Schmetterlinge im Bauch

„Die Liebe, welch‘ lieblicher Dunst!
Doch in der Ehe, da steckt die Kunst.“
Theodor Storm (1817-1888), deutscher Lyriker und Erzähler

Das Kribbeln im Bauch oder eben die Schmetterlinge im Bauch sind eine der schönen Erfindungen der Schöpfung. Doch was, wenn die Schmetterlinge davon fliegen? Bedeutet dies auch das Aus einer Partnerschaft?

„Im Gegenteil!“ sind wir versucht zu sagen. Denn: Eine Beziehung, die auf dem Schmetterlingsgefühl basiert, hat ein dünnes Fundament. Das Verliebtsein muss sich mit der Zeit in Liebe weiterentwickeln. Verliebtsein hat vor allem mit „schönen Gefühlen“ zu tun. Demgegenüber hat für uns Liebe viel mit einer „bewussten Entscheidung“ zu tun.

Im Valentinsmonat beschäftigen wir uns in unseren Alltagstipps mit dem Thema Partnerschaft. Unsere Tipps für eine starke Paarbeziehung sind:

  • gemeinsames Projekt/Interesse
    => Hobby, Garten, gemeinsames Geschäft, Wohnung streichen, soziales Engagement.
  • regelmässige „Zeit zu zweit“
    => einen „Eheabend“ gestalten, bei dem beide auf ihre Rechnung kommen
    (der Kreativität und Fantasie freien Lauf lassen)
  • mind. eine gemeinsame Auszeit pro Jahr
    => für 2 oder mehr Tage wegfahren – alleine als Paar oder zb ein Timeout-Weekend besuchen
  • Erwartungen klären
    => Rollenzufriedenheit in Familie + Haushalt, Absprachen betreffend Umgang mit Finanzen und Zeit, Freundeskreis…

Weiterführende Links und Angebote:

Feiern, was immer es zu feiern gibt!

Letzten Herbst wurde das „gms Projekt„, welches ich gegründet habe, 10 Jahre alt. Für uns war dieses Jubiläum ein Meilenstein. Zwar haben wir unsere hochgesetzten Ziele bei weitem noch nicht erreicht, doch wir feierten ein ganzes Wochenend lang den runden Geburtstag vom gms. Einfach, weil es enorm wichtig ist, immer wieder zu feiern und sich an dem zu freuen, was bereits „geschafft“ ist.

Eigentlich haben wir nicht nur diesen Meilenstein gefeiert – wir haben schon die ganzen 10 Jahre immer wieder gefeiert, wenn es einen Grund dazu gab. Und das ist sehr wichtig! Jeder noch so kleine Fortschritt, jedes Erreichen eines Zwischenziels und auch jede Lernerfahrung ist es wert, gefeiert zu werden.

Was für eine Organisation gilt, hat genauso Bedeutung im persönlichen Leben oder als Familie: Wann immer es etwas zu feiern gibt, sollten wir die Gelegenheit dazu nutzen. Warum ist das so wichtig?

  • Das Feiern von Etappenzielen durchbricht den Alltagstrott.
  • Ein solches Feiern zeigt uns auf, dass wir tatsächlich vorwärts kommen, dass wir unserem Ziel näher kommen. Auch wenn dies vielleicht nur sehr langsam geschieht.
  • Durch das Feiern drücken wir unsere Dankbarkeit für das Erreichte aus.
  • Durch das Innehalten und die Freude über das Erreichte erhalten wir Motivation für die nächste Etappe.
  • Das Feiern der (noch so kleinen) Fortschritte stärkt den Glauben in uns, auch die nächsten Schritte meistern zu können.

Hätten wir uns im gms Projekt nicht immer wieder an den kleinen Erfolgen und Zielerreichungen gefreut – ich glaube, wir hätten unterwegs aufgegeben.

Eigentlich gibt es immer eine Gelegenheit zu feiern. Es muss nicht gerade ein Jubiläum sein und es braucht auch nicht immer eine „big Party“ zu sein. Gründe zum Feiern gibt es hunderte (vom Verabschieden des „Nuggis“ oder der Windeln des Jüngsten, über das abgeschlossene Schuljahr, die Zusage für eine Lehrstelle oder den Hochzeitstag bis zu den „big Deals“ im Geschäft, z.B. wenn ein neuer Kunde gewonnen werden kann); und kreative Möglichkeiten, wie man feiern kann, gibt es ebenso viele (kleines Überraschungsgeschenk, gemeinsamer Ausflug, ein kleines oder grosses Festessen, ein Dankeschön für die Mitarbeiter).

Und welchen Grund zum Feiern haben Sie?

Hören Sie dazu unseren passenden Alltagstipp im Radio Life Channel.

Mit PEP druchs Leben

In wenigen Tagen ist der erste Monat des 2010 bereits Geschichte. Zeit also, ein erstes Mal Bilanz zu ziehen über unsere gut gemeinten Neujahrsvorsätze. Gratulation an alle, die ihre Vorsätze in Tat umgesetzt haben und nach den ersten Wochen im neuen Jahr immer noch dabei sind, den Wünschen konkrete Schritte folgen zu lassen.

Leider wird es auch heuer nicht anders sein, dass die meisten Vorsätze sowieso schon im Voraus zum Scheitern verurteilt sind. Und weil dies inzwischen allgemein bekannt ist, nehmen sich viele Leute gar nichts mehr vor – schliesslich kommt man auch ohne Neujahrsvorsätze durchs neue Jahr.

Schade eigentlich! Denn: Wer sein Leben aktiv gestalten will, nimmt sich auch etwas vor, hat Vorsätze, Ziele, Visionen – er (oder sie) will seinem (ihrem) Leben eine Richtung geben.

Seit einigen Jahren gehe ich mit „PEP“ durchs Leben. Dieser „persönliche Entwicklungsplan“ bringt tatsächlich Pep in mein Leben, da ich für jeden der fünf Lebensbereiche definiert habe, in welche Richtung ich mich da entwickeln möchte. Für jedes Jahr notiere ich mir dann entsprechende Jahresziele und lege Umsetzungsschritte fest. (Dazu haben wir bei Radio Life Channel einen Alltagstipp aufgenommen.)

Eine weitere Möglichkeit, sein Leben aktiv zu gestalten und nicht bei gescheitterten Neujahrsvorsätzen stehen zu bleiben, sind die SMART Ziele. Solche Ziele, die man sich sowohl für den Job, die Familie, die Partnerschaft, die eigene Entwicklung oder das soziale Engagement setzen kann, zeichnen sich dadurch aus, dass sie eben SMART sind. Und SMART steht für:

  • Spezifisch: nicht etwas vages, sondern konkret. Was genau will ich tun?
  • Messbar: etwas, das gemessen werden kann. Wie sehe ich, dass ich das Ziel erreicht habe?
  • Attraktiv: etwas, das ich auch wirklich will. Passt das Ziel zu mir?
  • Realistisch: etwas, das mich fordert, aber nicht überfordert. Was kann ich schaffen?
  • Terminiert: etwas mit Termin. Wann starte ich? Wann will ich fertig sein?

Auch dazu haben wir einen Alltagstipp aufgenommen, der hier zu hören ist.

Für mich ist es jeweils eine grosse Freude, wenn ich ende Jahr meinen PEP betrachte und sehe, dass ich tatsächlich einen grossen Teil meiner Ziele erreicht habe. Die Freude eines Leben in Balance mit klarer Richtung wünsche ich allen.

Ähnlicher Beitrag: Happy New Year

Ist spenden chic geworden?

Wie derzeit im ganzen Land ist „JRZ„, die Aktion „Gemeinsam gegen Malaria“ von DRS 3, SF und der Glückskette, auch bei uns ein Thema. Mit Begeisterung beobachten wir, wie sich die Schweiz bewegen lässt und haben selbst auch eine Aktion gestartet.

Beim Frühstück heute morgen unterhielt sich meine Frau und ich darüber, wie nachhaltig die „Jeder Rappen zählt“-Woche wohl sein wird. Jetzt mal abgesehen vom vielen Geld, das gespendet wurde und mit dem Grossartiges im Kampf gegen Malaria bewältigt werden kann.

Jetzt gerade ist es „hipe“ zu spenden und sich grosszügig zu zeigen. Es freut mich, dass Spenden diese Woche chic geworden ist. Gleichzeitig möchte ich jedoch auch an die vielen stillen Spenden-Helden des Alltags erinnern: Ohne die treuen Spenderinnen und Spender, die monatlich kleine bis ganz grosse Beträge weitergeben, könnte so manche soziale und kirchliche Einrichtung und so manches Hilfswerk ihre Türen schliessen.

Auch die gemeinnützige Arbeit von meiner Frau und mir in der sozial-diakonischen Kinder- + Familienanimation Happy Kids ist nur möglich, weil rund ein Dutzend Leute sich verpflichtet haben, unsere Arbeit Monat für Monat zu unterstützen – vom zweistelligen Betrag bis zur fast vierstelligen Spende.

Warum tun sie das? Warum gebe ich – und viele meiner Freunde – 10 Prozent des Einkommens als Spende weiter?

Bei mir sind es mindestens drei Gründe:

  1. Ich spende aus Dankbarkeit!
  2. Ich spende aus Überzeugung!
  3. Ich spende aus Prinzip!

Und viertens könnte ich anfügen, dass ich spende, weil ich daraus immer wieder viel Gewinn erfahren habe. Weil wir loslassen (auch beim Geld) und nicht klammern, erleben wir immer wieder abenteuerliche Wunder…

Also, ich spende, weil ich dankbar bin für das, was ich habe. Ich kann einer Arbeit nachgehen, die mich befriedigt und erfüllt, ich habe eine tolle Familie, eine wunderbare Wohnung und mehr als genug zum Leben. Ich bin beschenkt und darum gebe ich weiter.

Ich bin überzeugt von der alten biblischen Weisheit: „Geben ist seliger als nehmen!“ Darum spende ich. Und ich bin überzeugt, dass wir als Bewohner eines reichen Landes auch eine besondere Verantwortung für die Menschen tragen, die in Not und Armut leben.

Und schliesslich wurde „Grosszügigkeit“ einer meiner fünf zentralen Lebenswerte. Ich will grosszügig weitergeben, von dem, was mir geschenkt ist. Dabei denke ich nicht nur ans Spenden als solches; Grosszügigkeit ist für mich ein Lebensstil. Grosszügig will ich meiner Frau gegenüber, im Umgang mit meinen Kindern und im Zusammensein mit meinen Mitmenschen sein – was für mich bedeutet, ein offenes Ohr zu haben, mir Zeit zu nehmen, „Liebe, Glaube und Hoffnung“ weiterzugeben und mich zu fragen, wie ich meinen „Nächsten“ unterstützen und ihm dienen kann.

Himmlisches Friedensangebot

Weihnachten heisst, der Himmel reicht uns die Hand.

Wir kennen es alle: Beziehungen sind eine fragile Sache. Pflegt man sie zu wenig achtsam, geraten sie schneller als man es realisiert aus dem Gleichgewicht, Risse entstehen, der trennende Graben wird tiefer und nicht selten kommt es leider zum völligen Bruch.

Selbst die anfänglich paradisische Beziehung zwischen Gott und dem Menschen wurde schon bald getrübt. Bis heute tun wir uns in der Beziehung zu Gott schwer: Entweder ignorieren wir Gott und machen einen grossen Bogen um ihn oder versuchen den Allmächtigen mit guten Taten und religiösen Bemühungen zu beeindrucken. Beides schafft leider nur mehr Distanz zwischen Gott und dem Mensch – der Graben zwischen Himmel und Erde wird nur tiefer.

Dabei hat Gott vor über 2000 Jahren sowas wie ein Mediator zur Erde geschickt. Nein, eigentlich ist es mehr als ein Mediator, der zwischen zwei Parteien vermittelt, eigentlich hat Gott in Jesus einen Friedensstifter zu uns geschickt: In Jesus reicht uns Gott die Hand, bietet uns Frieden, Liebe und Hoffnung an.

Wollen wir weiterhin mit Gott auf Distanz gehen oder ihn mit unserem Taten beeindrucken – oder öffnen wir uns für das göttliche Weihnachtsgeschenk? Jesus streckt uns als Friedensbringer die Hand entgegen und wartet hoffnungsvoll darauf, dass wir seine Hand ergreiffen.

Und plötzlich war bei dem Engel ein ganzes Heer von Engeln, all die vielen, die im Himmel Gott dienen; die priesen Gott und riefen: »Groß ist von jetzt an Gottes Herrlichkeit im Himmel; denn sein Frieden ist herabgekommen auf die Erde zu den Menschen, die er erwählt hat und liebt!« (aus „Gute Nachricht Bibel“, Lukas 2,13+14)

Zum Tag der Freiwilligenarbeit

„Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“
John F. Kennedy

Dieser Blog-Eintrag ist zum UNO-Tag der Freiwilligen (5. Dezember) allen freiwilligen Mitarbeitenden der sozial-diakonischen Kinder- + Familienanimation Happy Kids Studen gewidmet. Zusammen haben die gut 30 Mitarbeitenden im Jahr 2009 über 850 Stunden freiwillig in die Arbeit des gemeinnütizgen Vereins investiert. HERZLICHEN DANK!!

„Ein erfülltes Leben wird erst in Gemeinschaft und durch den Austausch mit anderen Menschen möglich.“ So hab ich es kürzlich in meiner „bibel für ungläubige“ von Andreas Schlieper gelesen. Genau darum ist einer meiner fünf zentralen Lebenswerte „Gemeinschaft“. In diesen Bereich gehören gute Freundschaften und ein tragendes soziales Netz genauso dazu wie die Frage nach meinem Platz in der Gesellschaft.

Und an dieser Stelle finde ich John F. Kennedys Zitat von oben so spannend: Nicht die fordernde Haltung, immer den eigenen Nutzen im Vordergrund und die Frage, was andere für uns tun können, sollen unsere Einstellung dominieren. „Frage … was du für dein Land tun kannst!“ forderte Kennedy als US-Präsident seine Landsleute auf. Gelingt uns das? Schaffen wir es, die Welt um uns aus dem Blickwinkel „Was kann ich für die Gesellschaft tun?“ zu betrachten?

Die freiwilligen Mitarbeitenden bei Happy Kids und mit ihnen Hunderttausende andere Ehrenamtliche in unserem Land haben es begriffen: Eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn wir auch bereit sind, – ohne eigenen Profit vor Augen – zu geben. Wir können dankbar sein, dass so viele Menschen Zeit, Einsatz, Ideen, Herzblut und Kreativität für unsere Gesellschaft geben – und dies ohne finanzielle Entlöhnung.

Sich freiwillig zu engagieren lohnt sich aber trotzdem. Und zwar nicht nur, weil es eine edle Sache ist. Wer von sich gibt, der erhält auch etwas zurück. Sei dies ein herzliches Lächeln, ein dankbares Wort oder die Erfahrung, für einen Menschen einen Unterschied gemacht zu haben. Menschen zu beschenken und besonders einsame, wenig erfolgsverwöhnte Menschen zu beschenken, macht tatsächlich einen Unterschied! Liebe zu geben, wo Liebe ein knappes Gut ist, bewirkt Wunder – beim Beschenkten und beim Schenker selbst!

Passend dazu unser Alltagstipp „Lebensbereich Gesellschaft“ auf Life Channel.

Und weil mir die Zitate von John F. Kennedy so gut gefallen, hier noch einige weitere:

„Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“

„Wenn wir uns einig sind, gibt es wenig, was wir nicht können. Wenn wir uneins sind, gibt es wenig, was wir können.“

„Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?“

Wertvolles schenken

„Die Kunst des Schenkens liegt darin, einem Menschen etwas zu geben, das er sich nicht kaufen kann.“
Alan Alexander Milne

Die besten und wertvollsten Geschenke sind die, die man sich nirgendwo kaufen kann. Und was gibt es wertvolleres, als unsere Zeit zu verschenken?

Einige praktischen Ideen:

  • Jungen Eltern einen gemeinsamen (Kino)Abend ermöglichen indem man die Kinderbetreuung übernimmt.
  • Einer Freundin ein gemeinsames Essen schenken.
  • Fensterputz-Gutschein
  • Sich als Paar ein „Weekend zu zweit“ gönnen.
  • Als Familie die Grosseltern mit einem Tagesausflug (einer gemeinsamen Wanderung) beschenken.
  • Mit dem Göttikind etwas aktives unternehmen.

Das Schöne an solchen Geschenken ist, dass man nicht nur Freude macht, sondern gleichzeitig auch noch in die Beziehung investiert. Schliesslich ist ja (ob Götti, Vater, Freund, Sohn oder Partner) schlussendlich immer die Beziehung und nicht das Geschenk das wirklich wichtige!

Und wenn es dann mit der gemeinsamen Zeit schenken mal doch nicht klappt, hier noch einige weitere Links und Ideen für wertvolle Geschenke:

  • Sich selbst etwas Gutes gönnen: Mit einem Timeout-Weekend in die eigene Persönlichkeitsentwicklung investerien.
  • Wertvoller Lesestoff schenken: Die Zeitschrift von SCM bvMedia.
  • Geschenke, die zweimal Freude machen! Produkte von Teartrade.ch.
    (teartrade.ch ist eine Genossenschaft, die Produkte nach Fair Trade-Richtlinien ohne Zwischenhandelsstufen aus Drittweltländern und anderen armen Regionen der südlichen Welt importiert. Unsere Produkte bereiten zweimal Freude – nebst unseren Kunden erleben das auch die Produzierenden: Sie erhalten durch diese Unterstützung Arbeit, Einkommen und eine Zukunft. Fair Trade macht einen Unterschied!)

Zum ersten Advent wünsche ich Ihnen viel Freude und wenig „Geschenkstress“.

Der passende Alltagstipp „Die Liebsten beschenken“ auf Radio Life Channel.

Ausspannen – aber wie?

„Früher brachte der Lärm die Menschen aus der Ruhe. Heutzutage ist es die Stille.“ (Ernst Ferstl)

Wissen Sie, welcher „Entspannungs-Typ“ Sie sind?

Nicht selten wird die sogenannte „Freizeit“ zu einer lärmigen und stressigen Zeit. Eigentlich wäre erholen angesagt, doch plötzlich jagt eine Freizeitaktivität die nächste und man muss sich hinterher von der Freizeit erholen…

Doch scheinbar will das der Mensch des 21. Jahrhunderts so. Anders kann ich mir kaum erklären, warum so viele Kinder schon in jungen Jahren von einer Freizeitaktivität zur nächsten „stressen“ müssen.

Gegen die Freizeitaktivitäten an und für sich ist ja kaum etwas einzuwenden. Die Frage nach der Dosierung wäre aber möglicherweise schon angebracht. Und eine andere auch: Wissen wir überhaupt, wie wir persönlich am besten entspannen können? Erholen wir uns passiv oder in dem wir aktiv etwas unternehmen?

  • Passives Entspannen: Buch lesen, Vollbad, Kaminfeuer, Musik hören…
  • Aktives Entspannen: Sport, Ausflug, Engagement in einem Verein, Basteln und Werkeln…

Ich wünsche Ihnen viele erholsame Momente – ob „laute“ oder „leise“.

Hören Sie zu diesem Thema unseren Alltagstipp auf Life Channel und besuchen Sie unsere Homepage leben-in-balance.ch. In unserem Timeout-Workshop lernen sie sowohl aktive wie passive Erholungsmethoden kennen.

Flow bei der Arbeit?

Sie sollten mal meinem Sohn Janosch (4 Jahre) beim „Tschutten“ (Fussballspielen), „Hockeyle“ oder „Tennisle“ zuschauen. Seine neuste Leidenschaft ist das „Büchsenschiessen“… Hauptsache er hat so etwas wie einen Ball, den er lustvoll in irgendeine Richtung kicken oder schmeissen kann. Da blüht unser Sohn auf, seine Leidenschaft kennt keine Grenzen: Er ist voll dabei, geht in seinem Spiel völlig auf und vergisst alles rundherum.

Was Janosch bei diesem Spiel erlebt, nennt man in der Psychologie einen „Flow“. Einen Flow (= engl. fliessen) können wir dann erleben, wenn die Anforderungen, welche an uns gestellt werden, auf unsere Fähigkeiten abgestimmt sind.

Wir alle kennen wohl das unangenehme Gefühl, wenn unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten einfach nicht zu den Anforderungen passen.

  • Das kann Überförderung bedeuten. Was dann Angstzustände auslösen kann.
  • Auf der anderen Seite ist Unterforderung genauso ein unbefriedigender Zustand: Unterforderung führt zu Langeweile.

Ich kenne beides und finde beides nicht gerade anstrebenswert.

Im Gegensatz dazu erleben wir in einem Flow-Zustand, dass wir in unserem Tun regelrecht aufblühen. Leider beschränken sich solche Flow-Erlebnisse viel zu oft auf die Freizeit (Sport, Hobby, Freiwilligenarbeit). Doch wie wärs, wenn uns unsere Arbeit auch regelmässig Spass machen würde? Wenn wir hier regelmässig „Flows“ erleben dürften?

Die Flow-Theorie wurde von Mihaly Csikszentmihalyi entwickelt und hat folgende Kennzeichen:

  • Wir sind der Aktivität gewachsen.
  • Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren.
  • Die Aktivität hat deutliche Ziele.
  • Die Aktivität hat unmittelbare Rückmeldung.
  • Wir haben das Gefühl von Kontrolle über unsere Aktivität.
  • Unsere Sorgen um uns selbst verschwinden.
  • Unser Gefühl für Zeitabläufe ist verändert (wir vergessen die Zeit).
  • Die Tätigkeit hat ihre Zielsetzung bei sich selbst (sie ist autotelisch).

Ich bin überzeugt: Unsere Gesellschaft, unsere Firmen und auch unsere Kirchen würden anders aussehen, wenn wir uns als Begabte und Beschenkte mehr in der „Flow-Zone“ bewegen würden.

Hören Sie dazu unseren Alltagstipp zum Lebensbereich Arbeit auf Life Channel und besuchen Sie unsere Homepage leben-in-balance.ch.

Leben in Balance

„Wir haben gelernt, schneller zu schlafen, nebenbei zu essen und viel produktiver zu arbeiten. Aber wir haben verlernt, in Balance zu leben.“
Cay von Fournier

Ein erfolgreiches, erfülltes Leben in Balance – wer wünscht sich das nicht?
Zahlreiche Herausforderungen aus Beruf, Familie, Ehrenamt und Freizeit lassen nicht selten die edeln Absichten bezüglich einem ausgewogenen Lebensstils im Alltag scheitern.
Wer nicht einfach mit der utopischen Hoffnung, dass sich eines Tages alles wie durch ein Wunder von selbst zum Guten wendet, die Jahre an sich vorbeiziehen lassen will, startet am besten mit einer ehrlichen Bestandesaufnahme.

=> Wie steht es um meine Zufriedenheit in Beruf, Familie und Gesellschaft?

=> Wie sieht es in meinem Alltag mit den fünf Lebensbereichen aus?

  • Arbeit: Mein Job – Befriedigung in meiner beruflichen Tätigkeit
  • Liebe: Meine Partnerschaft, meine Familie – eine erfüllende Partnerschaft und ein positives Familienleben
  • Gemeinschaft: Meine Freunde und mein Engagement für die Allgemeinheit – mein Platz in der Gesellschaft finden
  • Selbst: Mein Körper, mein Geist und meine Emotionen – eine positive Selbstentwicklung
  • Spiritualität: Mein Lebenssinn – die grossen Fragen des Lebens für mich klären

=> Bin ich glücklich, wenn ich meinen „Lebenskuchen“ anschaue?

  • Praktische Übung: Zeichnen Sie einen Kreis. Teilen Sie Ihren „Lebenskuchen“ nun in fünf Stücke, immer ein Stück pro oben aufgeführtem Lebensbereich.
  • Gefällt Ihnen das entstandene Bild?
  • Welcher Lebensbereich kommt ev. zu kurz, welcher beansprucht Sie zu sehr?
  • Wie würde Ihr „Lebenskuchen“ im Idealfall aussehen?
  • Und was tun Sie, damit dies nicht ein Wunschtraum bleibt?

Hören Sie den passenden Alltagstipp dazu.

Weitere Alltagstipps mit Brigitte & Stefan Gerber immer mittwochs auf LifeChannel.ch. Unterstützung im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Life-Balance finden Sie unter leben-in-balance.ch.