das eine grosse Ziel: Die Sommerferien. Oder man übernimmt sich und bezahlt im Nachhinein einen hohen Preis für zu viel ausgegebenes nicht vorhandenes Geld.

Günstige Ferien

Es geht auch anders: Auch Familienferien müssen nicht immer teuer sein. Weil der Sommer die teuerste Saison ist, haben wir in den letzten Jahren unsere Sommerferien daheim verbracht. Auch da gilt es, genau hinzuschauen. Auch etwas Kreativität ist gefragt. Denn Tagesausflüge können in der Schweiz auch schnell ganz teuer werden.

Vor unseren Sommerferien sammeln wir einerseits Ideen, was wir gerne unternehmen würden (da darf jedes Familienmitglied Wünsche anbringen), anderseits halten wir unsere Augen offen für Spezialaktionen. Immer mehr Firmen buhlen um die Zielgruppe Familie und so gibt es nicht wenige attraktive Angebote von Grossverteilern, Krankenkassen, Banken… Auch lokale Unternehmen haben manchmal spannende „Sommerloch“-Aktionen: Zum Beispiel 2 für 1 auf der Minigolfanlage.

Unser Familienhighlight in den letzten beiden Jahren war die Sommeraktion der Berner Zeitung. Völlig kostenlos wird da in verschiedenen Städten eine Schatzsuche angeboten. Das einzige, was man braucht, ist die Schatzkarte (online verfügbar oder in einem Tourismusbüro der Region erhältlich) – und los geht’s: Bei einem ausgedehnten Spaziergang lernt man eine Ortschaft besser kennen, hat Rätsel zu lösen, kommt bei einem Tierpark vorbei, landet sogar mal (kostenlos) auf einem Thunerseeschiff und wird am Ende noch mit dem einen oder anderen Geschenk und Gutschein in der Schatztruhe belohnt.

Ganz viel Erlebnis für wenig Geld

So haben wir tolle Budget-Sommerferientage verbracht. Und neben der Tatsache, dass dadurch das Familienbudget nicht in Schieflage geriet, ist das Beste, dass wir ganz viele Familienerlebnisse gesammelt haben. Und darum geht es doch bei Familienferien – ob mit grossem oder kleinem Budget. Hauptsache, wir als Familie haben Freude zusammen, erleben etwas gemeinsam und können den hektischen Alltag für einige Tage beiseite schieben.

Einen zusätzlichen Reiz haben unsere „Daheim-Ferien“ erhalten, indem wir ein Massenlager eingerichtet haben und zu viert auf dem Wohnzimmer-Boden geschlafen haben. Die Kids fanden das natürlich cool – und sogar Mami und Papi haben erstaunlich gut geschlafen…

Luxusferien und US-Rundreise passen nicht in jedes Familienbudget. Lassen wir uns nicht unterkriegen! Mit etwas Phantasie gibt es kreative Möglichkeiten, um günstig ganz tolle Familienerlebnisse zu machen. Wir treiben es auf die Spitze und haben in den beiden letzten Sommerferien mehr Geld eingenommen als ausgegeben: Einmal, weil wir am Ende der Schatzsuche noch einen Preis beim Wettbewerb gewonnen haben und dieses Jahr, weil Mutter und Tochter als Ferienerlebnis noch bei einer Werbefilmproduktion mitspielten.

Lernen wir wieder das Einfache zu geniessen – es bedeutet unseren Kindern am Ende vielleicht sogar mehr als die Luxusferien. Der Psychologe Archibald Hart schreibt in Wer zu viel hat, kommt zu kurz„Hören sie auf, der grosse Supervater/die Supermutter sein zu wollen. Gehen Sie nach draussen und spielen Sie mit Ihren Kindern.“

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Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.