Bereit für die nächsten 40 Jahre

Ausdauer wird früher oder später belohnt. Meist später.
Wilhelm Busch

Vor elf Jahren durfte ich im Grossraum Chicago an einem wöchigen, intensiven Leadershiptraining mit hochkarätigen Referenten teilnehmen. Die Willow Creek Association lädt jährlich um die hundert Personen aus der ganzen Welt zu diesem Partnering to Prevail Seminar ein.

Da war ich also ende meiner Zwanziger mit fünfjähriger Pionierarbeit-Erfahrung im Rucksack, zusammen mit vielen erfahrenen, einflussreichen Führungspersonen. Ich fühlte mich sehr geehrt. Heute vielleicht sogar noch etwas mehr als damals. Klar hatte ich schon das Eine oder Andere erreicht, mehrere NPO’s gegründet – aber im Grunde war ich noch ein Greenhorn, ein leidenschaftlicher Idealist, der nur darauf wartete, dass das Leben – und vor allem die Arbeit – so richtig zu „rauschen“ beginnen.

In Gesellschaft dieser international zusammengewürfelten Führungspersonen feierte ich meinen 29. Geburtstag. Ich kam dorthin mit der Idee: „Stef, gönn dir noch ein Jahr Ausbildungszeit. Aber lass uns dann, mit 30, so richtig durchstarten …“ Und genau an diesem 30. November 2004 nahm mir ein gewisser Gordon MacDonald (Speaker, Bestseller-Autor) diese Illusion: „Bis 40 Jahre ist ’nur‘ Warm-up – die besten Jahre sind vielleicht noch weit von heute entfernt.“  

Also verlängerte ich meine Ausbildungsphase um 10 weitere Jahre. Ich versuchte die letzten Jahre mit der Haltung zu leben, dass ich mich noch im Warm-up befinde. Mein Leben und besonders meinen Berufsalltag habe ich als Investition in die zweite Lebenshälfte betrachtet.

Kürzlich feierte ich meinen 40. Geburtstag. Mit grosser Dankbarkeit und einem ehrfürchtigen Staunen schaue ich auf einen reichen Erfahrungsschatz, der sich über all die Jahre angesammelt hat. Vieles habe ich mir anders vorgestellt, vieles wäre aber ziemlich sicher weniger gut herausgekommen, wenn es immer nach meinen Vorstellungen gegangen wäre.

Wird mein Leben und Arbeiten jetzt zu „rauschen“ beginnen? Bin ich jetzt bereit zum Durchstarten? Ich weiss es nicht. Was heisst schon Durchstarten? Das Schöne daran, wenn man die erste Lebenshälfte als Warm-up betrachtet, ist, dass man mit 40 nicht schon verbraucht und ausgelaugt ist. Aber eben auch, dass der jugendliche Idealismus einer (hoffentlich) reifen Gelassenheit gewichen ist. Diese ist jedoch nicht etwa mit Resignation zu verwechseln!

Es hat viel mehr damit zu tun, dass ich heute weiss, dass nicht alles von mir abhängt. Ich gebe das, was ich zu geben habe, lebe und arbeite nach bestem Wissen und Gewissen, gestalte das, was ich gestalten kann und versuche mit grosser Ausdauer treu die Aufgaben zu erledigen, die anstehen. Aber dies alles weniger verbissen als früher – dafür gelassener.

Mein bisheriges Fazit: Ausdauer lohnt sich. Nach vielen Jahren Auseinandersetzung mit Lebensthemen und Persönlichkeitsentwicklung ist kurz vor meinem Vierzigsten mein erstes Buch erschienen. Und nach 20 Jahren sozial-diakonischem Engagement für mein Dorf wurde ich völlig unerwartet angefragt, mich in der Exekutive zu engagieren. Schöne Symbolik dabei: Die Wahlurkunde in den Gemeinderat ist mit dem 30. November 2015 – meinem 40. Geburtstag – datiert.

 

KONKRET

Das eigene Leben und Arbeiten aktiv gestalten? In meinem Buch Glück finden – hier und jetzt finden Sie konkrete Anregungen dazu.

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.

Leben mit Rückenwind

Wie das Windrad ohne Wind nicht in Schwung kommt, werden wir ohne übergeordnetes Ziel, ohne Sinn im Leben, nicht im Land des Glücks ankommen.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt

Gestern hab ich es mal wieder erlebt: Eine junge, an und für sich motivierte und lebensfreudige Frau meinte: „Schliesslich arbeitet man ja dafür, dass man wieder in die Ferien verreisen kann.“

Solche Äusserungen stimmen mich nachdenklich und traurig. Klar ist die Vorfreude auf den Urlaub eine tolle Sache und vielleicht sogar ein Motivationsschub, wenn es gerade mal nicht so prickelt bei der Arbeit. Aber in solchen Phrasen schwingt eben auch mit, dass das wirklich gute Leben in den Ferien stattfindet und nicht auf der Arbeit.

Man braucht kein Mathe-Genie zu sein, um herauszufinden, dass diese Gleichung hinkt:
>46 Wochen mühsame Arbeit + <6 Wochen Ferien = glückliches Leben.

Das Leben hat mehr zu bieten, als harte, ungeliebte Arbeit. Das Leben hat aber auch mehr zu bieten, als 4-6 Wochen Ferien im Jahr. Natürlich freue auch ich  mich auf den kommenden Skiurlaub – schliesslich habe ich gerade gestern mein neues Skiabo gebucht. Natürlich denke auch ich gerne zurück an die letzte grosse Reise – schliesslich haben wir mit unserem Sabbatical einen einzigartigen Sommer erlebt.

Doch das Leben kann mehr. Es kann mehr als Ferien. Es kann mehr als Arbeit. Es kann mehr als Weihnachtsstress.

Deshalb geht es beim ShalomLeben-Windrad darum, die einzelnen Lebensfelder (Arbeit, Liebe, Gesellschaft) zu gestalten, dass wir Freude und Erfüllung erleben. Dies beginnt mit einem guten Umgang mit sich selbst (Selbstführung, Achtsamkeit, Lebensstil der Dankbarkeit …) und führt dazu, dass wir gemäss unserer Persönlichkeit leben – und zwar 52 Wochen im Jahr!

Und dann ist da noch der Wind. Was ich schon nach Seminaren erlebte, wiederholt sich nun mit dem Buch: Das Bild vom Wind provoziert. Braucht es wirklich diesen Wind, dieses übergeordnete Ziel, um glücklich zu werden? Kann ich nicht auch einfach glücklich werden in meiner kleinen Welt ohne dass es da noch etwas über mir geben muss?

Ich glaube, dass der, der die Sinnfrage vollständig ausklammert, Gefahr läuft, einem unguten Trott zu verfallen. Das kann sich früher oder später rächen. Dies zeigen auch Burnout-Studien: Fehlt die Sinnhaftigkeit, fehlt der innere Antrieb – und somit wird der Energieverschleiss immer grösser. Die Sinnfrage ist nicht bloss eine Lieblingsdisziplin von religiösen Menschen. Die Frage, was unser Wind im Windrad ist, was uns Sinn und Kraft gibt, stellt sich jedem Menschen. Und einige kommen zum Schluss, dass ihr Sinn im Dasein darin besteht, Geld für den nächsten Urlaub zu verdienen – mir wäre das jedoch deutlich zu wenig.

Und noch ein Gedanke: Einige trauen lieber der Energie, die sie im Hamsterrad selber produzieren können. Mir gefällt das Windrad besser: Ich bin froh, kann ich einer Kraftquelle ausserhalb von mir vertrauen, die mein Leben in Bewegung hält.

Ich gebe zu: Ich bin auf den göttlichen Wind in meinem Windrad angewiesen. Zu spüren, dass einer da ist, der selbst im grössten Chaos den Überblick behält und gute Gedanken über meinem Leben hat, gibt mir Energie im Alltag.

 

KONKRET

Mehr zum Konzept vom ShalomLeben-Windrad erfahren Sie in meinem Buch Glück finden – hier und jetzt. Auf rund 180 Seiten führe ich in kurzen, praktischen und gut lesbaren Kapiteln aus, was ein zufriedenes und erfülltes Leben aus meiner Sicht auszeichnet. Geeignet auch als Weihnachtsgeschenk und zum Lesen als Gruppe.

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Ans Bett gefesselt

Wir sind für die ‪Gemeinschaft geschaffen und unser ‪‎Glück vermehrt sich, wenn wir es mit anderen teilen können.
Stefan Gerber (in: Glück finden – hier und jetzt)

Das hab ich bisher noch nie erlebt: Letzten Mittwoch zwickte es mich plötzlich während dem Unihockey-Training im Rücken. Ich nahm es zur Kenntnis und spielte weiter – etwas verhalten zwar, aber von etwas Zwicken wollte ich mir den Spass nicht nehmen lassen.

Mit dem Spass war es dann aber am anderen Morgen definitiv vorbei: Mit Rückenschmerzen aufgewacht, tapfer den ersten Termin wahrgenommen (ironischerweise eine Routineuntersuchung im Spital), Anruf beim Chiropraktiker („Wir haben leider keinen freien Termin mehr in dieser Woche.“) – schliesslich lief ich mit ziemlich gebückter Haltung im Büro ein. Das Nötigste erledigte ich, aber dann war Schluss.

Mittags war ich an der Reihe mit Kochen. Was für eine Tortur! Am Kochherd stehen tat weh, vom Geschirrschrank zum Tisch war eine Weltreise – und immer wieder eine Pause auf einem Stuhl – das tat zwar immer noch weh, aber ich versuchte so kurz zu entspannen …

Nach dem Essen war definitiv Schluss: Für die nächsten Tage verliess ich das Bett nur noch für WC- und Arzttermine. Das Verdikt war klar: Hexenschuss.

Wie auf Entzug

In der ersten Phase eines solchen Vorfalls ist man natürlich vorwiegend mit den Schmerzen, resp. mit deren Bekämpfung beschäftigt. Und die eingeschränkte bis kaum noch vorhandenen Mobilität wird zu einem grossen Hindernis.

Bald schon schmerzt es auch, nicht mehr Teil des gesellschaftlichen Lebens zu sein. Klar, die Familie hat mich bestens versorgt – aber sie gingen dann doch ohne mich an den Schulanlass oder ins Puppentheater …

Ja, in der letzten Woche wurde mir wieder ganz deutlich vor Augen geführt, wie wichtig ein reiches Sozialleben für unser Glück ist. Ob gemeinsames Lachen, ernsthaftes Diskutieren oder in einem Team ein Projekt realisieren – die Gemeinschaft mit anderen Menschen wirkt anregend auf uns.

Es geht um die Frage nach unserem Platz in der Gesellschaft. Ein reiches Sozialleben, das aus Geben und Nehmen besteht, ist dem Glück förderlich. Wir fühlen uns wertgeschätzt, wenn wir erleben, dass unser Beitrag gefragt ist. Und gleichzeitig erleben wir, wie uns die Ergänzung durch andere stärker macht.

Darum freu ich mich sehr auf die kommende Woche: Einerseits bin ich zuversichtlich, dass die Rückenschmerzen vollständig verschwinden, anderseits warten ab Morgen mindestens für eine Woche täglich Anlässe mit spannenden Begegnungen auf mich – ich darf ein reiches Sozialleben pflegen!

KONKRET

Das reiche Sozialleben ist einer von fünf Aspekten eines glücklichen Lebens, zu welchem ich in meinem Buch Glück finden – hier und jetzt anhand des ShalomLeben-Windrades einlade.

  • Leseprobe
  • Das Glücks-Buch jetzt bestellen! (Schweiz) / Bestelllink für Deutschland.
  • Stimme zum Buch:
    „Mein vierjähriger, wissensdurstiger Sohn führt mir immer wieder vor Augen: Glück ist jetzt und heute. Die brillante, ganzheitliche Lektüre untermauert diese Beobachtung: Glück ist hier und erlernbar. Der Autor nimmt den medialen, anstrengungslosen Glücksverheißungen den Wind aus den Segeln. Er führt sehr bildhaft und praktisch vor Augen: Glücklich sind die Menschen, die ihr Dasein mit Energie anpacken und deren Leben Sinn atmet. Das Buch ist daher kein laues Lüftchen, sondern eine frische Brise für Glücksfinder und solche, die es werden wollen.“
    Rüdiger Jope, Chefredakteur Männermagazin MOVO
  • Radiobeitrag zum Buch: Radio Life Channel (9. Nov. 2015)
  • Referat oder Lesung zu Glück finden – hier und jetzt organisieren?

Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich Gesellschaft“.

Mein ShalomLeben gestalten

Gott schenkt dir das Gesicht, lächeln musst du selber.
Aus Irland

Ich bin überzeugt: Glück ist lernbar. Noch mehr: Wir sind zum Glücklichsein geschaffen. Es ist genauso wie der schöne irische Spruch es ausdrückt: Uns wurde anvertraut, was es zu einem glücklichen Leben braucht. Aber lächeln musst du selber! Wir selbst sind verantwortlich, ob wir dieses Leben so entfalten und gestalten, dass wir Zufriedenheit in unserem Dasein erleben.

Natürlich spielt es eine grosse Rolle, wie wir Glück definieren. Meine ich damit ein sorgloses Leben als Winner-Typ auf der Überholspur? Von einem Glücksgefühl zum nächsten? Aufstehen bereitet jeden Tag Freude? Nein, so sehe ich das Glück nicht.

Meine Definition von Glück habe ich in Glück finden – hier und jetzt so niedergeschrieben:

Glück besteht aus einem dankbaren Blick zurück, einem genussvollen Leben im Hier und Jetzt sowie aus einer hoffnungsvollen Perspektive für die Zukunft. Dazu gehört ein Versöhntsein mit sich, seinen Mitmenschen und dem Leben ganz allgemein.

Dieses Ganzsein, Versöhntsein oder Einssein mit sich selbst lässt sich aus meiner Sicht am besten und umfassendsten mit dem alten hebräischen Ausdruck Shalom bezeichnen, darum nenne ich mein Glückskonzept ShalomLeben.

Shalom wird oft als Grusswort verwendet und meint Frieden. Es ist somit ein Friedenswunsch für unser Gegenüber. Doch unser deutsches Wort Friede gibt nur verkürzt wieder, was unter Shalom zu verstehen ist. Hinter diesem klangvollen Wort steckt viel mehr als das Schweigen von Waffen.  

Im Theologischen Begriffslexikon zum Neuen Testament lesen wir treffend: «Frieden ist identisch mit Heil (Erlösung), mit Glück.» Und somit geht es nicht mehr nur um soziale Verhältnisse oder das Ausbleiben von Konflikten, sondern auch um mein ganz persönliches Wohlergehen. Shalom kann nicht einseitig dem Diesseitigen oder Jenseitigen zugeordnet werden – beides, das Glück im Hier und Jetzt sowie das spirituelle Ausstrecken nach der letztendlichen, göttlichen Lebenskraft gehören dazu.

Das Windrad

Seit vielen Jahr sprechen wir in unseren Referaten, Seminaren und Coachings von fünf Lebensbereichen, die in guter Balance zueinander stehen sollten. In meinem Glücks-Buch ordne ich die fünf Bereiche nicht mehr einfach nebeneinander an, sondern brauche das Windrad als Illustration dafür, was ich unter einem ShalomLeben verstehe:

  • Die Nabe steht für das Selbst.
  • Die drei Flügel stehen für die Lebensfelder sinnerfüllte Tätigkeit, erfülltes Liebes- und Familienleben und reiches Sozialleben.
  • Der Wind, der die Rotorblätter in Schwung hält, steht für die Spiritualität und die Sinnhaftigkeit im Leben.

Ich weiss noch gut, wie ich während meinem Masterstudium bei uns im Garten auf die Idee des ShalomLeben-Windrades kam. Ich war sofort begeistert davon (klar, das ist keine Kunst, es war ja meine eigene Idee). Aber jetzt bei Referaten und in Gesprächen zu hören, dass das Konzept auch andere überzeugt, freut mich natürlich sehr.

Und so hoffe ich, mit meinem Blog und mit meinem Buch einen Beitrag dazu leisten zu können, dass viele Menschen ihr ShalomLeben gestalten: Gott schenkt dir das Gesicht, lächeln musst du selber.

KONKRET

  • Stimme zum Buch:
    „Stefan Gerber entdeckt in dem alten biblischen Konzept des Shalom einen Weg zum Glück, der nicht nur gut begründet ist, sondern mit den vielen praktischen Tipps auch für jedermann in alltägliche Erfahrung übersetzt werden kann. Ich wünsche dem Buch und seinem sympathischen Autor einen großen Erfolg!“
    Ulrich Eggers, Redaktionsleiter Magazin AUFATMEN, Vorsitzender Willow Creek Deutschland
  • Leseprobe / Buch bestellen
  • Referat oder Lesung zu Glück finden – hier und jetzt organisieren?

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Besuch im Slum

Das Leben wird reicher, wenn man es hingibt;
es verkümmert, wenn man sich isoliert
und es sich bequem macht.
Papst Franziskus

«Gutes Haus» hat der Kindergärteler auf das Plakat geschrieben. Die Kinder durften an den 15. Happy Kids Days in Studen  auf dieses Plakat schreiben, wofür sie dankbar sind. Nachdem die Teilnehmenden sichtlich berührt vom Slum-Postenlauf waren, sprudelte es nur so von Dankbarkeits-Statements.

Unter dem Motto «Vo Härze …» wurden während vier Nachmittagen die christlichen Werte Liebe, Helfen, Teilen und Dankbarkeit erlebnispädagogisch beleuchtet. Besonders betroffen gemacht hat die Kinder dabei die Tatsache, dass es auf unserer Welt vielen ihrer Altersgenossen nicht so gut geht wie uns hier in der Schweiz. Auch wenn das spielerische Bauen einer Kartonbehausung grossen Spass bereitete, wurden viele doch nachdenklich, als sie erfuhren, dass es Kinder gibt, die so leben. An diesem Nachmittag konnten die Kinder sogar nachempfinden, wie es ist, Müll nach Essbarem abzusuchen.

Beim Abschlussfest zeigten die Kinder ihren Eltern, was sie bei den Happy Kids Days erlebt hatten. Und natürlich haben wir auch die Erwachsenen eingeladen, die beleuchteten Werte in ihrem Alltag auszuleben: «Es gibt immer einen Grund, dankbar zu sein.« Wie ich damals die Zuhörenden herausforderte, frage ich auch jetzt: «Unsere Welt braucht Menschen, die ‚Vo Härze teile‘ – sind Sie dabei?«

Teilen macht reich

Ein Lebensstil der Grosszügigkeit ist der kleine Bruder der Dankbarkeit. Wer dankbar ist für das, was ihm anvertraut ist, in dem wird das Bedürfnis wach, seine Freude zu teilen. Neben Dankbarkeit ist auch Grosszügigkeit ein Weg ins Glück – das weiss der, welcher es ausprobiert, schon lange. Inzwischen ist es aber auch durch viele wissenschaftliche Studien der Positiven Psychologie bestätigt worden.

Und so stimmt es, wenn Papst Franziskus sagt, das Leben werde durchs Teilen reicher. Vielleicht werden sich auf dem Bankkonto ein paar Fränklis weniger anhäufen, doch in Sachen Lebenserfahrungen und subjektives Wohlbefinden werden wir definitiv reicher, wenn wir grosszügig teilen, was uns anvertraut ist.

So haben wir den fünfzig Kindern bei Happy Kids Days mit auf den Weg gegeben: Teilen macht doppelt glücklich. Keiner von uns kann durch sein Teilen die ganze Welt retten. Und trotzdem ist unser Teilen, egal wie klein oder gross unser Beitrag auch ist, unglaublich wertvoll. Wer teilt, rettet nämlich erst einmal seine eigene kleine Welt: Man rettet sich aus der Isolation und Bequemlichkeit und entflieht so, wie es Papst Franziskus formuliert, der Verkümmerung. Wer teilt und sich hingibt, wird reicher – seine Lebensqualität steigt. Und dabei macht unser Teilen erst noch für mindestens einen weiteren Menschen auf dieser Welt einen Unterschied – vielleicht können wir damit sogar einem Kind in den Slums eine neue Lebensperspektive ermöglichen.

Was spricht eigentlich noch dagegen, sich gleich jetzt für einen Lebensstil der Grosszügigkeit zu entscheiden?

KONKRET

  • Radiosendung Danke sagen als Lebensstil (mit Georges Morand und Stefan Gerber)
  • Die Aktion Nacht ohne Dach vom Hilfswerk TearFund sensibilisiert junge Menschen für die Not in den Slums – und hilft zu teilen.
  • Dankbarkeit und Grosszügigkeit sind Wege ins Glück. Diese und weitere Wege ins Glück entdecken Sie in meinem neuen Buch Glück finden – hier und jetzt.
    Einfach verständlich präsentiert Stefan Gerber darin verblüffende wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Glücksforschung, gibt praktische Glücktipps («5 gute Taten pro Woche»), bestätigt einen da, wo man sich gut unterwegs fühlt – und zeigt, wo sich eine Neuorientierung empfiehlt.
    Stephan Lehmann-Maldonado, Chefredaktor UBS magazin
Mein  Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich Gesellschaft“.

"Eigentlich" geht es uns gut

Eigentlich hatten wir alles, was wir brauchten. Ein schönes Zuhause, Geld und ein sicheres, gutes Land, in dem wir wohnten.
Sara Spross im Magazin Family (2/15) 

Das Wörtchen „eigentlich“ ist verräterisch: Sagt jemand „Eigentlich geht es mir gut“, geht es der Person eben doch nicht gut. Gemeint ist wohl: Im Grunde könnte ich dankbar sein für das, was ich habe. Oder: Es gibt keinen offensichtlichen Grund, warum ich nicht zufrieden sein könnte. Oder eben sollte. Und da liegt wohl das Problem von solchen Formulierungen: Ich sehe ja, dass ich zufrieden sein müsste – aber eigentlich, wenn ich ganz ehrlich bin, fühlt es sich eben doch nicht so an.

Kann man Glück, Zufriedenheit, Dankbarkeit oder auch Genügsamkeit befehlen? Nein. Wenn meine Innenwelt nicht in Balance ist, ich mich in meiner Haut nicht wohl fühle, kann äusserlich noch so vieles tiptop sein – mehr als ein „Eigentlich geht es mir gut“, „Eigentlich habe ich alles, was ich brauche“ oder „Eigentlich habe ich nichts zu jammern“ werden wir da nicht ernten.

Eine neue Lebensqualität gefunden

Das hat auch das Ehepaar Spross erlebt, von dem das Eingangszitat stammt. Gestern Abend waren sie Gast in der Veranstaltungsreihe Chäs, Brot, Wy – u mini Gschicht mit Gott von gms – z’friede läbe. In diesem Format erzählen Gäste nach Weinkunde und Tapas ihre spannende Lebensgeschichte.

Obwohl Sprosses äusserlich gesehen alles hatten, hing ihre Ehe an einem dünnen Faden. Er, der gewissenhafte Geschäftsmann aus Kloten, sie, die temperamentvolle Frau aus Chile, – da sind Konflikte vorprogrammiert. Zusätzlich stand er mit seiner Firma in einem herausfordernden Geschäftsfeld arg unter Druck.

Die Lage spitzt sich zu, bis das Paar eines Tages in einem Ehekurs (sie meldete sich an – er kam eher unfreiwillig und erst über Umwegen mit) endlich einmal Zeit findet, um zu zweit an einem Tisch zu sitzen und einfach zu reden, den anderen besser kennen und verstehen zu lernen, Zusammenhänge zu entdecken …

Wenn ich heute dem Ehepaar Spross gegenüber stehe, sehe ich nicht Menschen, denen es „eigentlich“ gut gehen sollte. Ich sehe ein Paar, das angekommen ist. Nicht in einem Leben ohne Konflikte. Die Auf und Abs gehören zu ihrem Alltag, der Druck im Geschäft ist nicht weg und die Unterschiedlichkeiten in ihrer Persönlichkeiten bleiben eine Herausforderung. Doch sie haben gelernt, konstruktiv damit umzugehen.

„Ich habe Gott nicht gesucht“, sagt Peter. Aber offensichtlich hat Gott ihn gefunden. Seit er Gott bewusst einen zentralen Platz in seinem Leben einräumt, hat sich vieles verändert. Und immer wieder spricht Peter von Wunder, die er im Alltag erlebt. Das mit der Ehe, die eine neue Qualität gewonnen hat, ist nur eines davon. Das Durchstehen der schweren Krankheit ihres Sohnes ein weiteres. Auch im Geschäftsalltag erlebt er, wie Gott vieles zum Guten führt – wenn man ihn lässt.

Eine ermutigende Geschichte, die wir da vom Ehepaar Spross erfahren durften. Und was tun Sie, damit es Ihnen und Ihrer Partnerschaft nicht nur „eigentlich“ gut geht?

 

KONKRET

Zufriedenheit kann man nicht befehlen. Aber ich lade Sie ein, das Glück einfach mal auszuprobieren. Hier finden Sie Inspiration dazu:

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Liebe“.

Immer ein Grund zum Danken

Wer jeden Tag überlegt, wofür er dankbar ist,
geht glücklicher durch den Alltag.

Stefan Gerber

Vom Bettag 2015 bis Bettag 2016 laden zahlreiche Partner zum Jahr der Dankbarkeit. Kürzlich durfte ich als Leiter der Schweizer Geschäftsstelle dazu folgendes Interview geben (gekürzte Fassung):

Wie kann ich als Einzelperson beim Jahr der Dankbarkeit mitmachen? Wie als (Kirch-) Gemeinde?

Danken kann jedermann – und das sogar sofort ohne Vorbereitung. Ein Dank an Gott, ein Dank an Familienmitglieder, ein Dank an die Mitmenschen. Es geht uns einerseits darum, dass wir beginnen mit offenen Augen und dankbarem Herzen durchs Leben zu gehen. Oft sind wir auf Negatives fixiert und nörgeln fällt uns leichter als zu loben. Das soll sich ändern!
Und dann hoffen wir darauf, dass viele kirchliche Gruppen und ganze Gemeinden das Anliegen auf ihre eigene Weise aufnehmen und kreative Wege finden, um Dankbarkeit zu thematisieren (z. B. in einer Gottesdienstserie) und praktisch werden lassen (z. B. mit einer Dankaktion für die vielen freiwilligen Mitarbeitenden in Kirche und Gesellschaft).

Warum kein „Jahr der Klage“?

Das ist eine gute Idee. Vielleicht sollten wir tatsächlich auch lernen, wie man „biblisch klagt“. Unser Gott hält es nämlich aus, wenn wir vor ihm unser Leid beklagen. Die Bibel ist voll von solchen Klagen. Leider beobachte ich, dass viele Menschen aber lieber jammern, lästern und sich als Opfer suhlen. Die Klage vor Gott bleibt nicht um sich selbst drehend beim Selbstmitleid stehen, sondern führt  uns „vom Klagen zum Loben“. Ist also vorwärtsgerichtet …

… damit wir dann doch bei der Dankbarkeit landen?

Ja, genau! Es geht ja bei der Dankbarkeit nicht um positives Denken oder Schönreden von etwas, was nicht schön ist. Natürlich gibt es auf unserer Welt – und in meinem Leben – viele Missstände. Doch unser Ansatz ist: Es gibt immer einen Grund zum Danken. Wenn wir den Fokus auf das legen, was uns dankbar stimmt, leben wir gesünder und glücklicher. Das bestätigt die Psychologie und davon erzählt die Bibel.

Vielen Menschen ist aber trotzdem nicht zum Danken zumute. Kann man Dankbarkeit verordnen?

Natürlich nicht. Aber wir hoffen, dass das, was durch die Glücksforschung immer mehr in Medien und Gesellschaft postuliert wird, auch in unseren Kirchen ankommt: Unsere Denk- und Verhaltensweisen habe einen enormen Einfluss auf unsere persönliche Zufriedenheit. Wer jeden Tag überlegt, wofür er dankbar ist, geht glücklicher durch den Alltag. Verordnen können und wollen wir die Dankbarkeit nicht. Doch wir laden ein, zum Beispiel durch ein Danke-Tagebuch oder ein Merci an der richtigen Stelle zu erfahren, dass Dankbarkeit vielfältige, positive Auswirkungen hat.

Oft sind Menschen aber peinlich berührt, wenn man ihnen dankt. Wie geht man damit um?

Leider ist das so. Durch die ständige Defizitorientierung sind sich viele Menschen nicht mehr gewohnt, ein Dank oder Lob anzunehmen. Einigen steigt dabei sogar die Röte in den Kopf. Da es sich jedoch besser, gesünder und biblischer lebt, wenn man sich gegenseitig lobt, ist mein Vorschlag ganz praktisch: Schaffen wir uns ein grosses Übungsfeld und sprechen regelmässig ein Lob aus und lernen auf der anderen Seite, Dank anzunehmen. Übung macht den Meister.

Und wofür sind Sie gerade dankbar?

Oh, da gibt es vieles: Das Kitzeln der Sonne, mein Buchprojekt, das ich diese Tage abschliessen kann, das „Brunnenbaden“ mit einer befreundeten Familie kürzlich in Basel … Ein besonderer Glücksmoment war, als wir in den Sommerferien als Familie beim Sonnenuntergang am schönsten Tisch am Strand von Javea unser Nachtessen genossen.

KONKRET

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Gegen das Vergessen

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
König David

Welches Geschenk zur letzten Weihnacht oder zum letztjährigen Geburtstag hat Ihnen besonders viel Freude bereitet?

Wie spontan können Sie auf diese Frage antworten? Oder geht es Ihnen wie mir: Hm, was hab ich eigentlich alles für schöne Dinge gekriegt? Aja, da waren die Schafe, die in meinem Namen gesponsert wurden, die Autobahnvignette, die selbstgemachten Finken, der Pizza-Gutschein für Venedig (den ich nächste Woche einlösen werde)… ah und die witzige Sammlung der Kolumnen von Martin Bühler war auch noch dabei…

Was ich sagen will: Wie oft werden wir mit kleineren und grösseren, nützlichen oder schönen Dingen beschenkt – und vergessen es dann mit der Zeit wieder?

Weil mindestens ich ziemlich vergesslich bin, wenn es um die „Güte“ all der lieben Menschen um mich herum geht, will ich mich daran erinnern, einen dankbaren Blick auf all das Gute in meinem Leben zu bewahren. So vieles wird mit der Zeit selbstverständlich. Mit all den Visionen im Kopf und Träumen im Herzen stehe ich in Gefahr, mit dem vorwärtsgerichteten Blick nur zu sehen, was es in Zukunft noch alles zu tun gibt. Das ist mein Naturell. Wenn ich mich da nicht bewusst dafür entscheide, das Gute der Vergangenheit und die Freuden im Hier und Jetzt zu schätzen, verpasse ich es, diese anvertrauten Schätze dankbar in meinem Herzen zu tragen.

Dankbarkeit als Lebensstil

Ich verpasse es, dankbar zu sein für all das, was ich (wir) bereits erreicht habe(n). Neue Ziele treiben mich nach vorne – und schneller als es mir bewusst ist, beginne ich dabei das gering zu schätzen, was bereits vorhanden ist.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=8FNtHIOKetc[/youtube]

Darum bin ich dankbar, dass ich gleich dreifach an den wichtigen Wert der Dankbarkeit erinnert werde:

  • Das oben erwähnte Zitat von König David ist eine schöne Erinnerung daran, unserem guten Gott, der Quelle allen Lebens, immer wieder für all das Gute, das er in unser Leben legt, zu danken. Es scheint mir bei der Wortwahl von David, als hätte auch er seine Seele „zwingen“ müssen, nicht zu vergessen und dankbar zu bleiben.
  • Das Jahr der Dankbarkeit, welches bei uns in der Schweiz ab dem Dank-, Buss- und Bettag  laufen wird, ist eine Einladung an uns alle: Nicht nur in diesem Jahr, aber eben von Bettag zu Bettag ganz besonders, den Wert der Dankbarkeit hochhalten, Gott für seine Güte danken, den Menschen in unserem Umfeld mit Dankbarkeit begegnen und uns für mehr Wertschätzung und weniger Nörgelei einzusetzen.
  • Und schliesslich: Es gibt auch die eindrücklichen Forschungsergebnisse, die klar belegen, dass Dankbarkeit wirkt. Die Positive Psychologie zeigt auf, dass Dankbarkeit ein sicherer Weg ins Glück ist.

Darum: Ich will bei aller Hoffnung für die Zukunft nicht die Dankbarkeit vergessen!

Liebe treue LeserInnen von meinem Blog: Mit diesem Artikel verabschiede ich mich in die Sommerpause. In den nächsten Wochen werde ich mir zusammen mit meiner Familie ein Sabbatical gönnen. Wir lesen uns wieder Mitte August!
Und übrigens: Ein herzliches Dankeschön auch Ihnen allen, die diesen Blog (regelmässig) lesen – Sie sind meine Motivation immer freitags morgens „in die Tasten zu hauen“!

 

KONKRET

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Ich bin reich!

Nur wer selbst nicht ‎reich‬ und ‪‎mächtig‬ sein will,
kann anderen helfen, dass sie aufhören, 
arm‬ und ‪ohnmächtig‬ zu sein.

Jörg Zink

Während meiner Bankausbildung (vor vielen Jahren) musste ich lernen, aus einer Bilanz herauszulesen, was das Kerngeschäft eines bestimmten Finanzinstitutes war.

Ich bin überzeugt davon, dass dies auch bei Einzelpersonen funktioniert: Der Blick in die Bücher – in unsere Bankauszüge und Ausgaben – verrät, was unser Kerngeschäft ist. Anders gesagt: „Zeig mir deinen Kontoauszug und ich sage dir, was für ein Mensch du bist.“ Wenn wir unseren Umgang mit Geld analysieren, wird klar, was uns wichtig ist, wie wir uns absichern und vielleicht erfahren wir sogar, worauf wir unser Vertrauen setzen.

Wahrscheinlich weil der Zusammenhang zwischen Umgang mit Geld und den Prioritäten eines Menschen so stark ist, spricht die Bibel mindestens fünfmal häufiger über Geld und Besitztum als über Glaube! Es scheint, als hätte unser Umgang mit Geld eine spirituelle Dimension.

Wenn die Bibel über 2000mal von Geld und Besitztum spricht, verteufelt sie weder das Geldverdienen noch den Reichtum per se. Doch in schier beängstigender Weitsicht wird von dem gewarnt, was unsere Welt(wirtschaft) in den letzten Jahren an den Rand des Kollaps brachte: Gier, Machtmissbrauch, Korruption.

Jesus hat zum Beispiel gesagt (in Matthäus 6,21):

Sammelt keine Schätze hier auf der Erde!
Denn ihr müsst damit rechnen, dass Motten und Rost sie zerfressen oder Einbrecher sie stehlen.
Sammelt lieber Schätze bei Gott. Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und können auch nicht von Einbrechern gestohlen werden.
Denn euer Herz wird immer dort sein, wo ihr eure Schätze habt.

Man könnte jetzt lange darüber sprechen, was es denn heisst, Schätze bei Gott zu sammeln (und welche Gefahren ein falsches Verständnis davon in sich birgt). Doch belassen wir es an dieser Stelle einfach mal dabei, dass wir aufgefordert werden, uns für das Gute und die Liebe – eben das Göttliche – einzusetzen.

Zwei andere Dinge sind mir in diesem Text für die Diskussion hier wichtiger:

Unsere (weltlichen) Finanzanlagen scheinen eine höchst unsichere Sache zu sein.
Klar, es waren weder Motten noch Rost, doch die Finanzkrise hat buchstäblich Geld „zerfressen“. Und trotzdem gehen die Spekulationen fröhlich weiter: Die Börse ist in einem allzeit Hoch, die gewünschten Lehren aus der Krise wurden aus meiner Sicht nicht wirklich gezogen. Geld wird immer noch missbraucht um Reiche noch reicher und Mächtige noch mächtiger zu machen – während Arme noch ärmer und Ohnmächtige noch ohnmächtiger werden.

Es geht nicht um unser Portemonnaie sondern um unser Herz.
Und warum liegt offensichtlich sowas wie ein zerstörerischer Fluch über der Macht des Geldes? Weil es, wie Jesus es schon sagte, nicht einfach unser Bankkonto betrifft, sondern unser Geldumgang mitten durch unser Herz geht.

  • Vergleichen statt Dankbarkeit.
  • Gier statt Grosszügigkeit.
  • Mehr statt genug.
  • Wenig Reiche statt genug für alle.
  • Abzocken statt teilen.
  • Missbrauch statt Liebe.

Ich bin reich – vielleicht im schweizerischen Schnitt nicht so sehr auf dem Bankkonto. Doch schon nur die Tatsache, dass ich in diesem Land leben darf, macht mich reich. Und ich bin reich an Beziehungen, Erfahrungen, Möglichkeiten… – und das möchte ich teilen und für die gute Sache einsetzen.

Und Sie, was machen Sie mit ihrem Reichtum?

 

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Spiritualität“.

Das Wagnis 2015

Wer sich im alten Jahr nicht getraut hat,
wird auch dem neuen Jahr nicht trauen.
Herbert Wehner 

Mit welchen Erwartungen sind Sie ins neue Jahr gestartet? Und welche Gefühle löst der Gedanke an das neue, unverbrauchte Jahr vor Ihnen aus? Vorfreude auf ein bestimmtes Ereignis? Angst vor dem, was da kommen wird? Motivation, etwas anzupacken, was Sie sich schon lange vorgenommen hatten?

Tatsache ist, dass wir viel zu oft die Chance verpassen, das Neue auch wirklich mit Neuem zu füllen. Stattdessen führen wir einfach weiter, was wir bisher mehr oder weniger erfolgreich getan haben – trotz vielen gut gemeinten Vorsätzen. Einerseits sind wir schlussendlich oft zu bequem, um unsere Arbeit und unseren Alltag grundlegend anders anzugehen. Unser Leben aktiv zu gestalten, fällt uns trotz den vielen gegebenen Chancen gar nicht so einfach. Auf jeden Fall für diejenigen unter uns, die es nicht bisher auch schon getan haben.

Anderseits stolpern wir alle immer mal wieder über unsere Prägungen, Glaubenssätze und Lebensmuster. Nehmen wir das obige Zitat: Wer von seiner Prägung her eher zu den misstrauischen Zeitgenossen gehört, und sich selbst und seiner Umwelt nicht wirklich viel Gutes zutraut, wird auch im neuen Jahr nicht automatisch eine mutige Persönlichkeit werden.

Wagen Sie etwas Neues!

Was tun Sie also im 2015 für Ihr Glück? Welchen Weg zu Ihrem persönlichen Erfolg wollen Sie beschreiten? Es ist eine alte Weisheit, die wir aber zu selten berücksichtigen: Wer immer die selben Schritte geht, wird nie ein neues Ziel erreichen.

Ich lade Sie ein: Begeben Sie sich im 2015 auf ein Wagnis! Zeigen Sie Mut! Trauen Sie sich etwas Neues zu! Warten Sie nicht länger auf das Glück! Gestalten Sie Ihr Glück aktiv!

Wer das wirklich will, wird zwei Dinge beherzigen müssen:

  • Überwinden Sie Ihre Bequemlichkeit!
    Neue Ziele liegen meistens ausserhalb unserer Komfortzone. Diese zu verlassen, kostet immer einen Preis. Doch ich meine, wer nicht aufbricht und sich nicht hin und wiederbewusst aus der Komfortzone raus bewegt, zahlt einen noch höheren Preis: Ein wenig anregender Alltagstrott bei dem sich ein unspektakuläres Jahr ans nächste reiht.
  • Durchbrechen Sie Ihre störenden Lebensmuster!
    Es gibt Prägungen, die uns in unserem Bestreben, ein glückliches und erfolgreiches Leben zu gestalten, unterstützen. Aber es gibt eben auch die anderen Muster, die uns daran hindern. Wer auf dem Weg ins Glück immer wieder über sich selber stolpert (sich nichts zutraut, anderen nicht traut, keine Ausdauer besitzt, neue Ideen sofort wieder verwirft…), sollte unbedingt seine Prägungen reflektieren und bewusst Gegensteuer geben.

Die Erfahrung zeigt, dass das Glück nicht in einer fernen Zukunft liegt. Vielmehr ist es dort zu finden, wo wir unsere nächsten Schritte ganz bewusst gestalten und das schätzen, was wir jetzt schon haben!

In dem Sinn: Auf ein spannendes neues Jahr!

WEITERFÜHRENDE ANGEBOTE

Mein Blogbeitrag dieser Woche dreht sich um den Lebensbereich “Arbeit“.