Mit PEP druchs Leben

In wenigen Tagen ist der erste Monat des 2010 bereits Geschichte. Zeit also, ein erstes Mal Bilanz zu ziehen über unsere gut gemeinten Neujahrsvorsätze. Gratulation an alle, die ihre Vorsätze in Tat umgesetzt haben und nach den ersten Wochen im neuen Jahr immer noch dabei sind, den Wünschen konkrete Schritte folgen zu lassen.

Leider wird es auch heuer nicht anders sein, dass die meisten Vorsätze sowieso schon im Voraus zum Scheitern verurteilt sind. Und weil dies inzwischen allgemein bekannt ist, nehmen sich viele Leute gar nichts mehr vor – schliesslich kommt man auch ohne Neujahrsvorsätze durchs neue Jahr.

Schade eigentlich! Denn: Wer sein Leben aktiv gestalten will, nimmt sich auch etwas vor, hat Vorsätze, Ziele, Visionen – er (oder sie) will seinem (ihrem) Leben eine Richtung geben.

Seit einigen Jahren gehe ich mit „PEP“ durchs Leben. Dieser „persönliche Entwicklungsplan“ bringt tatsächlich Pep in mein Leben, da ich für jeden der fünf Lebensbereiche definiert habe, in welche Richtung ich mich da entwickeln möchte. Für jedes Jahr notiere ich mir dann entsprechende Jahresziele und lege Umsetzungsschritte fest. (Dazu haben wir bei Radio Life Channel einen Alltagstipp aufgenommen.)

Eine weitere Möglichkeit, sein Leben aktiv zu gestalten und nicht bei gescheitterten Neujahrsvorsätzen stehen zu bleiben, sind die SMART Ziele. Solche Ziele, die man sich sowohl für den Job, die Familie, die Partnerschaft, die eigene Entwicklung oder das soziale Engagement setzen kann, zeichnen sich dadurch aus, dass sie eben SMART sind. Und SMART steht für:

  • Spezifisch: nicht etwas vages, sondern konkret. Was genau will ich tun?
  • Messbar: etwas, das gemessen werden kann. Wie sehe ich, dass ich das Ziel erreicht habe?
  • Attraktiv: etwas, das ich auch wirklich will. Passt das Ziel zu mir?
  • Realistisch: etwas, das mich fordert, aber nicht überfordert. Was kann ich schaffen?
  • Terminiert: etwas mit Termin. Wann starte ich? Wann will ich fertig sein?

Auch dazu haben wir einen Alltagstipp aufgenommen, der hier zu hören ist.

Für mich ist es jeweils eine grosse Freude, wenn ich ende Jahr meinen PEP betrachte und sehe, dass ich tatsächlich einen grossen Teil meiner Ziele erreicht habe. Die Freude eines Leben in Balance mit klarer Richtung wünsche ich allen.

Ähnlicher Beitrag: Happy New Year

Ist spenden chic geworden?

Wie derzeit im ganzen Land ist „JRZ„, die Aktion „Gemeinsam gegen Malaria“ von DRS 3, SF und der Glückskette, auch bei uns ein Thema. Mit Begeisterung beobachten wir, wie sich die Schweiz bewegen lässt und haben selbst auch eine Aktion gestartet.

Beim Frühstück heute morgen unterhielt sich meine Frau und ich darüber, wie nachhaltig die „Jeder Rappen zählt“-Woche wohl sein wird. Jetzt mal abgesehen vom vielen Geld, das gespendet wurde und mit dem Grossartiges im Kampf gegen Malaria bewältigt werden kann.

Jetzt gerade ist es „hipe“ zu spenden und sich grosszügig zu zeigen. Es freut mich, dass Spenden diese Woche chic geworden ist. Gleichzeitig möchte ich jedoch auch an die vielen stillen Spenden-Helden des Alltags erinnern: Ohne die treuen Spenderinnen und Spender, die monatlich kleine bis ganz grosse Beträge weitergeben, könnte so manche soziale und kirchliche Einrichtung und so manches Hilfswerk ihre Türen schliessen.

Auch die gemeinnützige Arbeit von meiner Frau und mir in der sozial-diakonischen Kinder- + Familienanimation Happy Kids ist nur möglich, weil rund ein Dutzend Leute sich verpflichtet haben, unsere Arbeit Monat für Monat zu unterstützen – vom zweistelligen Betrag bis zur fast vierstelligen Spende.

Warum tun sie das? Warum gebe ich – und viele meiner Freunde – 10 Prozent des Einkommens als Spende weiter?

Bei mir sind es mindestens drei Gründe:

  1. Ich spende aus Dankbarkeit!
  2. Ich spende aus Überzeugung!
  3. Ich spende aus Prinzip!

Und viertens könnte ich anfügen, dass ich spende, weil ich daraus immer wieder viel Gewinn erfahren habe. Weil wir loslassen (auch beim Geld) und nicht klammern, erleben wir immer wieder abenteuerliche Wunder…

Also, ich spende, weil ich dankbar bin für das, was ich habe. Ich kann einer Arbeit nachgehen, die mich befriedigt und erfüllt, ich habe eine tolle Familie, eine wunderbare Wohnung und mehr als genug zum Leben. Ich bin beschenkt und darum gebe ich weiter.

Ich bin überzeugt von der alten biblischen Weisheit: „Geben ist seliger als nehmen!“ Darum spende ich. Und ich bin überzeugt, dass wir als Bewohner eines reichen Landes auch eine besondere Verantwortung für die Menschen tragen, die in Not und Armut leben.

Und schliesslich wurde „Grosszügigkeit“ einer meiner fünf zentralen Lebenswerte. Ich will grosszügig weitergeben, von dem, was mir geschenkt ist. Dabei denke ich nicht nur ans Spenden als solches; Grosszügigkeit ist für mich ein Lebensstil. Grosszügig will ich meiner Frau gegenüber, im Umgang mit meinen Kindern und im Zusammensein mit meinen Mitmenschen sein – was für mich bedeutet, ein offenes Ohr zu haben, mir Zeit zu nehmen, „Liebe, Glaube und Hoffnung“ weiterzugeben und mich zu fragen, wie ich meinen „Nächsten“ unterstützen und ihm dienen kann.

Himmlisches Friedensangebot

Weihnachten heisst, der Himmel reicht uns die Hand.

Wir kennen es alle: Beziehungen sind eine fragile Sache. Pflegt man sie zu wenig achtsam, geraten sie schneller als man es realisiert aus dem Gleichgewicht, Risse entstehen, der trennende Graben wird tiefer und nicht selten kommt es leider zum völligen Bruch.

Selbst die anfänglich paradisische Beziehung zwischen Gott und dem Menschen wurde schon bald getrübt. Bis heute tun wir uns in der Beziehung zu Gott schwer: Entweder ignorieren wir Gott und machen einen grossen Bogen um ihn oder versuchen den Allmächtigen mit guten Taten und religiösen Bemühungen zu beeindrucken. Beides schafft leider nur mehr Distanz zwischen Gott und dem Mensch – der Graben zwischen Himmel und Erde wird nur tiefer.

Dabei hat Gott vor über 2000 Jahren sowas wie ein Mediator zur Erde geschickt. Nein, eigentlich ist es mehr als ein Mediator, der zwischen zwei Parteien vermittelt, eigentlich hat Gott in Jesus einen Friedensstifter zu uns geschickt: In Jesus reicht uns Gott die Hand, bietet uns Frieden, Liebe und Hoffnung an.

Wollen wir weiterhin mit Gott auf Distanz gehen oder ihn mit unserem Taten beeindrucken – oder öffnen wir uns für das göttliche Weihnachtsgeschenk? Jesus streckt uns als Friedensbringer die Hand entgegen und wartet hoffnungsvoll darauf, dass wir seine Hand ergreiffen.

Und plötzlich war bei dem Engel ein ganzes Heer von Engeln, all die vielen, die im Himmel Gott dienen; die priesen Gott und riefen: »Groß ist von jetzt an Gottes Herrlichkeit im Himmel; denn sein Frieden ist herabgekommen auf die Erde zu den Menschen, die er erwählt hat und liebt!« (aus „Gute Nachricht Bibel“, Lukas 2,13+14)

Ausspannen – aber wie?

„Früher brachte der Lärm die Menschen aus der Ruhe. Heutzutage ist es die Stille.“ (Ernst Ferstl)

Wissen Sie, welcher „Entspannungs-Typ“ Sie sind?

Nicht selten wird die sogenannte „Freizeit“ zu einer lärmigen und stressigen Zeit. Eigentlich wäre erholen angesagt, doch plötzlich jagt eine Freizeitaktivität die nächste und man muss sich hinterher von der Freizeit erholen…

Doch scheinbar will das der Mensch des 21. Jahrhunderts so. Anders kann ich mir kaum erklären, warum so viele Kinder schon in jungen Jahren von einer Freizeitaktivität zur nächsten „stressen“ müssen.

Gegen die Freizeitaktivitäten an und für sich ist ja kaum etwas einzuwenden. Die Frage nach der Dosierung wäre aber möglicherweise schon angebracht. Und eine andere auch: Wissen wir überhaupt, wie wir persönlich am besten entspannen können? Erholen wir uns passiv oder in dem wir aktiv etwas unternehmen?

  • Passives Entspannen: Buch lesen, Vollbad, Kaminfeuer, Musik hören…
  • Aktives Entspannen: Sport, Ausflug, Engagement in einem Verein, Basteln und Werkeln…

Ich wünsche Ihnen viele erholsame Momente – ob „laute“ oder „leise“.

Hören Sie zu diesem Thema unseren Alltagstipp auf Life Channel und besuchen Sie unsere Homepage leben-in-balance.ch. In unserem Timeout-Workshop lernen sie sowohl aktive wie passive Erholungsmethoden kennen.

Das Strandhaus – oder wenn das Leben plötzlich zu Ende ist

Zwei völlig unterschiedliche Dinge haben mich heute morgen beschäftigt und mich darüber nachdenken lassen, wie ich mein Leben gestalte, was mir wichtig ist und auf welchen „Boden“ ich mein Leben stelle.

Da war zuerst der Blick in meine Bibel – eine alte Beispielgeschichte über die Frage, ob unser Lebenshaus auf einem widerstandsfähigem Fundament gebaut ist: „Denn wenn ein Wolkenbruch kommt, die Flut das Land überschwemmt und der Sturm um das Haus tobt, wird es aus allen Fugen geraten und krachend einstürzen.“ (Die Bibel, Buch Matthäus, Kapitel 7, Vers 27)

Nach diesem Blick ins Buch der Bücher folgte der Blick ins Netz der Netze. Im Internet überraschte und schockierte mich die Nachricht, dass Michael Jackson tot ist.

Der unerwartete Tod vom „King of Pop“ kann die Botschaft für uns haben: Das Leben ist ein Geschenk, jeder neue Tag, den wir erleben dürfen, ist ein Geschenk. Und: Dieses Leben kann plötzlich, völlig unerwartet vorbei sein.

Die Botschaft der Beispielgeschichte mit dem Strandhaus und dem Haus auf dem Felsen ist simpel und doch so herausfordernd: Überleg dir, was du aus diesem Geschenk „LEBEN“ machst! Ein (Lebens)Haus auf Sand gebaut, wir den Stürmen des Lebens nicht trotzen können. Bei Sonnenschein mag ein Strandhaus ja fantastisch schön sein – doch, wie heisst es im Zitat oben so treffend? In stürmischen Zeiten wird ein solches (Lebens)Haus aus allen Fugen geraten und krachend einstürzen.

Ein widerstandsfähiges, erfolgreiches und erfülltes Leben braucht mehr als Sandstrände. Das Leben ist mehr als ein Spiel im Sandkasten. Wir brauchen einen Boden, ein Fundament, das uns trägt – in guten wie in schlechten Tagen. Darum hat schon Jesus geraten: Bau dein Lebenshaus auf Fels, nicht auf Sand.

Ich bin dankbar für das Leben, das mir jeden Tag neu geschenkt wird. Und in den schwieirigen Tagen meines Lebens bin ich froh, auf ein Fundament gebaut zu haben, das sturmerprobt ist.

Gier + Egoismus

„Verhaltensmuster wie Gier und Egoismus, beides menschliche Schwächen, rotten wir nicht aus. Am Ende des Tages ist es so: Das Übernehmen von Verantwortung in einer Firmenleitung geht einher mit einem erhöhten Anspruch an das ethische Handeln. Auch wenn das nach Predigt tönt.“
Rudolf Stämpfli (Präsident Schweiz. Arbeitgeberverband) in der NZZ am Sonntag, 3. Mai 2009

Durch die Finanzkrise wurden Themen wie „Ethisches Handeln“ und „Verantwortungsvolles Verhalten“ plötzlich aktuell. Sonntagspredigt und Sonntagslektüre widmen sich auf einmal den selben Problemen und Herausforderungen. Zeitungen wie die „NZZ am Sonntag“ fragen, sich welche Ethik unser Wirtschaftstreiben nötig hat.
Es ist so: Gier und Egoismus rotten wir nicht aus. Und zwar nicht nur in den Firmenleitungen. Wie oft ist das menschliche Handeln von Gier und Egoismus getrieben? Im Kleinen, im Alltag?
Und doch: Verantwortungsvolles Handeln und Verhalten muss unser Ziel sein. Nicht nur weil es ethisch und edel ist, sondern weil der Weg der Gier eine Sackgasse ist.
Verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten Ressourcen umgehen: Nicht alles, was machbar ist, ist automatisch auch erstrebenswert und sinnvoll – im Umgang mit der Natur, mit der Zeit, mit uns selbst, mit uns anvertrauten Mitmenschen (ob Arbeitnehmer oder Familie).

Kürzlich war „ethisches Handeln“ sogar in der Handelszeitung (3. – 9. Juni 2009) ein Thema. Der Theologe Prof. Hans Küng zitiert da aus einer Erklärung zum Weltethos:
„Statt einer unstillbaren Gier nach Geld, Prestige und Konsum ist wieder neu der Sinn für Mass und Bescheidenheit zu finden! Denn der Mensch der Gier verliert seine ‚Seele‘, seine Freiheit, seine Gelassenheit, seinen inneren Frieden und somit das, was ihn zum Menschen macht.“

Ist Gott noch relevant?

Die Glocken der Kirche läuten,
Ihr Klang ist so nah – vertraut
Und das Christentum ist so weit …
(Linard Bardill)

Hat sich das Christentum von der Gesellschaft verabschiedet? Oder ist es die Gesellschaft, die sich immer weiter vom Christentum entfernt?
Tatsache ist, für viele Zeitgenossen ist das Christentum, der christliche Glaube, Gott und die Kirche nicht mehr wirklich relevant.
Gerade letzte Woche wurde mir dies wieder bewusst. Ich stand am Postschalter, als ich hörte, wie ein anderer Kunde sich mit diesen Worten verabschiedete: „Schöne Pfing(sten)… äh, Auffahrt!“. Wir geniessen die Feiertage und nehmen die geschenkte Zeit dankbar entgegen; doch wissen wir auch, warum wir eigentlich frei haben? Was macht aus einem normalen Donnerstag einen Feiertag? Was wird da eigentlich gefeiert?

So vertraut uns der Klang der Kirchenglocke sein mag, so fremd ist vielen von uns das Christentum.

Schade eigentlich! Gut, wir können darüber diskutieren, ob die Kirchen noch relevant für die Gesellschaft sind, doch der Gott der Bibel und sein Sohn Jesus hätten schon einiges zu sagen, was sehr gesellschaftsrelevant und aktuell wäre (Umgang mit dem lieben Geld, wie wir Abzocker behandeln sollen, unsere Verantwortung in Sachen Leid + Armut auf der Welt…).
Und übrigens, der Kern des Christentums hat weniger damit zu tun, wie wir uns verhalten sollen, als damit, dass es da einen liebenden Gott gibt, für den wir kein Zufallsprodukt, keine Nummer oder „überzählige Arbeitskraft“ sind.

Der Klang der Kirchenglocke könnte für uns auch eine neue Bedeutung bekommen: Da gibt es einen Gott, der mich ganz persönlich liebt und dem in nicht „Wurst“ bin.

Aber es blüht doch!?

Nach einem langen, kalten Winter ist es immer wieder etwas sehr Schönes, zu erleben, wie die Natur erwacht. Zuerst zaghaft, fast unbemerkt. Dann spriesst es plötzlich in voller Pracht, in allen Farben, die Pflanzen sind „im Saft“ und es blüht – die Natur ist endgültig wieder erwacht. Herrlich! Und für mich jedes Jahr auf ein Neues ein Wunder, wie aus diesem „Nichts“ so viel Schönheit entstehen kann.

Es blüht und wächst auch in unserem Garten. Leider nicht nur die Bäume, Blumen und der Rasen. Und darum sagte meine Frau zu unserer Tochter kürzlich, wir müssten dann mal noch jäten. Darauf unsere 6jährige Joy fragend und ausrufend zugleich: „Das isch doch nid „Gjät“ (Unkraut), das blüht ja…!?“. Tja, manchmal sieht „Gjät“ ganz schön aus, blüht sogar – und trotzdem sollten wir es besser ausreissen und nicht in unseren Gärten wuchern lassen.

Auch in unseren Lebensgärten gibt es Vieles, das blüht. Und auch hier lässt sich festhalten: Nicht alles was blüht, ist auch gesund und gut für uns. Manchmal gibt es Lebensgewohnheiten, Einstellungen und Verhalten, an die wir uns gewöhnt haben, die uns lieb geworden sind und uns gefallen. Doch selbst wenn sie blühen könnte es sein, dass sich diese Angewohnheiten langfristig als destruktives „Gjät“ in unserem Leben entpuppen.

Seien wir achtsam darauf, was in unseren Lebensgärten so alles spriesst und wächst!

Kürbis oder Eiche?

Eine der traurigsten Erfahrungen ist es, wenn man alt ist und plötzlich entdeckt, dass man nur einen kleinen Teil seines Potenzials genutzt hat.

Man muss damit rechnen, dass die grössten Leistungen die Gott für uns plant, in der zweiten Lebenshälfte geschehen werden.


(beide Zitate aus „Du machst mich stark“ von Gordon MacDonald)

Ob durch seine Bücher oder an Konferenzen und Seminaren, Gordon MacDonald hat mich mit seiner Überzeugung, dass das Leben bis 40 als „Warm-up“ betrachtet werden sollte, herausgefordert. Bücher wie „Du machst mich stark“ helfen mir, mein Leben nicht als „Sprint“ zu sehen, sondern langfristig zu investieren, Ausdauer zu entwickeln und darauf zu hoffen, dass die „stärksten Runden“ in meinem „Lebenslauf“ noch vor mir liegen.

Folgendes Bild hilft mir dabei: „Was möchten Sie lieber werden, ein Kürbis oder eine Eiche? Ein Kürbis wächst innerhalb von wenigen Wochen zu seiner vollen Grösse heran. Aber ebenso schnell ist er auch wieder verrottet. Eine Eiche dagegen wächst über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Dafür verfügt sie schlussendlich über einen kräftigen Stamm und stabile Äste, dank denen sie auch wilden Stürmen trotzt.“ (aus „Echt und stark“ von Thomas Härry)

Weg aus der Krise

Wenn du dich schwach und matt und unglücklich fühlst, fang an zu danken, damit es mit dir besser werde. (Albert Schweitzer)

Finanzkrise, Rezession, Angst vor Arbeitsplatzverlust, allgemeine Krisenstimmung – derzeit werden wir von Negativmeldungen überschüttet und die weltweite Krise trifft nicht wenige auch ganz persönlich.
Während die mächtigen Damen und Herren während dem WEF in Davos über mögliche Auswege nachdenken, leiste ich mit dem obigen Zitat meinen bescheidenen Beitrag zur Suche nach Wegen aus der Krise.

Ob wir uns reich oder arm fühlen, entscheidet sich in unserem Herzen – nicht in unserem Portmonee. Klar, wir können Milliardenlöcher nicht einfach mit etwas „positivem Denken“ stopfen. Und der verlorene Arbeitsplatz kommt kaum dank der richtigen Einstellung zurück.

Und doch: In unserem Inneren beginnt der Weg aus der Krise. Wer will, findet immer einen Grund zum Jammern. Genauso gilt: Wer will, findet immer einen Grund zur Dankbarkeit. Und wer beginnt, mit offenen Augen und dankbarem Herz durch den Alltag zu gehen, wird überrascht sein, wie schnell es mit ihm/ihr wieder aufwärts geht.

Nicht nur für die grossen Abzocker zählt: Weniger Gier, mehr Dankbarkeit. Wenn wir den Geist vom „Immer-mehr-haben-Wollen“ mit dem Geist vom „Dankbarsein-für-das-was-ich-habe“ eintauschen, kann auch die aktuelle Krise überwunden werden.